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21.11.2016 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Finanzhäuser müssen nachhaltiger agieren, um Kunden zu binden

Autor:
Eva-Susanne Krah

Banken und Finanzdienstleister könnten in ihren Marktstrategien nachhaltiger sein. Denn Kunden achten laut einer neuen Studie stärker darauf, ob deren Engagement auch glaubwürdig ist.

Der Aufbau eines positiven Nachhaltigkeitsimages wird immer wichtiger. Finanzhäuser schöpfen das entsprechende Potenzial aber noch nicht voll aus. Der Studie von Facit Research zufolge, in der die zehn Finanzdienstleister mit den derzeit höchsten Investitionen in Kommunikationsmaßnahmen untersucht wurden, zeigt, dass die mehr als 3.000 befragten Konsumenten Ratenkreditgeber wie Easy Credit mit 69,23 Indexpunkten am nachhaltigsten einstufen. Auf dem zweiten Platz folgen die Volks- und Raiffeisenbanken mit 69,19 und die Direktbank ING-Diba mit 68,87 Indexpunkten. Schlusslicht in der Bewertung sind die Postbank mit 57,77 und die Deutsche Bank mit 55,28 Indexpunkten. Ratenkreditgeber aus dem Direktbankbereich, beispielsweise Targobank und Santander, landen im Mittelfeld des Rankings, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:

RangUnternehmenIndexpunkte
1 Easy Credit69,23
2Volks- und Raiffeisenbanken69,19
3ING-Diba68,87
4Sparkasse65,27
5Targobank63,14
6Santander61,51
7Commerzbank60,42
8Unicredit Bank59,60
9Postbank57,77
10Deutsche Bank55,28
Quelle: Facit Research 2016, Angabe in Indexwerten
(0-100) n= 1.553

Finanzhäuser profitieren bei der Kundenloyalität

Yvonne Zwick, wissenschaftliche Referentin beim Rat für nachhaltige Entwicklung in Berlin, sieht klare Vorteile für die Kundenbeziehungen von Geldhäusern, wenn diese nachhaltig agieren: "Der Einfluss der Nachhaltigkeit eines Finanzdienstleisters auf die Loyalität seines Kunden steigt kontinuierlich", sagt Zwick. Vorteile zeigten sich in erster Linie bei der Kundenbindung und der politischen Sichtbarkeit des Themas. Den größten Einfluss auf das Nachhaltigkeitsimage der Finanzbranche haben aus Sicht der Befragten ökologische Aspekte in Bezug auf Anlageprodukte. Auch bei Umweltschutzthemen und sozialen Faktoren, etwa dem fairen Umgang mit Kundenreklamationen, können Finanzinstitute punkten.

Kunden wollen mehr Transparenz

Allerdings macht die Studie auch deutlich, dass Kunden sich mehr Transparenz bei der Nachhaltigkeit wünschen. So geben 36 Prozent der Befragten an, dass sie über das karitative Engagement ihrer Finanzdienstleister nicht genügend informiert werden. Und nur ein weiteres Drittel fühlt sich über Aktivitäten sowie die wirtschaftliche Lage seines Instituts ausreichend informiert. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.12.2013 | Invest | Ausgabe 12/2013

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