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09.05.2018 | Bau-Projektmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Automatisierte Mengenermittlung

Autor:
Christoph Berger

Ein Absolvent der FH Münster kombinierte in seiner Abschlussarbeit vorhandenen Software-Programmfunktionen zu einer praxistauglichen Vorlage, um Mengen automatisiert zu ermitteln und Teilleistungen zu bemustern.

"Mengen spielen bei der Planung und Ausführung eines Bauprojekts eine zentrale Rolle und müssen effizient, sicher und nachvollziehbar berechnet sowie ausgewertet werden können. Die BIM-Methode kann für diesen Zweck sehr vorteilhaft verwendet werden", schreiben Jochen Hanff und Joachim Wörter im Kapitel "BIM für die Mengenermittlung" des Springer-Fachbuchs "Building Information Modeling". Um die Mengenermittlung im Allgemeinen und die dazugehörigen Regeln geht es im Kapitel "Mengenermittlung" des Springer-Fachbuchs "Architekturpraxis Bauökonomie".

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BIM für die Mengenermittlung

Mengen spielen bei der Planung und Ausführung eines Bauprojekts eine zentrale Rolle und müssen effizient, sicher und nachvollziehbar berechnet sowie ausgewertet werden können. Die BIM-Methode kann für diesen Zweck sehr vorteilhaft verwendet werden. I


Auch wenn die Vorteile von BIM bekannt sind, hat Timm Debus, der an der FH Münster Bauingenieurwesen studierte, festgestellt, dass die dafür erforderliche Software sehr komplex und die Lizenzen nicht gerade günstig sind. Er sagt: "Viele Unternehmen schaffen sich ein BIM-Programm an, nutzen dann aber die Werkzeuge gar nicht richtig aus, da sie von den zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten regelrecht erschlagen werden." Oftmals würden für viele konkrete Anwendungsfälle zudem noch standardisierte Vorlagen fehlen, anhand derer gezeigt wird, wie sich die vorhandenen BIM-Werkzeuge sinnvoll zur Effizienzsteigerung kombinieren lassen.

Schnittstelle von CAD zu BIM

Für seine Masterarbeit kombinierte Debus daher vorhandene Programmfunktionen der Software iTWO zu einer praxistauglichen Vorlage, um Mengen automatisiert zu ermitteln und Teilleistungen zu bemustern. Außerdem entwickelte er eine Schnittstelle zwischen den von Architekten genutzten Zeichenprogrammen und der BIM-Software. Welche Vorteile so entstehen, wird auch im Kapitel "Digitalisierung der Baulogistik" des Springer-Fachbuchs "Marktorientiertes Produkt- und Produktionsmanagement in digitalen Umwelten" erklärt. Darin heißt es unter anderem: "Für die automatische Mengenermittlung wird BIM angeführt, denn das Modell enthält, im Gegensatz zu 2D-CAD-Programmen, auch detaillierte Informationen zum Typ und der Konstruktionsweise einzelner Bauteile."

Mit der von Debus entwickelten Lösung lasse sich eine Kostenberechnung in wenigen Schritten erstellen und bei Planungsänderungen automatisch anpassen, wie die die Masterarbeit bereuende Professorin erläutert. Und das Ergebnis der Masterarbeit überzeugte auch den VDI, der den Bauingenieur mit dem VDI-Förderpreis auszeichnete.

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