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07.11.2018 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Digitale Services sollen Deutsche Bank voranbringen

Autoren:
Bianca Baulig, Angelika Breinich-Schilly

In ihrer Digitalfabrik arbeitet die Deutsche Bank an innovativen Dienstleistungen und Produkten. Nun stellt sie eine neue Anwendung für das Smartphone vor – die App Yunar.

Um die Digitalisierung im eigenen Haus voranzubringen, hat die Deutsche Bank vor zwei Jahren die Digital Factory gegründet. Sie sitzt abseits der Frankfurter Banktürme im Vorort Sossenheim. Unter der Leitung des CDO Markus Pertlwieser kümmert sich das Team bereichsübergreifend um die Entwicklung digitaler Strukturen und Tools. Ziel ist laut Pertlwieser, dass es sechs bis sieben von zehn Innovationen bis zur Marktreife schaffen. 

App zur Nutzung von Bonusprogrammen

Eine dieser digitalen Entwicklungen, die derzeit von 1.000 Nutzern getestet wird, ist die App Yunar. In ihrer Basisversion dient sie dazu, Kundenkarten auf dem Smartphone zu verwalten. Die Applikation erlaubt Nutzern, für bis zu 200 in Deutschland verbreitete Bonusprogramme Punkte zu sammeln. Dazu gehören unter anderem Payback, Miles & More, Ikea, Douglas und Karstadt. Für einige der Programme können die gesammelten Treuepunkte angezeigt werden. Diese Funktion soll bis zum ersten Quartal 2019 für alle Programme zur Verfügung stehen. Dann wird die Anwendung auch im Appstore von Apple sowie im Google Play Store für alle Verbraucher zum Download bereitstehen.

Wie Markus Steiff, Mitglied der Geschäftsführung von Yunar, betonte, will das Start-up im ersten Schritt zum führenden Aggregator von Bonusprogrammen werden und alle Bundesbürger ansprechen, die Kundenkarten nutzen, das seien 60 Millionen Menschen. Angereichert um weitere Dienstleistungen soll Yunar künftig schrittweise zur virtuellen Geldbörse, der so genannten mobile Wallet, ausgebaut werden. Dann könnten Bankleistungen wie das mobile Bezahlen, die Multibank-Aggregation oder auch Nichtbank-Dienstleistungen wie die digitale Identität dazukommen. Mit der App zielt das Geldhaus zunächst auf besonders digital affine Kundengruppen und das rasche Wachstum der Zahl aktiver Nutzer. Pertlwieser ergänzt: "Mit dieser App wird der Ausbau unseres Plattform-Angebots noch einmal deutlich Fahrt aufnehmen."

Zügige Internationalisierung des digitalen Angebots

Yunar ist als Start-up eine hundertprozentige Tochter des Instituts und besitzt keine eigene Banklizenz. Die Marke gehört zum neuen Geschäftsbereich Digital Ventures im Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns. Hier sollen künftig die Angebote für neue Zielgruppen und Märkte gebündelt werden. Ziel ist unter anderem, die digitale Plattform des Hauses schnell auszubauen. 

"Wir wollen noch viel häufiger die zentrale Anlaufstelle für alle Geldgeschäfte unserer Kunden sein", erklärte Frank Strauß, im Vorstand der Deutschen Bank zuständig für das Privat- und Firmenkundengeschäft, kürzlich in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt". Mittelfristig soll die Tochter Norisbank bei der digitalen Geldbörse sowie bei der Digitalisierung insgesamt eine "wesentliche Rolle" einnehmen. Um im Wettbewerb mit anderen, auch branchenfremden Anbietern zu bestehen, soll die Plattform laut Strauß zügig international werden. "Bei einem Digitalunternehmen ohne Banklizenz geht das schneller als im regulierten Bankenbereich", erklärte Strauß gegenüber der Zeitung.

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