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Baugenehmigung

weitere Buchkapitel

4. Rechtliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Alters- und Pflegeheime in China

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Investitionen in Alters- und Pflegeheime in China zulässig sind. Die Regelungen für ausländische Investitionen in diesem Bereich in China sind im Allgemeinen nach dem Ort sowie der Beteiligungsform des Investitionsvorhabens differenziert geregelt.

Björn Etgen

Kapitel 17. Baugrund- und Tiefbaurecht

Das Baugrund- und Tiefbaurecht, eine der zentralen und höchst spezialisierten Materien des deutschen Baurechts, beschäftigt seit vielen Jahren, in unterschiedlichen Ausprägungen, Rechtsprechung und Wissenschaft. Nichts desto trotz hat es bis zur zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts bedurft, als dieses Gebiet nachhaltiger bearbeitet und zu Beginn der 1980er Jahre dann wissenschaftlich detailliert betrachtet wurde. Dieses Rechtsgebiet kann im Rahmen dieses Beitrags nicht in allen Einzelheiten und Facetten dargestellt werden.

Klaus Englert, Bastian Fuchs

Kapitel 5. Klimawandel und Paradigmenwechsel in der Energiewirtschaft

Während die Endlichkeit der fossilen und nuklearen Rohstoffe bereits genug Motivation sein sollte, unsere Energieversorgung umzustellen, tragen lebensbedrohliche Umweltveränderungen durch ihre energetische Nutzung bereits seit Ende letzten Jahrhunderts maßgeblichen Anteil am Paradigmenwechsel hin zur regenerativen Versorgung in der Energiewirtschaft. Ausschlaggebend ist hierbei vor allem der menschengemachte Klimawandel durch den Ausstoß von Treibhausgasen, welche zu einem erheblichen Anteil der Energiewirtschaft zugeordnet werden. Die meisten Volkswirtschaften dieser Erde bestreiten ihre Versorgung fossil und stoßen hierdurch, wie die vorangegangen Kapitel beschreiben, sowohl in der Beschaffung, als auch in der Umwandlung und Verteilung von Energie, das Treibhausgas CO2 aus.

Sandra Hook

Kapitel 3. Umwandlung von Energie

Im Abschnitt Umwandlung von Energie werden die Primärenergieträger nun in Sekundär- bzw. Endenergieträger umgewandelt und so für jeden einzelnen nutzbar. Die Energiewirtschaft in Deutschland wird nach wie vor von fossilen Energieträgern dominiert (Abb. 3.1).

Sandra Hook

Kapitel 2. Objekt- und Kundenakquise

Die Akquise von Kunden und Objekten wird häufig als Mysterium beschrieben, wobei es den meisten Immobilienmaklern nur an einer richtigen Strategie fehlt. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit unterschiedlichen Ansätzen, um Kunden und damit auch Objekte erfolgreich zu akquirieren. Lernen Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Kundengewinnung und der nachhaltigen Objektakquise kennen.

Oliver-D. Helfrich

Kapitel 16. Internationale Rechnungslegungsvorschriften

Für Geschäftsjahre ab 2005 sind die International Financial Reporting Standards (IFRS) für Konzernabschlüsse kapitalmarktorientierter Unternehmen in Europa ansässiger Unternehmen anzuwenden.

Anna Karin Spångberg Zepezauer

Kapitel 4. Stadtplanerische Aufgaben und Instrumente

Nachdem von den beiden preisbildenden Faktoren zuerst der Bestand erläutert wurde, folgt als zweiter Faktor nun die Planung. Das Kapitel 4 startet jedoch mit dem verknüpfenden Thema Bestandsschutz von Konversionsflächen. Da dieser im Gegenteil zu zivilen Nutzungen selten vorhanden ist, hat das erste Kapitel hierzu eine besondere Relevanz für die Planung und damit auch für den Wert.

Felix Nolte

Wirtschafts- und Sozialkunde

Die Bauspar AG schickt Herrn Walter John das nachstehende Kreditangebot: 2,88 % p. a. Zinsen für drei Jahre fest, Kreditsumme 10.000,00 EUR bis 30.000,00 EUR. Das Kreditangebot wird am 26. Oktober 20.. zur Post gegeben. Wie lange ist die Bauspar AG an dieses Angebot gebunden?

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VI

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz IV

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 29. Entwicklungen im Verwaltungsmanagement

Vom New Public Management zur agilen Innovationsfähigen Verwaltung

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Entwicklungslinien der Stadt(-Verwaltung). Er zeigt auf, wie sich die Grundfunktionen der Stadt, ja sogar der Stadtverwaltung aus individuellen Grundbedürfnissen des Menschen ableiten lassen. Dabei gilt die These: Die Grundfunktionen der Stadt und ihren Verwaltungen sind seit Jahrhunderten die Gleichen, aber die Art und Weise der Aufgabenerfüllung ändert sich. Der Artikel zeichnet die Entwicklungslinien der Stadt(-Verwaltung) nach und zeigt auf, dass in Zeiten der VUCA-World (Abkürzung für: Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity) zunehmend die Innovationsfähigkeit von Stadt gefragt ist. Gleichzeitig sind Stadtverwaltungen grundsätzlich eher auf Routine, Stabilität und Bewahrung angelegt. Dieses Spannungsfeld zwischen Veränderungs- und Bewahrungsfähigkeit ist eines der Kernthemen der Stadt der Zukunft.

Jürgen Kegelmann

8. Planungskonzeption

In den vorangestellten Kapiteln werden die Leistungsbilder zur Objektplanung (Geb äude) sowie die Anforderungen beim PBiB untersucht. Planungsleistungen im Bestand werden auf Grundlage von spezifischen Prozessen durchgeführt, die für den Neubau von Wohngeb äuden konzipiert sind. Hauptmerkmal dieser Prozesse ist eine Vielzahl an Handlungsmöglichkeiten. Die in der HOAI abgebildeten Leistungen sind für die Planung unzureichend. Im vorliegenden Kapitel werden die Grundlagen für ein neues Leistungsbild erarbeitet, das den Anforderungen beim Planen und Bauen im Bestand entspricht

Sebastian Herke

7. Prozessanforderungen im Bestand

Die in der Planung auftretenden Prozessanforderungen gliedern sich in allgemeine Anforderungen, die keiner spezifischen Leistungsphase zuzuordnen und im gesamten Projekt pr äsent sind. Zudem treten weitere Anforderungen im Planungs- und Bauablauf auf, die entsprechend den Leistungsphasen nach HOAI beschrieben werden

Sebastian Herke

6. Allgemeine Anforderungen im Bestand

Das Planen und Bauen im Bestand ist eine richtungsweisende Aufgabe des Architekten. Der zu bearbeitende Bestand beinhaltet nicht ausschlieälich historisch wertvolle Gebäude, sondern triviale Architektur wie Wohnsiedlungen, Industriebauten, Gewerbe- und Büroimmobilien. Von allen Objektarten nehmen Wohnobjekte eine besondere Position ein. Sie sind von Bedeutung, da diese regional variieren und, gemessen an der Anzahl der Objekte im Gebäudebestand, die Mehrzahl am deutschen Immobilienmarkt darstellen. Vielerorts entspricht der Wohnstandard nicht den gestiegenen Wünschen, ebenso ist der technische Ausbauzustand unzureichend. Infolgedessen sind bauliche Maßnahmen erforderlich, wobei der Anteil am gesamten Bauvolumen aufgrund der großen Anzahl an Objekten kontinuierlich steigt.

Sebastian Herke

5. Leistungsbild

Im folgenden Kapitel werden grundlegende Aspekte des Leistungsbilds in Abgrenzung zur Objektplanung untersucht. Der Handlungsschwerpunkt zielt auf die Problemstellung beim PBiB ab. Der Wandel des Berufsbilds des Architekten wird hinsichtlich der Aufgaben bei baulichen Maßnahmen Bestand diskutiert. Dazu werden bestehende Honorarordnung in Deutschland analysiert und die historische Entwicklung sowie aktuelle Probleme aufgezeigt. Es erfolgt ebenso eine Gegenüberstellung von Honorarordnungen in Europa.

Sebastian Herke

C. Rechtliche Anforderungen an die Verwendung von Glas und Licht

Dieses Kapitel enthält eine umfassende Analyse der Rechtspflichten und rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten zum Schutz vor Risiken und Gefahren für Vögel, Fledermäuse und Insekten durch Glas und Licht. Hierzu wird der Stand der Forschung zum Vogelschlag durch Glas und zu den nachteiligen Auswirkungen von nächtlichen Lichtquellen auf Insekten, Fledermäusen und Vögel zugrunde gelegt. Die Analyse untersucht insbesondere die Anforderungen des Bau-, Naturschutz- und Immissionsschutzrechts. Schwerpunkte bilden das Artenschutz- und FFH-Recht sowie die Eingriffsregelung des BNatSchG, die Betreiberpflichten des BImSchG und die bauplanungsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten.

Benedikt Huggins, Sabine Schlacke

E. Zusammenfassung

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Monographie abschließend zusammengefasst. Enthalten ist eine Zusammenfassung der nachteiligen Auswirkungen von Glas und Licht auf Vögel, Fledermäuse und Insekten. Die zur Bewältigung dieser Auswirkungen zu beachtenden rechtlichen Anforderungen werden nach Glas und Licht getrennt zusammengefasst und anschließend bewertet.

Benedikt Huggins, Sabine Schlacke

Kapitel 4. Analyse der interethnischen Beziehungen in Prizren

Der empirische Hauptteil dieser Arbeit setzt sich zusammen aus drei Kapiteln, in denen die interethnischen Beziehungen in Prizren untersucht werden. Zunächst werden die historischen, perzeptiven und sozioökonomisch-demographischen Grundlagen der multiethnischen Stadt dargestellt. Anschließend widmet sich die Analyse der Alltagsdomänen der Frage, welche Rolle Identität für die Prizrener Bevölkerung im Alltag spielt. Schließlich analysiert der dritte empirische Abschnitt dieser Arbeit Identitätsmuster und ihre Rahmenbedingungen in drei Konfliktbeispielen.

Johannes Gold

Gerichtsbarkeit und Recht

Juristische Personen entstehen durch die Eintragung in ein öffentliches Register. Überprüfen Sie, welche Bezeichnung sich auf eine des privaten Rechts bezieht!

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

4. Warum wird so wenig gebaut?

Steigt in einem Markt die Nachfrage, sollte das Angebot nachziehen. Schließlich wird es auch attraktiv, mehr zu produzieren, weil über die gestiegene Nachfrage auch die Preise steigen. Dies gilt auch grundsätzlich für den Wohnungsmarkt, doch in den Großstädten funktioniert dieser Mechanismus aktuell nicht. Dass der Wohnungsbau nicht in Schwung kommt, liegt dabei nicht an den Investoren, denn bei niedrigen Zinsen und hohen Wohnungspreisen ist der Einstieg in den Markt sehr attraktiv. Ursächlich ist vielmehr das geringe Baulandangebot, wofür viele Beteiligte verantwortlich sind: Die Kommunalpolitik, weil zu wenig Flächen ausgewiesen werden, die Bürger, die viele Bauvorhaben bekämpfen und nicht zuletzt Grundstückseigentümer, die mit dem Verkauf warten, um höhere Preise zu realisieren. Neben dem fehlenden Bauland sind auch die hohen Neubaukosten relevant. Aufgrund von Auflagen und Standards sind die Kosten des Neubaus so stark gestiegen, dass Neubauten kaum noch mit dem Bestand konkurrieren können, sprich Neubauten nicht in der entsprechenden Menge absetzbar sind. Ein weiterer Kostentreiber sind steuerliche Regeln, namentlich die Grunderwerbsteuer und die Abschreibungssätze. Nicht zuletzt wird in diesem Kapitel auch der Frage nachgegangen, ob es auch einen Mismatch im Wohnungsmarkt gibt: Werden andere Immobilien gebaut als tatsächlich benötigt werden?

