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Skoda eröffnet Werk für Batteriesysteme

  • 02.03.2026
  • Batterie
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Der Autobauer Skoda investiert 205 Millionen Euro in eine neue Fabrikhalle. Dort können Roboter im 60-Sekunden-Takt Batteriesysteme für bis zu 335.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren.

Produktion in der neuen Montagehalle für Batteriesysteme in Mladá Boleslav.


Die tschechische VW-Tochter Skoda hat nach weniger als einjähriger Bauzeit ein neues Montagewerk für Batteriesysteme eröffnet. In der Halle am Stammsitz in Mlada Boleslav werden Batteriesysteme für bis zu 335.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Fließband laufen, wie der Autobauer mitteilte. In den Ausbau der Batterieproduktion seien 205 Millionen Euro geflossen. Das neue Werk erstrecke sich über eine Fläche von 55.000 Quadratmetern.

Mit dieser Investition werde Skoda zum größten Hersteller von Batteriesystemen für BEV innerhalb des Volkswagen-Konzerns, sagte Thomas Schäfer, Chef der Wolfsburger Kernmarke VW. In der neuen Halle kommt die "Cell-to-Pack"-Technik zum Einsatz, bei welcher die Zellen ohne den Zwischenschritt über ein Modul direkt in das Akkupaket integriert werden. Die Technik zeichnet sich nach Angaben von Skoda durch Langlebigkeit, vereinfachte Fertigung und Kosteneffizienz aus.

Taktzeit von nur 60 Sekunden

Mit den neuen Batteriesystemen aus Mlada Boleslav sollen Modelle mehrerer Marken des Volkswagen-Konzerns versorgt werden. Eine hohe Automatisierungsrate und der Einsatz von 131 Industrierobotern gewährleisten Skoda zufolge eine Taktzeit von nur 60 Sekunden pro Batteriesystem. An der Eröffnungsfeier nahmen der tschechische Regierungschef Andrej Babis und Industrieminister Karel Havlicek teil.

Skoda fertigt seit September 2019 Hochvolt-Batteriesysteme. Die Tochtermarke gilt als wichtiges Zugpferd im zuletzt krisengeschüttelten Volkswagen-Konzern. Skoda lieferte im vorigen Jahr erstmals seit 2019 wieder mehr als eine Million Fahrzeuge aus. Davon war mehr als jedes fünfte ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid. Der Autohersteller plant noch in diesem Jahr die Premiere des neuen vollelektrischen City-SUV Epiq sowie des Flaggschiffs Peaq mit bis zu sieben Sitzen.

Klare Arbeitsteilung im VW-Konzern

Im Dezember hatte die Konzernschwester Seat bereits ein Batteriesystem-Montagewerk in Martorell bei Barcelona eröffnet. Dort sollen Batteriesysteme für bis zu 300.000 Elektro-Kleinwagen wie den VW ID. Polo entstehen. Laut VW gilt hier innerhalb des Konzerns eine klare Arbeitsteilung: In Spanien entstehen die Batteriesysteme für die Kleinwagen mehrerer Konzernmarken, die dort in diesem Jahr in Serie gehen sollen, in Tschechien die für mittelgroße Fahrzeuge aufwärts. Auch der Skoda Epiq soll in Spanien gebaut werden.

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    Produktion in der neuen Montagehalle für Batteriesysteme in Mladá Boleslav./© Skoda Auto, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG, Hirose Electric GmbH/© Hirose Electric GmbH