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10.07.2014 | Baubetrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Die „Bauunternehmen des Jahres“ 2014

Autor:
Christoph Berger

Zum zweiten Mal kürten der Lehrstuhl für Bauprozessmanagement und Immobilienentwicklung der TU München und das Fachmagazin tHIS vom Bauverlag die Bauunternehmen des Jahres.

Als Gesamtsieger in der Kategorie „Bauunternehmen des Jahres 2014“ ist die Johann Bunte Bauunternehmung aus Papenburg ausgezeichnet worden. Die emsländische Unternehmensgruppe setzte sich vor allem wegen ihres innovativen Prozess- und Qualitätsmanagements gegen eine Vielzahl von Bewerbern durch, so die Begründung der Jury.

Sämtliche Bewerber mussten belegen, wie sie ihre Planungs- und Ausführungsprozesse verbessern, die Qualität ihrer Arbeit sichern sowie ihre Mitarbeiter schulen und in die Abläufe integrieren. Anhand dieser Faktoren wurden dann die erfolgreichsten und innovativsten deutschen Bauunternehmen in fünf Kategorien ermittelt: Gesamtsieger, Hochbau, Tief-, Straßen- und Ingenieurbau, Spezialist (Industrie- und Bahnbau) und Sonderpreis „Mitarbeiterorientiertes Unternehmen“.

Der Bauverlag-Geschäftsführer Karl-Heinz Müller und Professor Dr. Josef Zimmermann vom Lehrstuhl für Bauprozessmanagement und Immobilienentwicklung der TU München zeigten sich von der dynamischen und innovativen Entwicklung der Bunte Bauunternehmung mit seiner starken Position bei der Akquisition, einer hohen Kundenorientierung, einem ausgeprägten Qualitäts- und Wissensmanagement sowie einem vorbildlichen Wertemanagement, der Compliance, beeindruckt.

Zukunftsinvestitionen und Unternehmenskultur

Mit jährlichen Investitionen im zweistelligen Millionenbereich erweitere Bunte sein Leistungsspektrum gezielt und kontinuierlich, der Maschinen- und Gerätepark werde auf dem modernsten Stand gehalten und das Prozessmanagement und die Logistik verfeinert, erklärte Manfred Wendt, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

Aufgrund seiner kurzen Entscheidungswege und den flachen Hierarchien sei das mittelständische Unternehmen zudem in der Lage, stets flexibel und schnell reagieren zu können. Grundlage für nachhaltigen Erfolgs sei nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern eine langfristig ausgerichtete Strategie, um die Wirtschaftlichkeit der Unternehmensgruppe dauerhaft zu erhalten, betonte Wendt.

Corporate Social Responsibility wird gewürdigt

Neben dem Gesamtsieg wurden mit den Firmen Strabag, Wolff & Müller, Franz Kassecker und Heitkamp + Hülscher vier weitere Unternehmen in Einzel- und Sonderkategorien bei den nun zum zweiten Mal verliehenen Ehrungen ausgezeichnet.

Die Strabag AG wurde zum besten „Bauunternehmen des Jahres 2014“ in der Kategorie Tief-, Straßen- und Ingenieurbau gekürt. Das Kölner Unternehmen konnte vor allem bei der Akquisition neuer Aufträge, bei der Kundenorientierung, im Einkaufs- und Beschaffungswesen, im Qualitätsmanagement und mit ihrem Engagement in Sachen Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit bei der Jury punkten.

In der Kategorie „Hochbau“ nahm Wolff & Müller die Auszeichnung mit. Die Jury hob vor allem die Unternehmensstrategie des Stuttgarter Unternehmens hervor, die sich konsequent an effektivem, partnerschaftlichem und innovativem Bauen ausrichtet.

Darüber hinaus lobte die Fachjury auch in dieser Kategorie das Engagement im Bereich Social Responsibility. Wolff & Müller hat ein System zur Prävention von Schwarzarbeit und Umweltverstößen auf der Baustelle entwickelt.

Auch die Mitarbeiter sind entscheidend

Die Franz Kassecker GmbH erhielt die Auszeichnung „Bauunternehmen des Jahres“ in der Kategorie „Spezialist (Industrie- und Bahnbau)“. Die Jury würdigte unter anderem das Qualitätsmanagement, die Compliance-Regeln sowie den Arbeits- und Gesundheitsschutz des Unternehmens aus Waldsassen.

Heitkamp + Hülscher aus Stadtlohn wurde für die stärkste Mitarbeiterorientierung ausgezeichnet. „Mit dem Preis wollen wir eine Lanze brechen für moderne, innovative Bauunternehmen, die auch den Vergleich mit anderen Branchen oder Unternehmen nicht scheuen müssen", erläutert Eugen Schmitz, tHIS-Chefredakteur die Grundidee. „Wir schauen uns deshalb nicht die fertigen Bauten an, sondern die dahinter liegenden Management- und Arbeitsprozesse. Die Erfahrung, die wir dabei machen, ist ähnlich: Ein in vielen Bereichen gut geführtes Bauunternehmen ist heute Voraussetzung, um am Markt bestehen zu können."

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