Michael Voigtländer

5. Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnungsmarktlage

Wie kann der Wohnungsmarkt in den Großstädten wieder entspannt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieses Kapitels. Insgesamt werden 10 Maßnahmen vorgeschlagen, die die Lage verbessern können. Ein ganz zentrales Thema ist der Mangel an Bauland. Kommunen sollten mehr Bauland ausweisen und über neue Stadtviertel nachdenken. Gerade in Städten wie München oder Berlin wird eine reine Nachverdichtung nicht ausreichen. Darüber hinaus sollte der vorhandene Platz besser genutzt werden, beispielsweise indem höher gebaut wird und Dachgeschoße genutzt werden. Gerade der Blick auf ausländische Metropolen zeigt, dass wir in der Höhe noch viel Potenzial haben. Des Weiteren brauchen wir eine Reform der Grundsteuer hin zu einer Bodenwertsteuer, die Anreize für eine schnellere und bessere Bebauung setzt. In die gleiche Richtung geht auch der Vorschlag, die Dauer von Baugenehmigungen zeitlich stärker zu begrenzen. Neben dem Bauland sind die Neubaukosten ein entscheidender Ansatzpunkt. Standards und Normen müssen geprüft werden, bessere Anreize gesetzt und kommunale Auflagen überdacht werden. Durch die Erfüllung von immer höheren Klimaschutzstandards, zusätzlichen Normen im Brandschutz und Verpflichtungen zum Bau von Kindergärten oder Schulen wird Bauen immer teurer. Neben diesen Maßnahmen gibt es flankierende Maßnahmen. So ist es erforderlich, die Eintrittsbarrieren zum Wohneigentum zu senken, da viele Haushalte als Eigentümer Wohnkosten sparen könnten. Außerdem sollte das Wohngeld gestärkt werden, um Haushalten schnell und zielgenau zu helfen. Schließlich ist eine bessere Verknüpfung von wachsenden und schrumpfenden Städten notwendig, um die Zentren zu entlasten und Schrumpfungsstädten eine Perspektive zu geben.

Michael Voigtländer

Erläuterungen zu den ABU 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

6. Management des Versicherungsvermittlerbetriebs

Bisher gibt es keine eigenständige „Lehre des Versicherungsvermittlerbetriebs‟ im Gegensatz zur Versicherungsbetriebslehre. Das hat verschiedene Gründe.

Matthias Beenken

Kapitel 16. Weitere mögliche Maßnahmen der Behörden im Baurecht

Neben Baugenehmigung, Teilbaugenehmigung und Bauvorbescheid bestehen noch weitere Handlungsmöglichkeiten der Bauaufsichtsbehörde. Dazu gehören die Baueinstellung, die Nutzungsuntersagung, die Beseitigungsanordnung der baulichen Anlage sowie die Bauüberwachung.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 17. Amtshaftung

Was geschieht, wenn einer Behörde ein Fehler unterlaufen und beispielsweise dem Bauherrn dadurch ein Vermögensschaden entstanden ist? Für diese Fälle wurde das Instrument der Amtshaftung eingeführt.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 15. Was kann der Antragssteller tun, wenn die Baugenehmigung nicht erteilt wird?

Wird die begehrte Baugenehmigung seitens der zuständigen Behörde verweigert und erlässt diese einen ablehnenden Bescheid, so handelt es sich hierbei – ebenso wie bei der Baugenehmigung selbst – rechtlich um einen Verwaltungsakt, der den Bauherrn belastet. Diesem steht es daher frei dagegen das Rechtsmittel des Widerspruchs einzulegen (§ 69 VwGO) bzw. in Bayern direkt Klage zum Verwaltungsgericht einzureichen. Grundsätzlich enthält ein solcher Ablehnungsbescheid am Ende eine Rechtsmittelbelehrung, aus der sich die Art des Rechtsmittels, die zuständige Rechtsmittelbehörde bzw.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 14. Teilbaugenehmigung

Von der Bauvoranfrage und dem Bauvorbescheid ist die Teilbaugenehmigung im Sinne von § 77 HBO zu unterscheiden.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 4. Überprüfung der Wirksamkeit eines Bauleitplans

Bei der Überprüfung der Wirksamkeit eines Bauleitplans wird sowohl die formelle wie auch die materielle Rechtmäßigkeit geprüft.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 5. Sicherung der Bauleitplanung

Während des Planaufstellungsverfahrens besteht die Gefahr, dass Baugenehmigungen für Vorhaben beantragt werden, die nach der geltenden Lage noch zulässig sind, aber sobald der Plan in Kraft getreten ist, nicht zu genehmigen wären. Somit würden die Planungsziele der Gemeinden umgangen werden, bzw. nicht mehr erreicht werden können.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 13. Bauvorbescheid

Neben der Baugenehmigung hat der Bauherr noch weitere Möglichkeiten, Fragen rund um sein Bauvorhaben zu klären. Eine davon stellt eine Bauvoranfrage gemäß § 76 Abs. 1 S. 1 HBO dar.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 11. Das Gebot der Rücksichtnahme

Das Gebot der Rücksichtnahme ist das vom BVerwG entwickelte, für das gesamte Baurecht geltende zentrale Institut des öffentlichen Baunachbarrechts.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 12. Die Baugenehmigung

Auch wenn ein Vorhaben grundsätzlich zulässig ist, bedeutet dies im Umkehrschluss nicht, dass der Bauherr mit der Ausführung seines geplanten Vorhabens sofort beginnen kann. Ehe es an die Ausführung geht, stellt sich zunächst die Frage, ob eine Baugenehmigung beantragt werden muss oder nicht.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 1. Einführung in das öffentliche Baurecht

Dem Begriff des „Baurechts“ kann man sämtliche Regelungen zuordnen, die das Bauen in Deutschland regeln. Unterschieden wird dabei zwischen dem öffentlichen und dem privaten Baurecht.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 19. Besonderes Umweltrecht

Die Grundlage für das Immissionsschutzrecht in Deutschland ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). In diesem ist das Umweltmedium „Luft“ geregelt.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 2. Beteiligte

Zu den Beteiligten im Baurecht sind zu zählen die Bauherrschaft, die Gemeinde, die Bauaufsichtsbehörden, die Nachbarn, die Nachbargemeinden sowie der Entwurfsverfasser und die Bauleiter. Deren Rechte und Pflichten sind teilweise konkret geregelt. Zu verweisen ist insoweit auf die Regelungen des vierten Teils der Hessischen Bauordnung (HBO) (§§ 55 ff. HBO1). Als Beispiel ist § 55 Abs. 3 HBO zu nennen, wonach bei einem Wechsel der Bauherrschaft die neue Bauherrschaft dies der Bauaufsichtsbehörde unverzüglich schriftlich anzuzeigen hat.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 9. Zulässigkeit von Vorhaben

Ob und wie man bauen darf, hängt davon ab, wo man bauen möchte. Der Ort bestimmt die Regeln. Im BauGB ist die Zulässigkeit von Vorhaben in den §§ 29 ff. BauGB geregelt.

Axel Wirth, André Schneeweiß

Kapitel 5. Bereiche der Architekten- und Ingenieurhaftung

In der Reihenfolge der Leistungsphasen befasst sich dieses Kapitel mit phasenspezifischen Risiken und Fehlleistungen. Ausgehend von Fehlern bei der Grundlagenermittlung (z. B. falsche Beratung über die Genehmigungsfähigkeit des Bauvorhabens, Nichtbeachtung des Budgets des Bestellers etc.), werden konkrete Haftungssituationen beleuchtet. Planungsfehler, die aus der Zusammenarbeit oder Konkurrenz mehrerer Fachplaner entstehen werden ebenso dargestellt, wie die Folgen der Rücknahme rechtswidrig erteilter Baugenehmigungen durch die Baubehörde und fehlerhafte Bauherrenbeiträge. Auch Fehler bei der Koordinierung werden näher dargestellt, insbesondere Probleme, die auftauchen, wenn der Architekt Zusatzaufträge im (vermeintlichen) Interesse des Bauherrn erteilt, die dieser später nicht genehmigt. Ebenso werden Fehler bei Bauausführung und Bauüberwachung näher dargestellt: Haftet der Architekt / Ingenieur, wenn der Bauherr die Gewerke selbst ausführt oder ausführen lässt und hierbei Fehler entstehen? Muss der Architekt ständig an der Baustelle anwesend oder zumindest ständig erreichbar sein? Welche Pflichten treffen ihn bei der Rechnungsprüfung und später bei der Objektbetreuung? Wann verjähren Ansprüche aus der Objektbetreuung und was passiert bei Baukostenüberschreitung? Können Honorare über- oder unterschritten werden?

Birgit Brixius

Kapitel 3. Mängel

Mangelhaftigkeit von Leistungen ist Voraussetzung für Schadensersatz: Daher werden Sach- und Rechtsmängel ebenso erläutert wie der Unterschied zwischen Mängeln des Architektenwerks und Baumängeln. Das Kapitel umfasst eine gestufte Darstellung der Anforderungen an ein Werk, von der Beschaffenheitsvereinbarung unter Berücksichtigung der „anerkannten Regeln der Technik“ als Mindeststandard, über die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung bis zur gewöhnlichen Verwendung des Werks. Es beantwortet die Frage, unter welchen Umständen Architekten und Ingenieure nicht nur für Mängel ihrer eigenen Planungsleistungen, sondern auch für die des späteren Bauwerks haften und ob bzw. wie sie sich ggf. entlasten können. Von der Bedeutung der Einhaltung von DIN-Norm und der Einhaltung vereinbarter Planungsdetails, die letztlich dem Gesamtwerk widersprechen, über Besonderheiten bei Verträgen mit Verbrauchern, erfahren Leser/innen das Wichtigste zur Vermeidung von Haftungsfallen im vermeintlichen Interesse der Besteller. Hierbei kommen auch Fragen zu Rechtsmängel des Werkes nicht zu kurz.

Birgit Brixius

Kapitel 2. Der Architekten- und Ingenieurvertrag

Waren in der Vergangenheit Rechte und Pflichten der Parteien von Architekten- und Ingenieurverträgen nicht gesetzlich festgeschrieben, hat der Gesetzgeber 2018 im BGB Normen geschaffen, die einerseits den Architekten vor übermäßiger kostenfreier Akquisetätigkeit unentschlossener Besteller schützen sollen, andererseits Besteller vor verfrühten, honorarpflichtigen Architektenleistungen für die sie (noch) keine Verwendung haben. Da es allerdings weiterhin an gesetzlichen Regelungen zur Abgrenzung zwischen vorvertraglicher Akquise und rechtsgeschäftlichem Bindungswillen fehlt, erfolgt hier nicht nur eine Auseinandersetzung mit den Abgrenzungskriterien und einem im Einzelfall konkludenten Vertragsschluss (durch schlüssiges Verhalten). Vielmehr wird auch das Rechtsinstitut der Gefälligkeitsleistung näher beleuchtet, das – wider Erwarten – zu erheblicher Haftung des Architekten / Ingenieurs führen kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Darstellung vorvertraglicher Haftung, die bereits durch Geschäftsanbahnung ausgelöst werden kann.

Birgit Brixius

Kapitel 7. Die »Mitte der Mitte«: Die Gestaltung des Regierungszentrums

Entscheidende Bedeutung gewann die Mitte der Spreeinsel ab 1442. Zunächst war sie als »Zwing Cölln« entstanden, am strategisch wichtigsten Ort der Doppelstadt zur Beherrschung der Bürger. Diese militär-strategische Dominanz führte nie zu einer bedeutenden stadträumlichen Qualität in Bezug auf die Stadt (Flierl in: Flierl/Parzinger 2009: 109). Seit dem 17. Jahrhundert vollzog sich eine Westwanderung der Herrschaftsinstitutionen, mit wichtigen Zwischenstationen wie die Wilhelmstraße und dem finalen West-Ziel des Charlottenburger Schlosses (Welch 1999: 25 f.).

Klaus von Beyme

7. Projektierung der Gesamtfabrik

Gesamtfabrik: Gesamtheit der Aufgaben realisierenden Systeme, Wirkungsstätten und Beziehungen der Fabrik, die durch funktionelle Integration und eine bestimmte Investitionskostensumme an einem örtlich fixierten Standort ganzheitlich angestrebt wird.

Kurt W. Helbing

34. Genehmigungsverfahren

Genehmigungsverfahren: Behördlicher und fachrechtlicher Vorgang zur Prüfung, Zulassung, Bewilligung, Erlaubniserteilung und Ausführungsgenehmigung von vorgelegten Projektunterlagen für Fabrikinvestitionsvorhaben und den Betrieb von Fabriken, überwachungspflichtigen Fabriksystemen und Fabriksystemelementen.

