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28.08.2019 | Bankvertrieb | Nachricht | Onlineartikel

Dekabank setzt auf langsame Auskühlung

Autor:
Christian Kemper
1:30 Min. Lesedauer

Der Vertrieb von Fonds und Zertifikaten ist ins Stocken geraten. Dennoch konnte der Wertpapier-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe sein Provisions-, Zins- und Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2019 deutlich steigern.

Mit rund 50 Millionen Kunden erreicht die Sparkassen-Finanzgruppe mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland. Doch von Wertpapieren sind die Bundesbürger weiterhin nur schwer zu überzeugen. Auch deshalb stagniert das Anlagegeschäft derzeit, nicht nur bei den Sparkassen, sondern auch bei genossenschaftlichen Geldhäusern und privaten Banken hierzulande. 

Überdies schuld an der Zurückhaltung der Anleger sind unter anderem die politischen und konjunkturellen Unsicherheiten, die immer wieder für Börsenturbulenzen sorgen. Insbesondere die negative Entwicklung des Aktienmarkts im vierten Quartal 2018 steckt den privaten und auch den institutionellen Investoren noch in den Knochen, stellte Michael Rüdiger, Vorstandsvorsitzender der Dekabank, am Vorabend der Veröffentlichung der Bilanz zum ersten Halbjahr 2019 fest. "Die hiesige Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal gesunken", sagte er. Auch das dritte Quartal lasse noch nicht auf Besserung hoffen, wodurch zumindest eine technische Rezession in Deutschland in diesem Jahr wahrscheinlich werde. Noch befinde sich die Weltwirtschaft aber nicht im freien Fall, vielmehr könne von einem auskühlenden Aufschwung ausgegangen werden. 

Dynamik im Wertpapiervertrieb hat abgenommen 

Infolge der Zurückhaltung der Anleger hierzulande sank die Nettovertriebsleistung der Dekabank im ersten Halbjahr 2019 auf 6,7 Milliarden Euro und lag damit rund 37 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2018. „Dennoch sind wir mit diesem Wert zufrieden“, betonte Rüdiger. Der Nettoabsatz im Retailgeschäft betrug 4,4 Milliarden Euro, im ersten Halbjahr 2018 wurden noch 6,6 Milliarden erreicht. Bei den institutionellen Investoren kam die Nettovertriebsleistung der Dekabank im ersten Halbjahr 2019 auf 2,3 Milliarden Euro, nach 3,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Seit Anfang des Jahres wieder stärker nachgefragt wurden Immobilienfonds und Sparpläne der Deka-Gruppe. Bis Mitte 2019 sollen sich rund 4,7 Millionen Kunden für eine regelmäßige Anlage in Wertpapiere entschieden haben. Dieser Trend, und die Tatsache, dass viele Anleger im vierten Quartal am Aktienmarkt investiert geblieben sind, seien immerhin gute Zeichen für die Wertpapierkultur in Deutschland. 

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