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22.10.2020 | Batterie | Infografik | Onlineartikel

Asien liegt bei Stromspeicher-Patenten vorne

Autor:
Christiane Köllner
2 Min. Lesedauer

Asien ist Vorreiter im globalen Batterietechnik-Wettlauf. Neun der zehn führenden Anmelder von Patenten auf Batterien sind asiatische Unternehmen. Ganz vorne liegen Samsung und Panasonic. 

Zwischen 2005 und 2018 nahm die weltweite Patentierungstätigkeit in der Batterietechnik und anderen Stromspeichertechnologien mit einer jährlichen Durchschnittsrate von 14 Prozent viermal schneller zu als im Querschnitt aller technischen Gebiete. Dies zeigt die gemeinsame Studie "Innovationen bei Batterien und Stromspeichern", die vom Europäischen Patentamt (EPA) und der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht worden ist.  

Demnach haben Unternehmen im Bereich der Stromspeicherung weltweit seit 2000 mehr als 65.000 internationale Patentfamilien (IPF) angemeldet. Die jährliche Zahl der IPF in diesem Sektor ist von rund 1.500 im Jahr 2005 auf über 7.000 im Jahr 2018 gestiegen. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Zuwachsrate von 14 Prozent seit 2005 haben diese IPF den durchschnittlichen jährlichen Anstieg in allen Technologiefeldern im gleichen Zeitraum (3,5 Prozent) deutlich übertroffen.

Fast 90 Prozent der gesamten Patentierungsaktivität im Bereich der Stromspeicherung entfällt auf die Batterietechnik. Der Zuwachs an Innovation wird vor allem durch Fortschritte bei wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien für Verbraucherelektronik und für Elektroautos beschleunigt. Technischer Fortschritt und Massenproduktion haben in den letzten Jahren auch zu einer Preissenkung am Batteriemarkt geführt – bei Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge um fast 90 Prozent seit 2010.

Bosch unter den Top-5-Anmeldern von Batterie-Patenten

Die Studie zeigt weiter, dass Japan und Südkorea in der Batterietechnik eine starke weltweite Führungsposition innehaben. Neun der zehn führenden Anmelder von Patenten auf Batterien sind asiatische Unternehmen. Zwei Drittel der 25 wichtigsten Anmelder stammen aus Asien, aber immerhin auch sechs aus Europa und zwei aus den USA. Auf die fünf führenden Anmelder (Samsung, Panasonic, LG, Toyota und Bosch) entfiel zwischen 2000 und 2018 über ein Viertel aller internationalen Patentfamilien. 

Zwar ließen die Patentdaten erkennen, dass Asien in dieser strategischen Branche deutlich führe, so EPA-Präsident António Campinos, doch die USA und Europa könnten "auf ein breites Innovationsökosystem mit einer Vielzahl von KMU und Forschungseinrichtungen zählen". Daher dürften sie "bei der Entwicklung der nächsten Generation von Batterien im Rennen bleiben".

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