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02.11.2017 | Bau-Software | Im Fokus | Onlineartikel

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen

Autor:
Christoph Berger

Am 1. November 2017 startete das vom BMWi ins Leben gerufene Kompetenzzentrum Planen und Bauen. Es soll mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe unter anderem bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle unterstützen.

Doch es soll nicht nur bei der Unterstützung hinsichtlich der Digitalisierung von Geschäftsmodellen bleiben, die das inzwischen 20ste Kompetenzzentrum im Blick hat. Auch in Bezug Arbeit 4.0, Vernetzung und Anwendung von Industrie 4.0 will man den angesprochenen Unternehmen der Branche zur Seite stehen – entlang aller Phasen des Bauens: von der Projektierung bis zum Betrieb.

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Welche Ziele die Digitalisierung verfolgt, beschreibt Bernhard Leidinger im Kapitel "Digitalisierung" des Springer-Fachbuchs "Wertorientierte Instandhaltung": Dies sind die kontinuierliche Vereinfachung des Geschäftssystems durch immer weitreichendere automatisierte Unterstützung der bisherigen Geschäftsvorfälle und die kontinuierliche qualitative und quantitative Verbesserung von Aussagen, von denen Strategien und operative Maßnahmen abgeleitet werden. Die Annahme, dass die Digitalisierung dabei Dinge möglich mache, die früher nicht möglich gewesen wären, verneint Leidinger: "Sie macht Vorgänge wirtschaftlich, die zuvor nicht wirtschaftlich waren. Und damit erlaubt sie es, Daten aufzubereiten, die bislang ungenutzt blieben, sowie, Abläufe zu automatisieren, die bislang manuell durchgeführt wurden. Die Vorgänge werden reproduztierbarer und können – müssen aber nicht – dadurch an Exaktheit gewinnen."

Besondere Herausforderungen wegen der kleinteiliger Struktur

Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, betonte nun beim Start des Kompetenzzentrums Planen und Bauen, dass es gerade die kleinen und mittleren Unternehmen seien, die bei den mit der Digitalisierung zusammenhängenden Themen staatliche Unterstützung bräuchten, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. "Gerade die Bau- und Immobilienwirtschaft mit ihrer eher kleinteiligen Struktur hat hier besondere Herausforderungen zu meistern", sagte sie.

Doch was ist genau geplant? Die Unterstützung basiert vorrangig auf zielgruppengerechten Informations- und Weiterbildungsangeboten: Geplant sind Vorträge, Workshops, Leitfäden und Blended Learning-Angebote. Hinzu kommen Lehrmaterialien und Werkzeuge. Dafür wird das "Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen" in den kommenden drei Jahren, bis zum 30. Oktober 2020, mit etwa 5,2 Millionen Euro gefördert.

Projektieren, planen, bauen und betreiben

Die Leitung des Kompetenzzentrums Planen und Bauen hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik inne, dem Standort Süd. Dort werden Interessierte Unterstützung bei allen Fragen zum Thema Betreiben finden. Unterstützt wird das Fraunhofer IBP zudem von der Jade Hochschule Wilhelmshaven, dem Standort Nord, an dem das Thema Planen im Vordergrund steht. Der seinen Themenschwerpunkt auf das Projektieren legende Standort West ist beim Institut für Mittelstandsforschung Mannheim angesiedelt. Am Fraunhofer IFF Magedeburg, der Standort Ost, dreht sich alles um das Thema Bauen. Und der Standort Mitte ist lokalisiert beim eBusiness Kompetenzzentrum Kaiserslautern. Dort werden Handwerksbetriebe zahlreiche Praxisbeispiele finden.

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Quelle:
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