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01.04.2019 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Kostenziele in VR-Banken und Sparkassen oft nicht bekannt

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken (VR-Banken) müssen ihre Kosten reduzieren und effizienter werden. Doch laut einer aktuellen Umfrage sind die hierfür nötigen Programme zu wenig in den Alltag der Mitarbeiter integriert.  

80 Prozent der Sparkassen und 70 Prozent der VR-Banken haben ein Kostensenkungsprogramm. Dennoch kennen nur bei rund einem Drittel der Institute die Mitarbeiter die jeweiligen Effizienz- und Kostenziele. Das ergab die Studie "Lean Finance 2019" des Beratungshauses Emporias, für die im Dezember vergangenen Jahres 100 für die Optimierung von Prozessen zuständigen Entscheider aus Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken befragt wurden.

Oft keine konkreten Ziele für Teams

"Wie unsere aktuelle Studie zeigt, geben viele Institute keine konkreten Performance-Ziele für einzelne Teams vor und übertragen ihren Führungskräften und Mitarbeitern somit zu wenig Verantwortung - mit dem Ergebnis, dass alle weitermachen wie bisher", erläutert Carsten Jacobi, Geschäftsführer bei Emporias. Auch in Häusern, die derzeit konkret an der Kostenoptimierung arbeiten, ist die Belegschaft nicht besser instruiert. "Wenn Mitarbeiter nicht wissen, was das Ziel ist, dann können sie auch nicht dazu beitragen, es zu erreichen."

Nur in wenigen Instituten seien Einzelziele für die verschiedenen Abteilungen definiert. Über feste Vorgaben für einzelne Teams verfügen nur 14 Prozent der befragten Banken. Dort, wo aktuelle Projekte zur Kostensenkung laufen, seien es mit 16 Prozent allerdings nur wenig mehr. Zudem verkoppelten nur zehn Prozent der Häuser ihre Effizienzziele mit den Führungskräftegehältern.

Mitarbeiter einbeziehen und motivieren

"Menschen müssen die Maßnahmen mit Leben füllen und ihre Energie dafür aufwenden, sie umzusetzen. Ansonsten sind die Programme das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Banken begehen einen Kardinalfehler, wenn sie ihre Mitarbeiter nicht einbeziehen und motivieren", kritisiert Jacobi mangelnden Integration entsprechender Programme in den Arbeitsalltag bei den Instituten.

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