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08.08.2012 | Bankstrategie | Im Fokus | Onlineartikel

Kooperationen: Das Gelbe-Seiten-Prinzip

Autor:
Stefanie Kraus
2 Min. Lesedauer

Die ING-DiBa hat Anfang Juli 2012 mit der „Riester-Rente Plus“ den Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten gestartet. Dazu kooperiert das Kreditinstitut mit dem Direktversicherer Hannoversche. Warum sich die Zusammenarbeit mit anderen Produktanbietern bzw. Vertriebspartnern lohnt.

Basis der Riester-Rente Plus ist die Hannoversche Riester-Rente, die für ING-DiBa-Kunden nochmals günstiger gemacht worden sei, heißt es in einer Mitteilung der Bank. Das neue Produkt sei exklusiv für Kunden der ING-DiBa und deren Ehepartner erhältlich. Mit der Riester-Rente Plus bietet die ING-DiBa nach eigenen Angaben erstmals ein spezielles Produkt für die Altersvorsorge an. Die Bank übernimmt die Kundenansprache und die Weiterleitung der Kunden an die Hannoversche. Der Versicherer berät die Interessenten, erstellt individuelle Angebote und kümmert sich um die Vertragsführung. Die aktive Vermarktung des Produkts soll im Herbst 2012 starten.

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Für eine Kooperation einer Bank mit einem anderen Produktanbieter wie einem Versicherer sprechen viele Gründe. „Die Veränderungen durch den Strukturwandel sind in einem Maße gestiegen, dass sie von den Banken zunehmend nicht mehr selbst bewältigt werden können“, argumentierte Markus H. Dahm, Berater und Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für Oekonomie & Management 2010. Oft könnten die entsprechenden Aufwendungen gerade von kleinen und mittleren Häusern nicht erwirtschaftet werden, außerdem verlange die verstärkte Komplexität bei Produkten oder Technologien eine entsprechende Spezialisierung. „Dabei dient die horizontale Kooperation dazu gegenüber Wettbewerbern zu bestehen, die vertikale Kooperation hilft, die zunehmende Prozess-Komplexität bewältigen zu können“, erklärte Dahm in seinem Kommentar.

Bei der Zusammenarbeit zwischen ING-DiBa und Hannoversche übernimmt Erstere den Vertriebspart, während der Versicherer die Rolle des Spezialisten innehat. Es gibt aber auch Kooperationen, bei denen die Banken die Rolle des Produktlieferanten innehaben. Beliebt war und ist bei den Finanzinstituten zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem ADAC. 2012 setzt die DAB Bank auf einen Schulterschluss mit dem Automobilclub. „Der ADAC mit 18 Millionen Mitgliedern eignet sich sehr gut, um die Sichtbarkeit der DAB Bank zu verbessern und um auf unsere Altersvorsorgeprodukte aufmerksam zu machen“, schwärmte Markus Gunter, damaliger Vorstandssprecher der DAB Bank, im Frühjahr gegenüber Bankmagazin.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.04.2010 | Meinung | Ausgabe 4/2010

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