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29.11.2017 | Baubetrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Wearables am Bau

Autor:
Christoph Berger

Ein Zusammenschluss französischer Unternehmen hat in einem Ideen-Labor zahlreiche Online-Geräte entwickelt, die die Sicherheit in unterschiedlichsten Umgebungen und die Ergonomie von Arbeitsbedingungen verbessern sollen. 

"Wearables beziehungsweise Wearable‐Computer bezeichnen Geräte, die vom Nutzer während der Verwendung am Körper getragen werden. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie während des Gebrauchs im Normalfall keine besondere Bedienung durch den Benutzer benötigen, sie den Nutzer nicht stören, unauffällig und eher klein sind. Die meisten Wearables enthalten Sensoren, die ihre Umgebung wahrnehmen", schreibt Prof. Dr. Klemens Waldhör im Kapitel "Anwendungen von Smartwatches und Wearables im Betrieblichen Gesundheitsmanagement" des Springer-Fachbuchs "Digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement".

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Genau solche Geräte entwickeln auch die Unternehmen Air Liquide, Bouygues Construction, CEA and SUEZ in einem gemeinsam eingerichteten Innovations-Labor im französischen Grenoble. Dort entstand in den letzten zwei Jahren beispielsweise ein tragbares Terminal, das am Unterarm getragen wird. Es funktioniert interaktiv und ermöglicht es den Mitarbeitern, sich in Echtzeit zu informieren und zu orientieren. Außerdem können sie im Arbeitseinsatz über das System unterstützt werden. Die Hände bleiben dabei immer frei. Somit ergänzt es die Palette der persönlichen Schutzausrüstung und fügt dieser die Dimension der Online-Nutzung hinzu – eine Pilotphase hat die Manschette bereits erfolgreich durchlaufen.

Eine "Online-Sohle" zur Geolokalisierung

Ein weiteres neu entwickeltes Tool beziehungsweise weiterer neuer Ausrüstungsgegenstand ist eine Jacke, auf der nicht nur Sicherheitswarnungen aufleuchten können, sondern die über Sensoren auch die Umgebungsluft analysiert und die Träger so vor Gefahren warnen und schützen kann. Und eine mit einer Kamera ausgerüstete Brille sowie Sicherheitsstiefel mit einer "Online-Sohle" zur Geolokalisierung gehören zu den Innovationen und dem neuen Equipment.

Um diese Geräte zu entwerfen, brachten die Partner ihr Wissen aus den verschiedenen Industriezweigen ein. Sie haben auch die jüngsten Fortschritte bei vernetzten Objekten und bei Kobot-Technologien genutzt.

Darüber hinaus, so beschreibt es Waldhör im bereits erwähnten Kapitel "Anwendungen von Smartwatches und Wearables im Betrieblichen Gesundheitsmanagement", gibt es noch zahlreiche weitere Anwendungen von Wearables im Themenfeld des Betrieblichen Gesundheitsmanagements: Beispielsweise zur Stresserkennung und -vermeidung, oder zur Bewegungsaktivierung. Wie beschrieben im Kapitel "Recht: Interdisziplinärer Bestandteil der Immobilienwirtschaftslehre" des Springer-Fachbuchs "Immobilienwirtschaftslehre – Recht": "So werden zum Beispiel Miniaturcomputer als 'Wearables' im Rahmen der 'quantified-self-Bewegung' mit unterschiedlichen Sensoren direkt in Kleidungsstücke eingearbeitet oder am Handgelenk getragen und geben Auskunft über das tägliche Verhalten wie Puls, Schlafdauer, Schrittzahl etc." Prinzipiell geht es somit um die beiden Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung sowie Unfallerkennung und Unfallvermeidung mitsamt Risikovermeidung.

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