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23.03.2017 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Helaba setzt sich kurzfristige Ziele

Autor:
Bianca Baulig
2 Min. Lesedauer

​​​​​​​Der Vorstand der Landesbank Hessen-Thüringen ist mit dem Ergebnis der Geschäftsjahres 2016 zufrieden. Für das laufende Jahr hat sich das Institut erneut einiges vorgenommen. 

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat im abgelaufenen Jahr ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 549 Millionen Euro erzielt und damit knapp acht Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Steuern ergibt sich ein Überschuss von 340 Millionen Euro. Herbert Hans Grüntker, Vorstandsvorsitzender der Helaba, ist damit zufrieden. "Insgesamt gehört das Ergebnis zu den drei besten in der Historie der Bank", sagte er bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main. 

Die betriebswirtschaftlichen Kennziffern haben sich ebenfalls zufriedenstellend entwickelt, führte Grüntker weiter aus. So liegt die Cost Income Ratio mit 63,7 Prozent auf dem Niveau der Jahre 2012 bis 2014. Die Eigenkapitalrendite bewegt sich mit 7,2 Prozent innerhalb des vom Institut selbst gesteckten Zielkorridors von sechs bis acht Prozent. Die Leverage Ratio konnte seit 2013 von 3,4 auf 4,7 Prozent verbessert werden. Am stärksten gewachsen ist die Landesbank im Immobiliensegment. Hier erzielte sie ein Ergebnisplus von sieben Prozent auf 407 Millionen Euro. Der Bereich Corporate Finance weist dagegen ein Ergebnis von minus 42 Millionen Euro aus. Als Grund nannte der Vorstand die deutlich gestiegene Risikovorsorge im Kreditgeschäft, die 2016 von Wertberichtigungen für das Schiffsportfolio geprägt war.

Was auf der Agenda 2017 steht 

Laut Grüntker machten es die "anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen notwendig, das Geschäftsmodell regelmäßig zu überprüfen und anzupassen". Für 2017 hat sich die Bank folgende Ziele gesetzt:

  • Nordrhein-Westfalen ist einer der wichtigsten Kernmärkte, in dem die Helaba weiter wachsen will. Sie generiert dort bereits mehr als 30 Prozent ihrer Erträge im Firmenkundengeschäft.
  • Erste Anwendungen aus dem "Strategieprojekt Digitalisierung" sollen in diesem Jahr zum Einsatz kommen. Zudem investiert die Bank in den Austausch mit Fintechs.
  • Die Erneuerung des Kernbankensystems ist die wesentliche IT-strategische Maßnahme der kommenden Jahre. 

Zudem macht die Zinsentwicklung in den USA aus Sicht der Helaba Hoffnung, dass mittelfristig auch im Euro-Raum der Zinstiefpunkt durchschritten wird. "Auf Basis dieser Annahme besteht eine gewisse Zuversicht, dass wir im operativen Geschäft in diesem oder dem nächsten Jahr die Talsohle erreichen werden", äußerte sich der Vorstandsvorsitzende vorsichtig optimistisch.

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