Kurt W. Helbing

Kapitel 2. Bürgerliches Recht

In dem Kapitel „Bürgerliches Recht“ werden die Regelungen des Zivilrechts, die Beziehungen zwischen den gleichgeordneten Mitgliedern der Gemeinschaft, dargestellt. Das Bürgerliche Recht regelt als Teil des Privatrechts die Rechtsbeziehungen der Privatpersonen (einschließlich der juristischen Personen) untereinander. Es besteht im Wesentlichen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Entsprechend des wirtschaftsrechtlichen Schwerpunkts stehen die ersten drei Bücher des BGB in diesem Kapitel im Vordergrund. Die typischen Vertragsverhältnisse werden behandelt.

Ivo Joswig

3. Grundlagen der Betreiberverantwortung

Die Betreiberverantwortung beruht auf gesetzlichen und vertraglichen Pflichten.

Peter Lein

5. Brandschutz

Auf Veranlassung des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Juni 1954 wurde die Verantwortung für den Brandschutz den Bundesländern übertragen. Die Aufgabe des Brandschutzes obliegt daher überwiegend den Ländern und einzelnen Kommunen, die entsprechende Rechtsvorschriften erlassen.

Peter Lein

7. Feuerlöschanlagen (FLA)

Feuerlöschanlagen sind Einrichtungen des vorbeugenden Brandschutzes. Sie dienen der Rettung und dem Schutz von Personen sowie der Brandbekämpfung. Eine FLA wird als Raumschutz- oder Objektschutzanlage automatisch oder manuell ausgelöst.

Peter Lein

4. Basiswissen Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist die Steuer auf die Umsätze. Sie wird allgemein auch als Mehrwertsteuer bezeichnet. Der Unternehmer erhält für seine steuerpflichtigen Umsätze im Normalfall die Umsatzsteuer von seinen Kunden und führt diese an das Finanzamt ab. Ist der Empfänger des Umsatzes auch ein Unternehmer, zieht er diese Umsatzsteuer als Vorsteuer ab. Umsatzsteuer kann grundsätzlich nur dann entstehen, wenn ein Unternehmer die Leistung erbringt. Die andere beteiligte Person nennt man Leistungsempfänger. Ist dieser Leistungsempfänger kein Unternehmer, sondern Verbraucher, trägt er die Umsatzsteuer auch wirtschaftlich. Da der Endverbraucher die Steuer nicht direkt an das Finanzamt abführt, wird die Umsatzsteuer auch als indirekte Steuer bezeichnet, die den Konsum belastet – gleich, ob es sich dabei um Waren oder Dienstleistungen handelt.

Constanze Elter

Kapitel 8. Sozialistischer Antiheld: Broddi (1975)

Ulrich Theins nächster Fernsehfilm Broddi (1975) unterscheidet sich im Hinblick auf die Produktions- und Rezeptionsgeschichte stark von früheren Arbeiten des Fernsehregisseurs. Erstmals verfilmte Thein das Szenarium eines anderen Autors. Mit Benito Wogatzki traf der zum narrativen Abschweifen tendierende Autor Thein auf einen breit erzählenden Schriftsteller, der die Fabel seiner Geschichten häufig über Dialoge aufbaute und bisher wenig Interesse an filmischen Erzählformen gezeigt hatte.

Andy Räder

Kapitel 6. Konjunkturpakete und ihre Auswirkungen auf das Baugewerbe

In diesem Abschnitt werden Konjunkturpakete in dem Zeitraum von 1967 bis 1989 vorgestellt, die mit dem Baugewerbe in Verbindung gebracht werden. Um die Konjunkturpakete bewerten zu können und ihre Auswirkungen auf das Baugewerbe zu erläutern, soll zunächst mit der Abbildung 6.1 ein Überblick geschaffen werden, wie die öffentlichen Investitionen und die Investitionen in gewerbliche Bauten und Wohnbauten in den Jahren 1950 bis 1989 verlaufen sind. Die hellblaue Kurve (Baugewerbe) stellt dabei die Summe aus den Investitionen der gewerblichen Bauten und der Wohnbauten und der Hälfte der öffentlichen Investitionen dar.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 13. Management, Betrieb und Instandhaltung

Die Aufgaben von Management, Betrieb und Instandhaltung von Wasserversorgungsunternehmen (WVU) werden bestimmt durch die Forderungen der hygienisch, technisch und wirtschaftlich einwandfreien Belieferung des Versorgungsgebietes mit Trinkwasser unter Beachtung der einschlägigen Rechtsvorschriften und des technischen Regelwerkes. Als technisches Regelwerk und anerkannte Regeln der Technik gelten dabei vor allem die einschlägigen DIN-Normen, die DVGW-Arbeitsblätter, Merkblätter und Hinweise sowie die Unfallverhütungsvorschriften. Wesentliche Bestimmungen daraus sind von den Länderbehörden in Mustersatzungen und Richtlinien für die Praxis umgesetzt.

Joachim Rautenberg

Anforderungen an die Handelslogistik der Zukunft

Bedingt durch eine Reihe von Einflussfaktoren, wie Digitalisierung, Urbanisierung, zunehmende Anzahl kleinerer Sendungen und damit zunehmender Anteil der Kurier-Express-Paket -Logistik, steht die Handelslogistik vor großen Herausforderungen. Dieser Beitrag geht auf die verschiedenen Faktoren in den Bereichen des stationären und Online-Handels ein. Die Erwartungen des Verbrauchers als zentraler Treiber dieser Entwicklungen werden aufgezeigt. Von zentraler Bedeutung sind auch die Logistikimmobilien, von denen aus die Warenströme zum Handel und zum Verbraucher gelangen. Aufgrund der aktuellen Anforderungen rücken diese näher ans oder sogar ins urbane Zentrum. Daher wird auch die Perspektive der Kommunen aufgegriffen. Abschließend werden die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Distributionslogistik und die davon abgeleiteten Lösungsansätze erläutert.

Markus Muschkiet, Ulrich Schückhaus

Kapitel 6. Projektphasen

Im Folgenden werden für jede dieser Phasen die wichtigsten Aktivitäten der Akteure aufgeführt. Allerdings treffen nicht alle Aktivitäten auf sämtliche Projekte zu, d. h. die Aktivitäten zu den beschriebenen Phasen stellen eine theoretische Maximalanforderung dar. Ziel dieser Beschreibung eines Projektes ist es, da Projekte immer komplexer werden, erforderliche Prinzipien, Methoden, Werkzeug und Techniken zu definieren, um ein zielgerichtetes Planen zu gewährleisten.

Werner Seiferlein

Kapitel 9. Porsche AG – Projekt Warenausgang Achsen im Werk Zuffenhausen

Am seit 1954 bestehenden Stammwerk der Porsche AG in Zuffenhausen werden alle Sportwagenderivate auf einer Fertigungslinie im Mix gefertigt. Seit dem Jahr 2012 werden die Baureihen Boxster und Cayman im Produktionsverbund mit dem Volkswagen-Fertigungsstandort Osnabrück gefertigt. Im Rahmen der Standortanbindung musste ein Warenausgang für die Komponentenauslieferung der Achsen am Standort Zuffenhausen realisiert werden. Ausgehend von einer Beschreibung der aufgesetzten Projektorganisation und der verwendeten Instrumente des Projektmanagements werden die praktischen Erfahrungen mit deren Anwendung beispielhaft dargestellt. Dieser Erfahrungsbericht gliedert sich in drei Phasen – Konzeption, Fein- und Umsetzungsplanung sowie Realisierung und Übergabe. Abschließend werden Rückschlüsse (Lessons Learned) für zukünftige Projekte abgeleitet.

Karsten Seidl, René Baron

Kapitel 4. Analyse der interethnischen Beziehungen in Prizren

Der empirische Hauptteil dieser Arbeit setzt sich zusammen aus drei Kapiteln, in denen die interethnischen Beziehungen in Prizren untersucht werden. Zunächst werden die historischen, perzeptiven und sozioökonomisch-demographischen Grundlagen der multiethnischen Stadt dargestellt. Anschließend widmet sich die Analyse der Alltagsdomänen der Frage, welche Rolle Identität für die Prizrener Bevölkerung im Alltag spielt.

Johannes Gold

Bewertung von Baumärkten

Einzelhandelsimmobilien in Deutschland gelten als sicherer Hafen, was sich insbesondere in einer anhaltend hohen Nachfrage und sinkenden Renditen widerspiegelt. Aus diesem Grund rücken zwischenzeitlich auch Handelsformen wie Bau- und Heimwerkermärkte in den Fokus von Anlegern, welche in der Vergangenheit keine Rolle auf dem Investmentmarkt gespielt haben. Aktuell gibt es in Deutschland ca. 2100 Objekte in diesem Marktsegment.

Matthias Stich

Bewertung von Golfanlagen

Golfanlagen gelten in Deutschland als „Bewertungsobjekte besonderer Art“. Bundesweit gibt es derzeit über 730 Golfanlagen. Diese unterscheiden sich teilweise ganz erheblich im Bezug auf Art, Umfang, Ausstattung, Baustandard, Pflegequalität, Trägerschaft und Betrieb. Eine „standardisierte“ Methode der Ermittlung des Marktwertes von Golfanlagen gibt es nicht, zumal die Bewertungsanlässe recht verschieden sein können (Kauf/Verkauf, Kredit-Finanzierung, Auseinandersetzung von Gesellschaftern, Entschädigung bei Heimfall, Erbschafts-/Schenkungssteuer, etc.). Analog zur Wertermittlung anderer Freizeitimmobilien kommt in der Mehrzahl der Fälle das Ertragswertverfahren gem. § 17 ImmoWertV zur Anwendung. Der Betrieb von mit hohen Fixkosten belasteten Golfanlagen in einem Nachfrager-Markt, der sich durch einen Angebots-Überhang und einen sukzessiven Preisverfall auszeichnet, ist häufig durch eine nur geringe Wirtschaftlichkeit gekennzeichnet. Der Ertragswert liegt in den meisten Fällen (tw. weit) unter dem Sachwert (Wiederherstellungswert). Für Investoren stellen Golfanlagen in Deutschland keine attraktive Asset-Klasse dar.

Falk Billion

Bewertung von Tankstellen

In dem Beitrag werden aus immobilienwirtschaftlicher Sicht die zur Ermittlung des Verkehrswertes (Marktwertes) gem. §194BauGB relevanten Rahmenbedingungen des Marktes und des Wettbewerbsumfeldes wie beispielsweise Bestandsentwicklung, Marktanteile, Geschäftsfelder usw. von Tankstellen dargestellt und erläutert. Die Ausarbeitung mündet auf Basis von Kennzahlen in in einer beispielhaften Bewertung eines Tankstellengrundstücks. Nicht behandelt werden in diesem Beitrag Fragestellungen zu Rastanlagen an Autobahnen, sogenannten Nebenbetrieben oder zu Autohöfen.

Klaus Wagner

Bewertung von Grundstücken mit Windenergieanlagen

Die Atomkraftwerks-(AKW)-Explosionen am 26. April 1986 in Tschernobyl (Ukraine) und am 16. März 2011 von Fukushima (Japan) haben die öffentliche Diskussion um die Energiewende völlig verändert. Der Druck der Öffentlichkeit auf die Politik und die Verantwortlichen der Energiewirtschaft, den Ausstieg aus der Kernenergie zu organisieren und zu beschleunigen, haben die bisherigen politischen Zielsetzungen um den Klimawandel und um die Sicherheitsaspekte bei der Kernenergienutzung noch erhöht.

Herbert Troff

Bewertung von Hotelgrundstücken unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Sie sehen aus wie ein Immobilie, aber sie sind nicht wie eine Immobilie – Hotels sind „anders“! Ein Hotel ist die einzige Nutzungsart, die täglich neu vermietet werden muss. Hotels werden auch als „Beherbergungsbetriebe“ bezeichnet bzw. unter diese subsumiert. Das Beherbergungs- und Gaststättengewerbe wiederum wird zusammenfassend als „Gastgewerbe“ charakterisiert. Der Teilbegriff „Betrieb“ macht den starken Unternehmensbezug der Immobilie deutlich, die ohne einen „guten“ Betreiber faktisch wertlos ist.

Sven Bienert

4. Wärme – und Kälteversorgungsanlagen

Nach den Grundlagen der Berechnung des Wärmeüberganges (Heizlast und Kühllast) werden Wärme- und Kälteversorgungsanlagen, aufgeteilt nach Erzeugung und Verteilung, erläutert. Unterschieden wird nach Energieträger (Erzeugung) und Einsatz von regenerativer Energie. Viele Einzelheiten der Erzeugungssysteme bis hin zu baukonstruktiven Hinweisen (z. B. Abgasanlagen) mit Verweisen auf Normen und Gesetze werden aufgeführt. Ganzheitliche Versorgungskonzepte mit integrierten Wärme- Kälteanlagen oder auch Kraft-Wärme- und Kälte-Kopplungen werden mit zahlreichen Beispielen dargestellt. Wärme- und Kälteverteilungsanlagen in Räumen werden als wesentliches Merkmal der empfundenen thermischen Qualität mit Auslegungshinweisen und Beispielen vorgestellt.

