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Über dieses Buch

Das Ende des vergangenen Jahrhunderts gilt als Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Hedwig Schmid überprüft auf der Grundlage der Institutionenökonomie und des zugrunde liegenden Menschenbildes unter Einbezug des Vertrauensprinzips Hypothesen für den erfolgreichen Transfer von Wissen in Unternehmen. Die Autorin zeigt, dass die stark auf Hemmnissen und Egoismen beruhenden Barrieren bei der Weitergabe von Wissen überbrückbar sind. Sie weist signifikante Einflussgrößen nach und leitet auf dieser Basis Handlungsempfehlungen ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Das Ende des 20. Jahrhunderts markiert den Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Der Faktor Wissen wird zum vierten Produktionsfaktor neben Boden, Arbeit und Kapital. Begünstigt wird diese Entwicklung vor allem durch die zunehmende Ressourcenorientierung der Managementkonzepte (Resource-based View of Strategy), den zunehmenden Wettbewerb durch intelligente Produkte und Dienstleistungen, die neuesten Entwicklungen und Fortschritte in der Informationsund Kommunikationstechnologie sowie Trends in der Organisation, welche optimale Voraussetzungen für das Wissensmanagement schaffen (Teamorientierung, Prozessorientierung, Selbstorganisation, unternehmensübergreifende Kooperation und Lernende Organisation).
Hedwig Schmid

2. Wissenstransfer und Wissensbarrieren

Der Begriff „Wissen“ ist in der Literatur nicht einheitlich definiert. Als Ausgangspunkt wird häufig die Semiotik gewählt, nach welcher Wissen mehr ist als Information. Wissen baut auf Informationen und Daten auf und steht in dieser definitorischen Hierarchie eine Entwicklungsstufe über der Information. Danach bedingt die Information das Wissen, d. h., ohne Information kein Wissen und je schlechter die Information, desto schlechter das Wissen. Als Konsequenz ergibt sich, dass Wissensmanagement Informationsmanagement nicht ersetzen kann, sondern nur dessen systematische Weiterentwicklung betreibt. Von jeher ist es jedoch das Endziel jeden Wirtschaftens, besser zu sein als die Konkurrenz, um im Wettbewerb bestehen zu können. Dies ist mit Kernkompetenzaufbau verbunden.
Hedwig Schmid

3. Theorie der Neuen Institutionenökonomie als Erklärungsansatz des Wissenstransfers

Schon bei den sog. Klassikern der Ökonomie, Adam Smith, David Hume und John Stuart Mill, beruht die Funktionsfähigkeit der Märkte auf Institutionen, d. h. auf formalen und informalen Regeln und Normen. Die Theorie der Neoklassik, die Mitte der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts entstanden ist, vereinfacht dagegen komplexe Probleme auf ein System simultaner Gleichungen, indem mittels Prämissensetzung, wie z. B. der Annahme vollkommener Konkurrenz, ein allgemeines Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage über den markträumenden Gleichgewichtspreis mathematisch exakt und allokationsoptimal berechnet werden kann.
Hedwig Schmid

4. Hypothesenformulierung zur Gestaltung von Wissenstransferprozessen

Für die Analyse des Wissenstransfers unter institutionenökonomischen Gesichtspunkten ist zunächst die generelle Zulässigkeit dieser Betrachtungsweise und anschließend deren Zuträglichkeit zu untersuchen:
Hedwig Schmid

5. Empirische Analyse

Wie bereits dargestellt, gilt Wissen heute neben Boden, Arbeit und Kapital als vierter Produktionsfaktor. Wer über Wissen verfügt, kann seine Aufgaben schneller und besser erledigen. Zeit und Qualität sind geldwerte Vorteile, vor allem in einem stark umkämpften Wettbewerb. Dass Wissen in Unternehmen dennoch nicht genügend ausgetauscht, sondern eher zurückgehalten oder als Machtmittel eingesetzt wird, zeigen die vielfältig aufgeführten Barrieren deutlich.
Hedwig Schmid

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

Wissenstransferbarrieren sind überbrückbar, signifikante Einflussgrößen konnten nachgewiesen werden und die Investition in die Steigerung von Wissenstransfer lässt ein hohes ökonomisches Potential vermuten. So stellt sich das Ergebnis der vorliegenden Untersuchung dar. Es hat sich jedoch auch gezeigt, dass nicht alle Gestaltungsmöglichkeiten, wie sie bei (materiellen) Güteraustauschbeziehungen bestehen, auf den Wissenstransfer als Austausch immaterieller (Wissens-)güter übertragbar sind.
Hedwig Schmid

Backmatter

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