Skip to main content
main-content

Baubetrieb

weitere Buchkapitel

Heft 5/2018: Erfolgsfaktor Compliance

Anfangs war ich skeptisch gegenüber der Theorie, dass korrektes Verhalten im wirtschaftlichen Handeln als Thema noch genug Relevanz und Neuigkeitswert besitzt. Immerhin sollten zehn Beiträge über Compliance mit erhellenden Erkenntnissen unseren Heft-Schwerpunkt in dieser Ausgabe rechtfertigen. Wenig begeistert schilderten zudem im Vorfeld befragte Inhaber, wie sie in der Praxis das Einhalten von Gesetzen, Regeln und Normen sicherstellen. Begleitet von Augenrollen, stöhnten die Mittelständler: „Was sollen wir denn noch alles beachten, um ordnungsgemäß Geschäfte zu gestalten?“ Klingt nach mühevoller Pflicht statt unternehmerischer Kür. Ethik und Konformität wirken wohl weit weniger sexy als Durchbruchsinnovation oder Werbekampagnenerfolg.

Thorsten Garber

5. Leistungsbild

Im folgenden Kapitel werden grundlegende Aspekte des Leistungsbilds in Abgrenzung zur Objektplanung untersucht. Der Handlungsschwerpunkt zielt auf die Problemstellung beim PBiB ab. Der Wandel des Berufsbilds des Architekten wird hinsichtlich der Aufgaben bei baulichen Maßnahmen Bestand diskutiert. Dazu werden bestehende Honorarordnung in Deutschland analysiert und die historische Entwicklung sowie aktuelle Probleme aufgezeigt. Es erfolgt ebenso eine Gegenüberstellung von Honorarordnungen in Europa.

Sebastian Herke

Kapitel 14. Verkaufsgespräch

Das Verkaufsgespräch beginnt und endet im Kopf und im Bauch des Verkäufers. Das Gefühl, das er für sich und seinen Job hat, das Gefühl, das er seinem Kunden gegenüber bringt, die Annahmen, die er trifft, bevor er in das Verkaufsgespräch reingeht, all das wirkt darauf, wie das eigentliche Sprechen im Verkauf seinen Lauf nimmt.

Robert Flachenäcker

8. Boden, Baugrube, Verbau

Im folgenden Kapitel werden die wichtigsten geotechnischen Nachweise sowie praxisnahe Beispiele für den Baubetrieb aufgeführt. Es wird im Wesentlichen auf die Bodenbeschreibung und Klassifikation nach DIN 18196 sowie nach DIN 18300 eingegangen, welche sowohl für die weiteren Berechnungen als auch für die Kalkulation von großer Bedeutung sind.Die aus der Praxis aufgeführten Beispiele verdeutlichen verschiedene Untersuchungs- und Auswertungsmethoden für direkte und indirekte Aufschlüsse, diese enthalten Labor- und Feldversuche, mit denen man die Verdichtbarkeit von Böden auswertet und quantifiziert, sowie viele andere Themenbereiche wie Erddruckberechnungen sowie Spannungs- und Setzungsberechnungen. Darüber hinaus werden exemplarisch bestimmte Verbauarten bezüglich ihrer Bemessung erläutert. Es wird ebenfalls auf das Thema Wasserhaltung eingegangen und die erforderlichen Maßnahmen beschrieben, um bestimmte Versagensmechanismen - wie z.B. den hydraulischen Grundbruch - zu verhindern.

Bernd Ulke

2. Vermessung

Die nachfolgend aufgeführten Beispiele aus der vermessungstechnischen Praxis entsprechen nicht der Reihenfolge der „Zahlentafeln für den Baubetrieb-Kapitel Vermessung“, welches von Prof. Dr.-Ing. Norbert Winkler verfasst wurde. In erster Linie werden hier einfache Aufgaben vorgestellt die Studierende aus dem Bereich Bauingenieur- und Vermessungswesen, auch ohne aufwendige Programmsysteme (CAD), verstehen und selbstständig berechnen sollten.Auf die Problematik der Höhenreduktion und der Projektionsverzerrung bei Rechenoperationen mit Landeskoordinaten wird näher eingegangen. In Abhängigkeit von der Lage des Messgebietes bezogen auf den jeweiligen Hauptmeridian erfahren Strecken teils sehr große Korrekturen, die bei den Berechnungen unbedingt beachtet werden müssen. Neben einigen mathematischen Grundlagen beschränkt sich dieses Kapitel auf wesentliche vermessungstechnische Berechnungen, wie die Koordinatentransformation, die freie Standpunktwahl, den Geradenschnitt und die Flächenberechnung aus Koordinaten. Viele Rechenbeispiele aus der zweiten Auflage, speziell aus dem Bereich der Kurvenabsteckung, sind heutzutage nicht mehr relevant. Der Einsatz von elektronischen Tachymetern oder GNSS-Systemen hat auch die Vermessung auf Baustellen revolutioniert. Mit hoher Genauigkeit können beliebige Punkte in Lage und Höhe zu jeder Zeit und unter allen Witterungsbedingungen direkt abgesteckt werden. Lediglich die „Sichtverbindung zu den Satelliten“ sollte gewährleistet sein.

Peter Sparla

5. Bauabrechnung und Mengenermittlung

Die in diesem Kapitel aufgeführten Beispiele sind im Wesentlichen nach der Reihenfolge in den „Zahlentafeln für den Baubetrieb“ geordnet, dabei werden einige ausgewählte Beispiele mit entsprechendem Bezug zur Praxis angegeben. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Abrechnung von Erdarbeiten gelegt, da hier auf Grund der in der Regel sehr komplexen Geometrie wesentlich häufiger Probleme in der Praxis entstehen als bei der Abrechnung von Roh- und Ausbauarbeiten.Die umfangreichen in den „Zahlentafeln für den Baubetrieb“ aufgelisteten Abrechnungsregeln nach VOB Teil C für Roh- und Ausbaugewerke sind sehr anschaulich in der „VOB im Bild“ dargestellt.

Thomas Krause

6. Arbeitsvorbereitung und Ablaufplanung

Bei den nachfolgend vorgestellten Beispielen werden hier nur die Hauptarbeiten, die durch Art, Menge und ihren Wiederholungsfaktor die Kernbauzeit bestimmen, behandelt.Kleinere Arbeiten wie das Anlegen von Öffnungen, Herstellen von Aussparungen und Durchbrüchen, Setzen von Einbauteilen etc. müssen durch Zuschläge bzw. genauen Stundennachweis gegebenenfalls den Hauptarbeiten noch zugeschlagen werden.Vorlaufende Arbeiten wie Baustelleneinrichtung, Erdarbeiten, Gründungsarbeiten etc. sowie nachlaufende Arbeiten wie Verfüllen, restliche Ausschalarbeiten, Baustellenräumung etc. müssen zusätzlich berücksichtigt werden, um zur Gesamtbauzeit für eine bestimmte Baumaßnahme zu kommen.Die theoretischen Grundlagen zu Arbeitsvorbereitung und Ablaufplanung sind in Hoffmann Krause, Zahlentafeln für den Baubetrieb, Abschnitt 8, Arbeitsvorbereitung und Ablaufplanung, 9. Auflage, Springer Vieweg Verlag, Wiesbaden 2016, ausführlich behandelt.

Bernd Ulke

7. Baumaschinen

Im Folgenden werden verschiedene Beispiele zur Leistungsberechnung von Baumaschinen aufgeführt, die im normalen Baustellenbetrieb anfallen.Bestimmen Sie die Nutzleistung eines Betonmischers unter folgenden Angaben.Nutzleistung eines Mischers 500/750 bei einem Beton F1 mit $$v=1{,}25$$ v = 1,25

Thomas Krause

9. Schalung und Gerüste

Die grundsätzliche Planung von Schalungsaufgaben wird heute in der Regel im Rahmen der Arbeitsvorbereitung von den entsprechenden Stabsabteilungen oder als Serviceleistung von den Schalungsherstellern mit Anwendung von spezieller Software und den technischen Unterlagen für die jeweiligen Schalungsgeräte durchgeführt. Diese Programme und technischen Unterlagen stehen in der Regel auch den Mitarbeitern in der Bauleitung zur Verfügung, werden dort aber eher seltener genutzt. Zur Anwendung auf der Baustelle stellen die Schalungshersteller neben den technischen Unterlagen Bemessungstabellen zur Verfügung, welche die Auswahl und Dimensionierung einzelner Schalungen wesentlich erleichtern.Die nachfolgend aufgeführten Beispiele aus dem Bereich Schalung und Gerüste beschreiben Aufgaben, die im Baustellenbetrieb auf die Bauleitung zu kommen können und auch ohne Unterstützung einer Stabsabteilung gelöst werden können.

Thomas Krause

1. Bemessung von Baukonstruktionen

Im Folgenden soll der Zusammenhang zwischen statischen Systemen, Lasten, Schnittgrößen und Bemessungen an einem anschaulichen Beispiel deutlich gemacht werden. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Zuordnung der einzelnen Bemessungsaufgaben und nicht auf eine vollständige statische Berechnung gelegt.

Joachim Martin

11. Kalkulation

Das Kalkulationsbeispiel ist vereinfacht mit stark gekürztem Leistungsverzeichnis dargestellt. Das LV enthält nur die Hauptpositionen. Daher sind die ermittelten Kosten und Preise nicht direkt in die Praxis übertragbar.Die Beispiele sind so angelegt, dass die Grundlagen und die Rechenvorgänge leicht nachvollziehbar sind. Die Kalkulationen sind mit Hilfe des Tabellenkalkulationsprogramms Excel 2011 for Mac von Microsoft erstellt. Dieses Programm ist lediglich als Rechenhilfe eingesetzt, nicht als vollwertiges Baukalkulationsprogramm. Das Format der Rechenblätter orientiert sich an den in der Praxis üblichen Formularen für die Kalkulation „von Hand“.Auf den Einsatz und die Vorführung von EDV-Programmen für die Kalkulation von Bauleistungen wurde bewusst verzichtet. Diese mächtigen sogenannten Branchenprogramme umfassen das gesamte Zahlenwerk einer Bauunternehmung. Sie sind zum Verständnis und zum Erlernen der Kalkulation von Bauleistungen ungeeignet.In den Beispielen werden bei der Darstellung der Zahlenwerte die in der Praxis üblichen Schreibweisen verwendet:Alle Beispiele basieren auf den Stammdaten einer Musterbaufirma (s. Abschnitt 13 „Kalkulation“ in „Zahlentafeln für den Baubetrieb“ [1]): Stundenansätze Gerätekosten Materialkosten Fremdleistungskosten. Diese Stammdaten müssen in der Musterbaufirma vorhanden sein. Sie können vom Kalkulator nicht verändert werden. Die Daten werden für jedes Objekt ausgewählt und in Objektdateien abgelegt. Dort können sie verändert werden.

Wilfried Streit

4. Baukosten und Finanzierung

Die in diesem Kapitel aufgeführten Beispiele orientieren sich an praxisnahen Situationen aus dem Baubetrieb und dienen dazu, Entscheidungen über die Wahl der wirtschaftlichsten Verfahrensweise zu treffen. Dabei werden verschiedene Finanzierungsformen und Bauarten miteinander verglichen, um die ökonomisch sinnvollste Variante zu bestimmen. Weiterhin wird die Ermittlung der relevanten Kostenstellen dargestellt, die für Lohn, Material, Miete und weitere Punkte anfallen. Die Berechnungen orientieren sich dabei an Erfahrungswerten aus der Baupraxis und vermitteln ein Gefühl für tatsächlich entstehende Kosten.In Kapitel 5, Baukosten und Finanzierung, der Krause Ulke Zahlentafeln für den Baubetrieb, 9. Auflage, Springer Vieweg Verlag, Wiesbaden 2016 werden die theoretischen Grundlagen für dieses Aufgabengebiet eingehend thematisiert.

Bernd Ulke

10. Betriebsorganisation

In diesem Kapitel sind einfache Übungsaufgaben zusammengestellt, die sich an praxisnahen Situationen aus dem Baubetrieb orientieren. Die Reihenfolge der Aufgaben entspricht im Wesentlichen dem Kapitel 12 „Betriebsorganisation“ in den „Zahlentafeln für den Baubetrieb“. Zu den dort aufgeführten Abschnitten Organisation der Bauunternehmung, Qualitätsmanagement, Personalmanagement, Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesens und Berichtswesen der Baustelle gibt es jeweils Übungsaufgaben mit entsprechenden Lösungsvorschlägen.

Joachim Martin

7. Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement

Auf dem Weg hin zu einer optimalen konkurrenzfähigen Unternehmensführung mit hochmotivierten Mitarbeitern gewinnt das betriebliche Sicherheits‑ und Gesundheitsmanagement immer mehr an Bedeutung. Und dieses geht weit über das reine Durchführen von Arbeitsschutzmaßnahmen hinaus. Was es bedeutet, ein ganzheitliches bereichsübergreifendes Sicherheits‐Gesundheitsmanagement einzuführen und alltäglich zu praktizieren soll dieser Abschnitt verdeutlichen. Es werden einzelne Handlungsschritte wie Zielbildung, Ressourcenplanung, Analyse der Situation, Durchführung von Maßnahmen sowie deren Bewertung auf der Grundlage praktischer Betriebserfahrungen dargestellt.

Prof. Dipl.-Ing. Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

Holzbau

Die Tradition des Holzbaus reicht sehr weit bis zu den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte zurück. Bemerkenswert ist das hohe Maß an holzbautechnischem Wissen, auf das man beim historischen Umgang mit Holz im Bauen stößt und das uns die noch heute vorhandene lange Erfahrung und Bautradition im Holzbau erahnen lässt. Das Wissen um diesen Baustoff ist bis heute in tradierter gebauter Form an den erhaltenen historischen Holzbauten ablesbar.

José Luis Moro

Kapitel 6. Schule, Studium und Beruf

Mit dem Mauerfall begann die Zahl der Beschäftigten im Baubereich anzusteigen. Facharbeiter, Techniker und Ingenieure fanden in den 90ziger Jahren schnell eine Anstellung zu guten Konditionen. Die Menge der Ausbildungsstellen nahm kontinuierlich zu.

Michael Scheffler

4. Eisenbahndämme und Einschnitte

Erdbauwerke bestehen i. d. R. nur aus natürlichen Stoffen, die meist in der unmittelbaren Nähe gewonnen wurden. Sie zeichnen sich aus durch Langlebigkeit und verträgliche Eigenschaften zur Umwelt. Wesentlich ist, dass der eingebaute Boden jederzeit bei Umbauten ohne Verlust wieder eingebaut oder ergänzt werden kann. Diesen Ansprüchen genügen Beton, mit Zement injizierte Böden und Einbauten von Geotextilien nicht. Ihr Ausbau bedeutet Entsorgung als Abfall. Es ist das Anliegen des Kapitels, darauf hinzuweisen, zukünftig nur dort solche Hilfsstoffe einzusetzen, wo es unumgänglich ist. Den nachfolgenden Generationen darf eine Explosion der Abfälle und die aufwändige Aufbereitung großer Abfallmengen nicht zugemutet werden. Der Beitrag soll nicht der Wiedergabe bestehender Vorschriften und Richtlinien dienen, sondern diese Kenntnisse voraussetzen. Nur im Fall erkennbarer Widersprüche wird darauf Bezug genommen. Die Grundkonzeption des Kapitels legt fest, dass der Schwerpunkt der Betrachtungen die Vermittlung von Erfahrungen ist. Dies bedeutet eine starke Betonung der Analyse von Schadensfällen und der daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen. Als Ingenieur ist man geneigt, bei einem Schaden zuerst Fehler in der Berechnung der Konstruktion zu suchen. Bei nüchterner Betrachtung lässt sich jedoch erkennen, dass die Technologie mit den zum Einsatz kommenden Geräten häufig wegen der Nebenwirkungen die Ursache für erhebliche Auswirkungen auf nicht geplante Veränderungen des Bauzustandes, d. h. auch eine Hauptursache der Schadensauslösung sind. Die nachfolgenden Beispiele sind Erfahrungen des Autors und referenzieren in der Beschreibung auf die zum Zeitpunkt des Ereignisses geltenden Normen und Richtlinien. Auf eine Uminterpretation auf die aktuell geltenden Normen und Richtlinien wurde zugunsten einer höheren Anzahl der Beispiele und zur besseren Lesbarkeit verzichtet. Eine Übertragung auf die aktuell geltenden Normen und Richtlinien ist dem anwendenden Ingenieur überlassen.

Dr.-Ing. Horst Rahn

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Bewehrter Beton

Analog zu anderen Verbundwerkstoffen werden den Verbundpartnern Stahl und Beton jeweils spezifische Aufgaben zugewiesen.

José Luis Moro

10. Naturnahe Gestaltung – Methoden des naturnahen Wasserbaus und der Ingenieurbiologie

Eines der wichtigsten Ziele des naturnahen Wasserbaus ist es, einem Fließgewässer ausreichend Raum zu überlassen, so dass es sich durch Eigendynamik frei entwickeln kann. Lassen die bestehenden Randbedingungen eine freie Entfaltung nicht zu, muss der Mensch lenkend eingreifen. Der naturnahe Wasserbau bedient sich dabei der eigendynamischen Entwicklung oder solcher Bauweisen und Materialien, wie sie an der Stelle im Gewässer auch natürlich vorkommen könnten. Ein wesentliches Gestaltungselement sind dabei die ingenieurbiologischen Bauweisen, d. h. Bauweisen bei denen Pflanzen bzw. austriebsfähige Pflanzenbestandteile zum Einsatz kommen.

Heinz Patt

Kapitel 1. Projekte neu denken

Der Anteil der scheiternden Großprojekte ist skandalös hoch. Kosten laufen aus dem Ruder, Termine platzen, die Produktqualität lässt zu wünschen übrig. Wie sie zu führen sind, wird in der Fachwelt seit Jahren diskutiert. Nur basteln die meisten Vorschläge an Symptomen, zielen auf eine Perfektionierung eines überholten Systems. Projekte werden wie Uhrwerke konzipiert, die einmal aufgezogen, mechanisch ablaufen sollen. Es geht um Planung und Controlling, aber kaum um Diskontinuitäten und Rückkopplungen. Es geht um Rationalität und Exaktheit, aber kaum um Akteursinteressen und Handlungsspielräume. Es geht um neue Software, aber nur selten um das Management von Unsicherheit.Gibt es überhaupt „das“ Projekt? Wann sind Projekte „komplex“ und welche Wirkungen hat das auf ihr Management. Kann man ihre Ziele „objektiv“ erfassen oder gibt es dafür so viele Perspektiven und Interessen wie Akteure und Stakeholder? Die wichtigsten Rollen im Projekt - die des Initiators und des Projektleiters - werden analysiert. Im Systemkontext agieren sie als Beobachter, steuern die Interaktionen, bewerten die Handlungen der Akteure und treffen Entscheidungen zur Koordinierung des Gesamtablaufs.

