ACC baut Batteriewerk in Kaiserslautern nicht
- 10.02.2026
- Batterie
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Das Joint Venture ACC wollte in der Pfalz eine Gigafactory für Elektroauto-Batterien errichten. Trotz üppiger Subventionen kommt nun das Aus.
In Kaiserslautern sollte die zweite Gigafactory von ACC errichtet werden.
ACC
Das Gemeinschaftsunternehmen ACC möchte die geplante Großfabrik für Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge in Kaiserslautern doch nicht mehr bauen. Die bereits im Jahr 2024 auf Eis gelegten Standorte in Deutschland und Italien rechnen sich nicht mehr, wie aus einer Stellungnahme des Joint Ventures der Konzerne Stellantis, Mercedes-Benz und Total Energies hervorgeht. Der Standort Billy-Bercleau/Douvrin in Frankreich jedoch solle als "primärer Innovationshub" bestehen bleiben.
Die Gründe für die Planänderung sind die anhaltend schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa sowie der massive Kurseinbruch bei Stellantis. Der VW-Konkurrent hatte in der vergangenen Woche Abschreibungen in Höhe von 22,2 Milliarden Euro bekanntgegeben und an der Börse einen beispiellosen Kurssturz erlitten.
Hohe Subventionen zugesagt
Am Standort der Stellantis-Tochter Opel in Kaiserslautern sollten rund 2.000 Arbeitsplätze entstehen. Deutschland und Frankreich hatten der Automotive Cell Company (ACC) Fördermittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt. Allein das deutsche Werk sollte mit Steuergeld in Höhe von rund 437 Millionen Euro unterstützt werden. Einen entsprechenden Förderbescheid hatten der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) überreicht.
Wie beim Partnerprojekt im italienischen Termoli will ACC nun mit den Gewerkschaften über die Einstellung der Projekte sprechen. Der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger bezeichnete das Vorgehen als "irrational und verantwortungslos." Widerstandsfähige Lieferketten entstünden so nicht. Jahrelang hätten sich Betriebsräte und IG Metall für die Ansiedlung eingesetzt, sagte der Gewerkschafter. "Wir haben innovative tarifliche Regelungen getroffen, mit denen wir dem Unternehmen weit entgegengekommen sind. Und jetzt will ACC den Abgesang einleiten."