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01.08.2014 | Baubetrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Megatrends beeinflussen die Immobilienwirtschaft | Teil 2

Autor:
Christoph Berger

Die Megatrends mit der höchsten Relevanz sind auch am ehesten in den Unternehmen der Immobilienwirtschaft implementiert. Einige haben einen direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg.

Die Megatrends Nachhaltigkeit, Zentralisierung, Digitalisierung, Neue Arbeitswelten und Regulierung sind bereits – in dieser Reihenfolge – auch in den Unternehmen implementiert. Der Implementierungsgrad bemisst sich danach, wie die Megatrends in Prozesse und Produkte integriert und aufgenommen wurden.

Nachhaltigkeit drückt sich beispielsweise durch das Angebot zertifizierter Objekte und Nachhaltigkeit-Reports aus. Die Outsourcing-Initiativen bei Property-Management-Leistungen steht für die Zentralisierung – auch interne Supportleistungen werden zunehmend zentralisiert. Und, dies gilt als Beleg für die Digitalisierung: So gut wie alle Unternehmen investieren in ihre IT-Systeme. Was die Regulierung betrifft, dürften die Unternehmen nur wenig Spielraum haben. Gesetzliche Fristen und Vorgaben setzen hier den Rahmen. Die Firmen müssen also aktiv sein.

In der Konzeptionsphase befinden sich die Unternehmen laut der Marktforschungsstudie „PMRE Monitor 2014: Megatrends und ihr Einfluss auf die Immobilienwirtschaft“ durch das Competence Center Process Management Real Estate (CCPMRE) noch bei den Themen Demografie, Globalisierung, Urbanisierung und Internationalisierung.

Die Implementierung von Megatrends führt zu Erfolg

Um den Erfolg der Implementierungen bewerten zu können, fragte CCPMRE 52 Ziele ab. Es heißt: „Die immobilienbezogenen Ziele reichen von der Total Performance der Objekte über Vermietungs- und Transaktionsziele bis hin zum Bauprojektmanagement. Faktoren wie Umsatzrendite oder Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit hingegen zählen zu den unternehmensbezogenen Zielen.“

So führt die Einführung von Nachhaltigkeit zu Unternehmenswachstum, Umsatzrendite, zufriedenen Stakeholdern und einem besseren Unternehmensimage. Nur ein Aspekt ist diesbezüglich mit Risiko behaftet: das Baumanagement. Je nachhaltiger die Immobilie, desto aufwendiger und schwieriger ist es. Die Prozesse und die Verarbeitung nachhaltiger Baustoffe laufen noch nicht effizient genug.

Die Digitalisierung wirkt sich positiv auf den Akquisitionserfolg auf. Das Ankaufvolumen, gerade die Geschwindigkeit im Ankaufprozess, und die Kapitalisierungsraten hätten eine positive Entwicklung auf die Immobilienwerte. So würden leistungsstarke Systeme schnell zur Umsetzung von Marktanalysen und zur Risikoreduzierung führen. Doch auch hier wurde ein Risiko ausgemacht. Durch die Digitalisierung würden die Ziele bei den Bewirtschaftungskosten weniger gut erreicht.

Auch Regeln wirken sich positiv aus

Nur positive Effekte auf den Unternehmenserfolg hat hingegen der Megatrend Zentralisierung, gerade auf den IT- und Prozesserfolg. So bedeutet Zentralisierung in der Regel auch Standardisierung. Dabei werden unnötige Prozessschlafen ausgesiebt mit der Folge einer höheren Effizienz. Und auch das Reporting profitiert davon, sowohl dessen Effizienz als auch die Qualität.

Die Implementierung des Themas Neue Arbeitswelten führt schließlich zu einem gesteigerten Vermietungserfolg und die Regulierung, trotz Vorgabe, zu einem gesteigerten Prozesserfolg. Gerade wenn die regulatorischen Anforderungen mit dem Prozessmanagement kombiniert würden, führe dies zu Erfolg, so das Ergebnis. Die Globalisierung hat positive Effekte auf den Transaktionserfolg und die Urbanisierung auf den Entwicklungserfolg. Letzteres beeinflusst die Projektentwicklungen und das Bauprojektmanagement.

Lesen Sie in Teil 1, welche Megatrends für die Immobilienunternehmen und die Immobilienbranche relevant sind und welche der Trends mit Chancen beziehungsweise Risiken verbunden sind.

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