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30.03.2017 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Förderbank KfW will es künftig besser machen

Autor:
Bianca Baulig
2 Min. Lesedauer

Vor Kurzem kam es im Zahlungsverkehr der KfW Bankengruppe zu einer Fehlbuchung in Milliardenhöhe. Der Vorstand nutzte nun die Vorstellung der Bilanz 2016, um Konsequenzen aus diesem Vorfall anzukündigen.

Im Februar kam es bei der KfW Bankengruppe zu einer Überweisungspanne, bei der fälschlicherweise 7,6 Milliarden Euro an vier große Banken transferiert wurden. Die Buchung war aufgrund einer fehlerhaften Einstellung bei der Zahlungsverkehrssoftware ausgelöst worden. Bei der Vorstellung der Bilanz 2016 am 29. März in Frankfurt am Main machte Günther Bräunig, Vorstand der KfW, nun deutlich, dass es sich dabei um menschliches Fehlverhalten und nicht um einen Cyberangriff gehandelt habe. Gleichzeitig versprach er die lückenhafte Aufklärung des Vorfalls. "Wir nehmen das sehr ernst", sagte er. Man untersuche die Sache intern und werde zusätzlich ein Beratungsunternehmen zur externen Prüfung heranziehen. Damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole, habe man inzwischen eine permanente Zahlungsausgangskontrolle eingerichtet. Bräunig bezifferte den Schaden aus der Panne auf 25.000 Euro, ausgelöst durch Zinsschäden und Transaktionskosten.

Wohnungsbauförderung am stärksten nachgefragt

Der Vorstand hatte auch Erfreuliches zu berichten. Die KfW Bankengruppe konnte im abgelaufenen Jahr erneut eine hohe Nachfrage nach ihren Finanzierungsprodukten verzeichnen. So sind die Förderzusagen auf ein Gesamtvolumen von 81 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von zwei Prozent gegenüber 2015. Die hohe Nachfrage nach Wohnungsbauförderung führte zu einem Zusagevolumen beim inländischen Fördergeschäft in Höhe von 55,1 Milliarden Euro und damit zu einem Wachstum um neun Prozent. Insbesondere die Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren war sehr beliebt. Zudem bildet die Förderung von Umwelt- und Klimaschutzvorhaben einen wichtigen Schwerpunkt der Arbeit der KfW, 44 Prozent der Zusagen kamen 2016 aus diesem Bereich.

Der Konzerngewinn für das Jahr 2016 beträgt zwei Milliarden Euro und ist damit leicht rückläufig gegenüber 2015. "Diese zwei Milliarden Euro liegen im Mittel der vergangenen sechs Jahre", sagte Bräunig. Das Jahr 2017 habe erfreulich begonnen, aber insgesamt rechnet der Vorstand damit, dass das Ergebnis am Ende des Jahres niedriger ausfallen wird. "Die Herausforderungen liegen immer in der Zukunft", verdeutlichte er seine Prognose und wies insbesondere auf die niedrige Zinskurve hin.



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