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Über dieses Buch

In dem zweibändigen Werk werden die Voraussetzungen und Kriterien rationeller Bauproduktion beschrieben. Dazu werden der Projektablauf, Beispiele typischer Bauverfahren, die Ablaufplanung, die Kostenermittlung, die Ablaufkontrolle und -steuerung und abschließend die Folgen von Ablaufstörungen im Zusammenhang dargestellt. Das Besondere an diesem sehr verständlichen Werk ist der Gesamtüberblick über alle wesentlichen Aspekte rationeller Bauproduktion. Damit ist es ein aktuelles Lehrbuch für ein besonders wichtiges Thema des Bauwesens, das auf die Bedürfnisse von Studenten an Hoch- und Fachhochschulen zugeschnitten ist. Es führt aber auch praktizierende Bauingenieure und Architekten, Betriebswirte und Juristen von der Bauaufgabe über die Möglichkeiten und Voraussetzungen ihrer Realisierung im Sinne industrialisierter Produktion bis zu den Folgen von Ablaufstörungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Anlass

2. Aufgabe

3. Die Projektabwicklung im Bauwesen

Zusammenfassung
Im vorstehenden Abschnitt ist die Situation der bauausführenden Unternehmungen im Baumarkt dargestellt. Wie schon erwähnt, verändert sich der Markt. Als Stichworte hierzu werden das Ende der Universal-Bauunternehmung, alternative Vertragsmodelle statt Einheitspreisvertrag und das Risikomanagement genannt [1.7]. Die Strukturveränderungen tendieren zum Generalunternehmer mit Pauschalfestpreis und zu GMP-Modellen. Groβbauunternehmungen verstehen sich darüber hinaus als Dienstleister für private und öffentliche Investoren, übernehmen die Entwicklung, Planung, Finanzierung und Realisierung von Bauobjekten sowie das Facility-Management. Das operative Bauen wird teilweise oder ganz den auf ihre jeweilige Kernkompetenz spezialisierten Nachunternehmen überlassen [1.20 bis 1.22].p ]Als abschlieβenden Überblick über die strategischen Möglichkeiten und den derzeitigen Stand der Marktanpassung traditioneller Bauunternehmungen verweise ich, ergänzend zu den Literaturangaben in den Abschnitten 1 und 3, noch auf die Veröffentlichungen [3.37] bis [3.45] und [3.52, 3.53].

4. Definitionen

5. Bauverfahren im Erdbau

6. Bauverfahren im Beton- und Stahlbetonbau

7. Bauen mit Stahlbetonfertigteilen

8. Spezialtiefbau/Baugrubenumschlieβungen

9. Ausbauarbeiten im Hochbau

9.7 Zusammenfassung
Nach der aktuellen Literatur beträgt seit mehreren Jahren der Anteil des Bauvolumens im Hochbau, der schlüsselfertig von Generalunternehmen ausgeführt wird, mehr als 50% [9.40].
Die Ausbauarbeiten im Hochbau sind jedoch anders strukturiert als der Rohbau. Dieser umfasst nur relativ wenige Elementarprozesse (Schalen, Bewehren, Betonieren) bzw. das Versetzen von (vorgefertigten) Mauerwerksblöcken oder die Montage groβer vorgefertigter Elemente aus Stahlbeton. Diese Leistungen sind Kernprozesse traditioneller Bauunternehmungen.
Im Gegensatz dazu bestehen gebäudetechnische und allgemeine Ausbauarbeiten vorwiegend aus kleinteiligen Montagen und Oberflächenbearbeitungen mit verschiedenen werkstoffbedingten Arbeitstechniken, die nacheinander durch mehrere “Gewerke„ ausgeführt werden. Diese Leistungen werden gröβtenteils von handwerklich organisierten Firmen erbracht, deren Einsatz hinsichtlich Terminen, Kosten und Qualität zu koordinieren und zu kontrollieren ist. Dazu gehören Fachkenntnisse.
Die Problematik des Schlüsselfertigbaus liegt deshalb zum Teil immer noch darin, dass Bauingenieuren auch heute noch während ihrer Ausbildung zu wenig Fachkenntnisse aus den Ausbaugewerken vermittelt werden. Das Betriebswirtschaftliche Institut der Bauindustrie in Düsseldorf versucht allerdings seit einigen Jahren, durch Lehrgänge für in der Praxis stehende Ingenieure diese Situation zu entspannen [9.40].
Das andere Problem sehe ich in den komplexen Pauschalverträgen, deren Risiken, wie die Literatur zu Abschnitt 3.4.2 zeigt, nicht ernst genug genommen werden können.