Dietmar Lucht

Minderung bei Erhalt oder Austausch? Betrachtungen unter Nachhaltigkeitsaspekten

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile zum Modewort geworden. Gibt man in die Suchmaschinen im Internet z. B. den Suchbegriff „nachhaltige Produkte“ ein, erhält man bis zu 22,3 Millionen Treffer. Die inflationäre und häufig auch falsche Verwendung des Begriffs hat dazu geführt, dass in der breiten Bevölkerung ein falsches Verständnis darüber vorherrscht, was „Nachhaltigkeit“ eigentlich bedeutet. Dabei reichen die Wurzeln dieser Grundidee weit zurück.

Martin Oswald

VERZEICHNIS DER AUSSTELLER AACHEN 2018

Während der Aachener Bausachverständigentage wurden in einer begleitenden Informationsausstellung den Sachverständigen und Architekten interessierende Messgeräte, Literatur und Serviceleistungen vorgestellt:

Martin Oswald, Matthias Zöller

Kapitel 1. Sanierungsstrategien unter Berücksichtigung des Nutzungszyklus aus Sicht institutioneller Investoren

Bei Bauprojekten stehen in der Regel die Erstellung des Gebäudes und deren Kosten im Vordergrund. Nach dem Bezug des Gebäudes beginnen die Kosten für den Unterhalt. Die Unterhaltskosten (Betrieb, Instandsetzung, Erneuerung) machen einen grossen Teil der sogenannten Lebenszykluskosten (LCC) aus.

Marvin King, Michael Trübestein

Anlagen

Die Grundleistungen bei Umweltverträglichkeitsstudien können in vier Leistungsphasen unterteilt und wie folgt in Prozentsätzen der Honorare in Nummer 1.1.2 bewertet werden. Die Bewertung der Leistungsphasen der Honorare erfolgt

Springer Fachmedien Wiesbaden

4. Konstruktionen aus Lehmbaustoffen – Planung, Bauausführung und Bauüberwachung

Mit dem Nachweis ihrer Gebrauchstauglichkeit können Lehmbaustoffe zu Bauteilen und Konstruktionen verarbeitet werden.Gebäude aus Lehmbaustoffen müssen wie alle anderen Bauwerke allgemeinen konstruktiven, funktionellen und gestalterischen Anforderungen genügen und die Bedürfnisse der Nutzer voll erfüllen. Die Gebäudehülle muss eine optimale Verbindung zwischen den äußeren Umweltbedingungen und den Arbeits- und Lebensbedingungen im Haus sicherstellen.

Horst Schroeder

U6. Stetigförderer

Definition der Stetigförderer, Übersicht, Einteilung und Vorteile (s. U1, U1.1.3).Aus der stetigen Fördergutbewegung (eventuell mit wechselnder Geschwindigkeit oder im Takt) resultiert ein Gutstrom, durch dessen Stärke die Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Förderprinzipe und Fördermittel bestimmt wird. Für seine Berechnung ist die Kontinuitätsgleichung der Strömungslehre für inkompressible Medien $$ A_1 \cdot v_1 = A_2 \cdot v_2 = A_i \cdot v_i = I_\mathrm{V}$$ A 1 ⋅ v 1 = A 2 ⋅ v 2 = A i ⋅ v i = I V heranzuziehen, d. h. in der Zeiteinheit muss durch jede Förderquerschnittsfläche $$ A_i$$ A i das gleiche Gutvolumen transportiert werden. Wechselnde Gutstrom‐Querschnittsflächen $$ A_i$$ A i erfordern veränderte Fördergeschwindigkeiten $$ v_i$$ v i . In der Praxis wird nicht mit dem Differentialquotient $$ \dot{V}=\mathrm{d}V/\mathrm{d}t$$ V ˙ = d V / d t (augenblicklicher Volumenstrom) sondern mit dem mittleren Volumenstrom $$ I_\mathrm{V}$$ I V in m3∕s bzw. m3∕h gerechnet.Der im Betrieb erreichbare Nennvolumenstrom folgt aus der theoretisch möglichen Gutstrom‐Querschnittsfläche $$ A_\mathrm{th}$$ A th (konstruktiv bedingt), einem betriebsbedingten Füllungsgrad $$ \varphi$$ φ und der möglichen Fördergeschwindigkeit $$ v$$ v (stetiger Gutstrom, z. B. bei einem Gurtförderer, Bild 1 a): 1 $$ I_\mathrm{VN}=\varphi \cdot A_\mathrm{th} \cdot v\:. $$ I VN = φ ⋅ A th ⋅ v . Mit der Schüttdichte $$ \rho$$ ρ des Gutstroms ergibt sich der Nennmassenstrom: 2 $$ I_\mathrm{mN}= I_\mathrm{VN} \cdot \rho=\varphi \cdot A_\mathrm{th} \cdot v \cdot \rho\:. $$ I mN = I VN ⋅ ρ = φ ⋅ A th ⋅ v ⋅ ρ .

Prof. Dr.-Ing. Friedrich Krause, Prof. Dr.-Ing. Andre Katterfeld, Prof. Dr. mont. Franz Kessler, Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer, Prof. Dr.-Ing. Michael ten Hompel, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking, Prof. Dr.-Ing. Willibald A. Günthner

9. Baumaschinensteuerung – der ingenieurgeodätische Beitrag

Die Baumaschinensteuerung ist ein komplett interdisziplinäres Forschungsfeld, in dem neben Informatikern und Ingenieuren der Fachgruppen Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Elektrotechnik auch Geodäten, insbesondere Ingenieurgeodäten, aktiv sind. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Stand der Forschung in diesem höchst innovativen Einsatzbereich kinematischer Messtechnik. Die Autoren schlagen eine Brücke von der Standard-Absteckung über deren kinematische Realisierung hin zu einer vollautomatischen Regelung. Im Zentrum steht dabei die Integration der Messtechnik in den Ausführungsprozess der Bauprozesskette. Dynamische Modelle der Baumaschinen sowie deren Potenzial zur Automatisierung werden ebenso behandelt wie die Tauglichkeit der einzelnen Messsysteme für den Echtzeiteinsatz.

Volker Schwieger, Alexander Beetz

Kapitel 2. Verschiebungsmessungen

Verschiebungsmessungen im Baugrund, an den Fundamenten oder Bauteilen sind Spannungs- und Dehnungsmessungen immer vorzuziehen, weil sie erfahrungsgemäß eine größere Aussagekraft besitzen. Dies besonders deshalb, weil Verschiebungsmessungen meist eine Aussage über große Bauwerksteile abgeben, sozusagen integrierend messen, während Spannungsmessungen meist nur punktuelle Zustandsänderungen erfassen. Neben der Bestimmung der Verschiebungsgröße ist auch das zeitliche Verformungsverhalten des Gebirges von ausschlaggebender Bedeutung. Die Ausführung und Auswertung von Verschiebungsmessungen ist daher unerlässlich zur Überprüfung vorhandener sowie zur Entwicklung neuer Berechnungsverfahren, zur Vorhersage von Verformungsgrößen und zeitlichem Verformungsverhalten, um einen möglichen Schaden zu verhindern. Es steht ein umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung, um sowohl an der Oberfläche von Bauteilen, als auch in Bohrungen Verschiebungsmessungen vorzunehmen.

Edwin Fecker

Kapitel 13. Typ VII: Seelenlose Arbeitshäuser

‚Unser letzter Sozialordnungstyp ist ein guter alter Bekannter in der Industriesoziologie. Wir konnten uns manchmal des Eindrucks nicht erwehren, als seien bestimmte Betriebe dieses Typs direkt einem Lehrbuch für Industrie- oder Organisationssoziologie entsprungen. Der beflissene soziologische Betrachter findet hier alles, was ihm aus den theoretischen Standardwerken seiner Disziplin vertraut ist und der geschulte Organisationsexperte vieles, was sein Herz höher schlagen läßt.

Hermann Kotthoff, Josef Reindl

Kapitel 10. Typ IV: Integrative Bürgergesellschaften

Dieser Typ der Sozialordnung hat jeden Bezug zum autokratischen Paradigma abgestreift. Nichts ist mehr zu verspüren von den Gefühlswallungen und der Ergriffenheit der ‚Imperien und Patriarchate‘ und der ‚Wilden Ehen’. Die Hauptursache dafür ist, daß ein gänzlich anderer Unternehmertypus die Bühne betritt.

Hermann Kotthoff, Josef Reindl

Kapitel 1. Einführung

Dieses Lehrbuch soll Ihnen einen Einstieg in das modellbasierte Arbeiten mit iTWO ermöglichen. Dabei wird die Vorgehensweise für die Version iTWO 2017 vorgestellt. Andere Versionen – sowohl ältere als auch insbesondere jüngere – haben teilweise mehr, teilweise weniger Funktionen und die Orte von bestimmten Buttons, Befehlen und Reitern differieren teilweise in den unterschiedlichen Versionen.

Henriette Strotmann

4. Krane

Die Krane sind neben den Flurfördermitteln die wichtigste Gruppe der Unstetigförderer für die unstetige räumliche Förderung innerhalb eines begrenzten Arbeitsbereiches. Wegen der mannigfaltigen Ausführungen können in diesem Zusammenhang nur die wichtigsten Bauarten kurz besprochen werden. Der Brückenkran ist die am weitesten verbreitete Kranform für den Umschlag von Stückgütern in Werkstätten, Montagehallen und Lagern. Die Brücke, der meist im Freien arbeitenden Portalkrane, stützt sich über zwei Portalstützen auf den ebenerdig liegenden Kranschienen ab. Beim Kabelkran wird die Kranbrücke durch ein Tragseil ersetzt, auf dem eine Seilzuglaufkatze fährt. Das Tragseil wird zwischen zwei Stützen (Türmen) abgespannt, wobei in einem Turm die Winden für das Hub- und Fahrseil untergebracht sind. Der Drehkran nimmt im Gegensatz zum Brücken- und Portalkran die Last außerhalb seiner Unterstützungsfläche über einen auskragenden Ausleger auf. Fahrzeugkrane sind Straßen- oder Schienenfahrzeuge mit Hubeinrichtungen, die meistens drehbare Ausleger besitzen.

Rudolf Griemert, Peter Römisch

4. Fördersysteme

Fördermittel sind Arbeitsmittel für den innerbetrieblichen oder innerwerklichen Materialfluss und werden zum Verteilen, Sammeln (beim Kommissionieren), Sortieren und Puffern oder Zwischenlagern eingesetzt. Im Unterschied zu anderen Arbeits- oder Betriebsmitteln sind sie durch ihre Dynamik charakterisiert und erfüllen Aufgaben im Sinne einer Verkettung von funktional zusammenhängenden Bereichen wie bspw. Transporte zwischen einzelnen Arbeitsschritten, zwischen Lager und Produktion, von der Produktion zum Versand und andere mehr. Erst die Verknüpfung unterschiedlicher Fördermittel, die in verschiedenen funktionellen Bereichen eingesetzt werden, lässt in Verbindung mit Lager-, Kommissionier- und Sortier- und Verteilsystemen ein komplexes, intralogistisches Materialflusssystem entstehen.

Michael ten Hompel, Thorsten Schmidt, Johannes Dregger

Der Rechtsformenmangel der öffentlichen Hand. Eine ökonomische Fallstudie zu den rechtlich-institutionellen Hindernissen in öffentlichen Unternehmen am Beispiel des Flughafens Berlin Brandenburg (BER)

Das Kapitel untersucht die Frage des Rechtsformenmangels für Unternehmen der öffentlichen Hand anhand einer ökonomischen Fallstudie zum krisengeplagten Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Die These des Rechtsformenmangels besagt, dass es bestimmte volks- und betriebswirtschaftliche Konstellationen gibt, in denen keine der existierenden Rechtsformen für öffentliche Unternehmen die für einen profitablen Betrieb notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen bereitstellen können. In der Fallstudie wird untersucht, ob diese These auf den Flughafen Berlin Brandenburg zutrifft. Es wird der Frage nachgegangen, ob von der Rechtsform abhängige rechtlich-institutionelle Hindernisse dem erfolgreichen Erwerbsstreben der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH entgegengestanden und die problemlose Realisierung des Großbauprojekts verhindert haben. Unter Zuhilfenahme eines Vorschlages einer alternativen Rechtsform für öffentliche Unternehmen, die als gemeinwirtschaftliche Unternehmensverfassung bezeichnet wird, gilt es zu überprüfen, ob die rechtlich-institutionellen Anforderungen des untersuchten Unternehmens durch diese neue Rechtsform hätten besser erfüllt werden können. Die in der Fallstudie erarbeiteten Ergebnisse führen zu Erkenntnissen, die auch für die Rechtsformenwahl von anderen Unternehmen der öffentlichen Hand in Deutschland von Bedeutung sind.

Alexander Wulf

Kapitel 14. Arbeitsrecht

Das für diese Vertragsbeziehungen geltende Arbeitsrecht lässt sich unterteilen in das Individualarbeitsrecht, welches die rechtlichen Verhältnisse zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer regelt, und in das Kollektivarbeitsrecht, welches die rechtlichen Verhältnisse zwischen Koalitionen oder Vertretungsorganen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern regelt. Diesem materiellen Arbeitsrecht wird mit einer selbständigen Gerichtsbarkeit, der Arbeitsgerichtsbarkeit, Rechnung getragen. Die allgemeinen Vorschriften über die Zuständigkeit und insbesondere über den Gang des Verfahrens sind hierbei im Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG) geregelt.

Jochen Leis

VI. Die Sachverständigen-Vergütung (Entschädigung)

Die Vergütung des Sachverständigen richtet sich nach dem

Karl-Heinz Keldungs, Joachim Ganschow, Norbert Arbeiter

Kapitel 25. Führung am Ort der Wertschöpfung

Shopfloor Management steht für ein Führungsinstrument, welches das Führen am Ort der Wertschöpfung verfolgt. Die Elemente von Shopfloor Management sind neben einer produktionsnahen Führung die Kommunikation, die Visualisierung von Kennzahlen, der Problemlöseprozess und die standardbasierte Prozesskontrolle. Transparenz in der Führung und in den Prozessen unterstützt den Gedanken von Kaizen. Durch strukturierte Problemlösemethoden werden Problemursachen schnell erkannt und nachhaltig abgestellt.

Frank Bertagnolli

4. Besondere Aspekte des Kalkulationsprozesses

Dieses Kapitel behandelt besondere Aspekte des Kalkulationsprozesses. Zunächst wird die Vorgehensweise bei Änderungen des Bausolls anhand praktischer Beispiele behandelt. Es folgt die Ergänzung des Kalkulationsprozesses um die Risikokosten. Neben der Darstellung der Theoretischen Grundlagen folgt die Darstellung der Risikokalkulation für mittelständische Bau- und Generalunternehmer anhand eines praktischen Beispiels. Darauf aufbauend werden die Besonderheiten bei Baustellen im Ausland behandelt. Es folgt die Beschreibung der Besonderheiten der Kalkulation von Funktionsbau und GMP-verträgen sowie der Kalkulation von Lebenszykluskosten anhand von Puclic Private Partnerships. Der fünfte Unterabschnitt behandelt die Besonderheiten von Arbeitsgemeinschaften. Hier werden die grundlegenden Arbeitsgemeinschaften vorgestellt und deren Signifikanz im Bauwesen erläutert. Den Abschluss dieses Teils bildet ein Kapitel über Bausoftware. Neben der Erläuterung der Vorgehensweise von grundlegenden Software-Lösungen wird auch auf 3D-Modelierung und Building Information Modeling eingegangen und anhand dem Bau eines Stadions dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, M. Sc. Clemens Müller, Tilo Nemuth, M. Sc. Martin Oehmichen, Dr. Constanze Stuhr, Markus Rambach, Dr. Christoph Winter

5. Controlling

Ein funktionierendes Controllingsystem ist für die wirtschaftliche Abwicklung von Bauprojekten notwendig. Das nachfolgende Kapitel behandelt das Controlling von Bauprojekten als auch das Controlling von Unternehmen und Niederlassungen. Hierbei werden zuerst die Aufgaben und Zielstellungen des Bauprojekt-Controlling abgegrenzt und charakterisiert. Im Weiteren werden die Phasen, in welchen das Bauporjekt-Controlling Anwendung findet dargestellt und die Aufgaben während den einzelnen Phasen sowie die Methoden zur Bewähtligung dieser Anforderungen. In diesem Kontext werden die Planungsrechnung vor der Bauausführung sowie die Steuerung des Bauprojektes während der Bauausführung betrachtet. Im Zweiten Teil wird auf das Unternehmenscontrolling in mittelständischen Bauunternehmen eingegangen. Zu Beginn werden die Aufgaben, die Motivation sowie geeigente Führungsgrößen eines solchen Controlling dargestellt. Nachfolgend werden die Aufgaben sowie Optionen des operativen und strategischen Unternehmenscontrolling und deren Verzahnung beschrieben.

