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02.12.2015 | Baubetrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Deutschlands Bauvolumen beträgt 330 Milliarden Euro

Autor:
Christoph Berger

2014 betrug das Bauvolumen in Deutschland 330 Milliarden Euro. Davon floss ein Großteil in die Modernisierung des Gebäudebestands von Wohnungen. Die energetische Sanierung nahm im Bereich des Wohnungsbaus allerdings ab.

Von den insgesamt 330 Milliarden investierten Euro flossen 188,5 Milliarden im Jahr 2014 in die Erhaltung und Modernisierung des Gebäudebestands. Im Wohnungsbau sind 70 Prozent aller investierten Mittel somit in damit zusammenhängende Arbeiten investiert worden. Dies sind Ergebnisse eines Berichts zur Lage und Perspektive der Bauwirtschaft des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Investiert wurde vor allem in Teilsanierungen

Teilsanierungen nehmen dabei weiterhin den Hauptteil bei den Bestandsinvestitionen ein. Deren Anteil beträgt 85 Prozent beziehungsweise 100 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu wurden etwa sieben Milliarden Euro in Vollmodernisierungen gesteckt. Das entspricht sechs Prozent der Bestandsmaßnahmen im Wohnungsbau.

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Auch wenn die Investitionen in Modernisierung und Erhaltung hoch sind, energetische Sanierungen mussten gegenüber dem Jahr 2010 einen Rückgang von 16 Prozent verzeichnen – auch wenn mehr als ein Viertel der Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsbau noch energetisch bedingt waren. Laut dem BBSR liegt der Grund für den Rückgang bei zurückgehenden Maßnahmen an der Gebäudehülle. So würden sich angesichts sinkender Energiepreise Investitionen in energetische Sanierungen weniger schnell amortisieren lassen.

Die Voraussetzungen sprechen für eine weitere positive Entwicklung

Im Vergleich zum Wohnungsbau sind Vollmodernisierungen im Nichtwohnbereich häufiger. Der Anteil umfassender Sanierungen lag hier bei 28 Prozent. Und auch energetische Sanierungen werden im Nichtwohnbereich mit einem Anteil von 30 Prozent häufiger durchgeführt – vor allem im Bereich des öffentlichen Bauens.

Das BBSR geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung der Investitionen aufgrund der guten Arbeitsmarktlage, den steigenden Einkommen und den stabilen Kreditzinsen im nächsten Jahr fortsetzen wird. Der Wohnungsbau wird dabei eine wesentliche Stütze des Wachstums bleiben.

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