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16.08.2018 | Bankvertrieb | Nachricht | Onlineartikel

Sparda-Bank Berlin bietet Hermes-Paket-Shops in der Filiale

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Koop Sparda Hermes © Sparda-Bank Berlin | Hermes DeutschlandIn den vergangenen Jahren schlossen Banken und Sparkassen viele Filialen, weil sie personalintensiv und unrentabel waren. Nun soll die Kooperation zwischen dem Versanddienst Hermes und der Sparda-Bank Berlin der Bankfiliale neue Perspektiven geben.

Was, wenn sich Logistiker und Bank zusammentun? Einen Versuch startet die Sparda-Bank Berlin gemeinsam mit dem Paketdienstleister Hermes. An insgesamt 13 zentralen Standorten des Instituts, unter anderem in den Berliner Stadtteilen Prenzlauer Berg und Friedrichshain, Leipzig, Magdeburg, Jena, Erfurt und Rostock, entstehen klassische Hermes-Paket-Shops. Hier können die Kunden während der Öffnungszeiten private Päckchen und Pakete für den Versand ins In- und Ausland als auch Retouren für Versandhändler und Onlineshops abgeben. Zudem können sie Online-Bestellungen abholen. Die Pakete werden in diesem Fall nicht nach Hause geliefert, sondern gehen direkt an die Bankfiliale, wo sie zehn Tage lang für den Kunden bereitliegen. Laut der Sparda-Bank ist der Service kostenfrei und soll vor allem von Bankkunden und Online-Shoppern genutzt werden, die tagsüber nicht zuhause sind.

Erweiterung der Kooperation angedacht

Wird dieser Service gut angenommen, will die Bank ihre Zusammenarbeit ausweiten und bis 2020 die Anzahl der Paket-Shops bundesweit um 30 Prozent steigern. Der Vorteil für Hermes liegt auf der Hand: Der Paketzusteller rückt mit diesem Service näher an seine Kunden. Bei der Sparda-Bank dient das Angebot als zusätzliche Vertriebsmaßnahme: "Als Bank versuchen wir, neue Kunden zu erreichen und uns neue, vom Zinsmarkt unabhängige Ertragsquellen zu erschließen", meint Vertriebsvorstand Martin Laubisch.

Ein erstes Experiment der Zusatznutzung von Filialflächen hat die Sparda-Bank Berlin Anfang 2018 ins Leben gerufen: Als Coworking-Pilotprojekt "BLOK O" bietet das Institut in der Filiale in Frankfurt (Oder) zusammen mit dem Berliner Coworking Space St. Oberholz seit kurzem temporäre Arbeitsplätze für verschiedene Professionen inklusive eines Cafés für Meetings an. Ziel ist es, die Bankfiliale auch für solche Menschen attraktiv zu machen, die an einer Finanzberatung nicht in erster Linie interessiert sind.   

Sparda-Bank vergleicht sich nicht mit Postbank

Allerdings ist die Doppelnutzung von Filialen keine gänzlich neue Idee. So war der Paket-Dienst bei der Postbank schon historisch bedingt ein wichtiger Service in der Filiale. Allerdings ging bei ihr das Vertriebsmodell nicht wirklich auf. Mittlerweile ist das Institut nach der Übernahme durch die Deutsche Bank in dieser integriert worden. Bei der Sparda-Bank sieht man jedoch nicht zwingend Parallelen. Man könne die Geschichten beider Häuser nicht miteinander vergleichen, so Nancy Mönch, Gruppenleiterin Unternehmenskommunikation, gegenüber Springer Professional. "Eine professionelle Finanzberatung stand stets im Mittelpunkt unserer Bank. Jetzt können wir zeigen, welchen Mehrwert wir unseren Kunden zusätzlich bieten können." Zudem solle das Projekt Verbesserungsmöglichkeiten zeigen und Ideen für weitere Services bringen.

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