Prof. Dr. Ralf-Peter Oepen, Dr. Christian Keidel

2. Grundlagen der Kalkulation

Im folgenden Kapitel werden die für die Kalkulation wichtigsten betriebswirtschaftlichen Grundlagen gelegt. Diese beinhalten einen Unterabschnitt über die Ziele der Kalkulation, bei dem insbesondere auf die Zielkostenplanung eingegangen wird. Anschließend erfolgt die Erläuterung der wichtigsten betriebswirtschaftliche Kostenbegriffe wie Aufwand und Kosten sowie die Unterscheidung des Kostenbegriffs. Weiterhin wird auf die Kapitalkosten und die Kostenarten und die Verrechnung auf Kostenträger eingegangen. Es folgt eine Erläuterung des Baukontenrahmens und des Baukontenplans. Zu den Grundlagen gehört auch eine Erläuterung der häufigsten Bauvertragstypen der deutschen Baubranche. Darauf aufbauend wird noch auf die üblichen Kalkulationsweisen, die Methoden der Liquiditätsplanung eingegangen. Anschließend erfolgt die Erläuterung des Prozesses der Angebotskalkulation.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, Dr. Constanze Stuhr, Dr. Christoph Winter

3. Baubetrieb

Prof. Dr.-Ing. Alexander Malkwitz, M.Sc. André Thesing

13. Geotechnik

Prof. Dr.-Ing. Christian Moormann

17. Tunnelbau

Grundbegriffe des Tunnelbaus; Aufgaben und Grenzen der Erkundung, Risikomanagement; Gebirgsklassifizierung für konventionelle Vortriebe; Ingenieurgeologische Baubetreuung; Standfestigkeit und Tragverhalten des Gebirges; Bauweisen: offene Bauweisen, konventionelle Tunnelvortriebe, Tunnelvortriebsmaschinen (Einsatzmöglichkeiten); Ausbrucharbeiten bei konventionellem Tunnelvortrieb; Sicherungsarbeiten, Gebirgsvergütung; Baubehelfsmaßnahmen

Helmut Prinz, Roland Strauß

Lean Leadership

Die Führung in einer Lean Organisation unterscheidet sich von einer herkömmlichen Organisationsform in der weniger hierarchischen als mehr teamorientierten Herangehensweise. Ein Management Commitment von der obersten Führungsebene einer Organisation unterstreicht die neue Form der Führung und den Anspruch den Wandel hin zu einer Lean Organisation konsequent umzusetzen. Ziel des Lean Leadership ist es von einer Problem- zu einer Lösungsorientierung zu kommen und alle Mitglieder des Teams darauf hin zu trainieren nach einfachen und nachhaltigen Lösungen auf direktem Weg zu finden. Hindernisse werden gemeinsam identifiziert und aus dem Weg geschafft.

Christoph Marquardt

4. Rechtliche Rahmenbedingungen

Im nachfolgenden Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen, die bei der Durchführung einer Fassadenbaumaßnahme zu beachten sind, dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf dem privaten Baurecht, also dem Werkvertragsrecht, wobei die Darstellung dem üblichen Verlauf eines Bauvorhabens, also vom Angebot über den Vertragsschluss, die Bauabwicklung inklusive Vergütungsfragen, die Abnahme bis hin zu Gewährleistung/ Mängelansprüchen, folgt. Hiermit zusammenhängende Themenbereiche, wie die Vergabe, das Architektenrecht, das öffentliche Baurecht und das Bauproduktenrecht, werden ebenfalls angesprochen. Zudem wird die Durchsetzung von Ansprüchen bzw. ihre Abwehr im zivilprozessualen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten dargestellt, aber auch alternative Streitlösungsmechanismen werden vorgestellt.

RA Klaus-Peter Radermacher

9. Benchmarking-Initiativen im Überblick

In Kap. 9 sind die wesentlichen Anbieter von Immobilien-Benchmarking im deutschsprachigen Raum, deren Untersuchungsschwerpunkte bzw. durchgeführte Beispielprojekte und die wesentlichen Ergebnisse dargestellt. Die Anzahl der bedeutenden Anbieter ist überschaubar, da die Konzeption, Implementierung und der Betrieb eines IT-gestützten Immobilien-Benchmarkings eine umfangreiche Methoden- und Immobilienkompetenz und nicht unerhebliche Anfangsinvestitionen erfordern.Nur wenigen Unternehmen gelingt es deshalb, sich mit allein diesem Produkt dauerhaft am Markt zu etablieren. Es ist darüber hinaus zu erkennen, dass das Produkt Immobilien-Benchmarking in einigen Fällen nicht das Kerngeschäft der Unternehmen darstellt, sondern vielmehr als Teil des strategischen Geschäftsfeldes angeboten wird.Auf die individuellen Vorgehensweisen, die verwendeten Instrumente und Kosten für die Teilnahme wird in diesem Kapitel jeweils nach einer kurzen Unternehmensdarstellung bei den Anbietern und Produkten eingegangen.

Tilman Reisbeck, Lars Bernhard Schöne

Chapter 21. Public Private Partnership

Public Private Partnerships (PPP) – oder Öffentlich Private Partnerschaften (ÖPP) – haben sich mittlerweile erfolgreich als alternative Beschaffungsvariante und somit als ein mögliches Organisationsmodell für die Realisierung öffentlicher Projekte etabliert. PPP wird hierbei als langfristig angelegte öffentlich private Partnerschaft verstanden, wodurch bestimmte öffentliche Projekte effizienter realisiert werden können.

Hans Wilhelm Alfen

4. Unternehmensplanung und -politik der Bauunternehmung

Jede Unternehmung steht im Spannungsfeld zwischen konkurrierenden Wirtschaftsinteressen und gesellschaftlichen Kräften. Die Unternehmung ist als juristische Person an die Gesetze des Staatswesens gebunden und muß dennoch zwischen den einengenden Vorschriften und Verordnungen ihren eigenen Weg suchen, um in dem Spannungsfeld existieren zu können. Bild 4.1 zeigt schematisch die Kräfte, die auf eine Unternehmung einwirken können.

Professor Dr.-Ing. Reinhard Seeling

3. Wahl der Gesellschaftsform

Der Unternehmer muß mit der gewählten Rechtsform leben. Er kann sie nur von Zeit zu Zeit ändern, da jede Änderung erneut Kosten verursacht. Die Wahl der richtigen Unternehmensform kann für einen Bauunternehmer die maßgebliche Entscheidung über den Fortbestand des Unternehmens sein. Als Hauptfaktoren, die die Wahl der Unternehmensform beeinflussen, sind zu nennen: Erbfolge- und Nachfolgeregelungen,die Begrenzung des Haftungsrisikos undsteuerliche Überlegungen.

Professor Dr.-Ing. Reinhard Seeling

Baulärm

Das Kapitel handelt hauptsächlich von Baumaschinen und deren Einsatz auf Baustellen. Dabei werden vor Allem die relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit Baulärm in Deutschland dargestellt. Darüber hinaus werden Steuerungsmaßnahmen sowohl aus Deutschland als auch aus anderen Staaten im Vergleich gezeigt. Das Kapitel besteht nach der Einleitung aus drei Abschnitten. Der erste Abschnitt beleuchtet die Geräuschemissionen von Baumaschinen. Der zweite Abschnitt befasst sich mit Immissionen, die durch Baulärm hervorgerufen werden – sowohl am Arbeitsplatz als auch an Wohnorten in der Nähe von Baustellen. Der dritte Abschnitt führt schließlich Maßnahmen zur Minderung von Baulärm an. Dieses Kapitel ist an Entwickler von Baumaschinen, Bauplaner, Verwaltungsbehörden, Bauingenieure, Bauherren, durch Baulärm Belästigte und Bauunternehmer gerichtet. Es bietet aber auch jedem anderen Interessierten einen umfassenden Einblick in die wichtigsten Aspekte des Themas. Gleichzeitig verfügt das Kapitel über eine umfangreiche Literatursammlung, die jedem Leser zu Vertiefung der einzelnen Fachfragen empfohlen wird.

Christian Fabris, Benjamin Jäger, Olaf Tobias Strachotta

3. Mitwirkung bei der Vergabe

Die Grundleistung umfasst die Zusammenstellung aller Vergabeunterlagen und das anschließende Einholen von Angeboten. Dabei empfiehlt es sich, die Auswahl der Bieter im Einklang mit dem Bauherrn vorzunehmen, zumindest durch Vorlage einer Auflistung der einzuladenden Firmen, und seine Zustimmung zu erwirken.

Andreas Belke

3. Studentische Projekte konzipieren, planen, steuern und weiterentwickeln

Dieses Kapitel beschreibt die Konzeption, Planung und Steuerung von studentischen Projekten, sowie deren Weiterentwicklung. Dafür wird zunächst ein Konzeptionsprozess vorgestellt, in dem in sechs Schritten alle wesentlichen Fragen mit Hintergrundwissen und zahlreichen praktischen Beispielen aus Hochschulen und den unterschiedlichen Fakultäten beantwortet werden. Die Planung erstreckt sich auf die Akteure, deren Rollen und Aufgaben im Projekt, sowie organisatorische Aspekte und die Vermarktung der Projektarbeiten für die Hochschule. Ein Beispiel für die Planung der Ausgestaltung eines konkreten Projekts aufgrund der zu definierenden Zielkompetenzen wird gegeben. Um die Projekte zu steuern, bedarf es Koordination und ggf. Software, um die Transparenz zu halten. Hierfür werden Beispiele vorgestellt und Empfehlungen ausgesprochen. Eine Weiterentwicklung findet über Reviews und Evaluationen statt, aber auch der kollegiale Austausch sowie Weiterbildungsmaßnahmen der Lehrenden sind wichtig, auch dafür werden Möglichkeiten aufgezeigt.

Claudia Stöhler, Claudia Förster, Lars Brehm

18. Schriftenverzeichnis

Die Anwendung der in den verschiedenen Teilen des Buches besprochenen geotechnischen Verfahren müssen die Vorgaben amtlicher Werke beachten. Hierzu gehören die Rechtsvorschriften der Europäischen Union, die Gesetze des Bundes und der Länder, Verordnungen, Richtlinien, Vorschriften, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Gerichtsentscheidungen einschließlich der amtlich verfassten Leitsätze. Durch solche amtliche Werke sind auch die Anforderungen an Untersuchungen, Bewertungen, Maßnahmen sowie Grenzwerte geregelt. Für unterschiedliche Arbeitsbereiche bestehen Richtlinien und Vorschriften.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

8. Erdbau – Bauen in und mit Erde

Erdbauwerke können bei ausreichend tragfähigem Untergrund direkt über der Aushubsohle aufgetragen werden. Die Anforderungen an den Untergrund von Erdbauwerken sind in den „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau“ (ZTV E-StB 09) festgelegt. Erdbau und Grundbau auf wenig tragfähigem und/oder weichem Untergrund verlangen nach besonderen Bauweisen, die das Herstellen standfester Bauwerke gewährleisten. Geringe Lagerungsdichte, hoher Wassergehalt, hohe Anteile an organischer Substanz und ungünstiger Schichtaufbau im Untergrund sind häufige Befunde.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

8. „Dann waren sie plötzlich da … “ – Entwicklung betrieblicher Integrationskompetenz für ausländische Fachkräfte – das Beispiel eines Agrarunternehmens

Bei der Suche nach geeigneten Fachkräften richten Betriebe den Blick zunehmend auf zugewanderte und geflüchtete Menschen aus anderen Kulturkreisen. Neben der Kompetenzerfassung und fachlichen Einbindung wird Integrationskompetenz der Führungskräfte und Beschäftigten notwendig. In dem Beitrag geht es um Voraussetzungen guter Einbindung ausländischer Beschäftigter sowie um Aufgaben und Unterstützungsleistungen betrieblicher Integration. Basierend auf qualitativen Analysen, Interviews und Evaluationen werden Handlungsanleitungen zu einem sensiblen Integrationsprozess gegeben. Im Resümee steht die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Betriebe mit ausreichender Unterstützung und eigener engagierter Teilhabe eine herausragende Rolle spielen können. So kann betriebliche Integration gelingen.

Bettina Wiener, Susanne Winge

6. Aufmaß und Abrechnung

Die Leistungsphase 8 der HOAI umfasst zwei Grundleistungen, die für die Aufstellung von Aufmaßen und die Durchführung der Abrechnung relevant sind. Dies sind: - das gemeinsame Aufmaß mit den ausführenden Unternehmen, - und die Rechnungsprüfung einschließlich der Prüfung der Aufmaße der bauausführenden Unternehmen. Die Leistungen zur Aufstellung eines gemeinsamen Aufmaßes und die Prüfung der darauf basierenden Abrechnung sind unmittelbar miteinander verbunden. Die wesentliche Aufgabe beider Leistungen besteht darin, Klarheit über die tatsächlich erbrachten Bauleistungen zu schaffen und die entsprechende, vertraglich vereinbarte Vergütung korrekt zu ermitteln.

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla

Ökologische Sanierung eines naturschutzfachlich hochsensiblen, niedermoorgeprägten Tieflandflusses

Großflächige ökologische Fließgewässersanierungen im Niedermoorbereich sind technologisch schwierig durchzuführen und bedürfen wegen der zahlreichen geschützten Lebensräume und Arten einer intensiven naturschutzfachlichen Betreuung. An einem naturschutzfachlich hochsensiblen Abschnitt der „Nebel“ ist auf einer Länge von ca. 2,5 km eine solche Sanierung durchgeführt worden.

Dr. Volker Thiele, Dipl.-Ing. Klaudia Lüdecke, Dr. Ralf Koch

3. Terminplanung

Neben der Frage nach den Baukosten sind der Fertigstellungstermin und dessen Einhaltung für jeden Bauherrn von zentraler Bedeutung. Gemäß HOAI obliegt dem auftraggeberseitigen Bauleiter die Koordinationspflicht aller Leistungen. Daher liegt die Terminplanung sowohl aller planungsrelevanten Themen, das heißt die Koordination aller Planungsbeteiligten wie z. B. des Statikers, der haustechnischen Planung und der Sonderfachleute als auch die Koordination der baubetrieblichen Abläufe, während der Bauvorbereitung und der Bauausführung in seiner Verantwortung. Welche Pflichten ergeben sich hieraus im Einzelnen in Bezug auf die Terminplanung für den Bauleiter und welche Leistungen sind durch die ausführenden Firmen zu erbringen?

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla

2. Einführung in die Immobilienwirtschaft

Abgrenzung der Planungs- und Bauökonomie von der Immobilienökonomie

Dieses Kapitel behandelt die Abgrenzung der Planungs- und Bauökonomie von der Immobilienökonomie. Die Planungs- und Bauökonomie versteht sich als Wirtschaftslehre aus Sicht der Bauherren, während die Immobilienwirtschaft sich als wissenschaftliche Disziplin begreift. Der größte Überschneidungsbereich liegt vor der eigentlichen Planung: in der „Leistungsphase 0“. Die dritte wissenschaftliche Disziplin in der ökonomischen Betrachtung von Planen, Bauen und Nutzen von Immobilien ist die Baubetriebslehre. Weiterhin wird die ökonomische Definition eines Gebäudes im Verständnis der Immobilienwirtschaftslehre behandelt. Der wirtschaftliche Charakter einer Immobilie wird durch ihre Nutzung begründet. Immobilen sind in der Lage, einen stetigen Cashflow zu erzeugen. Die Bedeutung von Stakeholdern und den an der Planung von Beteiligten wird erörtert.

Von Kristin Wellner

Chapter 36. Supply Chain Tracking im BIM Modell

Die Digitalisierung hält mit der Methodik des Building Information Modelling (BIM) im Bauwesen zunehmend Einzug. Unterstrichen wird diese Entwicklung mit der Herausgabe des Stufenplans für digitales Planen und Bauen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

A. J. Spengler, Prof. Dr. A. Malkwitz, J. Ehlers, A. Thesing

7. Ausschreibung von Bauvorhaben VOB und Leistungsbeschreibung

Dieses Kapitel stellt die praktisch relevanten Tätigkeiten eines Architekten bezüglich Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung während der Realisierung eines Bauprojektes vor. Thema sind Architektentätigkeiten der Leistungsphasen 6 bis 9 der HOAI. Der Autor beschreibt Aufbau und Inhalt der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB). Im weiteren Verlauf wird der Aufbau von Ausschreibungsunterlagen dargestellt. Arten, Funktionen und Anforderungen der Leistungsbeschreibung werden dezidiert erläutert. So wird ihre dreifache Funktion bei der Ausschreibung und Auftragserteilung von Bauleistungen erörtert. Der Leser erhält überdies einen Einblick in Positionstexte, Mutterleistungsverzeichnisse, Standardleistungsbücher und AVA-Programme, die zur EDV-Unterstützung der Leistungsbeschreibung verwendet werden können

Von Jan Kehrberg

17. Ausgewählte Signale und Signalsysteme

Signale wurden mit Beginn des Eisenbahnbetriebs als Kommunikationsmittel zwischen ortsfesten Betriebsstellen, z. B. Stellwerken, und Triebfahrzeugführern geschaffen. Signale übermitteln Informationen, die für das Betriebspersonal von Bedeutung sind. Die Signaltechnik hat sich im Laufe der Zeit von mechanisch bedienten Formsignalen über elektrisch bediente Form‐ und Lichtsignale bis zum elektronisch gesteuerten Betrieb und zu elektronisch unterstützten Betriebsleitsystemen gewandelt.Es wird hauptsächlich zwischen Formsignalen und Lichtsignalen unterschieden. Es gibt aber auch manuelle und akustische Signale.Die Signale für Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs sind in der Eisenbahn‐Signalordnung (ESO, auch in Richtlinie 301 – Signalbuch – der DB [2]) aufgeführt. Abweichungen von der ESO können der Bundesminister für Verkehr für bundeseigene Bahnen und die zuständigen obersten Verkehrsbehörden für nichtbundeseigene Eisenbahnen zulassen.Ausgewählte Signale werden beschrieben und erläutert. Zugsicherungssysteme sowie Stellwerks- und Betriebsleitstellentechnik sind in geraffter Darstellung ergänzend aufgezeigt.

Reinhard Menius, Volker Matthews

3. Mitwirkung bei der Vergabe

Die Grundleistung umfasst die Zusammenstellung aller Vergabeunterlagen und das anschließende Einholen von Angeboten. Dabei empfiehlt es sich, die Auswahl der Bieter im Einklang mit dem Bauherrn vorzunehmen, zumindest durch Vorlage einer Auflistung der einzuladenden Firmen, und seine Zustimmung zu erwirken.

Andreas Belke

Chapter 4. Baustelleneinrichtung bei speziellen Baustellentypen

Unter „speziellen Baustellentypen“ sollen nachfolgend solche Baustellen verstanden werden, die keine Hochbaubaustellen sind.

Rainer Schach, Jens Otto

Chapter 2. Elemente der Baustelleneinrichtung

Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung einer Baumaßnahme ist die richtige Auswahl der einzelnen Elemente der Baustelleneinrichtung in ihrer Art und Dimension. Dabei müssen die gegenseitigen Abhängigkeiten der Elemente untereinander, aber auch die Abhängigkeiten zu den gewählten Bauverfahren sowie zum Bauwerk und der Umwelt beachtet werden, um insbesondere eine schnelle und sichere Bewegung von Gütern und Personen auf der Baustelle und die optimale Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze sicherzustellen.