Dirk Bohne

6. Elektrotechnik

Der Aufbau von Starkstromanlagen für Gebäude mit Versorgung aus Mittel- und Niederspannungsanlagen wird erläutert. Auch die Grundlagen von Eigenstromerzeugung mit Photovoltaik und Kleinwindkraftanlagen ist Bestandteil. Die Fernmelde- und Informationstechnik differenziert die zahlreichen Anwendungen für Telekommunikation, Elektroakustik, Fernseh- und Antennenanlagen, Gefahrenmelde- und Alarmanlagen und Datentechnik. Die Darstellung der Gebäudeautomation schließt das Kapitel ab.

Dirk Bohne

8. Energiekonzepte

Die Kriterien eines Energiekonzeptes für Gebäude wird basierend auf dem Wärme-, Kälte und Strombedarf für Gebäude erläutert und der Bezug zu den in unterschiedlichen Kapiteln beschriebenen Einzeldarstellungen hergestellt. Die Zusammenhänge der Bewertung der Effizienz vom Primärenergiekennwert bis zur „Netzdienlichkeit“ der Anlagenkonzepte und die Berechnungsmethode zur Wirtschaftlichkeitsberechnung werden aufgeführt. Einen Überblick über das Thema „smart-home“ schließt dieses Kapitel ab.

Dirk Bohne

Kapitel 6. Brauchbare Illegalität: soziologische und juristische Bestimmung und Weiterführung

Die vorstehenden Ausführungen haben gezeigt, wie sehr neben formalem auch informales Handeln in allen Organisationen integrativ zum Tragen kommt. Im Folgenden wird der Versuch unternommen, anhand einiger Beispiele eine Rückanknüpfung zwischen Formalität und Informalität mit Compliance-relevanten Rechtsfragen vorzunehmen. Zunächst wird dazu in den Begriff der „brauchbaren Illegalität“ soziologisch eingeführt.

Marcel Schütz, Richard Beckmann, Heinke Röbken

Kapitel 11. Immobilienprojektentwicklung

Der Immobilienprojektentwickler muss gleichermaßen über Marktkenntnisse sowie über grundstücks- und baurechtliche Kenntnisse verfügen. Die Aufgabenfelder in der ProjektentwicklungProjektentwicklung werden strukturiert behandelt.

Kerry-U. Brauer

Kapitel 3. Rechtsgrundlagen der Immobilienwirtschaft: Öffentliches und privates Baurecht

Das BaurechtBaurecht regelt Art und Maß der baulichen Nutzung eines Grundstücks, die Anforderungen an das Grundstück und die Ordnung der Bauausführung sowie die Rechtsverhältnisse der an der Errichtung eines Bauwerks beteiligten Personen (Abb. 3.1).

Bernd Dammert

Kapitel 8. Renditeberechnung bei Immobilieninvestitionen

In diesem Kapitel werden die verschiedenen Möglichkeiten der RenditeberechnungRenditeberechnung aus Sicht von End- und Zwischeninvestoren von ImmobilieninvestitionenImmobilieninvestition aufgezeigt. Der SchwerpunktWirtschaftlichkeit liegt dabei auf den dynamischen Methoden (Methode des internen Zinsfuß und Methode des vollständigen Finanzplans).

Kerry-U. Brauer

Kapitel 9. Immobilienfinanzierung

Nach der betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Einordnung der Kapitalbeschaffung zur Realisierung einer Immobilieninvestition werden die Kreditsicherheiten sowie der Ablauf der Fremdkapitalbeschaffung dargestellt. Darüber hinaus werden die Spezifika der Bauträgerfinanzierung behandelt und alternative Formen der Kapitalbeschaffung aufgezeigt.

Kerry-U. Brauer

7. Investitionen in Immobilien zur Eigennutzung und zur Vermietung

In Immobilien als Sach- und Substanzwerte zu investieren, ist seit jeher eine der attraktivsten Möglichkeiten, Vermögen zu bilden. Angefangen mit der eigengenutzten Immobilie über Direktanlagen in vermietete Wohnungen und gewerbliche Vermietungen, Ferienwohnungen oder Auslandsimmobilien bis zu Investitionen in Immobilien zur Altersvorsorge.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 3. Ein Systemansatz für das Projektmanagement

Ein erfolgreiches Management komplexer Projekte ist nur als Kombination dreier vernetzter Aufgabenfelder möglich: der Entwicklung des Liefergegenstands, der Steuerung der dazu notwendigen Ablaufprozesse und der Führung der beteiligten Akteure. Kapitel 3 vertieft sich in die Systemtheorie und leitet daraus die Voraussetzungen für ein umfassendes, komplexitätsbewältigendes Ablauf- und Kooperationsmodell des Projektmanagements ab. Dazu wird zunächst das Konzept des soziotechnischen Systems geprüft, aber wegen seiner unzureichenden Eignung für die Bewältigung dynamische Komplexität, als Fundament für ein Projektmodell verworfen. Dagegen bietet sich die Theorie sozialer Systeme (nach Luhmann), trotz ihrer relativ schweren Verständlichkeit und komplizierten Terminologie als potente Basis für ein Modell zur Steuerung komplexer Projekte an. Kombiniert mit Erkenntnissen der Organisationstheorie ermöglicht sie eine umfassende Beschreibung „d e s Projekts“ in seiner Prägnanz und Widersprüchlichkeit.Projekte werden in ihrer doppelten Charakteristik analysiert, einerseits als selbstreferentiell geschlossene Systeme, die in einem rekursiven Prozess Kommunikation an Kommunikation reihen, zum anderen als temporäre Organisation. Ihre Grenzen werden bestimmt und die Bedingungen ihrer Konstruktion als soziales System beschreiben. Davon ausgehend entwickelt der Autor Ideen für ein komplexitätsbewältigendes Steuerungsmodell, das sowohl eine Koordinierung der vernetzten Prozessabläufe als auch ein effizentes Management der Akteursbeziehungen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Interessen und ihrer Beziehungen zu externen Organisationen ermöglicht.

Dietmar Lucht

Kapitel 5. Stoffdatenerfassung

Es wird jeweils eine Übersicht über die aktuell angewandten Messmethoden mit Hilfe der instrumentellen Analytik für die Kompartimente Boden, Wasser und Luft vorgestellt. Die umweltanalytischen Verfahren sind stoffgruppenbezogen den Umweltkompartimenten zugeordnet. Dabei werden u.a. die aktuell angewandten Trennverfahren wie die Gaschromatografie und die am häufigsten eingesetzten Detektionsverfahren, wie Massen- und Atomabsorptionsspektroskopie vorgestellt. Die Bedeutung der Auswahl von Messmethoden im Hinblick auf die matrixbezogene Untersuchung auf Kontaminationen wird dargelegt. Die für das jeweilige Kompartiment durchgeführten messtechnischen analytischen Verfahren werden nach einem Phasenmodell, das als Grafik jeweils zugeordnet ist, vorgestellt. Das Modell umfasst die Art der Probenahme, die Probenvorbereitung und die Detektionsphase. Darüber hinaus wird die Bedeutung von olfaktorischen Erfassungen als Erstbewertung und die von Monitoring-Verfahren an verschiedenen Praxisbeispielen erläutert.

Regine Grafe

Kapitel 3. Wozu kann unsere Gesellschaft eine „agile Verwaltung“ brauchen?

Ein Grundprinzip des Arbeitens in Verwaltungen stellt das Denken in Einzelzuständigkeiten dar. Auch komplexe Aufgaben werden in „kleine Häppchen“ zerteilt und jedes Häppchen einem zuständigen Sachgebiet oder auch einer anderen beteiligten Behörde und darin jeweils einer Person zugeordnet. Diese Arbeitsweise ist über 200 Jahre alt und in vielen Situationen der heutigen Zeit nicht mehr angemessen. Sie führt zu widersprüchlichen Ergebnissen, permanenten gegenseitigen Behinderungen und extrem langen Bearbeitungszeiten. Auch die Digitalisierung eines solchen mangelhaften Prozesse führt nicht weiter: Man erhält dann einen digitalisierten, mangelhaften Prozess. Agile Grundsätze zielen hingegen auf Verhaltens- und Haltungsänderungen der Beteiligten und sind so nachhaltiger.

Thomas Michl, Wolf Steinbrecher

Kapitel 20. Agilisierung einer kommunalen Verwaltung – das Beispiel Ängelholm (Schweden)

Im April 2017 besuchte eine Delegation des Forums Agile Verwaltung die Stadt Ängelholm. Wir hatten einfach europaweit nach „agiler Verwaltung“ gegoogelt und waren so auf die „Första agile kommun i Sverige“ – die erste agile Kommune Schwedens gestoßen. Was haben wir von unserer Forschungsreise mit zurück nach Deutschland genommen? Die Koffer waren voller Inspiration, der Bestätigung, dass Agilität auch in einer Stadtverwaltung funktionieren kann, dass dies hoch motivierte Mitarbeiter hält und erzeugt, die die unterschiedlichsten Bürgeranliegen als lösbare Herausforderungen sehen und gemeinsam angehen. Vielleicht gelingt es mir, in meinem Bericht eine Ahnung davon zu vermitteln.

Wolf Steinbrecher

1. Einleitung

Die Bautechnik des Holzbaus hat in ihrer langen Entwicklungsgeschichte eine Vielfalt von Konstruktionen hervorgebracht, deren Darstellung im Einzelnen den Rahmen eines solchen Buches sprengen würde. Die Autoren beschränken sich daher auf die wesentlichen Konstruktionsarten, wie Dach- und Deckenkonstruktionen, Fachwerk-, Block- und Umgebindebauten, neue Holzbauweisen sowie Hallenkonstruktionen. Der Begriff „neue Holzbauweisen“ charakterisiert neue Entwicklungen im Holzbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die traditionellen zimmermannsmäßigen Konstruktionsprinzipien im Hinblick auf eine industrielle Verwertung weiterentwickelt wurden. Die für das Verständnis des Buches wichtigen Begriffe findet der Leser im folgenden Text. Weiterhin sei auf weiterführende Literatur zu Fachbegriffen verwiesen. Die Autoren empfehlen außerdem die Fachterminologie für den historischen Holzbau „Fachwerk-Dachwerk“.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

5. Schadensbewertung

Nach der Schadensaufnahme ist in jedem Fall eine Bewertung der Schädigung im Hinblick auf die Einhaltung baurechtlicher Forderungen vorzunehmen. Durchzuführen ist eine Auswertung der Schadensanalyse, die Aussagen zur Stand- und Funktionssicherheit des Bauwerkes enthält, und es sind Aussagen zur Erhaltungswürdigkeit des Bauteils bzw. Bauwerkes zu treffen.Grundsätzlich geht es um eine detaillierte Prüfung der Funktions- bzw. Gebrauchsfähigkeit der konstruktiven Bestandteile eines Gebäudes, wie sie in dem Algorithmus in Abb. 5.1 dargestellt ist. Neben der sicheren Lastabtragung, d. h. der Bewertung der Standsicherheit einer Konstruktion, sind die Fragen der Einhaltung weiterer bauordnungsrechtlicher Forderungen auf dem Gebiet des Holz-, Wärme-, Feuchte-, Brand- und Schallschutzes zu analysieren und zu bewerten. Immer wieder kommt es vor, dass sowohl der Bauherr als auch der verantwortliche Architekt glauben, die Arbeitsschritte Schadensanalyse und -bewertung einsparen zu können. Die Folge sind weit höhere Kosten. Erst durch eine fachgerechte Analyse des Bauzustandes ist es möglich, die richtigen Maßnahmen zu erkennen und deren Kostenumfang zu bestimmen.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

5. Windkraftanlagen

Neben der Sonnenenergie bietet sich zur nachhaltigen Energieerzeugung auch der Wind an. Eine Windkraftanlage wandelt die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie um. Dies geschieht, indem die Bewegungsenergie der Windströmung auf die Rotorblätter wirkt und sie somit den Rotor in eine Drehbewegung versetzt [5-1].

