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01.08.2016 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

DZ Bank und WGZ Bank haben fusioniert

Autor:
Barbara Bocks

Heute ist ein historischer Tag für die deutsche Bankenlandschaft. Mit der Fusion der DZ Bank und der WGZ Bank entsteht das drittgrößte deutsche Kreditinstitut.

Den Fusionsverhandlungen war ein jahrzehntelanger Konsolidierungsprozess von DZ und WGZ vorausgegangen, wie Finance+Banking-Redakteurin Eva-Susanne Krah auf Springer für Professional berichtete. Aus dem Zusammenschluss seien ab 2020 Einspar- und Ertragspotenziale zwischen 100 und 175 Millionen Euro jährlich möglich, erläuterte Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank,anlässlich der Präsentation der Bilanzzahlen 2015 in Frankfurt am Main im März dieses Jahres. Der Großteil davon werde aus dem Wegfall von insgesamt 700 Stellen bis zum Jahr 2019 realisiert, so Kirsch damals.

Geglückte und gescheiterte Fusionen

Nicht jede Fusion im deutschen Bankenmarkt war in der Vergangenheit von Erfolg gekrönt. Gunter Dunkel, Chef der Nord LB, ist bei Fusionen jeglicher Art im Bankensektor eher skeptisch eingestellt. „Der Grund ist, dass sie extrem schwierig sind“, sagt er unter anderem im Bankmagazin-Interview (Ausgabe 7-8/2015, Seite 20)

Den Verlauf der Fusion von Deutscher Bank und Postbank beispielsweise verglich Stefanie Burgmaier, Herausgeberin von Bankmagazin, mit dem einer griechischen Tragödie. In ihrem Kommentar beschrieb sie unter anderem, dass der Prolog zur Postbank-Tragödie bereits im Jahr 2001 stattfand. „Damals wurde nach der gescheiterten Fusion zwischen Deutscher und Dresdner Bank die Deutsche Bank 24 gestartet. Die Privatkundenbank sollte das Geschäft mit den weniger vermögenden Kunden voranbringen“, so Burgmaier. Diese Segmentierung löste damals allerdings so viel Protest aus, dass das Privatkundengeschäft wieder in die Bank integriert wurde. 

Fusion der GAD und Fiducia ist 2014 geglückt

Es gibt aber auch positive Beispiele für Fusionen, wie der Zusammenschluss der beiden IT-Dienstleister im genossenschaftlichen Verbund, der Unternehmen GAD und Fiducia im Jahr 2014 zeigen. Bereits 2006 fanden erste Sondierungsgespräche statt , die abgebrochen wurden. Vor drei Jahren wurden die Fusionsverhandlungen jedoch erneut aufgenommen und erfolgreich abgeschlossen

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