Rainer Schach, Jens Otto

Chapter 3. Daten, Informationen, Wissen und BIM

Die Qualität von Daten und Informationen bildet die Ausgangsbasis für genaue Berechnungsergebnisse und fundierte Entscheidungsgrundlagen. Daten, Informationen und Wissen bilden das Grundgerüst für die systematische Berücksichtigung von Unsicherheiten im Chancen- und Risikomanagement. Dieses Kapitel beschreibt anhand der Wissenstreppe nach North die Entwicklung von singulären Daten und Informationen hin zu Wissen und letztendlich zum entscheidenden Erfolgsfaktor, der eine einzigartige Stellung am Markt ermöglicht. Wissen wird nur dann vermittelt, wenn Daten und Informationen systematisch vernetzt sind und im Kontext von Erfahrungen und Erwartungen stehen. Beleuchtet wird die Rolle des Informationserzeugers, der maßgeblich bestimmt, in welcher Qualität und Quantität die Informationen dem Nutzer zur Verfügung stehen. Jedes noch so gute BIM-Modell benötigt für die Simulation von Bauzeiten und Baukosten hochqualitative Daten mit den dazugehörigen Informationen (z.B. Entstehung, Randbedingungen). Erst dann ist mit BIM-Modellen der größtmögliche Nutzen für alle Projektphasen und -beteiligten sowie in weiterer Folge für den gesamten Lebenszyklus eines Bauobjekts zu erzielen.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 8. Einfluss der Projektvorlaufzeit und der Bauzeit auf die Projektziele

Qualität, Zeit, Kosten, Quantität, Störungsanfälligkeit und Prozessqualität stellen für jedes Projekt die maßgebenden Entscheidungs- bzw. Gestaltungsvariablen dar, welche genauer analysiert werden müssen, um ein Bauobjekt ausreichend bewerten zu können. Im Kapitel wird die Bedeutung der Projektvorlaufzeit und der veranschlagten Bauzeit für den Projekterfolg hervorgehoben. Sind die Zeiten zu kurz, entstehen Produktivitätsverluste, Störungen, Fehler, Qualitätseinbußen und Mehrkosten. Die Grundlagen zum Produktionssystem und zur Produktivität werden ausführlich dargestellt. Besonders wird auf den Zusammenhang zwischen Bauzeit und Produktivität eingegangen.Quantitativ wird gezeigt, welche Auswirkungen auf die Produktivität zu erwarten sind, wenn die Bauzeit, im Vergleich zu einer ‚normalen‘ Bauzeit, zu lang oder zu kurz vorgegeben wird. Weiters werden die Folgenfür die Baukosten betrachtet, wenn von der ‚normalen‘ Bauzeit abgewichen wird. Eine ‚normale‘ Bauzeit liegt dann vor, wenn die Art, Anzahl und Kombination der Produktionsfaktoren dazu geeignet ist, den Baubetrieb auf der Baustelle ohne Überschreitung von Grenzen zu Produktivitätsverlusten wie geplant umzusetzen.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 10. Anwendungsbeispiele – Auftragnehmer

Die Monte-Carlo-Simulation wird auf Aufgabenstellungen aus der Praxis für die Sphäre des Auftragnehmers angewendet. Die gezeigten Methoden und Anwendungsschemata können in adaptierter Form auf die Aufgabenstellungen der Auftraggeber bzw. in ihrer grundsätzlichen Struktur auch von anderen am Bau beteiligten Akteuren angewendet werden.Folgende Beispiele im Buch sind in erster Linie für die Sphäre des Auftragnehmers ausgearbeitet:Ausführungsvorbereitung (PPH 3)Mengenunsicherheiten/MischpreiskalkulationMakrobetrachtung für die Anzahl der ArbeitskräfteErmittlung der erforderlichen GeräteanzahlChancen- und RisikoregisterBauzeitermittlungGrober VerfahrensvergleichGrobe VorhaltemengenermittlungKalkulation (Nullkalkulation)Beurteilung des KalkulationsrisikosPreisermittlung für das AngebotAusführung (PPH 4)Logistik/Anzahl der TransporteAbstimmung von GerätekettenVerdichtungsleistung im ErdbauVerfahrensauswahlFertigungsablaufplanungLagerhaltung von BaustoffenAggregation von ProduktivitätsverlustenErmittlung der VorhaltemengenBeschaffungsoptimierungTrendanalyseEinflüsse der WitterungMehrkostenermittlungÜbergeordnetes Portfoliomanagement

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 7. Anwendung von Monte-Carlo-Simulationen

Die Voraussetzungen und Grundlagen für die praxisnahe Anwendung sowie der zielgerichtete und nutzbringende Einsatz von Monte-Carlo-Simulationen stehen im Zentrum dieses Kapitels. Es wird klar herausgearbeitet, dass die Anwendung nur dann einen Mehrwert bringt, wenn ‚realitätsnahe‘ Verteilungsfunktionen mit projektspezifisch relevanten Eingangswerten für die unsicheren Inputparameter eingesetzt werden. Steht eine kontextbezogene Datenbasis aus der Praxis (Empirie) zur Verfügung, ist mittels Datenfitting eine direkte Überführung in eine Verteilungsfunktion möglich und die Ergebnisse zukünftiger Simulationen weisen ein höheres Aussageniveau auf. Aus der Baupraxis explizit abgeleitete Verteilungsfunktionen für Aufwandswerte sowie für Mengenabweichungen werden angeführt und kommentiert. In gleicher Weise erfolgt eine Darstellung und Erläuterung von Korrelationskoeffizienten für die Eingangsparameter zur Berechnung des Gesamt-Aufwandswerts für Stahlbetonarbeiten. Neben der richtigen Modellierung und realitätsnahen Auswahl der Verteilungsfunktionen sowie deren Eingangswerten wird auf die so wichtige Interpretation der Simulationsergebnisse eingegangen. Abschließend wird hervorgehoben, dass die aus einem Histogramm gewählte Bezugsbasis (Wert) in weiterer Folge das damit eingegangene Chancen-Risikoverhältnis repräsentiert.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 2. Grundlagen

Die vertiefte Betrachtung der Grundlagen zu den Themen Chancen, Risiken und Unsicherheiten bietet eine fundierte Basis für das einheitliche Verständnis der Materie und der damit verbundenen Zusammenhänge. Für alle Entscheidungen, die auf Zahlenwerten basieren, hat die gewählte Bezugsbasis eine zentrale Bedeutung. Mit der Entscheidung für einen Wert wird das damit eingegangene Chancen-Risikoverhältnis determiniert. Im vorliegenden Buch nimmt das Chancen-Risikoverhältnis eine zentrale Stellung in der systematischen Betrachtung von Leistungen, Projekten oder Projektportfolios ein. Mit zunehmender Konkretisierung von Projekten werden die Randbedingungen eindeutiger spezifiziert. Trotzdem bleiben Unsicherheiten für die Aussagen über die Zukunft, die in Form von Kalkulationen und Berechnungen getätigt werden, bestehen. Der Grad der Zuverlässigkeit von Aussagen über Zeiten und Kosten für zukünftige Ereignisse hängt wesentlich von der eingesetzten Methodik sowie der Qualität der verwendeten Daten und Informationen ab. Die vermittelten Grundlagen zur Stochastik bilden das fachliche Fundament für die richtige – und damit erst nutzbringende – Anwendung der Monte-Carlo-Simulation.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 6. Grundlagen der Monte-Carlo-Simulation

Studierende, Forscher und besonders Praktiker sehen in wahrscheinlichkeitstheoretischen Berechnungen oftmals eine – scheinbar unüberwindbare – mathematische Herausforderung und lassen sich deshalb von deren Anwendung abschrecken. Im Kapitel wird dem entgegenwirkend zunächst der Unterschied zwischen der Monte-Carlo-Methode und -Simulation verdeutlicht und die Monte-Carlo-Simulation in die Teilbereiche der Mathematik eingeordnet. Weiters erfolgt die wichtige Differenzierung zwischen Iteration und Szenario. Es wird grundlegend unter Berücksichtigung von Zusammenhängen gezeigt, wie die Monte-Carlo-Simulation funktioniert und wie sie sinnvoll und systematisch angewendet werden kann. Ausgangsbasis bildet ein mathematisches Vorverständnis und das für die jeweilige Problemstellung erstellte Berechnungsmodell. Die Basiskenntnisse, die dem Verständnis der nachfolgenden Kapitel dienen und zum Mitdenken und eigenständigen Anwenden anregen, werden anhand von Beispielen vermittelt. Bandbreiten, Verteilungsfunktionen sowie Korrelationen haben für die Monte-Carlo-Simulation entscheidende Bedeutung. Die Auswirkungen unterschiedlicher Verteilungsfunktionen und Korrelationen auf die Ergebnisse werden veranschaulicht und interpretiert. Wie bei allen Softwareprogrammen hängt die Qualität der Berechnungsergebnisse vom Know-how und besonders Know-why der Anwender ab.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 1. Einleitung

Ein ökonomisch geführter Baubetrieb erfordert die optimierte Kombination der Produktionsfaktoren. Besonders auf die Bauzeiten und Baukosten nimmt die Auswahl sowie die Art und Weise wie die Produktionsfaktoren miteinander kombiniert werden einen großen Einfluss. Die dazugehörigen Berechnungsansätze sind von Unsicherheiten geprägt, die mit dem Grad der Komplexität und der fehlenden Detailierungstiefe des Bauprojekts zunehmen. Der systematische Umgang mit Unsicherheiten ist daher wesentlich für den Projekterfolg. Es werden die Grundlagen zur Anwendung der Monte-Carlo-Simulation, womit Unsicherheiten stochastische Berücksichtigung finden, beschrieben und deren Nutzen anhand von Praxisbeispielen für verschiedene Projektphasen gezeigt. Der Einsatz der vorgestellten Methoden und Werkzeuge hilft bei der Bewertung und Analyse unsicherer Berechnungsparameter und erleichtert die Entscheidungsfindung. Die Inhalte richten sich besonders an Auftraggeber und Auftragnehmer, Sachverständige, Wissenschaftler, Studierende und baubetrieblich und bauwirtschaftlich interessierte Projektbeteiligte. Die Grundlagenkapitel sind aber nicht nur für Akteure des Bauwesens von Interesse, sondern aufgrund der Universalität mathematischer und statistischer Methoden für darüber hinausgehende Anwendungsmöglichkeiten relevant.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 4. Chancen- und Risikomanagement

Die Förderung des chancen- und risikobasierten Denkens, das eine wertvolle Basis des effizienten und effektiven Handelns darstellt, steht im Fokus des Kapitels. Das Chancen- und Risikomanagement offeriert ein Repertoire an Werkzeugen und Methoden, um in effizienter Weise die Chancennutzung zu optimieren und Risiken zu bewältigen. Auf übergeordneter Ebene können damit die Unternehmensziele verfolgt werden, während untergeordnet die Projektziele effizient und effektiv erreicht werden können. Das Chancen- und Risikoverhalten der Akteure bestimmt die Anzahl der Aufträge, die einerseits akquiriert und andererseits wirtschaftlich erfolgreich abgewickelt werden. In der Makrobetrachtung bezieht sich das Chancen- und Risikomanagement auf die gesamte Organisation und in der Mikrobetrachtung auf einzelne Projekte. Für einen zeitnahen Überblick über die Kostensituation wesentlicher Projekte ist zwischen den beiden Betrachtungsebenen ein Projektportfoliomanagement zu implementieren. Primäres übergeordnetes Ziel ist die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs bzw. der Unternehmensexistenz. Für die erfolgreiche Anwendung eines zielorientierten und systematischen Chancen-Risikomanagementprozesses werden im Kapitel Regelkreise dargestellt und beschrieben.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 9. Anwendungsbeispiele – Auftraggeber

Die Monte-Carlo-Simulation wird auf Aufgabenstellungen aus der Praxis für die Sphäre des Auftraggebers angewendet. Die gezeigten Methoden und Anwendungsschemata können in adaptierter Form auf die Aufgabenstellungen der Auftragnehmer bzw. in ihrer grundsätzlichen Struktur auch von anderen am Bau beteiligten Akteuren angewendet werden.Folgende Beispiele im Buch sind in erster Linie für die Sphäre des Auftraggebers ausgearbeitet:Projektvorbereitung (PPH 1)Developer-RechnungLebenszykluskostenbetrachtungenPlanung (PPH 2)LebenszykluskostenberechnungenBaugrundanalyseKostenschätzung/-berechnungAusführungsvorbereitung (PPH 3)KostenanschlagBauzeitermittlungAngebotsanalyseVergabeentscheidungAusführung (PPH 4)TrendanalyseÜbergeordnetes Portfoliomanagement

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 5. Methoden des Chancen- und Risikomanagements in den Projektphasen

Um komplexe Systeme zu verstehen, zu beschreiben und zu beherrschen ist eine Differenzierung in Teilsysteme, die anhand logischer Beziehungen verknüpft sind, essenziell. In der Bauwirtschaft kann dies anhand der Einteilung in Projektphasen für die Vorbereitung, Bauausführung und den Betrieb von Bauwerken realisiert werden. Im Kapitel werden die in der Praxis weit verbreiteten fünf Projektphasen (PPH) vorgestellt, die in weiterer Folge mit den im Buch gezeigten Praxisbeispielen in Beziehung gesetzt werden (Anwendung auf PPH 1 bis PPH 4). In frühen Projektphasen sind die Bandbreiten von Werten für Mengen-, Produktivitäts- und Kostenansätze höher, da hier noch mit einer größeren Anzahl von möglichen Einflussfaktoren auf das Gesamtprojekt zu rechnen ist. In späteren Projektphasen wird das Bauprojekt immer konkreter (zunehmende Planungstiefe) und die Beeinflussbarkeit durch den Auftraggeber sinkt. Basierend auf unsicheren Parametern und Zahlenwerten oder nur groben Schätzungen sind Entscheidungen zu treffen. Mit der Anwendung der Monte-Carlo-Simulation wird der systematische Umgang mit Unsicherheiten ermöglicht.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

7. Geokunststoffe

In der Geotechnik und im Wasserbau finden zunehmend neue Baumaterialien aus Kunststoffen, sogenannte Geokunststoffe, ihre Anwendungsbereiche. Sie ersetzen herkömmliche Baustoffe und erschließen neue Möglichkeiten, z. B. die Bodenbewehrung. Die Vielfalt des Materialangebotes macht es dem Ingenieur nicht immer einfach, die Geokunststoffe richtig einzusetzen. Nachfolgend wird auf die Materialien, die Wirkungsweise, Einsatzbereiche und Materialprüfungen eingegangen. Des Weiteren werden für die Planung Hinweise für die Auswahl der Materialien gegeben.

Hans-Henning Schmidt, Roland Fritz Buchmaier, Carola Vogt-Breyer

21. Sicherung bestehender Bauwerke

Ausschachtungen und Gründungsarbeiten neben bestehenden Bauwerken sowie Unterfangungen bestehender Bauwerksteile müssen so geplant und ausgeführt werden, dass die Standsicherheit dieser Gebäude gewährleistet bleibt und dass diese keine schädlichen Bewegungen erleiden. Es müssen also für die bestehenden Bauwerke die Grenzzustände der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit vom Planenden der neuen Baumaßnahme nachgewiesen werden.Zunächst wird auf die Regelausführungen bei unmittelbarer Nachbarbebauung gemäß DIN 4123 und die dabei erforderlichen Nachweise eingegangen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Unterfangungen bestehender Gebäude. Im Weiteren werden Unterfangungen mittels Injektionen und dem Düsenstrahlverfahren sowie Unterfangungen mit Verbauten und Pfählen behandelt. Schließlich werden zwei Beispiele für tunnelartige Unterfahrungen beschrieben.

Hans-Henning Schmidt, Roland Fritz Buchmaier, Carola Vogt-Breyer

Internationaler Personaleinsatz in der Europäischen Union – Chancen für das deutsche Zeitarbeitsmodell

Der vorliegende Beitrag ordnet zunächst das deutsche Zeitarbeitsmodell im europäischen Rechtskontext ein und stellt dabei dessen Spezifika heraus. Es werden sodann die Faktoren aufgezeigt, die zu einer verstärkten Anwendung deutscher Zeitarbeitstarifverträge durch ausländische Personaldienstleister führen. Sodann wird die begrenzende Funktion der EU-Zeitarbeitsrichtlinie und deren Interpretation durch den EuGH in Bezug auf regulatorische Maßnahmen der Mitgliedsstaaten am Beispiel des Bauhauptgewerbeverbots sowie des Ausländerbeschäftigungsverbots dargestellt. In einem dritten Teil schließlich skizziert der Autor die Anforderungen grenzüberschreitender Arbeitnehmerüberlassung. Beleuchtet werden in diesem Zusammenhang die Zulassung von Zeitarbeitsunternehmen innerhalb der Europäischen Union, die Mindestarbeitsbedingungen, die Regeln des EU-Sozialversicherungsabkommens, die Lohnbesteuerung gemäß den Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung sowie die europarechtliche Anerkennung seitens EU-Mitgliedstaaten erteilter Arbeitserlaubnisse im Rahmen von Entsendungen (Vander-Elst-Rechtsprechung).