Hartmut Frey

Kapitel 2. Sanierungsstrategien institutioneller Investoren

Institutionelle Investoren – mithin Pensionskassen, Lebensversicherungen und Stiftungen – gehören zu bedeutenden Immobilien-Bestandshaltern in der Schweiz und investieren im Rahmen der Kapitalanlage kontinuierlich in Immobilien. Aufgrund der Funktion als Kapitalanlage und der damit verbundenen Bedeutung des Werterhalts und der Rendite sind abgestimmte Sanierungsstrategien bzw. -zyklen und Nutzungskonzepte von besonderer Bedeutung. Eine zielführende Abstimmung und nachhaltiger Investitionszeitpunkt sind folglich sinnvoll.

Janine Berger, Michael Trübestein, Marvin King

2. Struktur der einzelnen Energie-Teilmärkte

Die deutsche Energiewirtschaft ist privatwirtschaftlich organisiert. Kennzeichen ist die pluralistische Struktur. Keine Branche gleicht der anderen. Vielmehr weisen die einzelnen Zweige der Energiewirtschaft verschiedenartige technische und wirtschaftliche Besonderheiten auf. Die Unternehmensstrukturen auf den Märkten für Mineralöl, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Elektrizität werden dargestellt. Das Aufkommen und die Verwendung der auf diesen Märkten angebotenen Erzeugnisse werden in einer Vielzahl von Abbildungen und Tabellen veranschaulicht. Dies erfolgt unter Differenzierung nach den jeweils relevanten Wertschöpfungsstufen. Ferner wird die Entwicklung der Rahmenbedingungen aufgezeigt, die zu den gegenwärtig bestehenden sehr unterschiedlichen Strukturen geführt haben.

Hans-Wilhelm Schiffer

Kapitel 6. Checklisten und Muster für die Abnahme

hiermit zeigen wir an, dass die o. g. vertraglich vereinbarte Leistung am:.......... vollständig erbracht wurde und abnahmefähig ist als abrechenbarer Teilabschnitt abnahmefähig fertig gestellt wurde zur Zwischenabnahme vorgestellt wird, da dieser Teil durch die weitere Bauausführung der Sicht bzw. der späteren Abnahme entzogen wird. im Rahmen der Mängelbeseitigung gemäß Abnahmeprotokoll fertig gestellt wurde Es fallen dafür – keine Kosten mehr an voraussichtlich für folgende Leistungen noch Kosten an:

Konrad Micksch

4. Konstruktionen aus Lehmbaustoffen – Planung, Bauausführung und Bauüberwachung

Mit dem Nachweis ihrer Gebrauchstauglichkeit können Lehmbaustoffe zu Bauteilen und Konstruktionen verarbeitet werden.Gebäude aus Lehmbaustoffen müssen wie alle anderen Bauwerke allgemeinen konstruktiven, funktionellen und gestalterischen Anforderungen genügen und die Bedürfnisse der Nutzer voll erfüllen. Die Gebäudehülle muss eine optimale Verbindung zwischen den äußeren Umweltbedingungen und den Arbeits- und Lebensbedingungen im Haus sicherstellen.

Horst Schroeder

Leitfaden für das nachhaltige Prozessmanagement bei energetischen Sanierungsmaßnamen in WEG-Mehrfamilienhäusern

Die im vorliegenden Aufsatz beschriebenen Prozesssteuerungswerkzeuge und Entscheidungshilfsmittel für die ressourceneffiziente Sanierung zwecks energetischer und komforttechnischer Optimierung von Mehrfamilienwohngebäuden und unter anderem historisch und baukulturell wertvollen Bauten, die von Wohnungseigentümergemeinschaften betrieben werden, sind für ein breites Spektrum relevanter Beteiligter entwickelt: WEG-Verwalter, Verwaltungsbeiräte, Energieberater und Kümmerer.

Georgi Georgiev, Katharina Rupp, Gunnar Grün

L2. Primärenergien

Die in den Brennstoffen als chemische Energie gespeicherte Sonnenenergie wird durch Oxidation der brennbaren Bestandteile Kohlenstoff, Wasserstoff und andere Elemente wieder in Wärme umgesetzt. Als Oxidationsmittel dient meist Luft, mitunter auch mit Sauerstoff angereichert, seltener reiner Sauerstoff. Verbrennungsvorgang s. D10.1. Einen Vergleich auf der Basis Steinkohleneinheiten (SKE), Joule und kcal zeigt Anh. L2 Tab. 1.

Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Dr.-Ing. Christian Bratfisch, Hendrik Hasenclever, Kathrin Hoffmann

21. Nord Stream 2

Das Projekt der neuen baltischen Unterwasserseepipeline zwischen Russland und Deutschland fand seit seiner Ankündigung ein sehr widersprüchliches Echo in Europa. Am 20. Oktober 2016 verglich der polnische Minister für europäische Angelegenheit, Konrad Szymanski, in einem Artikel in der britischen Financial Times die Leitung sogar mit „einem Trojanischen Pferd“ und meinte, dass sie imstande wäre, die Wirtschaft zu destabilisieren und die politische Beziehungen in der EU zu vergiften.

Oleg Nikiforov, Gunter-E. Hackemesser

7. Entsorgung von radioaktiven Abfällen mit hoher Radioaktivität

In diesem Kapitel wird neben der Beschreibung der radioaktiven Inventare auf die vorhandenen Endlagerlösungen für hochradioaktive Abfälle eingegangen. Nach Angaben der World Nuclear Association (WNA) entstehen weltweit Jahr für Jahr 12.000 Tonnen hochradioaktiver Abfälle. Zu den hochradioaktiven Abfällen in Deutschland zählen in erster Linie Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken sowie Abfälle aus der Wiederaufbereitung von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken. International kommen noch die hochradioaktiven Abfälle aus der militärischen Verwendung der Kernenergie. Kapitel 2 Bild II-1 zeigt in der dort dargestellten Klassifizierung, dass hochradioaktive Abfälle (High Active Waste – HAW) eine Zerfallswärme von (2 – 20) kW/m3 entwickeln und durch eine spezifische Radioaktivität von > 1,0∙E+14 Bq/m3 gekennzeichnet sind, siehe [36] und [10]. International und für die Endlagerung wesentlich ist die Unterscheidung weiter in: SL – short lived (kurzlebig); ML – medium lived (mittellebig) und LL – long lived (langlebig). Mit der Wahl des Endlagerstandorts kommt der Endlagerkonzeption und dem Zusammenwirken der geologischen, geotechnischen und technischen Barrieren die Aufgabe zu, die Langzeitsicherheit dauerhafte unter den verschiedenen Szenarien zu gewährleisten. Auch auf die besondere Bedeutung des Monitorings mit Umwelt- und Gesundheitsmonitoring wird verwiesen.

Dr.-Ing. Michael Lersow

8. Langzeitsicherheit Geotechnischer Umweltbauwerke

In den vorangegangenen Kapiteln wurden verschiedene Geotechnische Umweltbauwerke vorgestellt, die definierte radioaktive Inventare dauerhaft sicher aufnehmen oder aufnehmen sollen, und welchen Nachweis es dazu gibt, dies glaubhaft zu belegen und auf dessen Grundlage die Geotechnischen Umweltbauwerke zugelassen und genehmigt werden. Für Tailings ponds ist das allgemeine Verfahren für einen Langzeitsicherheitsnachweis in Kap. 5 vorgestellt worden, aber insbesondere für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen soll dies hier nachgeholt werden. Ein verbindliches Verfahren wurde in Deutschland bisher nicht vorgelegt, ist vielleicht auch nicht wünschenswert, weil der Langzeitsicherheitsnachweis standortabhängig geführt werden muss, damit das Endlagerbauwerk für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle auch genehmigungsfähig wird. Der Rahmen für den Langzeitsicherheitsnachweis sollte allerdings verbindlich formuliert werden. Nachfolgend soll dieser auf der Grundlage der derzeit vorliegenden Erkenntnisse vorgestellt werden.

Dr.-Ing. Michael Lersow

24. Das Problem mit den Schnittstellen

Die Kunst der Planung besteht darin, den Schwierigkeiten bei der Ausführung zuvorzukommen.Der französische Schriftsteller und Philosoph Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715–1747), erkannte bereits vor mehr als 250 Jahren, dass Probleme deutlich kleiner werden, wenn der Ablauf zuvor gut geplant ist.

Adam Merschbacher

21. Brandschutz-Generalübernehmer

Man kennt den Begriff des Generalübernehmers aus der Bauindustrie. Ein vergleichbarer Begriff wäre Koordinator, also Brandschutz-Koordinator.Der Brandschutz-GÜ übernimmt die Ausschreibung der einzelnen Gewerke, die Auswahl der Subunternehmer und die zeitliche sowie qualitative Überwachung der Baustelle. Der Unterschied zwischen einem Generalunternehmer (GU) und einem Generalübernehmer (GÜ) besteht darin, dass der GU mindestens ein Gewerk selbst übernimmt und die anderen vergibt; der GÜ dagegen vergibt alle Gewerke an Subunternehmer und versteht sich lediglich als Koordinator.

Adam Merschbacher

17. Brandmeldeanlagen

Je früher, in der Phase der Brandentstehung, ein Brand entdeckt und an die richtige Stelle gemeldet wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Personen gerettet werden und das Feuer rechtzeitig unter Kontrolle gebracht wird (Abb. 17.1).

Adam Merschbacher

2. Baulicher Brandschutz

Der bauliche Brandschutz beinhaltet die brandschutztechnischen Anforderungen an raumabschließende Bauteile wie z. B. Wände oder Decken zur Trennung von Brandabschnitten oder Nutzungseinheiten (NE) sowie Öffnungen in diesen Bauteilen durch Türen, Fenster. Sie sind wichtig, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und die Rettung von Menschen und Tieren zu ermöglichen. Dabei hat die Ausbildung und Sicherung der baulichen Rettungswege, insbesondere der Schutz der Treppenräume vor Feuer und Rauch, oberste Priorität.

Adam Merschbacher

13. Brandschutzkonzept und Brandschutznachweis

Die Begriffe Brandschutzkonzept, Brandschutznachweis und Brandschutzgutachten werden häufig für die gleiche Verwendung gebraucht, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen.

Adam Merschbacher

14. Rechnerische Feuerwiderstanddauer

Da industrielle Bauten und Anlagen nicht nur nach den Bauordnungen beurteilt werden können, greift man auf die Industriebaurichtlinie (IndBauRL) zurück, die als technische Baubestimmung im Sinne der LBOʼs, in Verbindung mit dem Rechenverfahren nach DIN V 18230 anerkannt ist.

Adam Merschbacher

7. Die Feuerbeschau

Eine Feuerbeschau bei bestehenden Gebäuden, Anlagen oder Sonderbauten dient dem vorbeugenden Schutz von Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz vor Bränden oder Explosionen, da diese bei Eintritt eines solchen Ereignisses gefährdet sind. In diesem Zusammenhang erfolgt eine Betrachtung einer vorausschauenden erfolgreichen Rettung von Mensch, Tier und unwiederbringlichem Kulturgut.

Adam Merschbacher

5. Der Brandschutzbeauftragte

Für den Brandschutz gilt stets der Grundsatz: „Bauliche Anlagen müssen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind“ (§ 17 Musterbauordnung).

Adam Merschbacher

4. Wer ist verantwortlich?

In Unternehmen ist der Unternehmer verantwortlich. Betriebe und Arbeitsstätten (Abb. 4.1) müssen so eingerichtet und betrieben werden, dass von ihnen keine Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit ausgehen.

Adam Merschbacher

11. Feuerlöscher

Dass eine Pfanne mit brennendem Fett nicht mit Wasser gelöscht werden soll, ist hoffentlich den meisten klar (Abb. 11.1). Zur Beantwortung der Frage, wie richtig und mit welchem Feuerlöscher zu löschen ist, sind allerdings ein paar grundsätzliche Kenntnisse hilfreich.

Adam Merschbacher

Allgemeine Vorschriften

Diese Verordnung regelt die Berechnung der Entgelte für die Grundleistungen der Architekten und Architektinnen und der Ingenieure und Ingenieurinnen (Auftragnehmer oder Auftragnehmerinnen) mit Sitz im Inland, soweit die Grundleistungen durch diese Verordnung erfasst und vom Inland aus erbracht werden.

Klaus D. Siemon, Ralf Averhaus

Aufgaben zum Arbeits- und Sozialrecht

Beim Ausfüllen des Berufsausbildungsvertrags sind der Nordbank AG zwei Fehler unterlaufen. Bei welchen der nachfolgenden Vorschriften des Berufsausbildungsvertrages widerspricht die Eintragung den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes?

