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06.12.2023 | Batterie | Nachricht | Nachrichten

Batterie-Prüflabor setzt auf Propan als Kältemittel

verfasst von: Patrick Schäfer

1:30 Min. Lesedauer

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Voltavision hat eine Anlage konstruiert, die komplett auf natürliche Kältemittel setzt. Die neuen Klima- und Kälteanlagen werden im Prüflabor Riemke III in Bochum eingesetzt.

In seinen neuen Klima- und Kälteanlagen hat Voltavision die zuvor eingesetzten teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (HFKW) komplett ersetzt. Die Entwicklung der neuen Klima- und Kälteanlagen erfolgte parallel zum Bau des Prüflabors Riemke III in Bochum. Dort versorgt jetzt eine Zentralkälteanlage acht modifizierte Voltacooler. Die neue Anlage wird mit Propan betrieben und verfügt über eine Kälteleistung von 2 x 190 kW bei einer Verdampfungstemperatur von ‑23 °C. Die Anlage erreicht dabei einen GWP-Wert (Global Warming Potential) unter 3 und einen ODP-Wert (Ozone Depletion Potential) von 0.

Die Zentralkälteanlage wird mit einer Verdampfungstemperatur von -23 °C betrieben. Die Anlage kühlt ein Ethylenglykol auf permanent -15 °C ab, welches eine Frostsicherheit von -45 °C aufweist. Das kalte Wasser-Glykol wird über eine große Ringleitung durch das Labor gepumpt. Zwei redundant laufende Verbundanlagen mit jeweils fünf Verdichtern kühlen die Zentralanlage. Die Leistung der Verbundanlage wird bedarfsgerecht von einer eigens entwickelten MSR-Anlage geregelt.

Zentralkälte mit CO2-Booster

Im Voltavision-Labor Riemke III kühlt das Glykol aus der Zentralkälte die in die Prüfkammer integrierten Voltacooler und den Prüfraum direkt über große Wärmetauscher. Der Einsatz eines CO2-Boosters sorgt dann für eine Temperaturabsenkung auf bis zu -40 °C innerhalb der Kammer und den Kühlkreisläufen für die Prüflinge. Hierzu wurden die Voltacooler entsprechend angepasst, sodass sie ebenfalls mit CO2 als Kältemittel betrieben werden können. Die Voltacooler sind stufenlos von 0 kW bis 20 kW regelbar.

Ein zusätzlicher Kaltwassersatz ergänzt die Zentralkälteanlage. Er stellt eine Glykoltemperatur von +20 °C bei 100 kW bereit und kühlt primär die Endstufen der Batterietester. Er verfügt über einen Freikühler. Außerdem wird die Anlage an die neuen Voltacooler mit CO2-Booster angeschlossen, um als Enthitzerstufe für das CO2 zu agieren. Mit dem Kaltwassersatz werden so mit einem hohen Freikühlanteil die Batterietester gekühlt und zusätzlich wird für eine energetische Optimierung der CO2-Anlagen gesorgt.

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