Stefan Sudmann

14. Die Betriebsabrechnung als traditionelle Form des betrieblichen Rechnungswesen

Zur Leistungserstellung sind Ressourcen erforderlich. Ressourcen sind eine „abgrenzbare Gattung bzw. Einheit von Personal, Finanzmitteln, Sachmitteln, Informationen, Naturgegebenheiten, Hilft‐ und Unterstützungsmöglichkeiten, die zur Durchführung oder Förderung von Vorgängen, Arbeits‐paketen oder Projekten herangezogen werden können“ (Deutsches Institut für Normung e. V. 2009, S. 17). Bedeutend ist im Zusammenhang mit der zunehmenden Diskussion von Nachhaltigkeitsaspekten im Bauumfeld, dass Ressourcen nur begrenz zur Verfügung stehen. Anzahl oder Menge von Ressourcen einer bestimmten, oder mehrerer Ressourcenarten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines Zeitraums erforderlich ist, wird als Ressourcenbedarf bezeichnet (vgl. Deutsches Institut für Normung e. V. 2009, S. 17). In Wert‐ oder Mengeneinheiten lassen sich Ressourcen beschreiben und für einen Zeitpunkt oder Zeitraum disponieren.In der Betriebswirtschaftslehre werden diese Ressourcen auch Produktionsfaktoren genannt und üblicherweise in Elementarfaktoren unterteilt, nämlich menschliche Arbeitsleistungen, Betriebsmittel und Werkstoffe.„Menschliche Arbeitsleistungen, Betriebsmittel und Werkstoffe sind produktive Faktoren. Da sie die Elemente darstellen, aus denen der Prozess der betrieblichen Leistungserstellung besteht, sollen sie als betriebliche Elementarfaktoren bezeichnet werden. […]

Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko Meinen

2. Baubeteiligte bei der Ausführung einzelner Aufgaben

An dieser Stelle wird nur ein allgemeiner Überblick über die Baubeteiligten bei der Ausführung einzelner Aufgaben gegeben. Die Unterordnung der Beteiligten zu den einzelnen Projektphasen bedeutet nicht, dass diese Gruppen innerhalb eine anderen Projektphase nicht vertreten sind. Es soll damit jedoch die besondere und in vielen Fällen unverzichtbare Rolle in diesem Zeitraum des Bauprojektes zum Ausdruck gebracht werden.Im Abschn. 5.3 wird ausführlicher auf die einzelnen Gruppen der Aufgabenträger als die Anbieter von Leistungen am Baumarkt eingegangen.

Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko Meinen

Nassraumabdichtung (AIV): Probleme mit neuen Materialien und Ausführungsdetails

In Fachkreisen ist es bereits bekannt und wird auf der Basis der Vorentwürfe bereits heftig diskutiert – die neue Abdichtungsnorm. Diese soll Anfang 2017 als Komplettpaket veröffentlicht werden und in Kraft treten.

Dipl.-Ing. Mario Sommer

Auswirkungen der EnEV 2016 – Sind die Grenzen des sinnvoll Machbaren erreicht?

Die globale Erwärmung durch von Menschen verursachte Treibhausgas-Emissionen, die Zunahme von extremen Wetterereignissen und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen haben zur Folge, dass dem Klimaschutz mittlerweile eine große Bedeutung beigemessen wird.

M.Eng. Dipl.-Ing. Martin Oswald

Wortlaut: Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – HOAI) Vom 10. Juli 2013

Diese Verordnung regelt die Berechnung der Entgelte für die Grundleistungen der Architekten und Architektinnen und der Ingenieure und Ingenieurinnen (Auftragnehmer oder Auftragnehmerinnen) mit Sitz im Inland, soweit die Grundleistungen durch diese Verordnung erfasst und vom Inland aus erbracht werden.

Rudolf Jochem, Wolfgang Kaufhold

Kommentar: Vorbemerkungen

Seit 1950 galt die Gebührenordnung für Architekten (GOA) im Wesentlichen unverändert als Höchstpreisverordnung. Mit Inkrafttreten der ersten HOAI 1977 am 01.01.1977 wurde sie aufgehoben und abgelöst. Für Architektenleistungen bei raumbildenden Ausbauten und Freianlagen, städtebaulichen und landschaftsplanerischen Leistungen sowie Ingenieurleistungen für Tragwerksplanung wurde mit der HOAI erstmals ein Honorarrecht auf gesetzlicher Grundlage geschaffen.

Rudolf Jochem, Wolfgang Kaufhold

6. Kostenplanung in der Planungsphase

Bauwerke sind Resultate der Erfüllung von Bauherrenbedürfnissen. Sie sollen definierte life-cycle-orientierte Kosten-Nutzen-Strukturen ergeben. In einem solchen Kosten-Nutzen-Prinzip spielen der Standort der baulichen Anlage, ihre technische und architektonische Qualität sowie die Bau-, Nutzungs- und Rückbaukosten zur Sicherstellung der Finanzierbarkeit und der privaten respektive volkswirtschaftlich längerfristigen Rendite eine entscheidende Rolle.Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten für Bauprojektanstösse [1]:Die Projektinitiierung aufgrund eines Nutzungsbedarfs dient der Erfüllung konkreter Bedürfnisse eines Bauherrn. Für den Bedarf einer Nutzung sind ein geeigneter Standort und die Finanzierung zu sichern. Wird ein Projekt aufgrund eines vorhandenen Standorts initiiert, so geht dies in der Regel auf die Absicht des Eigentümers zurück, sein Grundstück durch eine höherwertige Nutzung rentabler zu machen. Für eine erfolgreiche, Gewinn versprechende Projektrealisierung gilt es, die für das jeweilige Grundstück geeignete Nutzung zu identifizieren.

Gerhard Girmscheid

1. Vorbereitung des Einsatzes

Für den Einsatz eines Bauleiters ist es besonders wichtig, sich auf seine Rolle vorzubereiten, die dazu erforderlichen Vollmachten abzufordern und alle Möglichkeiten der persönlichen Einsatzvorbereitung zu kennen und landesspezifisch zu nutzen. Im Vergleich zum Inlandeinsatz ergeben sich dabei bedeutend höhere Anforderungen für die späteren Aufgaben.

Konrad Micksch

6. Anlagen

Mit den Checks, Ordnungsmustern und international genutzten Beispielen soll die Arbeit des Bauleiters gegenüber Dritten erleichtert und nachvollziehbarer organisiert werden. Im täglichen Stress hilft ein Check, nichts Wesentliches zu vergessen. Mit einer schriftlich vorliegenden, zu vereinbarende Ordnung fällt es leichter,Verletzungen von Ordnung Und Sicherheit zu ahnden.

KonradBitte Micksch

7. Geotechnische Berechnungen

Mit geotechnischen Berechnungen soll nachgewiesen werden, dass das geplante Bauwerk in seiner Wechselwirkung mit Baugrund und Grundwasser ausreichend dimensioniert ist. So wird beispielsweise rechnerisch gezeigt, dass eine Böschung nicht zu steil und/oder zu hoch ist, ein Stützbauwerk den Erddruck aufnimmt, ein Tunnel nicht einstürzt und dass ein Bauwerk nicht umkippt, versinkt, weggleitet, abrutscht oder auftreibt.Es soll ferner auch sichergestellt werden, dass die Verschiebungen und Verformungen am Bauwerk und in dessen Umgebung nicht zu groß werden.Es kann rechnerisch auch nachgewiesen werden, dass mit den gewählten Brunnen das Grundwasser ausreichend tief abgesenkt werden kann, dass sich Schadstoffe im Grundwasser nicht zu weit ausbreiten und kein hydraulischer Grundbruch auftritt.In diesem Kapitel wird auf einige Grundlagen der Nachweisführung eingegangen. In der Berufspraxis werden die Nachweise in aller Regel mit kommerziell vertriebenen PC-Programmen geführt, die man als „Black-Box“ benutzt. Die Berechnungsergebnisse von komplexeren Programmen lassen sich im Grunde nur mit den Ergebnissen anderer Programme vergleichen.Eines dürfte klar sein:Auch eine richtige Berechnung führt dann zu falschen Prognosen, wenn die Baugrundverhältnisse falsch eingeschätzt wurden oder wenn unzutreffende Stoffgesetze bzw. falsche Stoffkennwerte verwendet wurden. Wenn Zweifel an den Berechnungsergebnissen nicht auszuräumen sind, muss die Beobachtungsmethode angewendet werden.

Konrad Kuntsche

9. Ausführen

Wenn nun in diesem Buch auch auf die Ausführung der geplanten Bauarbeiten eingegangen wird, liegt hier naheliegenderweise der Schwerpunkt im Erd-, Fels- und Grundbau, im Spezialtiefbau. Unter dem Begriff „Spezialtiefbau“ fasst man Verfahren und Methoden des Tiefbaus zusammen, die spezielle Kenntnisse und in der Regel auch spezielle Maschinen zu ihrer Ausführung benötigen und deren Risiken durch entsprechend spezialisierte Unternehmen beherrscht werden.Dem Spezialtiefbau werden Techniken zur Böschungs- und Hangsicherungsverfahren und zur Erstellung von Baugrubenwänden, zu Grundwasserhaltung und -absperrung, ferner Arbeiten zur Baugrundverbesserung, zu Bohrpfählen, Schlitzwänden, Hochdruckinjektionen, Tiefenverdichtungen und auch Vereisungen zugerechnet. Ein weites Feld stellt auch der Einsatz von Geokunststoffen dar.In diesem Kapitel werden die wichtigsten Bauverfahren kurz vorgestellt. Die ausführenden Firmen hüten zu ihrem Wettbewerbsvorteil ihr „Know-how“, d. h. nur sie selber wissen, wie das alles ganz genau gemacht wird.

Konrad Kuntsche

8. Baukostenplanung in der Praxis

Die Regelungen der DIN 276 und HOAI sind oben beschrieben worden. Soweit darüber hinaus Kosten anfallen, die nicht in der Systematik der DIN 276 enthalten sind, aber Einfluss auf die Baukosten ausüben können, ist zu Beginn der Planung zu regeln, wie mit diesen externen Kosten vertraglich und hinsichtlich der Kostenplanung und Koordination bzw. Integration umzugehen ist.Darüber hinaus stehen folgende weitere Themen bei der Baukostenermittlung häufig im Mittelpunkt: Typisches Problem der erstgenannten Zahl,Reihenfolge der Bearbeitung: Planungsinformationen (Input) und daran anschließende Kostenermittlungen (Output) oder umgekehrt.Häufig wird eine Kostenaussage erwartet, ohne dass ausreichende Planungsinformationen erarbeitet sind oder vorliegen. Die erstgenannte Zahl bildet dann (ungewollt) Grundlage und Maßstab für die weitere Zusammenarbeit beim Projekt. Dass dieser erstgenannten Zahl sehr häufig nur marginale kalkulatorisch verwendbare Angaben zum Projektziel zugrunde liegen, wird im Verlauf der Planungsvertiefung häufig vergessen.Es ist daher zentrale Aufgabe des Planers, die Grundlagen, auf denen die erstgenannte Zahl basiert, in „untrennbaren“ Zusammenhang mit der erstgenannten Zahl zu erfassen und gemeinsam als Ergebnis der ersten Planungsschritte vorzulegen. Nur damit sind spätere Abweichungen verständlich und dauerhaft nachvollziehbar.Die Abfolge von Planungsinformationen und anschließender Kostenermittlung ist zentraler Aspekt der Baukostenplanung. Die vorgenannte Abfolge, die sich besonders in der Mitwirkungspflicht des Auftraggebers zeigt, ist der Regelfall.

Klaus D. Siemon

6. Wasserspeicherung

Fast bei jeder WV-Anlage ist ein Bauteil erforderlich, das zur Speicherung von Wasser dient. Hierfür werden im Durchschnitt ca. 5–10 % der Gesamtkosten investiert, je nachdem, ob es eine große oder kleine WV-Anlage ist. Die Speicherung hat folgende Aufgaben einzeln oder z.T. gemeinsam zu erfüllen: 1.)Ausgleich der Verbrauchs Schwankungen und Abdeckung von Verbrauchsspitzen2.)Ausgleich zwischen Vor- und Hauptförderung3.)Einhalten der erforderlichen festgelegten Druckbereiche4.)Überbrücken von Betriebsstörungen5.)Bereithalten von Löschwasser6.)Druckzoneneinteilung7.)Verwendung als Misch-, Filter- und Absetzbecken8.)Ausgleich der Abflüsse eines oberirdischen Gewässers in einer Trinkwassertalsperre

Dr.-Ing. Gerhard Merkl

9. Rechtliche Grundlagen

Im nachfolgenden Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen, die bei der Durchführung einer Baumaßnahme, insbesondere einer Sanierung, zu beachten sind, dargestellt. Der Schwerpunkt liegt bei dem privaten Baurecht, also dem Werkvertragsrecht, wobei die Darstellung dem üblichen Verlauf einer Baumaßnahme, also vom Angebot über den Vertragsschluss, die Bauabwicklung inklusive Vergütungsfragen, die Abnahme bis hin zu Gewährleistung/Mängelansprüche, folgt. Hiermit zusammenhängende Themenbereiche, wie die Vergabe, das Architektenrecht, das öffentliche Baurecht und das Bauproduktenrecht, werden ebenfalls angesprochen. Zudem wird die Durchsetzung von Ansprüchen bzw. ihre Abwehr im zivilprozessualen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten dargestellt, aber auch alternative Streitlösungsmechanismen werden vorgestellt.

Klaus-Peter Radermacher

12. Betriebsorganisation

Das Kapitel 12 behandelt, ausgehend von Begriffen und Aufgaben der Betriebsorganisation, die Aufbau- und Ablauforganisation der Bauunternehmung sowie die Gestaltung einer Projekt-organisation. Es folgt eine Darstellung der Managementsysteme für Qualität, Umwelt und Arbeitsschutz, die sich zunehmend als sog. integrierte Managementsysteme (IMS) auch in Bauunternehmen etablieren. Grundlagen des Personalmanagements und des betrieblichen Rechnungswesens, die für eine(n) Baubetriebler(in) relevant sein können, ergänzen das Kap. Betriebsorganisation. Den Abschluss bilden Hinweise zum Berichtswesen der Baustelle.

Dipl.-Ing., Dipl.-Kfm. Joachim Martin

2. Baustoffe

In diesem Kapitel werden die Baustoffe Bitumen, Beton und Mauerwerk mit ihren Eigenschaften insbesondere unter dem Aspekt der Anwendung im Baustellenbetrieb behandelt.

Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Fix

5. Baukosten und Finanzierung

Nach der für die Kostenermittlung von Hochbauten notwendigen Darstellung der Grundlagen zur Berechnung der Flächen- und Rauminhalte (Normen und Verordnungen) werden die Kostengruppen nach Kostengliederung der DIN 276 eingehend dargestellt. Die für eine aktuelle oder zurückliegende Ermittlung der Kostenrichtwerte erforderliche Anwendung der Baupreisindizes für die Bauwirtschaft wird mit umfangreichem statistischen Datenmaterial ermöglicht. Ebenso werden dann mithilfe der in umfangreichen statistischen Daten dargestellten Kostenkennwerten gemäß NHK 2010 die Herstellkosten von Hochbauten ermittelt, wobei der Anteil einzelner Leistungen oder Gewerke mittels Wägungsanteile bestimmbar ist. Die Kostenschätzung für Ingenieurbauwerke erfolgt nach den Richtwerten für deren spezifischen und geschätzten Materialverbrauch.Die Kosten für Beratende Ingenieurleistungen bestimmen sich nach der HOAI, wobei hier die beiden in der späteren Berufspraxis der Studierenden des Bauingenieurwesens möglicherweise öfters vorkommenden Leistungsbilder besonders hervorgehoben werden, nämlich die Bauleitplanung sowie die Tragwerksplanung.Zwecks Ermittlung der Kosten der Baunebenleistungen (KG 700) wird mithilfe der Verwaltungsgebührenordnung die Ermittlung der Gebühren der Behörden sowie mithilfe des Gerichts- und Notarkostengesetzes die Gebühren für Gerichte und Notare ermöglicht.Die Ermittlung des Bodenwertes unbebauter Grundstücke wird mithilfe des Bodenrichtwertes nach der Immobilienverordnung dargestellt; die Wertermittlung von Grundstücken und Gebäuden erfolgt mithilfe der in der neuen Immobilienwertermittlungsverordnung dargestellten Sachwert- , Ertragswert,- und Vergleichswertverfahren. Zur Ermittlung der Finanzierungskosten baulicher Anlagen werden umfangreiche statistische Datenreihen zur Verfügung gestellt und die Möglichkeiten privater Finanzierungs- und Besicherungsinstrumente und deren vergleichende Konditionen aufgezeigt. Für die Finanzierung von Bau und Betrieb Öffentlicher Bauten werden verschiedene Modelle der Private Public Partnership (Betreiberoder ÖPP-Modelle) im Überblick dargestellt.Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Gebäuden erfolgt durch eine eingehende Beschäftigung mit den Kapitalkosten, den Bewirtschaftungskosten, den Betriebskosten, den Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Reparaturkosten, den Verwaltungskosten sowie den Baunutzungskosten.

Prof. Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Karl-Helmut Schlösser

9. Baumaschinen

Die Leistungsermittlung und Bemessung von Baumaschinen für die folgenden Bereiche werden bearbeitet: Maschinen für den Betonbau, Hebezeuge, Maschinen für den Erdbau, Straßenbaumaschinen, Rückbaugeräte und Elemente der Baustelleneinrichtung

Prof. Dr.-Ing. Thomas Krause, M. Eng. Britta Oettel

Chapter 2. Der Inhalt des Bauvertrags

Welche Kernregelungen muss ein Bauvertrag enthalten? In diesem Kapitel werden die Leistungspflicht des Auftragnehmers, die Vergütungspflicht des Auftraggebers, Fragen zur Leistungszeit, zur Abrechnung und zur Zahlung behandelt. Da ein Bauvertrag vorzeitig durch Kündigung beendet werden kann und regelmäßig eine Abnahme erforderlich ist, werden auch diesbezügliche Regelungen im Bauvertrag erörtert. Es wird der unterschiedliche Regelungsgehalt des Werkvertragsrechts des BGB und der VOB/B herausgearbeitet.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Andreas Schmidt

Zertifizierung im Bauwesen

Gesellschaftliche Ziele – Initiatoren – Systeme – Perspektiven

Politisches Leitprinzip für Normung und Zertifizierung beim Bauen ist die Nachhaltigkeit. Das bedeutet für Gebäude, dass ihr gesamter Lebenszyklus im Hinblick auf ökologische, ökonomische sowie soziale und kulturelle Dimensionen der Nachhaltigkeit analysiert und optimiert werden muss. Die Politik schafft den gesetzlichen Rahmen und beruft sich dabei auf durch die Branche definierte Normen. Zertifizierungssysteme bieten klare Maßstäbe.Zahlreiche Gesetze und Verordnungen regeln das Bauwesen, Normen und Standards definieren die Details. Zertifizierungssysteme bieten den Akteuren des Bauwesens klare Maßstäbe und sind so ein unerlässliches Instrument für Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Sollen Zertifizierungssysteme jedoch mehr bewirken, als lediglich global gültige Technologiestandards und universelle Produktkomptabilität zu garantieren, indem sie etwa einer nachhaltigen Entwicklung weltweit Vorschub leisten, darf man auch die Bedeutung des Konzepts der Corporate Social Responsibility (CSR) nicht unterschätzen.