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Klaus Schüttel

1. Primär-Sicherungen

Im Mittelalter wurden Burgen zur Sicherheit der Burgbewohner auf schwer zugänglichen Anhöhen, an steilen Abgründen oder im Wasser gebaut. Zum einen hatte man auf der Burg einen sehr guten Überblick über das Gelände und zum anderen konnte man rechtzeitig reagieren und das Tor verschließen sowie die Fallbrücke hochziehen.

Adam Merschbacher

7. Sicherheits-Generalübernehmer

Man kennt den Begriff des Generalübernehmers aus der Bauindustrie. Ein vergleichbarer Begriff wäre Koordinator, also Sicherheits-Koordinator.Der Sicherheits-GÜ übernimmt die Ausschreibung der einzelnen Gewerke, die Auswahl der Subunternehmer und die zeitliche sowie qualitative Überwachung der Baustelle. Der Unterschied zwischen einem Generalunternehmer (GU) und einem Generalübernehmer (GÜ) besteht darin, dass der GU mindestens ein Gewerk selbst übernimmt und die anderen vergibt; der GÜ dagegen vergibt alle Gewerke an Subunternehmer und versteht sich lediglich als Koordinator.

Adam Merschbacher

1. Systematik des Baurechts

Das Baurecht besteht aus dem sog. „Öffentlichen Baurecht“ und dem sog. „Privaten Baurecht“.

Prof. Dr. Falk Würfele, Dipl.-Ing. Alexander Muchowski

6. Die Erkundungsphase

Beim Ausbruch eines untertägigen Hohlraums werden im durchörterten Gebirge die anstehenden natürlichen Gleichgewichte gestört. Eine Projektierung des Hohlraums unter Schonung der natürlichen Gleichgewichte, um die Spannungsstörungen (d.h. die Verformungsreaktion des Gebirges) auf einem Mindestmaß zu halten, ist nur möglich, wenn man im Vornhinein über eine möglichst vollständige Kenntnis der vor dem Eingriff im Gebirge bestehenden Gleichgewichte verfügt. Daraus folgt die Notwendigkeit, der Projektierung und der Bauausführung jeglichen Untertagebauwerks eine Phase der Erkundung voranzustellen, in der alle Informationen über die morphologischen, lithologischen, tektonisch-strukturellen, stratigrafischen, hydrogeologischen, geotechnischen, geomechanischen und tensionalen Eigenschaften des zu durchörternden Gebirges erfasst werden.

Pietro Lunardi

9. Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Europäische Union verfolgt mit ihrem Energie- und Klimaschutzpaket bis zum Jahr 2030 unter Beachtung der Hauptziele Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40% gegenüber dem Stand von 1990, die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf mindestens 27% und eine Steigerung der Energieeffizienz um mindestens 27%. Zur Umsetzung hierfür dient das 2017 beschlossene Legislativpaket der Europäischen Kommission „Saubere Energie für alle Europäer“. Für die Bundesrepublik Deutschland bilden die Novelle 2011 zum Energiewirtschaftsrecht und nach dem Atomausstiegs-Beschluss das „Energiekonzept 2050“ die Grundlagen für eine Neuausrichtung der Förderung erneuerbarer Energien durch das EEG 2017 mit generellen Ausschreibungspflichten für eine Förderung, für die Reduzierung des Energieverbrauchs in Gebäuden durch das mit dem geplanten Gebäude-Energie-Gesetz zur Novellierung vorgesehene EEWärmeG und für eine verstärkte Nutzung hocheffizienter Kraft-Wärme- Kopplung. Neben den Regelungen für die Speicherung von Strom und Gas mit der erforderlichen Anpassung der Netzinfrastruktur werden die stoffbezogenen Anforderungen des Chemikalienrechts und die produktbezogenen Bestimmungen für den Umgang mit Batterien und Akkumulatoren als netzunabhängigen Speichermedien ebenso dargestellt wie die jeweiligen Standortanforderungen und Genehmigungsverfahren für die unterschiedlichen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien.

Prof. Dr. jur. Otto K. Dietlmeier

2. Denkmalpflegerische Betrachtungen und Denkmalpflegerische Aspekte in der Bauwerksabdichtung/Bauwerkssanierung

Das Thema Nachnutzung und Transformation von erhaltenswerten Bestandsobjekten und hierbei insbesondere die Neu- und Nachnutzung von Baudenkmälern ist eine der großen Herausforderung im aktuellen Baugeschehen. Zum einen sollen die historischen Bautechniken und eingesetzten Materialien erhalten und bewahrt werden, zum anderen müssen die allgemein anerkannten Regeln der Technik und die einschlägigen Baunormen eingehalten und sicher angewendet werden. Dies führt für den Planer und die ausführenden Gewerke in der gesamten Bauabwicklung zu einem erhöhten Planungsumfang und großer handwerklichen Könnerschaft. Es müssen die historischen Grundrisse mit ihren ursprünglichen Nutzungsgegebenheiten in die heutige Zeit mir ihren Nutzeranforderungen und Qualitätsansprüchen übertragen werden und es steht der historischen Bausubstanz oftmals die heutige Baustoffauswahl und Bautechnik entgegen. Aus dem Missverständnis und der Unkenntnis heraus wird die historischen Substanz einer nachempfundenen „disneyhaften“ Kulisse geopfert.

Christoph Hellkötter

22. Zivilrechtliche Grundlagen

Die nachfolgende Darstellung der Beteiligten soll die zu betrachtenden Vertragskonstellationen veranschaulichen.

Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne

Kapitel 9. Praxisbeispiel

Für das komplexe innerstädtische Bauprojekt führte die Einrichtung einer Baulogistikplanung im Rahmen des gesamten Planungsprozesses zur Würdigung der notwendigen Baulogistikattribute über die gesamte Bauprojektphase. Das Ergebnis dieser Planung wurde mit dem Baulogistikbericht (Leistungsphase 1) implementiert, im Rahmen des Baulogistikkonzepts (Leistungsphasen 2 bis 4) geplant und mit dem Baulogistikhandbuch (Leistungsphasen 5 bis 6) eingeführt. Auf Basis dieser Gesamtabwicklung konnte im Rahmen eines vergaberechtskonformen Wettbewerbs die Baulogistikdienstleistung ausgeschrieben werden. Ein externer Dienstleister übernahm im direkten Auftrag des Bauherren die Organisation, die Bereitstellung sowie die Verwaltung von definierten Baulogistikattributen und der vorhandenen Ressourcen. Gleichzeitig war dieser verantwortlich für die Kontrolle und Steuerung der baulogistischen Prozesse auf der Grundlage des Baulogistikhandbuchs. Durch die gewerkeübergreifende Einhaltung des Regelwerks „Baulogistikhandbuch“ war es möglich, die baulogistischen Vorgänge in dem sehr eingeschränkten Baufeld reibungs- und störungsfrei über den Realisierungsprozess abzuwickeln. Die öffentliche Wahrnehmung der Baustelle sowie die negativen Auswirkungen auf die Nachbarschaft wurden signifikant reduziert.

Fabian Ruhl, Christoph Motzko, Peter Lutz

Kapitel 4. Baulogistikprozessmodell

Die Baulogistik ist nach dem Verständnis der Verfasser ein wertschöpfungsorientiertes und auf den funktionalen Bausteinen der Beschaffungslogistik, der Produktionslogistik, der Entsorgungslogistik und der Informationslogistik basierendes Prozesskonzept des transparenten, effektiven und effizienten Transfers von projekt- und prozessnotwendigen Größen sowie der damit verbundenen Bereitstellung von Grunddaten für die genehmigungskonforme Bemessung von Planungs- und Produktionssystemen in Bauprojekten. Sie basiert auf einer Flussanalyse und -prognose der Transferprozesse für die erforderlichen Prozessgrößen und bildet gleichzeitig den Rahmen für die Gestaltung der administrativen sowie der sozio-technischen Arbeitssysteme des Bauprojektes. Sie umfasst die individuell für das jeweilige Bauprojekt zu definierenden Baulogistikattribute.

Fabian Ruhl, Christoph Motzko, Peter Lutz

Kapitel 6. Baulogistikkonzept

Bei Bauprojekten mit keiner bis geringer Baulogistikkomplexität wird auf die Anfertigung eines Baulogistikkonzepts verzichtet. Die erforderlichen baulogistischen Aufgaben werden im Rahmen der Objektplanung erfüllt. Bereits bei durchschnittlicher Baulogistikkomplexität sollte abgewogen werden, ob die Objektplanung die baulogistischen Leistungen übernimmt oder ob eine externe Beratung als Baulogistikplanung aktiviert wird. Das Ergebnis dieser Planungsleistung bildet das Baulogistikkonzept.

Fabian Ruhl, Christoph Motzko, Peter Lutz

Wirtschafts- und Sozialkunde

Carmen Wellen ist Servicekraft in der Nordbank AG. Sie erwartet im Oktober 2017 ihr erstes Kind. Sie teilte ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung rechtzeitig mit. Welche der folgenden Besonderheiten nach dem Mutterschutzgesetz gelten für Frau Wellen?

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VI

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz I

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 5. Untersuchung des Konfliktes zwischen Stadtentwicklern und Hafenwirtschaft in Hamburg

Gemäß dem gewählten akteurstheoretischen Ansatz wird in diesem Kapitel der Schritt auf die individuelle Ebene der Akteure gemacht. Es werden die jeweiligen Konfliktbeteiligten bzw. Kollektive vorgestellt sowie ihre Bedeutung und Stellung im Konflikt ermittelt. Die geografischen und thematischen Schwerpunkte des Konfliktes werden dabei erläutert.

Oliver Lieber

§ 4 Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts

(1) Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 6 sind vorbehaltlich des Absatzes 5 alle Einrichtungen, die einer nachhaltigen wirtschaftlichen Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen außerhalb der Land- und Forstwirtschaft dienen und die sich innerhalb der Gesamtbetätigung der juristischen Person wirtschaftlich herausheben. Die Absicht, Gewinn zu erzielen, und die Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr sind nicht erforderlich.

Steffen Döring

Gerichtsbarkeit und Recht

Juristische Personen entstehen durch die Eintragung in ein öffentliches Register. Überprüfen Sie, welche Bezeichnung sich auf eine des privaten Rechts bezieht!

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 9. Projektphasen

Die Beherrschbarkeit komplexer Vorhaben erfordert eine klare Gliederung der Aufgaben. Wie im Kap. 1 gezeigt, durchlaufen alle Projekte unabhängig vom Wirtschaftszweig bestimmte zeitliche Phasen, die üblicherweise als Gliederung der Aufgaben herangezogen werden.

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

Kapitel 4. Projektorganisation

Ordnung als Zusammenfügung einer Vielzahl von Teilen und Elementen zu einem einheitlichen Ganzen nach einem bestimmten Prinzip ist ein subjektiver Begriff. Das „eigene“ Chaos wird von den Wenigsten als ein solches empfunden. Aus dem unterschiedlichen Verständnis der Projektbeteiligten für „die Ordnung“ ergibt sich bei der Abwicklung von Bauprojekten der Zwang, klare Richtlinien für das Zusammenwirken vorzugeben, was zu den Aufgaben des Projektmanagements gehört.

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

Kapitel 4. Gesetzliche Regelungen zum Einbau und Betrieb von Rauchwarnmeldern

Anfang der 2000er Jahre hat sich in Deutschland eine Kampagne gebildet, die den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen voranbringen wollte und das letztlich auch geschafft hat. Getrieben wurden die Aktivitäten anfänglich vor allem von Brandschützern, die aus den positiven Erfahrungen mit der gesetzlichen Rauchwarnmelderpflicht in einigen europäischen Nachbarländern beeindruckt waren. Gründungsmitglieder der Initiative zur Verbreitung der Botschaft „Rauchmelder retten Leben“ waren neben dem Deutschen Feuerwehrverband e.V. (DFV) und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) mehrere Handwerks- und Industrieverbände sowie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).

Lars Inderthal

Kapitel 1. Einleitung

Tragische Unglücksfälle wie dieser ereignen sich in Deutschland nahezu täglich – und das, obwohl die Anforderungen an den baulichen Brandschutz zu den höchsten weltweit zählen und es ein einzigartiges, flächendeckendes Netz gut ausgerüsteter Feuerwehren gibt, die in den allermeisten Fällen in weniger als zehn Minuten an der Unglücksstelle sind. Offenbar ist das nicht ausreichend, denn etwa 350 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland bei Bränden, ein großer Teil davon in der eigenen Wohnung.

