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04.09.2017 | Batterie | Nachricht | Onlineartikel

Kieler Forscher wollen Siliziumbatterie zur Marktreife bringen

Autor:
Patrick Schäfer

Silizium gilt als vielversprechendes Material für leistungsstarke und kostengünstige Batterien. Ein Projekt der Uni Kiel will nun serienreife Batterien entwickeln.

Silizium kann bis zu zehnmal mehr Energie speichern als die Graphit-Anoden in Lithium-Ionen-Batterien. Ein Problem ist jedoch die kurze Lebensdauer von Silizium-Anoden, denn beim Laden der Batterie dehnt sich das Silizium um 400 Prozent aus und kann dadurch leicht brechen. Im Projekt "Entwicklung und Charakterisierung von großflächigen, porösen Si-Film-Anoden für Lithium-Schwefel-Silizium-Energiespeichern" (PorSSi) sollen nun Forschungserkenntnisse zu porösen Siliziumanoden mit Erfahrungen aus der Solartechnik verbunden werden. Forscher der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und die Firma Rena Technologies aus Baden-Württemberg wollen die Siliziumbatterie zur Marktreife bringen. 

In den kommenden drei Jahren wollen die Forscher eine hochleistungsfähige Siliziumbatterie entwickeln und in Zusammenarbeit mit dem Anlagenhersteller für die Halbleiter- und Solarbranche auch ein Konzept zur industriellen Fertigung präsentieren. "Die ganze regenerative Energie wartet auf die bessere Batterie", sagt Dr. Jürgen Carstensen vom Institut für Materialwissenschaft an der CAU. 

Silizium-Anode und Schwefel-Kathode 

Das Ziel ist eine Batterie, die 100 Prozent des Halbleitermaterials Silizium enthält und so ihr Energiepotenzial maximal ausschöpft. Bislang liegt der Silizium-Gehalt von Batterien bei etwa fünf Prozent. Als Material für die Kathode der neuen Batterie planen die Forscher Schwefel ein: "Eine Schwefel-Kathode bietet die maximal mögliche Speicherkapazität. Wir kombinieren in diesem Projekt also zwei Materialien, die eine wirklich hohe Leistungsfähigkeit der Batterie versprechen", meint CAU-Projektleiterin Sandra Hansen.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt einer Million Euro gefördert.

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