10. Betriebswirtschaftliche Grundlagen der Bauproduktion

10.4 Zusammenfassung
Die in der Bauproduktion eingesetzten Verfahren sind neben naturwissenschaftlich-technischen Voraussetzungen durch Einsatz von Potential gekennzeichnet, das aus einer Kombination der elementaren und dispositiven Produktionsfaktoren besteht. Unter Potential sind Menge und Arbeitsvermögen der produktiven Fakto ren eines Betriebs pro Zeiteinheit zu verstehen. Mit der Tätigkeitszeit multipliziert ergibt sich daraus unter Berücksichtigung des zeitlichen Nutzungsgrades (Effizienz) seine Kapazität.
Es geht somit darum, dieses Potential rationell, d.h. wirtschaftlich optimal einzusetzen. Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit seines Einsatzes bedarf es weiterer Kenngröβben. Dies sind neben dem effektiven Arbeitsvermögen, das z.T. aus den Verfahrensbedingungen resultiert, der zeitliche Einsatz und die Kosten. Sie werden in den folgenden Abschnitten dargestellt.

11. Ablaufplanung

11.10.5 Zusammenfassung
Statistische Betrachtungen sind zur Absicherung von Mittelwert und Varianz maβgbgebender Produktionsdaten notwendig, sind aber immer nur als Hilfsmittel zu verstehen. Genauere Aussagen sind erst durch die Kombination von statistischen Daten und der ingenieurmäβigbigen Beurteilung aller Randbedingungen möglich (Risikobewertung). Ich gehe im Abschnitt über die Ablaufkontrolle (13) nochmals darauf ein.
Durch die gewählten Bauverfahren ist das erforderliche Potential, durch die Ablaufplanung seine Einsatzzeit für die einzelnen Vorgänge bekannt. Der nächste und letzte Schritt der Produktionsplanung besteht jetzt darin, die Kosten des Potentialeinsatzes zu ermitteln. Das ist die Aufgabe der Baukalkulation.

12. Kosten des Potentialeinsatzes - Baukalkulation

13. Ablaufkontrolle und -steuerung / Controlling

Zusammenfassung
Die wesentlichen Elemente eines baustellenbezogenen Controlling sind die auf eine Arbeitsvorbereitung aufbauende Arbeitskalkulation und die daran anschlieáende baustellenbegleitend durchgeführte Nachkalkulation mit Prognosen zum Bauende. Bei Abweichung von den Soll-Daten kann daher das Bauprozessmanagement entsprechend gegensteuern, um mit der Produktion wieder auf deren Soll-Kurs zu kommen bzw. sich diesem soweit als möglich zu nähern.

14. Allgemeine Problemlösungsmethoden, Prozessmanagement

14.3 Zusammenfassung zu Abschnitt 14.1 und 14.2
Je nach Umfang, Bedeutung und damit “Gewicht„ eines Problems - bspw. einer Wahl von Fertigungsverfahren - kann auf eine der dargestellten Problemlösungsmethoden zurückgegriffen werden. Der Praktiker kommt schneller zum Ziel, wenn er aufgrund seiner Erfahrungen die Variationsbreite einer Aufgabe eingrenzen kann oder durch Randbedingungen wie bspw. verfügbares Potential gebunden ist. Die Entscheidung für ein Fertigungsverfahren oder eine Ablaufvariante wird dann über eine Kostenvergleichsrechnung vorgenommen, wobei - wie in Abschn. 12.8 erwähnt - für jede Variante auch die nicht quantifizierbaren Kriterien zu berücksichtigen sind. Sie lassen sich mit Hilfe der vorgenannten Problemlösungsverfahren bestimmen bzw. eingrenzen.

15. Störungen im Bauablauf

15.8.4 Zusammenfassung zu Abschnitt 15.7 und 15.8
Die vorgenannten Ausführungen und Ansätze werden von den Verfassern an einem vollständig durchgerechneten (hypothetischen) Beispiel demonstriert.
In diesem Beispiel sind vor und während der geplanten Bauzeit 8 Ablaufstörungen aufgetreten, die zu einer Bauzeitverlängerung von 14 Arbeitstagen (AT) geführt haben. Da der Auftraggeber (AG) einen um 5 AT (1 Woche) früheren Fertigstellungstermin wollte, war dafür der Bauablauf zu beschleunigen.
Die einzelnen Störungen werden rechtlich und baubetrieblich bewertet. Daran anschlieβend werden die daraus resultierenden Mehrkosten infolge des ermittelten Bauzeitverlängerungsanspruchs berechnet (beide Abschnitte mit ausführlichen Erläuterungen und Kommentaren).
Hierzu seien im Auszug noch erwähnt:
  • ­ Nach der Rechtsprechung des BGH stellt die Übermittlung von Plänen eine schriftliche Anordnung dar.
  • ­ “Wegen der Unsicherheit hinsichtlich des Umfangs der originären Vollmacht des Architekten muss dringend angeraten werden, entweder darauf zu bestehen, dass der Auftraggeber die geänderten bzw. zusätzlichen Leistungen selbst direkt anordnet oder seinen Architekten hierzu ausdrücklich bevollmächtigt.„
Eine fehlende Anspruchsankündigung zu § 2 Nr. 6 Abs. 1 Satz 1 VOB/B ist dann unbeachtlich.

16. Zusammenfassung

Backmatter

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