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02.08.2022 | Bankstrategie | Nachricht | Online-Artikel

Stimmung in der Finanzbranche erneut schlechter

verfasst von: Angelika Breinich-Schilly

2 Min. Lesedauer
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Die aktuelle Krise drückt den Finanzinstitiuten und ihren Dienstleistern auf die Stimmung: In vielen Bereichen gibt der CFS-Index, der das vergangene und das laufende Quartal in der Branche untersucht, deutlich nach. Seit der Finanzkrise waren die befragten Manager nur zu Pandemiebeginn pessimistischer.

Das sinkende Umsatz-, Ertrags- und Mitarbeiterwachstum in der Finanzbranche sowie das rückläufige Wachstum des Investitionsvolumens drückt den Managern in den Finanzinstituten und bei ihren Dienstleistern auch im zweiten Quartal auf die Stimmung. In der vierteljährlich erhobenen Umfrage ermittelte das Center for Financial Studies (CFS) ein Minus von 4,5 auf nunmehr 106,6 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der CFS-Index damit um 8,6 Punkte verschlechtert. Jedoch liegt der Wert immer noch auf dem Niveau von vor zwei Jahren, als sich die Finanzbranche von dem Pandemieausbruch zu erholen begann.

Für die Erhebung werden im Wege einer Managementbefragung Daten zu Umsatz und Geschäftsvolumen, der Ertragssituation, der Mitarbeiteranzahl sowie Investitionen deutscher Finanzunternehmen und ihrer Dienstleister im vergangenen Quartal ermittelt und zugleich Informationen für eine Prognose zum aktuellen Jahresviertel gesammelt.

Stimmung bleibt in vielen Bereich pessimistisch

Für die Zeit von Juli bis September bleibt die Stimmung der Befragten in der gesamten Finanzbranche im Bezug auf das Umsatz- und Ertragswachstum  sowie des Investitionsvolumens pessimistisch. "Seit der Finanzkrise war die Branche nur zu Pandemiebeginn pessimistischer als heute", kommentiert Andreas Hackethal, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse. 

Das spiegelt sich auch in der Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland. Die ist im zweiten Quartal um 4,8 auf 101,9 Index-Punkte gefallen. Besonders die Dienstleister schätzen die Lage negativ ein. "Die Finanzbranche kann sich dem Sog des allgemein eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland nicht entziehen. Ich bin aber überzeugt, dass die Finanzindustrie ihre wichtige ökonomische Rolle, der Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität, nicht nur beibehalten, sondern mittelfristig sogar wieder ausbauen wird", meint Gerhard Wiesheu, Präsident von Frankfurt Main Finance.

Bereits erwartet hatten die Studienautoren ein abgebremstes Mitarbeiterwachstum im zweiten Quartal. Der Sub-Index in diesem Segment ging um 2,6 auf 102,5 Punkte zurück und befindet sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die Dienstleister melden einen verschärften Rückgang ihres Mitarbeiterwachstums. Deren Sub-Index sinkt um 8,6 auf 108,0 Punkte und liegt jetzt exakt auf dem Vorjahresstand. Für das laufende Quartal rechnen beide Gruppen mit einem leicht positiven Mitarbeiterwachstum

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