Volkmar Uwe Vogel

5. Bauen mit Baumanagement und neuen Lean-Methoden

Wenn ein Projektmanager die Abläufe auf der Baustelle qualifiziert planen, koordinieren und steuern will, muss er die einzelnen Gewerke, ihre Zusammenhänge und Besonderheiten beherrschen. Dabei geht es mehr um Prinzipien und Ausführungsalternativen denn um Einzeldetails und Berechnungsverfahren. Die Managementleistungen während der Bauausführung werden auf der Steuerungsebene durch die Methoden des Lean Construction Managements in effektiver Weise ergänzt.

Hans Sommer

2. Transportlogistik im Erdbau

Die Bundesautobahn (BAB) A8 ist eine Hauptverkehrsachse mit vier Fahrstreifen. Zu den Spitzenzeiten muss der über 60 Jahre alte Abschnitt zwischen den Städten Ulm und Augsburg bis zu 90.000 Fahrzeuge am Tag aufnehmen. Die Streckenführung (s. Abbildung 2.1 auf der nächsten Seite) weist große Steigungen und Kuppen auf und ist insgesamt für die Bauleitung wenig einsichtig (s. Abbildung 2.2 auf Seite 31). Der Abschnitt ist insgesamt 58 Kilometer lang. Davon werden bis 30.09.2015 insgesamt 41 Kilometer unter Aufrechterhaltung des Verkehrs sechsstreifig ausgebaut.

Marcus Müller

5. Simulation des Anreizsystems

Das Strukturgleichungsdiagramm aus Abbildung 4.1 auf Seite 202 dient als Grundlage für den Simulationsplan (Tabelle 5.1). Die Gestaltungsparameter param1,…,7 der Anreizsystemstruktur stellen die Explanantia dar, die Menge an transportierter Erde das Explanandum. Für jedes Simulationsexperiment wird für alle Gestaltungsparameter je ein Wert aus dem jeweiligen Experimentierbereich bestimmt. Die Eigenschaft „Stufe“ gibt dabei vor, wie der Experimentierbereich diskretisiert wurde.

Marcus Müller

7. Befunde der Untersuchung

Im Folgenden werden die untersuchten Fallstudien anhand der Ergebnisse der Experteninterviews sowie der Dokumentenanalyse einzeln beschrieben. Die Schilderungen folgen dabei einem einheitlichen Darstellungsmuster: Zunächst wird das Projekt mit seinen Eigenheiten charakterisiert. Die Konflikte in den jeweiligen Fallstudien werden nachgezeichnet, Stakeholderbeziehungen beschrieben und das öffentliche Meinungsklima dargestellt. Anschließend wird der Blick auf die Projektkommunikation gelenkt: Ihre Bedingtheit durch den öffentlichen Diskurs sowie Maßnahmen der Projektkommunikation, darunter besonders Formen der Stakeholderkommunikation.

Felix Krebber

12. Termin- und Kostenplanung

(ohne Controlling)

Die Leistungen der Termin- und Kostenplanung sind Kernaufgaben des Projektmanagements und eine unerlässliche Grundlage für alle durch den Auftraggeber zu treffenden Entscheidungen. Ziel der Termin- und Kostenplanung ist es, wirtschaftliche Planungs- und Bauabläufe zu entwickeln und möglichst genaue Prognosen über Gesamtkosten und Projektlaufzeiten aufzustellen und über die Projektlaufzeit fortzuschreiben. Dazu können verschiedene Darstellungen des Terminplans, z. B. Gantt-Diagramme genutzt werden. Die Aufgaben der Terminplanung nehmen dabei sowohl Auftraggeber, als auch Projektsteuerer, Planer und ausführende Firmen war, für Infrastrukturprojekte sind dabei einige Besonderheiten wie das Planfeststellungsverfahren zu beachten. Wichtige Grundlage für Termin- und Kostenplanung bildet der Projektstrukturplan. Neben der Projektstruktur sind für die Kostenplanung auch der Projektauftrag und die Ressourcenplanung wichtige Eingangsgrößen. Werden Kostenpläne über einen Zeitverlauf dargestellt, ergibt dies die Mittelabflussplanung, welche eine Schnittstelle zur Terminplanung darstellt. Die systemische Verknüpfung von Termin- und Kostenplanung ist jedoch kritisch zu betrachten.

Dipl.-Ing. Albert Scheller

9. Beanspruchungsreaktionen und Schadenmerkmale

Die unterschiedlichen Schadenarten hinterlassen im Werkstoff kennzeichnende Spuren die eine Dokumentation der Beanspruchungshistorie darstellen. Damit lassen sich aus dem Schadenbild wichtige Hinweise auf Abläufe und Einflüsse bei der Schadenentstehung treffen. Zugang zu den Schadenbildern und ihrer Zuordnung zu Beanspruchungsreaktionen bilden den Schwerpunkt der werkstoffkundlichen Schadenanalyse. Ihrer Bedeutung entsprechend wird diese eingehend abgehandelt. Äußere Schadenbilder, fraktographische und metallographische Befunde sowie Feinstrukturbestimmungen sind ebenso Gegenstand des Kapitels wie die verwendeten Untersuchungsmethoden.

em. o. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karlheinz G. Schmitt-Thomas

3. Arbeitsmarkt nach Branchen

Ingenieure finden in fast allen Branchen und Wirtschaftszweigen interessante Tätigkeitsfelder. Naturgemäß ist vor allem die Industrie wichtigster Arbeitgeber. Aber auch Öffent. licher Dienst, Verbände und Vereine, Beratungsfirmen, Ingenieur- und Architekturbüros, das Bildungswesen sowie Finanzdienstleister bieten attraktive Arbeitsbereiche.

Elke Pohl, Bernd Fiehöfer

„Er ging nicht in eine Berufsunfähigkeitsrente, er konnte einfach nicht mehr“. Perspektiven von Älteren in deutschen Unternehmen

Das Titelzitat stammt aus dem Interview, das im Rahmen eines Forschungsprojekts zu Auswahlverfahren und den Perspektiven Älterer in Unternehmen geführt wurde. Der Projektbeschreibung werden hier Felderfahrungen aus zwei Betriebsfallstudien vorangestellt. Das erwähnte Interview wurde mit Frau Preuß geführt, die Personalverantwortliche bei Ausch1 ist. Dieses Unternehmen ist einer jener typischen Zulieferer der Automobilbranche, die einen Großteil der Wertschöpfung in diesem Wirtschaftssektor realisieren. Als Traditionsunternehmen hat es sich mit mehreren tausend Beschäftigten weltweit eine gute Position im oberen Marktsegment erarbeitet, in dem vor allem auf handwerkliche Qualitätsarbeit „Made in Germany“ gebaut wurde. Im untersuchten Betriebsteil wird unter ungünstigen Bedingungen (Hitze, ätzende Stoffe, ungünstige ergonomische Arbeitshaltung) körperlich schwere Arbeit verrichtet. Akkordartige Leistungssysteme und permanente Qualitätskontrollen verlangen höchste Leistung ab. Hier sind nur wenig Ältere beschäftigt. Die Belegschaft ballt sich um die 1959–1968 Geborenen. Die wenigen Über-55jährigen arbeiten in der Verwaltung und können von der Zuständigen (Frau Preuß) aus dem Kopf benannt werden. Eine Erhöhung des Übergangsalters auf 67 hält diese in ihren Betrieb für undurchführbar, ist jedoch bemüht, uns das Bild einer altersfreundlichen Personalpolitik zu vermitteln. Sie würden gerne Ältere einstellen und fördern. Zur Altersfreundlichkeit fällt ihr jedoch auch ein Bericht über einen ehemaligen Beschäftigten ein, der immer noch froh darüber sei, fünf Jahre vor dem Rentenbeginn „aufgegeben“ und gekündigt zu haben.

Kai Brauer

1. Einleitung und Hintergrund

Im Jahr 2013 trug das Baugewerbe mit 4,7 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei, der Anteil der Bauinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt lag bei 9.9 %. Zeitgleich waren 5,9 % aller Erwerbstätigen in Deutschland im Baugewerbe beschäftigt. Demnach lässt sich festhalten, dass die Bauwirtschaft eine Schlüsselbranche in der deutschen Wirtschaft darstellt.

Alexandra Liesert

3. Erhebung und Analyse des Bildungsmarktes sowie -bedarfes im Baubetrieb

Voraussetzung für die bedarfsorientierte Entwicklung eines Kompetenzmodells zur Ausbildung von Führungskräften im Baubetrieb ist die Analyse der bereits vorhandenen Ausbildungsangebote einerseits sowie die Darstellung des Ausbildungsbedarfes der Unternehmen sowie Studierenden andererseits. Dabei wird die Analyse bezogen auf das in Kapitel 2 definierte Berufsbild der Führungskraft im Baubetrieb vorgenommen.

Alexandra Liesert

2. Theoretische Grundlagen der Berufsbilder im Baubetrieb

Ziel dieses Kapitels ist es, die theoretischen Grundlagen der Berufsbilder im Baubetrieb darzustellen und so das erste Teilziel zur Entwicklung des Kompetenzmodells zu erreichen.

Alexandra Liesert

6. Zusammenfassung und Ausblick

An Führungskräfte im Baubetrieb werden hohe Anforderungen gestellt, welche in Abhängigkeit der Unternehmensgröße und -struktur variieren. Eine universell ausgebildete Führungskraft im Baubetrieb hat alle Prozesse der Bauprojektabwicklung – von der Akquise bis hin zur Gewährleistung – abzudecken.

Alexandra Liesert

5. Kompetenzmodell zur Ausbildung von Führungskräften im Baubetrieb

Nachdem die Rahmenbedingungen zur Entwicklung des Kompetenzmodells in Form der Definition des Berufsbildes, der Analyse des Bildungsmarktes und -bedarfes sowie der Erstellung des Kompetenzprofils abgeschlossen sind, erfolgt nun die Entwicklung des Kompetenzmodells.

Alexandra Liesert

4. Entwicklung des Kompetenzprofils „Führungskräfte im Baubetrieb“

Ziel dieses Kapitels ist es, das Kompetenzprofil für das Berufsbild „Führungskräfte im Baubetrieb“ zu definieren und somit die letzte Einflussgröße für die nachfolgende Entwicklung des Kompetenzmodells zu bestimmen.

Alexandra Liesert

I. Grundlagen

Neben dem genauen Studium der Ausschreibungsunterlagen sind detaillierte Kenntnisse über Herstellverfahren und Bauabläufe für die Baupreisermittlung eine notwendige Voraussetzung.

II. Die Angebotskalkulation beim Einheitspreisvertrag

In der Bauwirtschaft findet der sog. Einheitspreisvertrag (§ 5 Nr. la VOB/A, § 2 Nr.2 VOB/B) vorrangig Anwendung. Und selbst dann, wenn Pauschalpreisverträge abgeschlossen werden, müssen die anbietenden Bauunternehmer in aller Regel ein eigenes Leistungsverzeichnis erstellen und kalkulieren, dies vom Verfahren her so, als ob ein Einheitspreisvertrag vorliegen würde.

I. Organisatorische Einbindung der Baukalkulation

Die Daten zur Erstellung einer Baukalkulation lassen sich gliedern, in

— technische Daten, bei denen Mengenermittlungen, Zeitvorgaben, technische Daten der Bauverfahren etc. vorwiegen,

— kaufmännische Daten, bei denen die Ermittlung der Werte (Kosten pro Menge, Zuschlagssätze etc.) vorwiegen.

8. Krane und Hängebahnen

Fest aufgehängte Hebezeuge können die Last nur auf einer senkrechten

Linie

zwischen oberster und unterster Hakenstellung befördern. Hebezeuge, die an einer verfahrbaren Katze befestigt sind, können die senkrechte

Fläche

unter der Fahrschiene bedienen. Krane der verschiedensten Bauarten können einen

dreidimensionalen Raum

bedienen.

3. Baukostenplanung in der Praxis

Bei der Baukostenplanung sind in der Praxis die Grundlagen der DIN 276 sozusagen als äußere und innere Begrenzung für die einzelfallbezogene Kostenermittlung und die anschließende

Kostensteuerung

anzuwenden. Soweit Kosten anfallen, die nicht in der Systematik der DIN 276 enthalten sind

11

, ist zu Beginn der Planung zu regeln, wie mit diesen externen Kosten umzugehen ist. Häufig werden die Einflüsse der externen Kosten

12

auf die Baukosten unterschätzt.

9. Stand der RFID-Anwendung in der Bau- und Immobilienwirtschaft

Der Fördermittelgeber legt zu Recht großen Wert darauf, dass aus den finanziellen Mitteln der Forschungsinitiative „ZukunftBAU“ keine Forschung und Entwicklung unterstützt wird, die bereits an anderer Stelle und mit anderer Finanzierung stattfindet. Zudem sollen keine Entwicklungen betrieben werden, die in der Praxis auch ohne Einsatz von Fördermitteln erwartet werden können. Schließlich soll praxisnah geforscht werden, da die Ergebnisse u. a. dazu dienen sollen, eine Grundlage zur Stärkung der deutschen Bauwirtschaft zu bilden. Daher war im Laufe der Bearbeitung des Projektes „InWeMo“ zu recherchieren, wie weit der Stand der Forschung und Entwicklung von RFID-Systemen in bzw. für die Bau- und Immobilienwirtschaft ist.

3. Erschließen eines Baugrundstückes

Die Begriffe Erde und Boden werden nebeneinander verwendet. Während man in der Gesamtheit von Erdarbeiten bzw. Erdbau spricht, sagt man im Einzelnen Boden oder bildet Wortverbindungen wie Bodenklassen, Oberboden usw.

9. Entwerfen eines Dachtragwerks

Holz ist seit Jahrtausenden ein wichtiger Baustoff. Im Rohbau benutzt man es für Decken, Dachgerüste, Fachwerkwände, Ställe und Scheunen. Kleinere Brücken werden ebenfalls ganz aus Holz hergestellt. Auch im Ausbau wird Holz in vielfaltiger Weise für Treppen, Türen, Fenster, Fußböden und Vertäfelungen verwendet. Obwohl es heute für viele dieser Bauteile auch andere Baustoffe gibt, konnten sie das Holz nicht verdrängen. Im Schalungs- und Rüstungsbau des Beton- und Stahlbetonbaus behauptet es sich noch, ebenso wie bei Fertighäusern, Ferienhäusern und Hallenbauten. Durch die Umformung von Holz in Holzwerkstoffe (Furniere, Sperrholz, Spanplatten, Holzfaserplatten u.a.) haben sich die Verwendungsmöglichkeiten des Holzes noch erweitert.

1. Einleitung und Zielstellung

Um die Ziele eines Bauprojekts hinsichtlich Terminen, Kosten und Qualitäten erreichen zu können, muss u. a. die Versorgung mit sowie die Entsorgung von den richtigen Objekten, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität und Quantität, am richtigen Ort und zu den richtigen Kosten erfolgen. Hierzu ist zum einen ein funktionierender Informationsaustausch und zum anderen eine Erfassung, Steuerung, Kontrolle und Dokumentation der angelieferten Materialien sowie der die Baustelle betretenden Personen in Echtzeit hilfreich.

6. Aufmaß und Abrechnung

Die Leistungsphase 8 der HOAI umfasst zwei Grundl eistungen, die für di e Aufstellung von Aufmaßen und die Durchführung der Abrechnung relevant sind. Dies sind

• das gemeinsame Aufmaß

• und die Rechnungsprüfung.

3. Terminplanung

Neben der Frage nach den Baukosten sind der Fertig stellungstermin und dessen Einhaltung für jeden Bauherrn von zentraler Bedeutung. Gemäß HOAI obliegt dem auftraggeberseitigen Bauleiter die Koordinationspflicht aller Leist ungen. Daher liegt die Terminplanung sowohl aller planungsrelevanten Themen, das heißt die Koordination aller Planungsbeteiligten wie z. B. des Statikers, der haustechnischen Planung und der Sonderfachl eute als auch die Koordination der baubetrieblichen Abläufe, während der Bauvorbere itung und der Bauausführung in seiner Verantwortung.

4. Krane

Die Krane sind neben den Flurfördermitteln die wichtigste Gruppe der Unstetigförderer für die unstetige räumliche Förderung innerhalb eines begrenzten Arbeitsbereiches. Wegen der mannigfaltigen Ausführungen können in diesem Zusammenhang nur die wichtigsten Bauarten kurz besprochen werden. Die Einteilung erfolgt nach der konstruktiven Gestaltung. Nach Abschnitt 1.4 ergibt sich die Fördermenge m für Stückgüter wie folgt:

Die Fahrzeit kann überschlägig aus den mittleren Fahrwegen und Fahrgeschwindigkeiten bestimmt werden. Dasselbe gilt auch für die Hub- und Drehzeit.

2.. Beziehungen am Baumarkt

Zu Beginn der Untersuchung werden die Sachgebiete der Betrachtung dieser Arbeit näher definiert, weil in der Betriebswirtschaftslehre und der Baubetriebslehre unterschiedliche Begriffe zu ähnlichen Sachverhalten verwendet werden. Um die Ursache-Wirkungs-beziehungen in den Handlungen der Marktteilnehmer am Baumarkt näher betrachten und Wirkungen hierauf beurteilen zu können, erscheint es notwendig, das Wesen einer Bauleistung, die Beziehungen zwischen Bauanbietern und -nachfragern und ihr Verhalten zum Vertragsabschluss kurz zu analysieren und den Zustand der wichtigen Baumärkte in den USA und der EU zu beleuchten.

1.. Einleitung

Der deutsche Baumarkt befindet sich in einem grundsätzlichen strukturellen Umbruch. Nach rasantem Aufstieg ab 1950 waren drei kleinere konjunkturelle Rezessionen zu überstehen, bis die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 und der Aufbau in den fünf neuen Bundesländern den Baumarkt zu einem vorher nie erwarteten Volumen an Bauleistungen geführt hat. Der Höchststand der gesamtdeutschen Bauproduktion lag 1994 bei ca. 300 Mrd. € Bauvolumen und 650.000 fertig gestellten Wohnungen, die im Bereich des Bauhauptgewerbes 1.533.000 Menschen Arbeit und Brot boten (vgl. IZP, 1998, S. 63).

