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Tripple A Lean Construction

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Lean, Scrum und Agilität ist auch für das Bauprojektmanagement interessant.


Agile Kunden von Bauprojekten erwarten eine hohe Reaktionsbereitschaft aller beteiligten Gewerke auf Veränderungen während eines laufenden Projektes. Solche Projekte sind häufig im Industriebau zu finden.

Derartige Projekte müssen entweder mit hohen Reserven und Sicherheitszuschlägen kalkuliert werden oder aber in der Lage sein, diese geänderten Anforderungen in der Planung situationsgerecht zu verarbeiten und baulich ohne Verzögerung umzusetzen. Agile Projekte erfordern zudem eine agile Planungs-, Bau- und Bereitstellungsphase der Bauprojekte.

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Aus Sicht des Bau-Anteils eines Gesamtprojektes kann auf eine hohe Anforderung an Flexibilität mit zwei Strategien zielführend reagiert werden:

  • Strategie der Manifestation: Zu Beginn des Projektes werden klar definierte Ziele und Rahmenbedingungen gesetzt, aber, trotz des Bewusstseins um eine hohe Anforderung an Agilität des Kunden, wird eine Festschreibung der Planung ausgesprochen. Solch ein Einfrieren der Planungsaktivitäten wird konsequent eingehalten, wobei bewusst eingeplante Sicherheitsreserven den nachfolgenden Gewerken, wie beispielsweise dem Maschinenbau in der Industrie, die Möglichkeit geben, innerhalb klar definierter Grenzen zu agieren.

  • Strategie der Agilität: Agile Projekte fordern bereits in der Bauphase eine agile Strategie. Damit ist ein Bauprojekt in der Lage, zügig auf neue Anforderungen zu reagieren, diese für den Kunden nach den finanziellen und zeitlichen Auswirkungen zu bewerten und anschließend reibungslos umzusetzen.

Agility, Adaptability und Alignment

Da eine Manifestationsstrategie in Industrieprojekten aufgrund des schnellen Wandels an Anforderungen an Gebäude nur selten umgesetzt werden kann, kommt agilen Projekten eine beständig wachsende Bedeutung zu. Agilität ist in der Baubranche ein wenig gebrauchter Begriff, da Agilität häufig mit der Bereitschaft auf das Verzichten eines Rahmenwerkes verwechselt wird. Tatsächlich aber kann eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden und Werkzeuge der Baubranche als "agil" bezeichnet werden. 

Agile Projekte erfordern aber zwei weitere Bausteine, um erfolgreich umgesetzt werden zu können. Für die Supply Chain schrieb Hau Lee einen Beitrag, der sich auf das Zusammenwirken von Agilität mit der Fähigkeit, Änderungen aufzunehmen und diese in logische Abfolgen zu setzen, befasst. Diese Elemente lassen sich für die Arbeit in Bauprojekten übernehmen und wie folgt zu einem Dreiklang zusammenstellen.

Der Dreiklang des Tripple A Lean Construction entstammt den drei Faktoren

  • Agility: Agilität beschreibt in Bauprojekten die Wendigkeit auf äußere und innere Veränderungen reagieren zu können. Hohe Agilität stellt im Bauprojekt eine Herausforderung dar, die insbesondere Bauzeiten und -kosten, aber auch die Ausführungsqualität vor steigende Anforderungen stellt.
  • Adaptability: Anpassungsfähigkeit drückt einen Zusammenhang aus zwischen der Bereitschaft, Änderungen überhaupt anzunehmen und zugleich aber die Fähigkeit zu haben, diese Änderungen im Rahmen des Projektes umsetzen zu können.
  • Alignment: Im Alignment, der logischen Anordnung aller Vorgänge, werden die zusätzlichen Anforderungen und darüber hinaus alle im Projekt entstehenden Herausforderungen systematisch analysiert und bewertet. Abhängigkeiten und logische Sequenzen werden hier generiert, die eine erfolgreiche Bearbeitung ohne Behinderungen zu erzeugen ermöglicht. In diesem Kontext sei auf den Ansatz des Last Planners© verwiesen, der genau diese Ziele verfolgt. 

Fundament für flexible Bauprojekte

Agilität ist das Ziel und zugleich das Fundament für flexible Bauprojekte. Über Adaptability und Alignment werden zudem die Abläufe und die Planung kanalisiert und die zur Verfügung stehenden Ressourcen gebündelt.

Vermeintlich stehen starre Lean Construction-Konzepte, wie Taktplanung und -steuerung, einer Zunahme an Agilität entgegen. In der Praxis aber stehen solche Rahmenwerke zu Beginn eines Bauprojektes für die Existenz einer klaren Ablaufplanung, die mit zunehmenden Veränderungen im Projekt sinnvoll durch ein Last Planner System© ergänzt werden können.

Als hilfreiches Werkzeug in der Bearbeitung agiler Projekte sollte zudem das SCRUM-Rahmenwerk angesehen werden. Hier kann mittels Visualisierung und Teamführung ein hochagiles Projektumfeld übersichtlich und damit steuerbar gehalten werden. Einzelne Arbeitspakete können logisch geschnürt und miteinander verknüpft werden. Damit liefert der Einsatz von SCRUM eine Symbiose von Adaptability und Alignment in agilen Projektumgebungen.

Mit Agilität zu Wettbewerbsvorteilen

In der Zukunft werden Bauprojekte, deren Teams in agilen Umgebungen arbeiten vom Markt verlangt, statische Bauprojekte werden dagegen noch im Büro- und Wohnungsbau anzutreffen sein. Produzierende Industrien aber erfordern hochagile Bauprojekte mit ebensolchen Mitarbeitern. Die Baubranche muss sich den steigenden Anforderungen bewusst werden. Agiles Bauen zählt damit zu einer Kernkompetenz, die weltweit in Bauprojekten nachgefragt ist. Der Bedarf an solchen Arbeitskräften, die bereit sind, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und offen für das Aufbrechen alter Strukturen sind, wird in den kommenden Jahren stätig wachsen.

Agilität hat außerdem zur Folge, in hart umkämpften Märkten flexibel und produktiv zu sein. Das kann in Zeiten sinkender Auftragslagen der entscheidende Wettbewerbsvorteil sein. Eine konsequente Ausrichtung aller Prozesse am Bau und in den am Bau beteiligten Unternehmen am Tripple A Lean Construction-Konzept verschafft Unternehmen einen Kostenvorteil, der gleichzeitig über weniger Fehler im Bauablauf zu einer kürzeren Gesamtbauzeit führt. Agile Unternehmen werden damit in die Lage versetzt, ihre Ressourcen effizienter zu nutzen und zugleich mit maximaler Flexibilität auf neue Kundenwünsche einzugehen.

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