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09.03.2016 | Bankvertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Banken im Spagat zwischen Geschäftsmodell und Regulierung

Autor:
Eva-Susanne Krah
2 Min. Lesedauer

Regulatorische Anforderungen und Marktveränderungen durch neue Wettbewerber zwingen Kreditinstitute, genau abzuwägen, welche Geschäftsmodelle sich künftig noch rentieren. 

Geldhäuser müssen eine Vielzahl von bankpraktischen Geschäften durch die Regulierung neu gestalten und den Vorgaben anpassen. Entsprechende Projektportfolios beinhalten hier beispielsweise zu 70 Prozent regulatorische Umsetzungsthemen, wie die Springer-Autoren Zafer Diab und Oliver Everling in ihrem Buch "Rating von Finanzinstituten" feststellen. Zusätzlich erhöht sich nach Ansicht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG aufgrund neuer Rechnungslegungsstandards und Berichterstattungspflichten die Komplexität. Darüber hinaus steigt mit Veränderungen im Markt durch neue Player wie  Fintechs oder unternehmenseigene Banken der Handlungsdruck. Alle diese Faktoren spielen eine wesentliche Rolle für die Ausrichtung neuer Geschäftsmodelle der Kreditinstitute.

Auseinandersetzung mit Strategien steht im Mittelpunkt

Mithin wird es immer schwieriger für die Geldhäuser, in ihren aktuellen und angestammten Geschäftsbereichen erfolgreich zu sein, wie die Experten von KPMG festgestellt haben. Banken fragen sich beispielsweise:

  • Kann die nächste Finanzkrise verhindert werden?
  • Sind die Folgen der Regulierung vorteilhaft?
  • Welche Dienstleistungen sind unter diesen Bedingungen noch lohnenswert und gewünscht?

Die Entwicklung in der Branche macht deutlich, dass sich bei den Finanzhäusern zwei Bereiche stärker verschränken werden: die Regulierung und ihre Umsetzung in der Bankorganisation sowie die Neujustierung von Geschäftsmodellen und die dafür notwendige strategische Beratung, auch von außen. 

Die Springer-Autoren Stefanie Auge-Dickhut, Bernhard Koye und Axel Liebetrau verdeutlichen dazu in "Client Value Generation", dass die Geschäftsmodelle der Banken ein Verfallsdatum haben, weil neue Strategien und Angebote von Wettbewerbern im Bankenmarkt die Margenerosion bei den Geldhäusern förderten. 

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Der Aufbau künftiger, möglichst kundenzentrierter Geschäftsmodelle, die Mehrwert für Kunden schaffen, erforderten von Geldinstituten einen radikalen Wechsel des Blickwinkels auf die eigenen Bankdienstleistungen. "Kunden erwarten in Zeiten zunehmender Transparenz und Autonomie ein Agieren mit ihrer Bank auf Augenhöhe", stellen die Autoren fest. Aus Bankensicht müsse es Ziel sein, den Kunden Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, die sie begeistern. Nur dies könne dazu führen, dass zufriedene Kunden ihrer Bank langfristig verbunden bleiben und somit das Geschäftsmodell sichern. Neben den klassischen finanziellen Steuerungsgrößen in der Finanzdienstleistungsbranche misst sich aus Sicht der Autoren der Geschäftserfolg zunehmend auch an neuen Faktoren wie Weiterempfehlungsraten, Einbindung von Kunden in die Produktentwicklung und weiteren Kriterien.

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