5.. Die Verbindung von Markt- und Ressourcenorientierung zur wertorientierten Unternehmensführung

Die in Kapitel 4 beschriebenen Analysen, Elemente und Instrumente haben jeweils eine spezifische Wirkung auf die Markt- oder Ressourcenorientierung. Diese voneinander abgegrenzten Darstellungen ermöglichen eine vertiefende Betrachtung einzelner Wirkungsbeziehungen. In der Gestaltung der wertorientierten Unternehmensführung sind diese einzelnen Bereiche nun zu Wirkungsbündeln zusammenzufassen, um für die spezifische Lage der einzelnen Bauunternehmung das gewünschte Ziel erreichen zu können.

4.. Wirkungsweise wertorientierter Unternehmensführung am Baumarkt

Die Literatur in der BWL und BBL hat sich bisher kaum mit den vielfältigen Beziehungen zwischen Bauunternehmen und ihren Kunden sowie den Auswirkungen auf den Austauschprozess zwischen ihnen beschäftigt. Deshalb wurden ausführlich in Kapitel 2.2.3 die Grundlagen der Beziehungen zwischen Nachfragern und Anbietern am Baumarkt untersucht und in Kapitel 3.2 die Details einer Kundenanalyse mit der Erarbeitung des von Bauunternehmen erwarteten Kundennutzens dargestellt.

Simulationsbasierte Untersuchung zur Kooperation im Baubetrieb

Bauen ist eine partnerschaftliche Gemeinschaftsleistung von Auftraggebern und Auftragnehmern sowie von verschiedenen Unternehmen und Gewerken. Die Kooperation muss tagtäglich „im Kleinen“. auf der Baustelle stattfinden, und zwar in Form eines zwischenbetrieblichen, integrativen und am gesamten Bauablauf von der Planung bis zur Übergabe orientierten Bauprozesses.

Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Gert Zülch, Dipl.-Ing. Mikko Börkircher

1. Bauwirtschaft als Teil des Wirtschaftssystems

Die Bauwirtschaft prägt auch durch die Langlebigkeit ihrer Produkte die Umwelt. Sie erfüllt auch das Grundbedürfnis des Wohnens und schafft durch die Infrastruktur die Basis für Produktion und Dienstleistung. Ihr kommt somit eine bedeutende Rolle für die Gesamtwirtschaft zu. Sie beschäftigt sich mit dem Teilbereich der Volkswirtschaft, der sich mit der Errichtung, Erhaltung und Nutzung von Bauwerken sowie mit der baulichen Anpassung und Veränderung von Bauwerken befasst.

2. PPP-Erfahrungen und aktuelle Entwicklungen

Grundlage dieses Beitrages ist eine Diplomarbeit am FG Wasserbau der TU Berlin. Diese Diplomarbeit erfolgte in Kooperation mit der bremenports GmbH & Co. KG und beschäftigt sich mit Risiken im Bauablauf der Kaiserschleuse Bremerhaven und in diesem Rahmen mit dem neuartigen Vergabeverfahren wettbewerblicher Dialog.

3. Ausschreibung und Vergabe

Die Verfahren und Vorschriften für die Ausschreibung und Vergabe von Leistungen sind grundsätzlich zu unterscheiden

nach der rechtlichen Eigenschaft des Auftraggebers

privat

nicht-privat/öffentlich

nach der Art der auszuschreibenden Leistungen

Planungs-, Dienstleistungen (VOF)

Lieferungen (VOL)

Bauleistungen (VOB)

nach der Art der Leistungsbeschreibung

mit Leistungsverzeichnis, d. h. mit einer detaillierten Leistungsbeschreibung mit Mengen und Qualitäten der einzelnen Positionen, die vom Bieter / Auftragnehmer jeweils mit einzelnen Preisen versehen werden

mit Leistungsprogramm, d. h. mit einer funktionalen Leistungsbeschreibung, die nur die geforderten Flächen-, Funktions- und Qualitätsstandards definiert und die vom Bieter i. d. R. mit einem Pauschalpreis angeboten werden

nach der Art der Leistungsgliederung

in einzelne Gewerke oder Leistungsbereiche entsprechend der „handwerklichen“ Ausrichtung der einzelnen Leistungsteile

in zusammenfassende Gewerke- oder Leistungsbereichsgruppen (Teil-GU) beispielsweise

Verbau-, Aushub- und Rohbauarbeiten

Rohbau mit Gebäudeabschluss (Fassade + Dach)

Technische Gebäudeausrüstung (Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallation)

Ausbau (Estrich-, Trockenbau-, Putz-, Anstrich-, Bodenbelags- und Schlosserarbeiten)

nach der Art des Vertrages bzw. Vertragsinhaltes z. B.

SF-Vertrag mit allen auszuführenden Bauleistungen ggf. noch unter Einbeziehung von Planungs- und/oder Lieferleistungen (Einrichtungsgegenstände)

GMP-Vertrag (siehe Abschn. 3.7.3)

PPP-Vertrag

67

nach der Art der Vergütung

als Einheitspreisvertrag, bei dem die erbrachten Leistungen gemäß Leistungsverzeichnis und tatsächlich gelieferten/ausgeführten Mengen abgerechnet werden

als Pauschalpreisvertrag, bei dem entweder die detailliert beschriebene, aber hinsichtlich der Vergütung pauschalierte Leistung vergütet wird (Detail- Pauschalvertrag) oder bei dem sowohl die Leistung pauschal (funktional) beschrieben worden ist als auch die Vergütung „pauschal“ vereinbart wird (Global-Pauschalvertrag)

als Stundenlohnvertrag für Leistungen geringeren Umfangs, die überwiegend Lohnkosten verursachen

als Selbstkostenerstattungsvertrag (in Ausnahmefällen), wenn die Leistung nach Art und Umfang nicht so erschöpfend beschrieben werden kann, dass eine einwandfreie Preisermittlung (Kalkulation) möglich ist.

2. Strukturen der Bauwirtschaft

Der Baumarkt als Markt für Investitionsgüter ist im Gegensatz zum Markt für Konsumgüter ein fast ausschließlicher Nachfragemarkt, in dem auf Bestellung produziert wird. Hiervon ausgenommen ist ein relativ geringer Anteil der Vorratsproduktion im Wohnungsbau.

4. Grundlagen der Kalkulation

Mit Hilfe der Kalkulation werden alle durch die Erstellung einer Bauleistung entstehenden Kosten erfasst. Die systematische Zusammenstellung aller im Unternehmen anfallenden und zahlenmäßig erfassbaren Vorgänge erfolgt mit Hilfe des baubetrieblichen Rechnungswesens (siehe Abb. 50).

17. Ausgewählte Signale

Signale wurden mit Beginn des Eisenbahnbetriebs als Kommunikationsmittel zwischen ortsfesten Betriebsstellen, z. B. Stellwerken, und Triebfahrzeugführern geschaffen. Signale übermitteln Informationen, die für das Betriebspersonal von Bedeutung sind. Die Signaltechnik hat sich im Laufe der Zeit von mechanisch bedienten Formsignalen über elektrisch bediente Form- und Lichtsignale bis zum elektronisch gesteuerten Zugleitbetrieb gewandelt. Es wird hauptsächlich zwischen Formsignalen und Lichtsignalen unterschieden. Es gibt aber auch manuelle und akustische Signale.

7. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer

Geboren am 08.01.1947 in Mühlacker, Kreis Vaihingen/Enz, damals noch Reg.-Bezirk Nordwürttemberg, bei der späteren Verwaltungsreform nach Nordbaden „zwangsreformiert“ (Schwabe von Geburt und aus Überzeugung).

1. Technische und betriebliche Grundkenntnisse

Von allen großn Kulturen in China, Indien, Ägypten, Syrien, Babylonien und Assyrien, Persien und Griechenland, vor allem im römischen Reich, wird von Straßen, Straßenbau und Straßenbauern berichtet. Die Berichte gehen bis in das 4. Jahrtausend v. Chr. (

1.

1) zurück, und so kann man vom Straßnbau als einer sehr alten Baukunst bzw. einem sehr alten Handwerk sprechen.

9. Pumpen und Wasserhaltung

Im Baubetrieb kommen fast nur noch Tauchmotorpumpen zum Einsatz. Diese Pumpenart ist in der Lage, neben reinem Wasser auch Schmutzwasser oder Schlämme zu fördern. Tauchmotorpumpen können ganz in das zu fördernde Wasser eingetaucht werden, da der Elektromotor vollkommen wasserdicht in der Pumpe eingebaut ist. Die Einsatzvielfalt reicht von der WasserversorgungfÜr Baustellen, der Beseitigung von unerwÜnschtem Oberflächenwasser in Baugruben, Umpumpen von Kanälen oder Bächen bis hin zur Grundwasserabsenkung. Der Vorteil der Tauchmotorpumpen ist, dass sie unempfindlich gegen Schmutz, Trockenlauf und Schlürfbetrieb in jeder Lage betriebssicher arbeiten können. Zur Grundausrüstung der Geräte gehören eine elektrische Betriebsüberwachung für die Laufrichtung, der thermische Motorschutz und die Überwachung bei Phasenausfall. Als Niveausteuergeräte kommen Schwimmerschalter oder Tauchelektroden zum Einsatz. Neben der Normalausführung bieten fast alle Hersteller schlanke Pumpenausführungen für Brunnen an. Durch Laufradwechsel können die gewünschten Fördermengen und Förderhöhen dem Bedarf angepasst werden.

8. Schalungsplanung

Bei den Stahlbetonarbeiten kommen der Schalung verschiedene Aufgaben zu: Hauptaufgabe ist die Formgebung des Frischbetons einschließlich der Oberflächengestaltung. Zusätzlich hat die Schalung Kräfte abzutragen, welche aus dem Eigengewicht des noch nicht erhärteten Betons, dem Frischbetondruck sowie Zusatzlasten aus Arbeitstätigkeit, Wind, Gerüsten und Ähnlichem resultieren. Daneben kann die Schalung als Arbeitsfläche genutzt werden sowie der Lagerung des Bewehrungsstahls und weiterer Einbauteile dienen.

9. Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz

Aus den Statistiken zu Sicherheit und Gesundheitsschutz ist zu entnehmen, dass die Bauwirtschaft zu den unfallträchtigsten Wirtschaftszweigen gehört. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Vollarbeiter ist für den Wirtschaftszweig Bau und für die restlichen Wirtschaftszweige in der Abb. 99 wiedergegeben. Es ist deutlich, dass die Arbeit auf den Baustellen zu den gefahrenreichsten Tätigkeitsbereichen gehört. Alle Führungskräfte sind daher nicht nur rechtlich verpflichtet, sondern sie haben auch eine moralische Verpflichtung, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Tätigkeit auf Baustellen sicherer zu gestalten.

2. Elemente der Baustelleneinrichtung

Eine wichtige Vorraussetzung für die Durchführung einer Baumaßnahme ist die richtige Auswahl der einzelnen Elemente der Baustelleneinrichtung in ihrer Art und Dimension. Dabei müssen die gegenseitigen Abhängigkeiten der Elemente untereinander, aber auch die Abhängigkeiten zu den gewählten Bauverfahren sowie zum Bauwerk selbst beachtet werden, um insbesondere eine schnelle und sichere Bewegung von Gütern und Personen auf der Baustelle und die optimale Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze sicherzustellen.

4. Ausgangsgrößen der Baubetriebsplanung

Bevor auf die einzelnen Elemente der Baubetriebsplanung näher eingegangen wird, ist es notwendig, die Grundbegriffe der Bauablaufplanung im Einzelnen zu erläutern. Insbesondere bei der Termin- und Ablaufplanung sowie bei der Ressourceneinsatzplanung sollte auf eine exakte Verwendung der Begriffe geachtet werden.

5. Ablauf- und Terminplanung

Die Ablaufplanung beschreibt die Reihenfolge der Vorgänge. Durch Hinzufügung von konkreten Kalenderdaten ergibt sich dann der Terminplan.

1. Baubetriebsplanung

Im ersten Band der Grundlagen der Baubetriebslehre wurde zunächst ein allgemeiner Überblick über die Strukturen der Bauwirtschaft und die am Bauen Beteiligten gegeben. Daran anschließend wurden die ersten Phasen der Projektabwicklung bis zur Auftragsvergabe ausführlich dargestellt. Dies umfasste vor allem die Ausschreibung und die Vergabe sowie den Bereich der Kalkulationen. Hier wurden umfassende Einblicke in die Thematik der Preisermittlung gegeben. Abschließend geht der erste Band auf die Angebotsbearbeitung als wesentliche Aufgabe der ausführenden Unternehmen ein.

4. Hebezeuge

Turmdrehkrane sind im Drehbereich des Auslegers in der Lage, eine Baustelle flächendeckend und punktgenau mit Material zu versorgen oder Hebearbeiten auszuführen. Allen anderen Hebezeugen ist die Arbeitsweise des Turmdrehkrans in der Transport- und Hebegeschwindigkeit überlegen. Selbst sperrige Güter wie lange Armierungseisen oder Baustahlmatten lassen sich problemlos befördern und einbauen. Auch auf kleinen oder kurzfristigen Baustellen ist der Einsatz eines Turmdrehkrans wirtschaftlich, da Schnelleinsatzkrane im Bereich von Stunden umgesetzt werden können. Bei Turmdrehkranen erfolgt die Einstufung der Konstruktion nach DIN 15 018, Hubklasse Hl, Beanspruchungsgruppe B3.

3. Geräte zur Betonaufbereitung und Betonverarbeitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist flächendeckend mit Transportbeton-Anlagen und den dazugehörigen Fahrmischern für die Herstellung und Lieferung von Qualitätsbeton versorgt. Bei normalen Baustellen besteht daher keine Notwendigkeit, eine Betonmischanlage aufzubauen. Ausnahmen bilden Großbaustellen, wie Kraftwerke, Flughäfen sowie der Autobahnbau, für die in der Regel große Leistungen verlangt werden.

2. Baugeräteliste BGL

Die Baugeräteliste gibt einen Überblick über alle im Baubetrieb üblichen Maschinen. Sie erscheint alle 10 Jahre im Bauverlag. Die z. Zt. gültige Ausgabe ist von 2001. Für die einzelnen Maschinen können ihr die wichtigsten technischen und wirtschaftlichen Daten entnommen werden.

1. Entwicklung der Baumaschinen in den letzten 50 Jahren

Die Entwicklung der in diesem Buch dargestellten Baugeräte bzw. Gerätegruppen seit 1945 soll hier kurz beschrieben werden.

6. Basiswissen aus den Lernfeldern 1 bis 6

Die in diesem Abschnitt aufgeführten Fragen entsprechen den erforderlichen Vorkenntnissen aus dem 1. Ausbildungsjahr und sind bereits auf den Fliesenlegerberuf spezialisiert.

4. Projektmanagement

Projektmanagementverträge mit ihrer Vielzahl unterschiedlicher Erscheinungsformen — Projektsteuerung, Projektcontrolling, Construction Management etc. — haben naturgemäß kein einheitliches Leistungsbild. Den Vertragsparteien ist es überlassen, wie sie den Leistungsumfang im Einzelfall definieren und welche Aufgaben ein Projektmanager konkret übernehmen soll. Eine einheitliche rechtliche Qualifizierung von Projektmanagementverträgen ist daher nicht möglich. Das Leistungsbild wird in der Praxis häufig auf der Grundlage der „Untersuchungen zum Leistungsbild, zur Honorierung und zur Beauftragung von Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft, erarbeitet von der AHO-Fachkommission, Projektsteuerung/Projektmanagement bestimmt. Die Leistungsphasen der Projektsteuerung können an die entsprechenden Phasen der Objektplanung des § 15 HOAI gekoppelt werden. Jeder Vertrag ist jedoch individuell zu beurteilen.

6. Nachforderungsmanagement

Es muss festgestellt werden, dass gerade in den operativen Bereichen des Bauwesens viele Begriffe aus dem Bereich des Nachforderungsmanagements uneinheitlich und inhomogen verwendet werden. Die Gründe dürften in der historischen Entwicklung und im Baustellensprachgebrauch liegen.

2. Vermessung

Die nachfolgend aufgeführten Beispiele aus der vermessungstechnischen Praxis entsprechen nicht der Reihenfolge der „Zahlentafeln für den Baubetrieb“, sondern beschreiben Vermessungsleistungen, die üblicherweise von Bauausführung und Bauüberwachung erfolgen. Häufig sind sie Vorbedingung zur Abrechnung von Bauleistungen und werden dort in den entsprechenden Abschnitten vorausgesetzt.

1. Bemessung von Baukonstruktionen

Im Folgenden soll der Zusammenhang zwischen statischen Systemen, Lasten, Schnittgrößen und Bemessungen an einem anschaulichen Beispiel deutlich gemacht werden. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Zuordnung der einzelnen Bemessungsaufgaben und nicht auf eine vollständige statische Berechnung gelegt.

5. Arbeitsvorbereitung und Ablaufplanung

Bei den nachfolgend vorgestellten Beispielen werden hier nur die

Hauptarbeiten

, die durch Art, Menge und ihren Wiederholungsfaktor die

Kernbauzeit

bestimmen, behandelt.

4. Bauabrechnung und Mengenermittlung

Die in diesem Kapitel aufgeführten Beispiele sind im Wesentlichen nach der Reihenfolge in den „Zahlentafeln für den Baubetrieb“ geordnet, dabei werden einige ausgewählte Beispiele mit entsprechendem Bezug zur Praxis angegeben. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Abrechnung von Erdarbeiten gelegt, da hier auf Grund der in der Regel sehr komplexen Geometrie wesentlich häufiger Probleme in der Praxis entstehen als bei der Abrechnung von Roh- und Ausbauarbeiten.

8. Betriebsorganisation

Die Bauunternehmung Schmitz GmbH führt Ingenieurbau-, Kanalbau- und Gleisbauarbeiten durch. Die Geschäftsführung bittet Sie um einen Vorschlag, wie das Unternehmen organisiert werden kann, wenn eine eindeutige Ergebnisverantwortung der einzelnen Geschäftsbereiche die Zielsetzung ist.

a)

Skizzieren Sie unter der vorgenannten Voraussetzung eine Organisation, in der die Funktionen Kalkulation, Bauleitung, Werkstatt, Geräteverwaltung, Personal-, Rechnungs- und Beschaffungswesen sowie Qualitätsmanagement/Arbeitsschutz enthalten sind. Der Bauhof und die kaufm. Verwaltung sollen jeweils als Zentralbereich geführt, die Stelle QM/Arbeitsschutz der Geschäftsführung beratend zugeordnet werden.

b)

Nennen Sie je zwei Vor- und Nachteile dieser Organisationsform!

