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28.11.2016 | Batterie | Nachricht | Onlineartikel

VW und BASF vergeben Wissenschaftspreis für Elektrochemie

Autor:
Benjamin Auerbach

Der Wissenschaftspreis für Elektrochemie geht in diesem Jahr an William Chueh von der Stanford University. Einen Sonderpreis für angewandte Forschung erhält Martin Ebner von der ETH Zürich.

Im Berliner Humbold Carré haben Volkswagen und BASF den diejährigen Wissenschaftspreis für Elektrochemie verliehen, der herausragende Forschungsergebnisse zur Speicherung und Umwandlung von Energie würdigt. In diesem Jahr wurde Dr. William Chueh von der kalifornischen Stanford University mit der Auszeichnung geehrt. Eine Jury aus Experten von BASF, Volkswagen und Vertretern der Wissenschaft wählte ihn für seine Forschungsresultate zur Speicherung und Umwandlung von Energie aus. Den anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Wissenschaftspreises vergebenen Sonderpreis für angewandte Forschung erhält Dr. Martin Ebner von der ETH Zürich, Schweiz, für seine Arbeit auf dem Gebiet des schnellen Aufladens von Lithium-Ionen-Batterien.

Visualisierung elektrochemischer Reaktionen

Dr. William C. Chueh ist Juniorprofessor in Stanford im Fachbereich Materialwissenschaften und hat beim Verständnis verschiedener grundlegender Batterie-Eigenschaften, die Geschwindigkeit und Lebensdauer begrenzen, eine neue Stufe erreicht. Seine Erkenntnisse ebnen den Weg für die weitere Verbesserung von Lithium-Ionen-Batterien. Indem William Chueh elektrochemische Reaktionen visualisierte, die auf einer von zehn Mikrometern bis unter ein Nanometer reichenden Größenskala stattfinden, hat er beispiellose Einsichten in das Design von funktionalen Materialien mit neuartigen Zusammensetzungen geliefert. Mit dem Wissenschaftspreis für Elektrochemie erhält er ein Preisgeld von 50.000 Euro.

Forschung für höhere Ladegeschwindigkeit

Dr. Martin Ebners Forschung zielt auf neue Methoden zur Steigerung der Ladegeschwindigkeit von Lithium-Ionen-Batterien mit neuartiger Fertigung der Elektroden bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten. Martin Ebner entwickelt innovative Batterie-Anoden, die ein schnelles Aufladen erlauben und die Abbauprobleme in der Batterie reduzieren. Im Sommer 2015 erhielt er eine Finanzierung aus dem ETH Pioneer Fellowship Programm und gründete das Start-up Battrion in Luzern, um die Kommerzialisierung seiner Innovationen zu verfolgen. Der Sonderpreis für angewandte Forschung ist mit 15.000 Euro dotiert.

Zukunftsfeld Energiespeicher

Der internationale Wissenschaftspreis Elektrochemie unterstützt herausragende natur- und ingenieurwissenschaftliche Leistungen und möchte Impulse für die Entwicklung von leistungsfähigen Energiespeichern geben. Der Wissenschaftspreis wird seit 2012 jährlich ausgeschrieben und richtet sich weltweit an Wissenschaftler aus der akademischen Forschung. Das Preisgeld beträgt insgesamt 100.000 Euro, der erste Platz ist mit 50.000 Euro dotiert.

"BASF entwickelt Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Und wir alle wissen, dass die Batterie das Herzstück der Elektromobilität ist. Es gibt ein großes Potenzial für den gezielten technologischen Fortschritt auf diesem Gebiet, aber es gibt auch noch wissenschaftliche Hürden, die wir überwinden müssen", sagte Dr. Martin Brudermüller, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer der BASF in seiner Laudatio. "Die Elektrochemie ist damit eine Schlüsseltechnologie für die künftige nachhaltige Mobilität. Dafür benötigen wir erstklassige Forschung rund um den Globus, ausgeführt von exzellenten Wissenschaftlern, die sich gegenseitig inspirieren und die Forschungsgemeinschaft anspornen, laufend neue und bessere Lösungen zu entwickeln."

Dr. Ulrich Eichhorn, Leiter des Konzernbereichs Forschung und Entwicklung bei Volkswagen, betonte die Bedeutung des Elektroantriebs für die Zukunft der Mobilität: "Wir haben im Volkswagen-Konzern eine klare Strategie, wie wir in den kommenden Jahren batterieelektrische Fahrzeuge in unseren Marken und in vielen Marktsegmenten in Serie bringen. Wesentliche Voraussetzung für den Erfolg im Volumenmarkt sind dafür noch leistungsfähigere Batteriekonzepte. In Forschung und Entwicklung des Volkswagen Konzerns setzen wir konsequent auf eine enge Zusammenarbeit, nicht nur mit den industriellen Partnern, sondern ebenso mit den klugen Köpfen der Wissenschaft. Die Preisträger unseres Wissenschaftspreises sind ein hervorragendes Beispiel für innovative und kreative Ideen auf diesem Feld." 

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