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24.01.2020 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Sparda-Bank Hessen treibt Digitalisierung voran

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2:30 Min. Lesedauer

Neue Kreditzusagen in Höhe von 511 Millionen Euro und ein Plus bei den Kundeneinlagen von rund 445 Millionen Euro verzeichnete die Sparda-Bank Hessen im Geschäftsjahr 2019. Die strikte Digital- und Nachhaltigkeitsstrategie soll das Haus 2020 weiterbringen.

"Auch 2020 soll das Girokonto kostenfrei und die dezentrale Beratung in den Filialen vor Ort erhaltenbleiben sowie die Privatkunden nicht mit Negativzinsen belastet werden ", sagte Markus Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen, vor Journalisten in Frankfurt. Die Zahl ihrer Filialen blieb 2019 mit 36 stabil und soll sich auch im laufenden Jahr nicht ändern. Mit diesen stelle die Bank die persönliche Beratung sicher, die insbesondere bei Themen wie Geldanlage oder Baufinanzierung benötigt wird. Um die Anliegen der Kunden kümmern sich derzeit inklusive aller Tochtergesellschaften rund 700 Mitarbeiter. 

"Insgesamt haben wir über 352.000 Kunden", betonte Vertriebsvorstand Michael Weidmann. Das sind 9.659 mehr als 2018 und ein Plus von 1,1 Prozent. Rund jeder zweite Neukunde wurde zugleich auch Genossenschaftsmitglied, ergänzte Vorstandskollege Müller. Das Kundenvermögen wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,6 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Das Geldhaus erwirtschaftete eine Bilanzsumme von rund sieben Milliarden Euro und damit ein Plus von 7,5 Prozent. Der Zinsüberschuss blieb dagegen mit 85,4 Millionen Euro auf dem Niveau von 2018. 

Neues IT-System soll Flexibilität gewährleisten

Ein großer Teil des Verwaltungsaufwands, für den die Bank 2019 fast 82 Millionen Euro ausweist, beruht neben der Erfüllung neuer Regularien vor allem auf der Umstellung auf den neuen IT-Dienstleister Sopra Financial Technology mit Sitz in Nürnberg. Dieser ist ein Joint Venture der sieben Sparda-Banken und des IT-Beratungshauses Sopra Steria. 

Ziel sei es, eine modulare und flexible IT-Infrastruktur zu installieren, die sich an die Bedürfnisse der Kunden anpasst, betonte Vorstandsmitglied Rüdiger Orth. Die Umsetzung soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein. Hierdurch will die Bank unter anderem das Dokumenten- und Postmanagement entlasten, Bearbeitungszeiten und CO2-Emissionen verringern. Beispielsweise sollen etwa 5.100 Fahrten zwischen den Filialen pro Jahr eingespart werden. Das bedeute eine Verringerung der Transportkosten von etwa 40.000 Euro, so Orth. 

Aktiensparen mit Rückgabegarantie interessanter machen

Erfolgreich ist auch eine Geldanlage-Offensive angelaufen, mit der die Bank Kunden wie Nicht-Kunden anspricht: Seit 1. November 2019 bietet das Institut an, einen Aktienfonds mit Rückgabegarantie abzuschließen. Dessen Anteile nimmt das Geldhaus nach zwölf Monaten auf Kundenwunsch zurück und erstattet das eingesetzte Geld vollständig. Bislang haben mehr als 6.600 Menschen dieses Angebot genutzt. 

Aufgrund der großen Nachfrage will das Institut diese Aktion bis Ende Februar verlängern und für Neukunden beibehalten. "Das zeigt uns, dass die Kunden auf der Suche nach einer guten Anlagemöglichkeit sind", so Weidmann. Da es sich um ein Produkt der Sparda-Bank Hessen handelt, trage diese auch das Risiko für eine mögliche Rückgabe, nicht der Partner Union Investment. 

Fokus auf nachhaltige Investmentfonds

Interessant sei, dass sich die meisten Kunden für globale Standardaktien entscheiden. Dabei wünsche sich rund die Hälfte außerdem, dass das Kapital in nachhaltige Aktien fließt. Insgesamt verzeichne die Bank ein steigendes Interesse an nachhaltigen Investmentfonds. "Hierauf werden wir im laufenden Jahr einen besonderen Fokus legen", so Weidmann.   

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