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26.08.2016 | Bau-Projektmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Axel Springer-Neubau wird im Partneringverfahren realisiert

Autor:
Christoph Berger

Im Team zum Erfolg: So lautet die vorgegebene Devise des zum Bau des Springer-Neubaus in Berlin beauftragten Bauunternehmens. Bereits in der Preconstruction-Phase hatte man sich mit dieser Arbeitsweise durchsetzen können.

Die Bauarbeiten zum Neubau der Axel Springer SE in Berlin haben im Juli 2016 begonnen. Nach den Plänen von Rem Koolhaas wird ein lichtdurchfluteter Bau in Kubusform errichtet. Danach werden getönte Glasflächen und Bauelemente in 3-D-Optik bei Fertigstellung die Fassade prägen. Im Gebäudeinneren wird es miteinander verbundene Terrassen und ein 30 Meter hohes Atrium geben. Hinzu kommt viel Glas. 3.500 Menschen sollen nach Fertigstellung in dem Gebäude arbeiten. Das offene Raumkonzept soll die Zusammenarbeit und den Austausch der Mitarbeiter untereinander fördern.

Den Auftrag zum Bau des Gebäudes hat das Bauunternehmen Züblin erhalten. Dieses will das Projekt im Partneringverfahren des Konzerns errichten, nach dem intern entwickelten "Teamconcept". Dabei setzen alle am Bau Beteiligten auf eine verlässliche Partnerschaft und Transparenz, die dafür sorgt, dass das Projekt einvernehmlich sowie möglichst kosten- und terminsicher aufgesetzt wird. Auf diese Weise konnten Prozesse bereits im Vorfeld beschleunigt sowie eine Vielzahl von Optimierungen umgesetzt werden, heißt es vonseiten des Unternehmens. Der Beginn der Ausführungsplanung hätte so außerdem vorgezogen und Schnittstellen minimiert werden können. Die Digitalisierung der Bauprozesse spielt dabei auch eine wesentliche Rolle. Im Kapitel "BIM bei Strabag SE" im Springer-Fachbuch "Building Information Modeling" wird aus Sicht des Unternehmens die Einführung digitaler Arbeitsmethoden beschrieben – Züblin ist ein Tochterunternehmen der Strabag.

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Langfristige statt nur projektbezogene Partnerschaft

Bereits in der sogenannten Preconstruction-Phase ab Anfang 2015 hatte sich Züblin mit dem Konzept in einem Qualifikationswettbewerb durchgesetzt. Seither begleitet das Unternehmen das Projekt gemeinsam mit Axel Springer, dem Architekturbüro OMA aus Rotterdam und dem Fachplanungsteam vom Vorentwurf bis zur Baugenehmigung.

Auch der Autor des Kapitels "Neue Projektabwicklungsformen im Hochbau und Infrastrukturbereich - Investitionskostenoptimierung" im Springer-Fachbuch "Projektabwicklung in der Bauwirtschaft – prozessorientiert", Prof. Dr. Gerhard Girmscheid, beschäftigt sich mit Partnering. Er schreibt unter anderem: "Aus unternehmerischer Sicht zeigt sich, dass der Preis als alleiniges Wettbewerbsinstrument nicht ausreicht. Anforderungen an Bauwerke umfassen heute unter anderem gute Architektur, niedrige Unterhalts- und Betriebskosten, schnelle und flexible Anpassungen an wirtschaftlich und technologisch bedingte Nutzungsänderungen." Dazu sei es jedoch erforderlich, dass die Unternehmen der Bauwirtschaft – Planer wie Ausführende – eine langfristige statt einer projektbezogenen und eine aktive statt einer reaktiven Unternehmenspolitik verfolgen. "Ausdruck einer solchen Unternehmenspolitik sind innovative Leistungen der Unternehmen, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren und das Bauwerk als System seiner Gewerke und Phasen betrachten. Daher werden neue Formen der Zusammenarbeit gesucht, um den Kundennutzen zu erhöhen und die Leistungsfähigkeit der Bauwirtschaft zu stärken", so Girmscheid weiter.

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