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11.04.2018 | Batterie | Nachricht | Onlineartikel

Öko-Institut bewertet europäische Batterierichtlinie

Autor:
Christiane Köllner

Das Öko-Institut fordert die EU auf, verbindliche Maßnahmen für die nachhaltige Entwicklung der Elektromobilität und ihrer Batterietechnik zu beschließen. Die Europäer dürften hier nicht hinter China zurückbleiben.

Das Öko-Institut bewertet derzeit im Auftrag der Europäischen Kommission die bestehende europäische Batterierichtlinie von 2006. Die Richtlinie müsse den dynamischen Entwicklungen der Elektromobilität angepasst werden, so das Umweltforschungsinstitut. Das Institut sieht vor allem Handlungsbedarf, da China der Europäischen Union einen deutlichen Schritt voraus sei, was die Regulierung der Rohstoffe für die Elektromobilität angehe.

Hintergrund ist, dass die chinesische Regierung kürzlich gesetzliche Maßnahmen für den Umgang mit Batterien für Elektrofahrzeuge beschlossen habe, wie das Öko-Institut berichtet. Die neuen Regeln verpflichteten Hersteller, Batterien so zu produzieren, dass Informationen über Ladekapazität und Inhaltsstoffe transparent zur Verfügung stünden, so das Institut. Zudem müssten unbrauchbare Batterien dem geordneten Recycling zugeführt werden. 

"Die EU darf hier nicht zurückbleiben"

Das Öko-Institut fordert die Europäische Union auf, verbindliche Maßnahmen für die nachhaltige Entwicklung der Elektromobilität und ihrer Batterietechnik zu beschließen. Dazu gehörten ambitionierte Ziele für das Sammeln, die Zweitnutzung und das Recyceln gebrauchter Antriebsbatterien sowie spezifische Ziele für die Rückgewinnung strategischer Schlüsselrohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel. 

"China hat im vergangenen Jahr mit Quoten für die Marktanteile von Elektrofahrzeugen ab 2019 vorgelegt und zieht nun mit Regeln für die Nachnutzung und Wiederverwertung nach", fasst Dr. Matthias Buchert, Leiter des Institutsbereichs Ressourcen & Mobilität am Öko-Institut, zusammen. "Die EU darf hier nicht zurückbleiben und muss dringend eigene anspruchsvolle Standards für den Umgang mit den wertvollen Rohstoffen festlegen."

Weitere gesetzliche Regeln nötig

Weiterhin sieht das Öko-Institut dringenden Regelungsbedarf, um gebrauchte Antriebs-Batterien aus Elektrofahrzeugen als stationäre Batterien etwa zur Speicherung von Solarstrom wiederzuverwenden. Damit der Umbau solcher Batterien sicher und effizient erfolgen könne, müssten qualifizierte und standardisierte Tests und Arbeitsverfahren eingeführt werden. Sie sollen mögliche Gefahren wie Brandrisiken, Ausgasung gefährlicher Stoffe oder tödliche Stromschläge vermeiden, die bei einem unqualifizierten Umbau drohen. 

"Der Gesetzgeber muss nicht zuletzt die Kostenfrage der kompletten Recyclingkette regeln", fordert Buchert weiter. "Nach unseren Recherchen ist nicht damit zu rechnen, dass die Erlöse für die gewonnenen Sekundär-Rohstoffe ausreichen, um die Aufwendungen für Sammlung, sicheren Transport und Recycling zu decken."

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