6. Beispiel Betoninstandsetzung

Die Nagoldtalsperre wurde in den Jahren 1965 bis 1970 im Landkreis Freudenstadt (Baden-Württemberg) erbaut. Eigentümer und Betreibe der Talsperre ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch die

Gewässerdirektion Nördlicher Oberrhein, Bereich Freudenstadt

. Die Kernaufgabe der Talsperre ist der Hochwasserschutz für die flussabwärts gelegenen Ortschaften. Die Hauptsperre besteht aus einem 30 m hohen Steinschüttdamm mit einer Kronenlänge von 235 m.

9. Kalkulation

Die Kalkulationsbeispiele sind vereinfacht mit stark gekürztem Leistungsverzeichnis dargestellt. Das LV enthält nur die Hauptpositionen. Daher sind die ermittelten Kosten und Preise nicht direkt in die Praxis übertragbar.

7. Schalung und Gerüste

Die grundsätzliche Planung von Schalungsaufgaben wird heute in der Regel im Rahmen der Arbeitsvorbereitung von den entsprechenden Stabsabteilungen oder als Serviceleistung von den Schalungsherstellern mit Anwendung von spezieller Software und den technischen Unterlagen für die jeweiligen Schalungsgeräte durchgeführt. Diese Programme und technischen Unterlagen stehen in der Regel auch den Mitarbeitern in der Bauleitung zur Verfügung, werden dort aber eher seltener genutzt. Zur Anwendung auf der Baustelle stellen die Schalungshersteller neben den technischen Unterlagen Bemessungstabellen zur Verfügung, welche die Auswahl und Dimensionierung einzelner Schalungen wesentlich erleichtern.

3. Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Das betriebliche Rechnungswesen soll ein möglichst exaktes Abbild des gesamten Unternehmens liefern. Dabei werden neben den Vermögensverhältnissen auch alle Vorgänge, die den Unternehmenserfolg bestimmen, lückenlos aufgezeichnet. Das Rechnungswesen wertet die so gewonnenen Informationen aus und liefert damit Daten für die Unternehmensleitung zur Steuerung des Unternehmens.

2. Bauprojektablauf von der Projektidee zur Übergabe

Der in Bild 2–1 und 2–2 dargestellte Ablauf eines Projektes von der Projektidee bis zur Inbetriebnahme gibt phasenweise die einzelnen Stationen des Projektes wieder. Dabei werden neben den Phasen der HOAI (Honorarordnung der Architekten und Ingenieure) [10]

5. Qualität

Der 2. Bauschadensbericht der Bundesregierung von 1987 zeigt in der Zusammenfassung folgendes Bild: Daraus wird ersichtlich, dass ca. 2/3 der Qualitätsmängel im Bereich der Planung, der Organisation und der Ausbildung liegen.

1. Baubetriebslehre

Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft haben ein gemeinsames Forschungsziel: die Abbildung der wirtschaftlichen Realität in Modellen. Während die Volkswirtschaft auf das Verhalten einer für eine Marktform - z. B. der Form der Marktwirtschaft - typischen Unternehmung abzielt und deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft modellartig darstellt (Makroökonomie), bezieht sich die Betriebswirtschaft auf die Lösung einzelwirtschaftlicher Probleme (Mikroökonomie).

8. Literaturverzeichnis

7. Heutige Anforderungen an die Ausbildung von Bauingenieuren

Strukturveränderungen in der Bauwirtschaft und ßbernahme neuer Geschäftsfelder wie

Schlüsselfertigbau,

Facility Management,

Projektentwicklung,

Umwelttechnik und

PPP-Modelle haben die Tätigkeit der heutigen Bauingenieure verändert und werden sie weiter verändern.

2. Projektgeschäft auf Industriegütermärkten

Zunächst wird das Projektgeschäft definiert, um im Anschluss seine wesentlichen Charakteristika herausarbeiten zu können. Die einfachste Definition ergibt sich aus der inhärenten Organisation, die sich am Begriff des Projektgeschäfts darstellen lässt. In Abschnitt 2.1 wird jedoch deutlich, dass — auch wenn sich viele der Charakteristika des Projektgeschäfts tatsächlich aus der Organisation, d.h. aus den Eigenschaften von Projekten ableiten lassen — eine weitere Perspektive hinzutreten muss.

3.. Mitarbeiternähe: HOCHTIEF Software GmbH

„Unsere wertvollste Ressource sind die Mitarbeiter“. Dieser abgegriffene Slogan klingt vielen Mitarbeitern mancherorts wie Hohn in den Ohren. In diesem Kapitel zeigen wir, dass diese Ressource tatsächlich dann wertvoll ist, wenn man weiß, wie man sie pflegt — mittelständisch. Wir zeigen Ihnen dies am Beispiel einer Konzerntochter, und machen so deutlich, dass „mittelständisches Führen“ auch Konzernen nur Vorteile bringt.

5. Erdbaugeräte

Erdbaugeräte werden überwiegend von Dieselmotoren angetrieben. In den 50er und zu Beginn der 60er Jahre waren noch rein mechanische Kraftübertragungselemente in Verwendung. Die Entwicklung in der Ölhydraulik hat besonders bei Erdbaugeräten zur Unterstützung und Verbesserung der Kraftübertragung geführt. Hydrostatische Antriebe für die Bewegung von Arbeitszylindern und hydrodynamische Antriebe für drehende Bewegungen wurden entwickelt. Manuell bediente hydraulische Steuerventile an Geräten wurden von elektrischen, später von elektronischen Schalteinrichtungen abgelöst. Weit verbreitet sind heute bei Erdbaumaschinen hydraulische Fahr-, Drehwerks-, Winden- und Einzelantriebe zur Betätigung von Arbeitseinrichtungen. Einen weiteren Fortschritt brachte der Einsatz von Turbokupplungen und Drehmomentwandlern, die es ermöglichten, durch eine stufenlose Kraft- und Geschwindigkeitsanpassung die Motorleistung voll zu nutzen. Elektronische Steuer- und Regeleinrichtungen sind heute in fast allen Bereichen der Erdbaumaschinen Standard. Kontrollsysteme liefern Daten für eine vorbeugende Wartung, die bei entsprechender Auswertung und Anwendung eine hohe Verfügbarkeit der Geräte garantieren.

3. Baugrund und Erdarbeiten

Teil der Planungsarbeiten für ein Bauwerk ist die genaue Erkundung aller für die Bauausführung wichtigen Verhältnisse auf dem Baugelände:

Long Term Compression Behaviour of Soft Organic Sediments

Within the coming years a doubling of the container handling in the ports of Hamburg, Germany, is estimated. As a consequence, a significant increase in required space for the new logistic areas is expected. To meet that demand a number of unused canals are backfilled using dredged material from the port or from the Elbe River. The sediments are backfilled in a quasi liquid state, so that they experience one-dimensional consolidation under saturated conditions. In order to study the behaviour of these fills, several laboratory long-term consolidation tests were carried out on soft organic sediments coming from the ports of Hamburg and Bremerhaven. Results show an increase in settlement rate during the secondary compression, the so called tertiary compression. The variation of the tertiary compression coefficient and start-time are investigated in relation to loading, temperature, fibre content, organic content, salinity and gas formation.

Marta Boso, Jürgen Grabe

Planning of Earthwork Processes Using Discrete Event Simulation

The planning of earthworks represents a complex task. The use of different machine configurations as well as alternative scenarios in the site layout (e.g. transport routes and temporal storage areas) must be evaluated and dimensioned consistently. Wrong decisions can lead to delays or an uneconomic solution and hence increase the costs and project duration. In practice, this planning process is based on the experience and knowledge of the persons in charge; however, decision support tools are not used in the planning of excavation and transportation equipment despite their central importance. Therefore an approach has been developed to support the planning of construction processes in earthworks by applying discrete event simulation. For this purpose, methods for calculating the performance of earthmoving equipment were extended based on statistical components, adapted for simulation, and implemented in a module library. Furthermore, the simulation tool has been coupled with a mathematical optimization procedure to reduce the cost of transport in earthworks by minimizing haul times.

Johannes Wimmer, Tim Horenburg, Willibald A. Günthner, Yang Ji, André Borrmann

U. Fördertechnik

R. Bruns, W. Günthner, M. ten Hompel, F. Kessler, F. Krause, G. Kunze, H. -G. Marquardt, W. Poppy, J. Scholten, D. Severin, G. Wagner

4. Projektabwicklungsformen im Hochbau und Infrastrukturbereich

Kapitel 6. Dynamisch belastete Fundamente

Größere Maschinen werden in der Regel auf speziellen Fundamenten montiert, damit die auftretenden Beanspruchungen sicher auf den Boden übertragen werden und eine einwandfreie Funktion der Maschine selbst gewährleistet ist. Die Ausbildung eines solchen Maschinenfundamentes kann sehr unterschiedlich sein und hängt von der Größe und Art der Maschine, vom Baugrund und von den in der Umgebung vorhandenen Einrichtungen, Arbeitsplätzen und eventuellen anderen Erschütterungsquellen ab.

13. Ablaufkontrolle und -steuerung / Controlling

Die wesentlichen Elemente eines baustellenbezogenen Controlling sind die auf eine Arbeitsvorbereitung aufbauende Arbeitskalkulation und die daran anschlieáende baustellenbegleitend durchgeführte Nachkalkulation mit Prognosen zum Bauende. Bei Abweichung von den Soll-Daten kann daher das Bauprozessmanagement entsprechend gegensteuern, um mit der Produktion wieder auf deren Soll-Kurs zu kommen bzw. sich diesem soweit als möglich zu nähern.

12. Kosten des Potentialeinsatzes - Baukalkulation

10. Betriebswirtschaftliche Grundlagen der Bauproduktion

Die in der Bauproduktion eingesetzten Verfahren sind neben naturwissenschaftlich-technischen Voraussetzungen durch Einsatz von Potential gekennzeichnet, das aus einer Kombination der elementaren und dispositiven Produktionsfaktoren besteht. Unter Potential sind Menge und Arbeitsvermögen der produktiven Fakto ren eines Betriebs pro Zeiteinheit zu verstehen. Mit der Tätigkeitszeit multipliziert ergibt sich daraus unter Berücksichtigung des zeitlichen Nutzungsgrades (Effizienz) seine Kapazität.

Es geht somit darum, dieses Potential rationell, d.h. wirtschaftlich optimal einzusetzen. Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit seines Einsatzes bedarf es weiterer Kenngröβben. Dies sind neben dem effektiven Arbeitsvermögen, das z.T. aus den Verfahrensbedingungen resultiert, der zeitliche Einsatz und die Kosten. Sie werden in den folgenden Abschnitten dargestellt.

1. Anlass

8. Spezialtiefbau/Baugrubenumschlieβungen

4. Definitionen

3. Die Projektabwicklung im Bauwesen

Im vorstehenden Abschnitt ist die Situation der bauausführenden Unternehmungen im Baumarkt dargestellt. Wie schon erwähnt, verändert sich der Markt. Als Stichworte hierzu werden das Ende der Universal-Bauunternehmung, alternative Vertragsmodelle statt Einheitspreisvertrag und das Risikomanagement genannt [1.7]. Die Strukturveränderungen tendieren zum Generalunternehmer mit Pauschalfestpreis und zu GMP-Modellen. Groβbauunternehmungen verstehen sich darüber hinaus als Dienstleister für private und öffentliche Investoren, übernehmen die Entwicklung, Planung, Finanzierung und Realisierung von Bauobjekten sowie das Facility-Management. Das operative Bauen wird teilweise oder ganz den auf ihre jeweilige Kernkompetenz spezialisierten Nachunternehmen überlassen [1.20 bis 1.22].p ]Als abschlieβenden Überblick über die strategischen Möglichkeiten und den derzeitigen Stand der Marktanpassung traditioneller Bauunternehmungen verweise ich, ergänzend zu den Literaturangaben in den Abschnitten 1 und 3, noch auf die Veröffentlichungen [3.37] bis [3.45] und [3.52, 3.53].

15. Störungen im Bauablauf

Die vorgenannten Ausführungen und Ansätze werden von den Verfassern an einem vollständig durchgerechneten (hypothetischen) Beispiel demonstriert.

In diesem Beispiel sind vor und während der geplanten Bauzeit 8 Ablaufstörungen aufgetreten, die zu einer Bauzeitverlängerung von 14 Arbeitstagen (AT) geführt haben. Da der Auftraggeber (AG) einen um 5 AT (1 Woche) früheren Fertigstellungstermin wollte, war dafür der Bauablauf zu beschleunigen.

Die einzelnen Störungen werden rechtlich und baubetrieblich bewertet. Daran anschlieβend werden die daraus resultierenden Mehrkosten infolge des ermittelten Bauzeitverlängerungsanspruchs berechnet (beide Abschnitte mit ausführlichen Erläuterungen und Kommentaren).

Hierzu seien im Auszug noch erwähnt:

­ Nach der Rechtsprechung des BGH stellt die Übermittlung von Plänen eine schriftliche Anordnung dar.

­ “Wegen der Unsicherheit hinsichtlich des Umfangs der originären Vollmacht des Architekten muss dringend angeraten werden, entweder darauf zu bestehen, dass der Auftraggeber die geänderten bzw. zusätzlichen Leistungen selbst direkt anordnet oder seinen Architekten hierzu ausdrücklich bevollmächtigt.„

Eine fehlende Anspruchsankündigung zu § 2 Nr. 6 Abs. 1 Satz 1 VOB/B ist dann unbeachtlich.

14. Allgemeine Problemlösungsmethoden, Prozessmanagement

Je nach Umfang, Bedeutung und damit “Gewicht„ eines Problems - bspw. einer Wahl von Fertigungsverfahren - kann auf eine der dargestellten Problemlösungsmethoden zurückgegriffen werden. Der Praktiker kommt schneller zum Ziel, wenn er aufgrund seiner Erfahrungen die Variationsbreite einer Aufgabe eingrenzen kann oder durch Randbedingungen wie bspw. verfügbares Potential gebunden ist. Die Entscheidung für ein Fertigungsverfahren oder eine Ablaufvariante wird dann über eine Kostenvergleichsrechnung vorgenommen, wobei - wie in Abschn. 12.8 erwähnt - für jede Variante auch die nicht quantifizierbaren Kriterien zu berücksichtigen sind. Sie lassen sich mit Hilfe der vorgenannten Problemlösungsverfahren bestimmen bzw. eingrenzen.

Chapter 3. Eisenbahndämme und Einschnitte

Horst Rahn

2. Grundlagen für Bauablaufplanung und Logistik

1. Einleitung

10. Regelkreis für die Planung und Steuerung des Bauablaufs

9. Wahrscheinlichkeitsüberlegungen — Berechnung der Dauer

6. Bauablaufplanung im Baubetrieb — Feinplanung für Stahlbetonarbeiten

7. Logistik im Baubetrieb — Grobplanung für Bauwerk-Rohbau

5. Bauablaufplanung im Baubetrieb — Grobplanung für „Bauwerk-Rohbau“

3. Kennzahlen für Baubetrieb und Logistik

8. Logistik im Baubetrieb — Feinplanung für die Stahlbetonarbeiten

10. Naturnahe Gestaltung

Eines der wichtigsten Ziele des naturnahen Wasserbaus ist es, einem Fließgewässer ausreichend Raum zu überlassen, so dass es sich durch

Eigendynamik

frei entwickeln kann. Lassen die bestehenden Randbedingungen eine freie Entfaltung nicht zu, muss der Mensch lenkend eingreifen. Der naturnahe Wasserbau bedient sich dabei der eigendynamischen Entwicklung oder solcher Bauweisen und Materialien, wie sie an der Stelle im Gewässer auch natürlich vorkommen könnten.

4. Allgemeingültige Benutzungsoberfläche für rechnergestützt koordinierte, vernetztkooperative Planungsprozesse

Die Benutzungsoberfläche von Bausoftware ist die entscheidende Stelle, an der die Leistungen einer Software definiert und zugänglich gemacht werden. Sowohl die Entwickler von Bausoftware als auch die späteren Anwender haben in der Definition der Benutzungsoberfläche die zentrale, gemeinsame Verständigungsbasis. Über die Benutzungsoberfläche sind daher auch in der Grundlagenforschung am konkretesten und allseits verständlich die Leistungen von Bausoftware für vernetzt-kooperative Planungsprozesse zu definieren. Das Teilprojekt hat vor diesem Hintergrund zu folgenden Punkten Erkenntnisse erbracht:

Georg Pegels, Torsten Weckmann

6. Bauverfahren im Beton- und Stahlbetonbau

5. Bauverfahren im Erdbau

11. Ablaufplanung

Statistische Betrachtungen sind zur Absicherung von Mittelwert und Varianz maβgbgebender Produktionsdaten notwendig, sind aber immer nur als Hilfsmittel zu verstehen. Genauere Aussagen sind erst durch die Kombination von statistischen Daten und der ingenieurmäβigbigen Beurteilung aller Randbedingungen möglich (Risikobewertung). Ich gehe im Abschnitt über die Ablaufkontrolle (13) nochmals darauf ein.

Durch die gewählten Bauverfahren ist das erforderliche Potential, durch die Ablaufplanung seine Einsatzzeit für die einzelnen Vorgänge bekannt. Der nächste und letzte Schritt der Produktionsplanung besteht jetzt darin, die Kosten des Potentialeinsatzes zu ermitteln. Das ist die Aufgabe der Baukalkulation.

8. Berechnung

Brücken sind hochbeanspruchte Ingenieurbauwerke, die einer Vielzahl höchst unterschiedlicher Einwirkungen ausgesetzt sind. Die Einwirkungen können nach ihrer Entstehung wie folgt gegliedert werden:

• Einwirkungen aus dem Bauwerk,

• Einwirkungen aus der Bauwerksnutzung,

• Einwirkungen aus der Bauwerksumgebung.

Manfred Keuser, Günter Ramberger, Francesco Aigner, Thomas Petraschek, Ulrike Kuhlmann, Annette Detzel, Gerhard Mehlhorn, Thomas Jahn, Ursula Freundt, Ingbert Mangerig, Ulf Lichte, Hugo Bachmann, Masaaki Hoshino, Ekkehard Fehling
Bildnachweise