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Über dieses Buch

Hannes Müller zeigt in seiner Studie auf, wie unter Berücksichtigung des Konzeptes Baugemeinschaft in Freiburg und Tübingen neue Areale entstanden sind, die als Musterlösungen einer nachhaltigen Quartiersentwicklung gelten. Das Konzept Baugemeinschaft verspricht ein großes Potential – nicht nur für Bauherren, sondern auch für die Entwicklung von Kommunen. Der Autor untersucht, worum es sich bei dieser neuen Art des partizipativen Bauens handelt, analysiert, wie Baugemeinschaften als städtebauliches Instrument eingesetzt werden können und welche Potentiale existieren, die bislang noch nicht ausgeschöpft wurden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
„Wo dieser Tage mehr als zehn mittelständische Akademiker ab 35 zusammentreffen, kommt es zu Begegnungen, die Außenstehende verstören müssen. Einander Unbekannte beginnen, sich angeregt darüber auszutauschen, welche Vorteile ein Gemeinschaftshaus im Garten bietet, ob man eine Tiefgarage plane oder ein Fahrradhaus. […] Nehmen Sie es den Leuten nicht übel, dass sie kein anderes Thema zulassen, es gibt für sie gerade kein anderes. Sie sind Mitglieder einer Baugemeinschaft, abgekürzt ‚BG‘ und der neueste Schrei für die urbane Jungfamilie.“ Ähnlich wie die Welt am Sonntag beobachten viele Zeitschriften ein großes Interesse an Baugemeinschaften und rezipieren dieses neue Konzept auf unterschiedliche Art und Weise.
Hannes Müller

2. Das Konzept Baugemeinschaft

Zusammenfassung
Das Konzept der Baugemeinschaft stellt eine relativ neue Form dar, selbstgenutzten Wohnraum zu realisieren. Hierbei sind die Benennungen jedoch nicht einheitlich. So wird in diesem Zusammenhang auch von Baugruppen, Wohnbaugruppen, oder Bauherrengemeinschaften gesprochen. In der vorliegenden Arbeit wird – wie bereits zuvor dargestellt – in Anlehnung an das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung der Begriff Baugemeinschaft für ein Gebäude oder ein Ensemble verwendet, das hauptsächlich aus selbstgenutztem Wohnraum besteht und von den Bewohnern gemeinschaftlich und in Eigenregie mit professioneller Unterstützung baulich umgesetzt worden ist.
Hannes Müller

3. Das Leitbild der Nachhaltigkeit

Zusammenfassung
Bei dem Begriff der Nachhaltigkeit handelt es sich – im Gegensatz zu dem englischen sustainability – um ein Kunstwort, das seinen Ursprung in der Forstwirtschaft hat und für das eine nur schwer einzugrenzende Anzahl von Definitionen existiert.
Hannes Müller

4. Fallstudien

Zusammenfassung
Im Folgenden Abschnitt werden anhand einer deskriptiven Vorgehensweise die Quartiere Rieselfeld und Vauban in Freiburg, das Lorettoareal und das Französische Viertel in Tübingen sowie St. Leonhards Garten in Braunschweig dargestellt und anschließend im Rahmen der folgenden Kapitel hinsichtlich der Forschungsfrage analysiert.
Hannes Müller

5. Baugemeinschaften in den Quartieren

Zusammenfassung
Die als Fallbeispiel ausgewählten Quartiere zeichnen sich alle dadurch aus, dass sie in unterschiedlichem Maße von Baugemeinschaften geprägt sind sowie eine umfangreiche Anzahl der Wohnungen im Rahmen von Baugemeinschaften realisiert wurden. Im Folgenden werden die Baugemeinschaften in den einzelnen Fallbeispielen dargestellt und einige besondere Projekte erläutert.
Hannes Müller

6. Analyse ökologische Dimensionen

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel findet eine Analyse einzelner Aspekte der zuvor dargestellten Fallbeispiele statt, in deren Rahmen – in Anlehnung an das Drei-Säulenmodell der Nachhaltigkeit – die ökologischen Merkmale der Fallbeispiele analysiert werden.
Hannes Müller

7. Analyse soziale Dimensionen

Zusammenfassung
Im Folgenden werden – in Anlehnung an das Drei-Säulenmodell der Nachhaltigkeit – die sozialen Aspekte der Fallbeispiele analysiert.
Hannes Müller

8. Analyse ökonomische Dimensionen

Zusammenfassung
Im Folgenden werden – in Anlehnung an das Drei-Säulenmodell der Nachhaltigkeit – die ökonomischen Aspekte der Fallbeispiele analysiert.
Hannes Müller

9. Baugemeinschaften als Werkzeug: Die Altstadt in einem neuen Quartier?

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurden für die einzelnen Dimensionen der Nachhaltigkeit die Auswirkungen auf die Fallbeispiele aufgezeigt. Bei dem Drei-Säulenmodell handelt es sich um eine Vorstrukturierung für die Analyse der Fallbeispiele. Dieses Modell, beziehungsweise die diskrete Analyse der einzelnen Dimensionen der Nachhaltigkeit stößt jedoch an Grenzen. Da auch interdependente, mehrdimensionale Effekte zu tragen kommen, erscheint es notwendig, eine Einordnung zu leisten respektive die einzelnen Teilbereiche zueinander in Verhältnis zu setzen. Wie zuvor bereits angemerkt wurde, handelt es sich insbesondere bei der hohen urbanen Dichte um einen Aspekt, in dem, wie im Rahmen des Reurbanisierungs-Diskurses ersichtlich wird, sowohl strukturelle, quantitative als auch qualitative, sozial-räumliche Aspekte verschränkt sind. Für die Analyse der Fallbeispiele – insbesondere in Hinblick auf die Rolle der Baugemeinschaften – kommt der dichten urbanen Struktur der städtebaulichen Entwürfe eine besondere Rolle zu.
Hannes Müller

10. Befund und Schlussfolgerungen

Zusammenfassung
Baugemeinschaften bieten eine Reihe von Möglichkeiten bei der Entwicklung neuer Stadtteile. Eine der Erklärungen, warum Baugemeinschaften sich aktuell einer derartigen Popularität erfreuen, ist, dass sie in einer heterogenen post-fordistischen Gesellschaft – scheinbar – die Option generieren, den individuellen Lebensentwürfen angemessenen, günstigen, urbanen Wohnraum zu schaffen. Eben dieser Aspekt macht die Stärke des Konzepts nicht nur für die Bewohner, sondern auch für Planer aus, da durch die Baugemeinschaften – neben den traditionellen Investoren und Bauträgern – ein weiterer Akteur mit neuen Möglichkeiten entstanden ist: Mithilfe von Baugemeinschaften kann ein größerer Wettbewerb zwischen Bauherren um Baugrundstücke stattfinden und sich so beispielsweise auch experimentelle Konzepte durchsetzten, die bei klassischen Bauträgern auf Vorbehalte stoßen würden.
Hannes Müller

Backmatter

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