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08.08.2018 | Bau-Software | Im Fokus | Onlineartikel

Digitale Schachtzwillinge

Autor:
Christoph Berger

Das auf Polymere spezialisierte Unternehmen Rehau hat eine Softwarelösung entwickelt, mit der sich Schächte online und per App detailliert konfigurieren lassen. Hergestellt werden die Schächte dann aus dem Werkstoff Polypropylen.

Digitale Zwillinge sind derzeit in aller Munde – vor allem am Bau. BIM ist hier die vorrangige Methode, mit der die Branche der digitalen Transformation Rechnung tragen will, um ihre Prozesse effektiver zu gestalten und eine über den Lebenszyklus des Bauwerks gelungene Kollaboration aller am Bau und dem Betrieb Beteiligten zu garantieren. Das Ziel: eine termin- und kostensichere Produktion.

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Dabei wird bereits im Vorfeld des eigentlichen Baus ein detailgetreues und digitales Modell des zu erstellenden Bauwerks erstellt: der digitale Zwilling. Oder wie es im Fachbeitrag "Digitaler Zwilling" der Springer-Fachzeitschrift "Informatik-Spektrum" heißt: "Digitale Zwillinge sind digitale Repräsentanzen von Dingen aus der realen Welt."

Planungsfreiheit und Planungssicherheit

Rehau überträgt das Prinzips des digitalen Zwillings nun auf den Schachtbau. Statt Schächte manuell zu konfigurieren, soll es mit der eigens entwickelten Software möglich sein, Schächte online oder per App detailliert zu konfigurieren und alle relevanten Planungsinformationen mit einem Klick einzulesen – mit Planungsfreiheit hinsichtlich Anzahl und Durchmesser der Zuläufe. So werde die Prüfung komplizierter Schächte vereinfacht. Zudem sei diese Methode weniger fehleranfällig.

Sind die Daten erfasst, werden die Schächte in vergleichsweise kurzer Zeit aus dem Werkstoff Polypropylen gefertigt – die Realisation ist in DN 1000 möglich. Die Vorteile seien leichtere Schächte, weniger Platzbedarf – gegenüber DN 1500 etwa 34 Prozent weniger Erdaushub und 76 Prozent weniger Lagerplatzbedarf – und kostengünstigere Arbeiten. Polypropylen ist ein bereits in vielfachen Anwendungen genutzter Grundstoff. Er kommt beispielsweise in Ordnern, Verpackungen oder auch Stoßstangen zum Einsatz, wie es im Kapitel "Chemie der Moderne" des Springer-Fachbuchs "Faszinierende Chemie" beschrieben wird.

Geliefert werden die Schächte mit Konus, Schachtring und Schachtboden. Sie sind auf eine direkte sohlgleiche Anbindung aller Rohrwerkstoffe wie Steinzeug, Guss, Beton oder GFK, also einen glasfaserverstärktern Kunststoff, ausgerichtet. Die Lebensdauer soll mindestens 100 Jahre betragen.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Chemie der Moderne

Quelle:
Faszinierende Chemie

31.07.2017 | AKTUELLES SCHLAGWORT | Ausgabe 5/2017

Digitaler Zwilling

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