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06.04.2020 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Nicht alle Verbraucher fürchten finanzielle Probleme

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beschäftigen viele Deutsche. Dennoch rechnen 51 Prozent nicht mit persönlichen finanziellen Unsicherheiten, sagt eine aktuelle Umfrage. Doch wünscht sich knapp ein Drittel mehr Beratung durch die Hausbank. 

Wie lange sich die aktuelle Corona-bedingte Krise hinziehen wird und welche wirtschaftlichen Folgen sie tatsächlich hat, vermag kaum jemand seriös zu prognostizieren. Allerdings offenbart eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Analysehauses Yougov unter mehr als 2.000 Personen ab 18 Jahren von Ende März, dass rund die Hälfte der Deutschen nicht mit großen Unsicherheiten bei den persönlichen Finanzangelegenheiten rechnet. Dass die Krise eine finanzielle Belastung bringen könnte, glauben aber 47 Prozent der befragten Personen mit einem Nettoeinkommen von 500 bis unter 1.000 Euro sowie 1.500 bis unter 2.000 Euro. 

Frauen unsicherer als Männer

Für 24 Prozent der Befragten ist die aktuelle wirtschaftliche Situation immerhin Anlass, sich künftig für den Fall von Jobverlust oder Kurzarbeit finanziell besser abzusichern. Allerdings zeigen sich männliche Befragte von der aktuellen Krise weniger beeindruckt (60 Prozent) als Frauen (52 Prozent) und planen keine zusätzliche finanzielle Absicherung. Und das, obwohl die Zahl der privaten Insolvenzen ab der zweiten Jahreshälfte massiv zu steigen droht, wie jüngst das "Schuldenbarometer 2019" des Informationsdienstleisters Crifbürgel ergab. 

Weniger Angst vor finanziellen Folgen eines wirtschaftlichen Abschwungs haben offenbar auch Menschen im Alter ab 55 Jahren. Hier geben sogar 65 Prozent an, nicht durch die Krise verunsichert zu sein. Sie stehen im Gegensatz zu den jungen Befragten zwischen 18 und 24 Jahren. Unter ihnen fürchten 56 Prozent persönliche finanzielle Unsicherheiten. 

Ein Drittel braucht mehr Bankberatung

29 Prozent der Deutschen wünschen sich, dass ihre Hausbank oder auch der Versicherer in der Krisenzeit aktiv auf sie zugeht. Sie wünschen sich der Befragung zufolge mehr Beratung zu den aktuellen Themen und Entwicklungen. Im Detail sind es wieder vorwiegend Ältere ab 55 Jahren, die keine Beratung benötigen (60 Prozent). Bei der Generation Z sagen das nur 39 Prozent.

Letztlich glauben 25 Prozent der Befragten, in Zeiten der Corona-Krise auf Erspartes zurückgreifen zu müssen. Am häufigsten geben Befragte im Alter von 25 bis 34 Jahren (33 Prozent) an, dazu gezwungen zu sein, am seltensten die Befragten ab 55 Jahren (21 Prozent).

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