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28.05.2018 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Nach Integration der Postbank will Deutsche Bank Jobabbau angehen

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Mit der "DB Privat- und Firmenkundenbank" ist die Integration der Postbank in das Privat- und Geschäftskundensegment der Deutschen Bank abgeschlossen. Nach der Verschmelzung ist nun der Weg frei für Kostensenkungen innerhalb des Instituts. In einem ersten Schritt sollen laut Medienberichten zunächst in der neuen Zentrale Stellen wegfallen.

Nach der Verschmelzung zählt die Deutschen Bank nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Privat- sowie rund eine Million Firmenkunden. Etwa 28.000 Mitarbeiter an insgesamt 10.000 Zugangspunkten arbeiten für die hundertprozentige Deutsche Bank-Tochter, die ein Vermögen von über 331 Milliarden Euro verwaltet. Die Marken Deutsche Bank und Postbank bleiben aber weiterhin erhalten, um die Kunden in ihrer angestammten Umgebung zu belassen, heißt es weiter.

Restrukturierung soll zügig angegangen werden       

Der Zusammenschluss ist laut dem Geldinstitut die größte Fusion zweier Banken seit Gründung der gemeinsamen Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank. Vorstandschef Christian Sewing: "Ich bin sehr zufrieden, dass wir die beiden Banken planmäßig zusammenführen konnten. Mit dem zügig fortgesetzten Umbau werden wir Kosten senken und Erträge steigern." Die Bank wolle die Synergien bis spätestens 2022 schrittweise auf dann jährlich mindestens 900 Millionen Euro steigern. Dafür fallen insgesamt 1,9 Milliarden Euro Restrukturierungskosten und Investitionen an, vor allem in der Informationstechnologie.

Dass die Bank hierzu bei vielen Jobs weltweit den Rotstift ansetzen wird, war schon zur Hauptversammlung vergangene Woche bekannt. Nun berichtet das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe, dass es zunächst um einen Stellenabbau in der künftigen Zentrale gehen werde. "Im dritten Quartal wird es Gespräche zwischen der Bank und den Arbeitnehmervertretern geben", zitiert das Blatt Finanzkreise. Dabei ist die Rede von einem Stellenabbau um bis zu 15 Prozent, doch seien die Pläne noch in einem frühen Stadium. Die Deutsche Bank selbst bezog hierzu keine Stellung.

Online-Service soll ausgedehnt werden

Vorstandsmitglied Frank Strauß, verantwortlich für die Privat- und Firmenkundenbank, betonte allerdings die Wichtigkeit des Heimatmarktes für das Institut. Sein Bereich wolle die digitale Transformation vorantreiben und "kontinuierlich unseren Beitrag zum Konzernergebnis liefern". Und gute Voraussetzungen hierfür lägen im Hohen Anteil der Kunden, die ihre Bankgeschäfte per Mausklick erledigen. "Zusätzlich zu den integrierten Online-Lösungen für die Kunden der Deutschen Bank und der Postbank wird die digitale Plattform um neue Angebote erweitert, die über das klassische Bankgeschäft hinausgehen", heißt es. Erste Details will die Deutsche Bank im vierten Quartal 2018 bekannt geben.

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