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29.09.2017 | Bau-Projektmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Mobiler 3D-Baudrucker steht vor Serienreife

Autor:
Christoph Berger

Die US-Firma Contour Crafting Corporation steht kurz vor der Serienproduktion der ersten Generation mobiler 3D-Baudruckroboter. Mit ihnen soll der Bedarf an sozialem Wohnraum und Infrastruktur schnell und kostengünstig gestellt werden.

"Wir haben in Kürze den ersten serienreifen mobilen 3D-Baudruckroboter", beschreibt Behrokh Khoshnevis, CEO der Contour Crafting Corporation das Alleinstellungsmerkmal der von ihm geführten Firma. Mit dem 3D-Baudruckroboter sei es möglich, direkt vor Ort Rohbauten und damit ganze Siedlungen zu drucken, sagte er weiter. Khoshnevis ist in Bezug auf die Baudruck-Technologie kein Unbekannter: Er ist kein geringerer als ihr Erfinder und laut Eigenaussage bereits seit 1996 Halter zahlreiche global wirksamer Schlüsselpatente zu nahezu allen technischen Aspekten des 3D-Baudrucks.

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Mit dem 3D-Baudruckroboter sei es möglich, die Errichtungszeit von Gebäuden deutlich zu reduzieren. Innerhalb weniger Tage, manchmal sogar Stunden, sei es möglich, Gebäude zu "bauen", heißt es in der Ankündigung. Eingesetzt werden soll der 3D-Baudrucker überall dort, wo rasch und kostengünstig Wohnraum und Infrastruktur geschaffen werden müssen, beispielsweise im sozialen Wohnungsbau oder der Katastrophenhilfe.

Leicht und einfach zu transportieren

"Das gemeinsame Merkmal aller 3D-Drucker ist, dass sie Schicht für Schicht dreidimensionale Strukturen aufbauen", heißt es im Kapitel "3D-Druck", des Springer-Fachbuchs "50 Schlüsselideen Chemie". "Die Information dazu erhalten sie aus Computerdateien, in denen dreidimensionale Objekte zu Lagen aus zweidimensionalen Querschnitten aufgelöst sind", schreibt Hayley Birch weiter. Rechnerunterstützte Konstruktionsprogramme würden es Designern ermöglichen, komplexe Entwürfe zu erstellen und rasch ausdrucken zu lassen, anstatt sie aus zig verschiedenen Teilen mühsam zusammenzufummeln.

Der Baudruckroboter der ersten kommerziellen Generation soll je nach Modell eine Arbeitsbreite von acht bis zwölf Metern sowie eine signifikant größere einstellbare Arbeitslänge haben. Zudem wird er weniger als 400 Kilogramm Gesamtgewicht aufweisen. Außerdem, so erklärt Khoshnevis, sei er einfach aufzubauen und zusammenzulegen, mehrere der Drucker würden auf einen Lkw oder in handelsübliche Hochsee-Container passen. Außerdem würden ein bis zwei von Contour Crafting Corporation zertifizierte Bediener ausreichen, um den Einsatz der Geräte zu überwachen.

Produziert werden die Roboter in El Segundo, einem Stadtteil von Los Angeles, USA. Als Kernaktionär ist im Juni 2017 Doka Ventures, ein Tochterunternehmen der österreichischen Umdasch Group, mit 30 Prozent eingestiegen. Behrokh Khoshnevis ist Mehrheitseigener geblieben. Die erste Auslieferung der serienreifen 3D-Baudrucker ist für Anfang 2018 geplant. Doch das Unternehmen möchte die 3D-Baudruckroboter nicht nur produzieren und vertreiben, sondern Gebäude auch auf Auftrag drucken.

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