Lars Inderthal

12. Mediation im öffentlichen Bereich öffentlicher Bereich

Charakteristisch für Mediation und Konfliktmoderation in öffentlichen Verwaltungsverfahren ist die große Anzahl von Parteien, die beteiligt werden müssen. Diese kann bei 20 Personen, aber auch bei über 100 Personen liegen. Des Weiteren werden in der Mediation im öffentlichen Bereich keine Entscheidungen getroffen, sondern Grundlagen für die Beschlüsse der politischen Gremien vorbereitet. Die Wirkungsgrenzen von Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen von Planverfahren liegen vor allem darin, dass die gesetzlich festgelegten Zuständigkeiten im föderalen System durch Bürgermitwirkungsprozesse nicht ausgehebelt werden können. Bei städtebaulichen Planvorhaben hat die Kommune die Planungshoheit.

Dr. jur. Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

1. Was ist Mediation?

Warum und wann lassen sich mit Mediation und anderen Formen der außergerichtlichen Konfliktbearbeitung die besseren Ergebnisse erzielen? Die wichtigsten Parameter einer erfolgreichen Mediation werden dargestellt. Was muss unbedingt gegeben sein und wann lässt man die Mediation lieber bleiben?

Dr. jur. Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

6. Mediation zwischen Investor Investor und Mietern Mieter

Die Privatisierung von Mietwohnanlagen ist ein Beispiel, wo sich die Interessen von Investoren und Mietern begegnen. Anhand eines Praxisfalls wird die Problematik aufgearbeitet und der erfolgreiche Verlauf eines „Runden Tisches“ nachgezeichnet. Die einzelnen Stationen des Verfahrens werden kritisch beleuchtet.

Dr. jur. Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

Kapitel 6. Die Rollen von Finanzintermediären und Investoren bei Transitionsprozessen der Energiewirtschaft – Empirische Befunde

Nachfolgend werden fünf verschiedene Akteurstypen identifiziert, die aus regime-, struktur- und kontextspezifischen Gründen sowohl Treiber als auch Hemmnis (oder sogar beides gleichzeitig) für das Voranschreiten einer Energiewende sind. Dabei werden institutionelle Investoren (vgl. Kapitel 6.1) – die mit Abstand größten (privaten) Finanziers von Klimaschutz- und grünen Aktivitäten –, Geschäftsbanken – die vor allem als Finanzintermediäre wirken (vgl. Kapitel 6.2 und Kapitel 6.4) –, strategische Investoren als bislang eine der wichtigsten Finanzierungsquellen für grüne Aktivitäten (vgl. Kapitel 6.5) sowie Privatinvestoren im Sinne von Haushalten (vgl. Kapitel 6.4) beleuchtet sowie verschiedene blockierende Kräfte einer Energiewende aufgeschlüsselt (vgl. Kapitel 6.3).

Johanna Dichtl

Kapitel 5. Vorstellung der Untersuchungskontexte

Der Analyserahmen umfasst das Finanz- und Energieregime und die Interaktionen der Akteure auf Regime- und Nischenebene, sodass zunächst die Finanzsysteme (Kapitel 5.1) und anschließend die Energiesektoren (Kapitel 5.2) und Energiepolitik (Kapitel 5.3) Deutschlands und Polens vorgestellt werden. Durch die Charakterisierung der beiden jeweiligen Untersuchungskontexte wird ein grundsätzliches Verständnis sowohl für die Rahmenbedingungen der Unternehmens- und Investitionsfinanzierung als auch für die Struktur und Organisation des Energiesektors in Deutschland und Polen geschaffen. Besonderes Augenmerk liegt jeweils auf den Investitions- und Finanzierungsbedingungen für den erneuerbaren Energiesektor.

Johanna Dichtl

5. Neue fortschrittliche Ansätze für Leichtwasserreaktoren

Kap. 5 berichtet über die Planungen und Entwicklungen neuer fortschrittlicher Leichtwasserreaktoren nachdem Anfang der 1980er Jahre eine lange anhaltende Unterbrechung des Kernenergieausbaus in den westlichen Industriestaaten eingetreten war. Neben den in den USA und in Asien evolutionär erfolgreich weiterentwickelten Baulinien, die erhöhte Ansprüche an Wirtschaftlichkeit und Sicherheit erfüllen, wird insbesondere das deutsch-französische Projekt EPR (European Pressurized Water Reactor) beschrieben, bei dem weitreichende Sicherheitsanforderungen umgesetzt werden.

Paul Laufs

2. Forschungen zur Qualitätssicherung und Quantifizierung des Sicherheitsabstands für druckführende Umschließungen

Kap. 2 präsentiert die über Jahrzehnte hinweg vorangetriebenen internationalen und deutschen Forschungen zur Qualitätssicherung und Quantifizierung der Sicherheitsreserven druckführender Umschließungen vor allem von Druckwasserreaktoren. Zu den dargestellten frühen internationalen Vorhaben gehören das amerikanische “Heavy-Section Steel Technology Program“ (1967-2005) und die Fünfjahresprogramme der EURATOM-Forschungsvorhaben (seit 1958). Die einschlägigen deutschen Forschungen sind überwiegend mit der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart verbunden, die bei der Erforschung und Optimierung der eingesetzten Reaktorbaustähle eine führende Rolle innehatte, insbesondere bei der Analyse von Schweißsicherheit und Rissunempfindlichkeit abhängig von der chemischen Zusammensetzung (Gehalte von Legierungs-, Begleit- und Spurenelementen). Erstmals werden hier Ergebnisse von Schweißsimulationsversuchen publiziert, die u. a. den Einfluss des Aluminiumgehalts aufzeigen. Die von der Bundesregierung geförderten Forschungsvorhaben u. a. das Sofort- und das Dringlichkeitsprogramm 22 NiMoCr 3 7, das Sofortprogramm 20 MnMoNi 5 5, das große Forschungsvorhaben Komponentensicherheit Phase I und II, das Forschungsvorhaben Großbehälter, das Heißdampfreaktor-Sicherheitsprogramm, die Phänomenologischen Behälterberstversuche, die Reaktordruckbehälter-Notkühlsimulationen sowie die Bestrahlungsversuche werden mit den notwendigen Einzelheiten beschrieben.

Paul Laufs

7. Der Rückbau von Kernkraftwerken und die Entsorgung radioaktiver Abfälle

Abschn. 7.1 behandelt die Stilllegung, den Sicheren Einschluss und den Rückbau kerntechnischer Anlagen und zeigt insbesondere am Beispiel des Kernkraftwerks Obrigheim die in der Praxis zu lösenden Fragestellungen auf. Die Neuordnung der Kosten- und Haftungsregelungen zwischen Versorgungswirtschaft und Staat wird aufgezeigt für die Verwahrung und Konditionierung der beim Rückbau anfallenden radioaktiven Abfälle einschließlich der abgebrannten Brennelemente, deren Verpackung, Zwischenlagerung und Transport zu staatlichen Endlagern sowie die Bereitstellung dieser Endlager.Abschn. 7.2 beleuchtet die geologischen und technischen Probleme der Bereitstellung sehr langfristig sicherer Endlager für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle. Die im Ausland verfolgten Konzepte werden dargestellt. Die außergewöhnlich umfangreichen deutschen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden gewürdigt. Eine ausführliche Betrachtung gilt den politischen Auseinandersetzungen um das Entsorgungsrecht, die Standortsuche und die Standorte Asse, Morsleben, Konrad und Gorleben.

Paul Laufs

1. Die Sicherheit des Reaktordruckbehälters (RDB) von Druckwasserreaktoren

Kap. 1 behandelt die Integrität der druckführenden Umschließung von Druckwasserreaktoren und stellt zunächst den konventionellen Kesselbau, dessen Regelwerke sowie schwere Schadensfälle dar. Die Anforderungen an die Vollwandbehälter aus Schmiedestücken für Großkraftwerke und die Probleme ihrer Herstellung werden erörtert. Alternative Druckbehälter aus Spannbeton, Mehrlagen-Stahlblechen, Elektroschlacke-Schmelzen und Viellagen-Auftragsschweißung sowie vorgespannten verrippten Gussblöcken werden mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Die in den USA verwendeten Werkstoffe und Konstruktionen für geschmiedete Vollwandbehälter werden anhand der historischen Reaktoranlagen erläutert. Die den amerikanischen Vorbildern folgenden jedoch wesentlich weiterentwickelten deutschen Reaktordruckbehälter und deren Werkstoffe der 1. bis 4. Generation werden vermittels der realisierten Bauvorhaben im Einzelnen beschrieben. Reaktordruckbehälter russischer Bauart werden ebenfalls gezeigt.

Paul Laufs

3. Die Anfänge der friedlichen Kernenergienutzung und ihre Sicherheitsprobleme

Kap. 3 zeigt, wie in den USA die Atomenergie mit ihren Sicherheitsproblemen in ziviler Regierungszuständigkeit weiterentwickelt und welche Maßnahmen zur Beherrschung der Reaktor-Sicherheitsfragen getroffen wurden. Den internen und öffentlichen Diskussionen über die Gefahren der friedlichen Nutzung der Atomenergie und der daraus zwingend abzuleitenden Sicherheitsphilosophie gilt die besondere Aufmerksamkeit. Die auf der Konferenz der Vereinten Nationen zur friedlichen Nutzung der Kernenergie 1955 vorgetragenen amerikanischen und britischen Erkenntnisse über Gefahrenpotenziale und Reaktorsicherheit werden berichtet und die öffentliche Rezeption in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt.

Paul Laufs, Paul Laufs

4. Schadensereignisse, extreme Tests und Unfälle in Reaktoranlagen, ihre öffentliche Wahrnehmung und ihre Folgen

Kap. 4 befasst sich mit vorgefallenen kerntechnischen Unfällen, den danach folgenden Risikodiskussionen und den rechtlichen und regulativen Konsequenzen, die sie auslösten. Neben den frühen Vorkommnissen in den USA, Kanada und Großbritannien mit ihren begrenzten Auswirkungen werden die schweren Unfälle Three Mile Island (USA, 1979), Tschernobyl (Sowjetunion, 1986) und Fukushima-Daiichi (Japan, 2011) eingehend beschrieben. Die Folgen dieser Ereignisse für die internationalen, insbesondere deutschen Anforderungen an Reaktoranlagen, die staatliche Organisation des wissenschaftlich-technischen Sachverstands und der Aufsicht sowie die Gerichtsverfahren zur Überprüfung der Schadensvorsorge bei konkreten kerntechnischen Vorhaben werden ausführlich erläutert.

Paul Laufs, Paul Laufs

6. Die Deterministik bei Auslegung, Konstruktion und Herstellung

Kap. 6 ist eines der Hauptkapitel und umfasst die deterministisch ingenieursmäßige Auslegung, Konstruktion und Herstellung der sicherheitstechnisch relevanten Komponenten und Systeme im Rahmen der historischen internationalen und nationalen Forschung und Entwicklung. Im Einzelnen werden eingehend betrachtet: der Sicherheitsbehälter und das äußere Containment, die Kernnotkühlung, die betriebliche Leittechnik und das Konzept der Berstsicherheit von Druckwasserreaktoren. Zahlreiche Beispiele internationaler und deutscher Reaktoranlagen machen das Geschehen anschaulich. Zuvor wird die Entstehung des umfangreichen deutschen untergesetzlichen Regelwerks im Zusammenwirken von Industrie, Wissenschaft und staatlichen Behörden dargelegt und die Sicherheitsebenen sowie die Klassifizierung der Stör- und Unfälle erläutert. Das amerikanische Konzept des “Größten Anzunehmenden Unfalls - GAU“ und die Auseinandersetzung um seine Bedeutung und Weiterentwicklung werden aufgezeigt. Die unterschiedliche amerikanische und deutsche Vorgehensweise bei der Standortauswahl für kerntechnische Anlagen wird geschildert.

Paul Laufs, Paul Laufs

Kapitel 5. Controlling der Facility Management-Anforderungen

Zur Sicherstellung eines umfassenden Controllings der Facility Management-Anforderungen ist es von besonderer Bedeutung die Anforderungen an einen sicheren, nachhaltigen und allumfassenden Betrieb der Gebäude, technischen und infrastrukturellen Anlagen, Einrichtungen und Flächen zu kennen und zu berücksichtigen. Die zu beachtenden Gesetze, technische Richtlinien, Umwelt-, Unfall und Brandschutzvorschriften stehen in einem kausalen Zusammenhang mit der Art und Nutzung der Immobilie. Ein wichtiger Indikator, welche Vorschriften und Auflagen für diese Immobilie zutreffend sind, stellt die Baugenehmigung und die im Bauantrag festgelegte Nutzungsart dar.

