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01.03.2018 | Batterie | Nachricht | Onlineartikel

Bosch gibt Pläne zur Fertigung von Batteriezellen auf

Autor:
Patrick Schäfer

Im Rahmen seiner neuen Elektromobilitäts-Strategie hat Bosch bekannt gegeben, auf eine eigene Zellfertigung verzichten zu wollen. Für die angestrebte Marktführerschaft sei diese nicht zwingend nötig.

Bis 2020 will das Technologieunternehmen den Elektromobiltätsmarkt beherrschen. Die Strategie von Bosch stützt sich auf das vorhandene System-Know-how von Elektromotor, Leistungselektronik und Batteriesystemen, die künftige Verbesserung der Energieeffizienz sowie einer Standardisierung von Komponenten und Systemen. 

Aus wirtschaftlichen Gründen hat sich Bosch nun gegen den Aufbau einer eigenen Zellfertigung entschieden: "Für Bosch ist es wichtig, die Zelle technisch zu verstehen, fertigen müssen wir sie nicht", sagt Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions.

Bosch kauft Batteriezellen weiter zu

Die Forschungsaktivitäten im Bereich Zell-Technologien und das Gemeinschaftsunternehmen Lithium Energy and Power GmbH & Co. KG (LEAP) werden daher beendet, das Tochterunternehmen Seeo, das sich mit der Forschung zu Festkörperbatterien beschäftigt, soll veräußert werden. 

In einem "Center of Competence" soll das bereits vorhandene Know-how im Bereich der Batteriezellen künftig weiter entwickelt werden. Die Festkörper-Technologie bewertet Bosch nach wie vor positiv, jedoch sei die jetzt getroffene Entscheidung, Zellen auch künftig zuzukaufen, das Ergebnis einer intensiven wirtschaftlichen Prüfung. Statt eines risikobehafteten Investments in Milliardenhöhe will Bosch mit seinen bisherigen Kompetenzen zum Marktführer wachsen. Bosch sei auch ohne Zellfertigung in der Elektromobilität gut aufgestellt, heißt es.

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