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11.07.2017 | Bankvertrieb | Nachricht | Onlineartikel

Direktbanken wachsen stärker als die Offline-Konkurrenz

Autor:
Eva-Susanne Krah

Online-Geldhäuser verzeichnen einen ungebremsten Kundenzuwachs in Deutschland. Klassische Filialinstitute kostet das Marktanteile, wie eine Studie offenlegt. 

Klassische Retailbanken und Sparkassen hierzulande müssen sich warm anziehen, denn bis zum Jahr 2020 könnte die Zahl der Kunden von Direktbanken auf 22 Millionen steigen. Das würde einem jährlichen Zuwachs von rund fünf Prozent entsprechen, zeigt die "Direktbankenstudie 2017" der auf Finanzdienstleister spezialisierten Managementberatung Investors Marketing (IM).

Allein der Marktanteil bei Girokonten lag der Studie zufolge Ende 2016 bei rund sieben Prozent, mit steigender Tendenz. Als Grund dafür nennt Oliver Mihm, Vorstandschef von Investors Marketing, die Investitionen der Online-Institute in IT und Service. Auch die günstigeren Kostenstrukturen seien ein Grund für den Erfolg. "Die Gebührenerhöhungen bei Filialbanken haben den Direktbanken im vergangenen Jahr viele neue Kunden beschert", beobachtet er. Spitzenreiter im Markt der Direktbanken ist die ING-Diba mit knapp 8,3 Millionen Kunden. Zusammen mit der Deutschen Kreditbank (DKB) und der Commerzbank-Tochter Comdirect repräsentieren sie laut IM rund 70 Prozent des Markts.

Direktbanken in Deutschland
KundenanzahlWertpapiergeschäft 
ING-Diba: 8,3 Mio.30 Mrd. EUR
Deutsche Kreditbank (DKB): 3,5 Mio.keine Angaben
Comdirect: 2,1 Mio.25 Mrd. EUR (ohne Onvista-Bank)
Consors: keine Angaben35 Mrd. EUR (geschätzt)
Stand Ende 2016; Quelle: Investors Marketing

Vor allem in der jungen Klientel, etwa bei Berufseinsteigern und in der Altersgruppe der 30- bis 45-Jährigen, gewinnen Direktbanken neue Kunden. Sie setzen sich aufgrund ihrer speziellen Bedürfnisse vor allem mit den Themen Bauen, Vorsorge und Geldanlage auseinander. 

Wertpapiervolumen in Kundendepots steigt

Auch im Einlagengeschäft legen Direktinstitute zu. Die Einlagen beliefen sich Ende 2016 auf insgesamt 286 Millionen Euro, was einem Marktanteil von 14 Prozent entspricht. Das Wertpapiergeschäft konnten die Institute im gleichen Jahr um 16 Prozent steigern, der Gesamtmarkt wuchs um fünf Prozent. Die Entwicklung schlägt sich auch bei den Kundendepots nieder. In den vergangenen sechs Jahren vergrößerte sich das Volumen bei Direktbanken laut den IM-Berechnungen von 68 auf 125 Milliarden Euro, der Marktanteil stieg von acht auf 13 Prozent.

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