Bernd Hanke

Kapitel 8. Umweltrecht und Öffentliches Baurecht

Die Anforderungen an das Facility Management steigen ständig. Neben seinen herkömmlichen Aufgabenbereichen, muss sich der Facility Manager zukünftig vermehrt mit weiteren Themen auseinandersetzen, die teilweise komplexe Rechtsfragen aufwerfen. Die abfallrechtliche Verantwortlichkeit, die ihn als Abfallbesitzer persönlich treffen kann, die Anforderungen an den Inhaber von Trinkwasserinstallationen nach der Trinkwasser-Verordnung oder der Umgang mit Gebäudeschadstoffen gerade im Zuge ihrer Sanierung oder ihres Abbruchs seien hier beispielhaft genannt.

Jens Nusser

Kapitel 3. Der Facility Management-Vertrag

Der Facility Management-Vertrag als gemischter Vertrag mit Bestandteilen verschiedener Vertragstypen – zumeist Werk-, Bau- und Dienstvertragsrecht – bedarf aus rechtlicher Sicht besonderer Sorgfalt und Differenzierung. Als Dauerschuldverhältnis über längere Zeiträume sind bereits Details von wirtschaftlicher Bedeutung.

Alexander Arndt

Kapitel 6. Brandschutz

Dem Feuer sind die Regeln zur Verhütung von Feuer egal.In diesem Sprichwort steckt viel Wahres. Damit es nicht zu einem Brand kommt, sind alle gefordert. Und deshalb geht der Brandschutz alle etwas an. Wenn die Feuerwehr ausrücken muss, ist es für den Brandschutz zu spät.

Annette Rückert

5. Ostafrika – Zentrum der rastlosen Zwergflamingos

Ostafrika ist das Kernland des Zwerflamingos. Hier ist er ständig unterwegs, auf der Suche nach Nahrungs- und Brutgebieten. Am Natronsee bringt er die Mehrzahl seiner Nachfahren zur Welt. In den Soda- und Kraterseen des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, findet er die dichtesten Populationen seiner Nahrungsalgen. Doch auf Grund klimatischer Einflüsse und der Übernutzung durch den Menschen sind die Lebensräume des Zwergflamingos einem dramatischen Wandel ausgesetzt, der die Zukunft des enigmatischen Vogels gefährdet. Im Zeitraum 2001-2015 haben wir die wichtigsten Flamingogewässer untersucht und die spannungsgeladenen Beziehungen zwischen Mensch und Natur dokumentiert. Der Zwergflamingo ist ein Kristallisationspunkt im Umgang des Menschen mit seinen Naturreichtümern in dieser pulsierenden Region Afrikas, deren Bevölkerung um 2-3 Prozent pro Jahr wächst.

Lothar Krienitz

Kapitel 5. Entscheidungsmethoden

Die zentrale Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung ist das Treffen von Entscheidungen. Ihre Entscheidungsmethoden werden selten reflektiert. In der Regel lernt man sie intuitiv „on the job“. Nur Juristen sind in einer Entscheidungsmethode, nämlich der Methode der Auslegung und Anwendung des Rechts, ausgebildet Typisches Beispiel rechtlicher Entscheider ist der Richter. Dieser gilt herkömmlicherweise in der deutschen Verwaltung als Leitbild für Entscheider schlechthin. Allerdings eignet sich die rechtliche Entscheidungsmethode nur für Rechtsentscheidungen und nicht für die vielfältigen Bereiche nichtrechtlicher Entscheidungen der öffentlichen Verwaltung. Daher finden in Spezialgebieten auch ökonomische Entscheidungsmethoden nach dem Rationalmodell des Homo Oeconomicus (z.B. Kosten-Nutzen-Analyse) Anwendung. Schließlich ist in der öffentlichen Verwaltung eine politische – d.h. durch Machterhalt und Machtgewinnung bestimmte – Entscheidungsmethode verbreitet, die als Inkrementalismus bezeichnet wird. Die rationale, politische und rechtliche Entscheidungsmethode werden in Kapitel 5 dargestellt und verglichen.

Eberhard Bohne

Kapitel 4. Ressourcen und Geschäftsfelder in den Regionen

In diesem Kapitel werden die Ressourcen betrachtet, die, auch statistisch gesehen, die höchste Relevanz für den Umbau der dezentralen Energieversorgung aufweisen. Dabei ist weniger der Output an Energie gemeint, sondern eher das, was am ehesten regional umsetzbar erscheint. So ergibt eine Umfrage des deutschen Instituts für Urbanistik unter Kommunen in Deutschland zur Nutzung erneuerbarer Energien folgendes Bild: An erster Stelle steht die FotovoltaikFotovoltaik mit 115 Nennungen, gefolgt von Solarthermie mit 98 Nennungen, anschließend Biomasse mit 84 und Geothermie mit 30 Nennungen. Schlusslicht bildet die Wasserkraft mit 14 sowie die Windkraft mit 9 Nennungen. Diese Umfrage ist nicht repräsentativ, gibt jedoch einen gewissen Überblick zu den Gewichten einzelner Energieerzeugungsformen.

Jürgen Staab

3. Besonderheiten beim Bauen im Bestand

Die Aufwendungen für Bauleistungen im Bestand nehmen seit Jahren kontinuierlich zu und übersteigen mittlerweile das Neubauvolumen deutlich. Deshalb darf sich nachhaltiges Bauen nicht nur auf den Neubau beschränken. Beim Bauen im Bestand sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten, die in diesem Kapitel erläutert werden. Zunächst werden die Begrifflichkeiten voneinander abgegrenzt und die Struktur des Gebäudebestands vorgestellt. Danach wird auf die Unterschiede zwischen Neubau- und Erneuerungsplanung sowie bauordnungsrechtliche Besonderheiten eingegangen. Abschließend werden Möglichkeiten zur Bildung von Erneuerungspaketen bzw. einer stufenweisen Erneuerung aufgezeigt.

Stefanie Friedrichsen

5. Ökologische Qualität

Ökologisches Bauen soll sowohl den Menschen in seiner natürlichen und gebauten Umgebung schützen als auch die Umwelt vor den negativen Auswirkungen des Bauens durch den Menschen. Zum Schutz des Menschen müssen vor allem Schadstoffemissionen ausgeschlossen werden. Um die Umwelt zu schützen, sollten möglichst wenig Rohstoffe, Energie, Flächen und Wasser verbraucht sowie möglichst wenige Materialien entsorgt werden. Dabei ist immer der gesamte Lebenszyklus zu betrachten. Im folgenden Kapitel werden Relevanz und Zielsetzung der verschiedenen Themenbereiche dargestellt sowie konkrete Maßnahmen, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Zusätzlich wird erläutert, wie die genannten Kriterien in den Bewertungssystemen DGNB und NaWoh berücksichtigt werden.

Stefanie Friedrichsen

II. Die Gutachtenformen

Der Sachverständige kann durch die Amts-, Land- und Oberlandesgerichte sowie auch durch Verwaltungsgerichte und Staatsanwaltschaften beauftragt werden. In den neuen Bundesländern traten ab dem 03.10.1990 die Amtsgerichte an die Stelle der Kreisgerichte. Bei den Landgerichten sind die Zivilkammern, einschließlich der Kammern für Handelssachen, zuständig für die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, soweit diese nicht den Amtsgerichten zugewiesen sind. Bei den Oberlandesgerichten entscheiden Senate über die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten. In einzelnen Oberlandesgerichtsbezirken (z. B. Düsseldorf, Hamm, Frankfurt und München) gibt es Senate mit einer Spezialzuständigkeit für Werkvertragsrecht. Die Bauprozesse konzentrieren sich bei diesen Senaten.

Karl-Heinz Keldungs, Joachim Ganschow, Norbert Arbeiter

7. Kaufvertrag

Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit dem eigentlichen Kauf und den hierbei beteiligten Parteien. Die Verfasser erklären zudem die verschiedenen Abteilungen des Grundbuchs. Abschließend werden anhand praktischer Beispiele die gängigen Sonderfälle wie beispielsweise der Bauträgervertrag erläutert – und was man als Käufer in der Praxis berücksichtigen sollte.

Michael Fesselmann, Rolf Kobabe, Dr. Katja Schwenzfeier, Ulrich Siegemund

2. Besteuerung von Erwerb, Vermietung und Veräußerung einer Mietwohnung

In diesem Kapitel erfahren Sie das Wichtigste zu den steuerlichen Fragestellungen in den verschiedenen Lebensphasen des Anlegers. Außerdem finden Sie einen Überblick zur Besteuerungssituation bei gängigen Nutzungsarten einer Immobilie, zu Werbungskosten und den Absetzungen für Abnutzung bei Gebäuden (AfA).

Michael Fesselmann, Rolf Kobabe, Dr. Katja Schwenzfeier, Ulrich Siegemund

Kapitel 8. Edenkoben/Rheinland Pfalz – Projekt in Planung

Edenkoben liegt an der südlichen Weinstrasse zwischen Neustadt und Landau. Der Ort weist ein lebendiges Wirtschaftsleben auf, viele Geschäfte, ärztliche Versorgung und Schulen. In dem 6.719-Seelen Ort an der Weinstrasse, dem Kernort einer Verbandgemeinde haben sich mehrere befreundete Bewohnerinnen zusammengetan.

Eva Wonneberger

Einbindung des Patent- und Markenrechts in die verwaltungsrechtliche Systematik

Die Erkenntnis, dass die verwaltungsrechtliche Systematik im Allgemeinen auch im Patent- und Markenrecht ihre Funktionen entfalten und zur Geltung gebracht werden kann, bildet den Ausgangspunkt für die folgenden Überlegungen zu den konkreten Möglichkeiten und Grenzen einer Einbindung des Patent- und Markenrechts in die verwaltungsrechtliche Systematik. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei zentrale Anliegen der vorliegenden Untersuchung: Zunächst wird es darum gehen, die konkret bestehenden Anschlussmöglichkeiten der verwaltungsrechtlichen Regelungsbereiche des Patent- und Markenrechts an die verwaltungsrechtliche Systematik zu verdeutlichen.

Eric Urzowski

Die Bedeutung der verwaltungsrechtlichen Systematik für das Patent- und Markenrecht

Die soeben skizzierten verwaltungsrechtlichen Systemelemente sind das Ergebnis eines seit Jahrzehnten andauernden Prozesses der Systembildung, der von Rechtsprechung und Lehre angestoßen wurde und deren Erkenntnisse zuweilen auch durch den Gesetzgeber im Zuge der fortschreitenden Kodifikation des Verwaltungsrechts normativ berücksichtigt und erfasst wurden. Die mit der verwaltungsrechtlichen Systembildung verbundenen erheblichen Bemühungen, für den sich aus vielen Teilrechtsordnungen zusammensetzenden großen Regelungsbereich des Verwaltungsrechts Gemeinsamkeiten, Vergleichbarkeiten und Zusammenhänge aufzuzeigen, rechtfertigen sich daraus, dass mit ihr eine Ordnung des „Rechtsstoffs“ sowohl im Interesse einer fehlerfreien Gesetzgebung als auch Rechtsanwendung bewirkt wird.

Eric Urzowski

5. Die Standortkriterien für Unternehmensimmobilien

Grundsätzlich gibt es verschiedenste Perspektiven für Einflussgrößen auf die Produktionsstandortbestimmung. In den Abschn. 4.6.1 bis 4.6.8 wurden sieben verschiedene Sichtweisen herausgearbeitet. Jede nur denkbar mögliche Einflussgröße lässt sich theoretisch innerhalb dieser Perspektiven abbilden, d. h. innerhalb eines 7-dimensionalen Lösungsraumes. Ein derartiger Ansatz ist jedoch wenig praktikabel. Daher ist zu hinterfragen, ob nicht einzelne Perspektiven auch anderweitig adäquat berücksichtigt oder gar vernachlässigt werden könnten. Aus Sicht eines investierenden Industrieunternehmens lassen sich die für eine Ansiedlung wichtigen Kriterien gut in operative und funktionale Standortbedingungen unterscheiden. Operative Kriterien sind hierbei Markt, Rohstoffe, logistische Anbindung, Grund und Boden, Infrastrukturen und Energien sowie Personal. Bei den funktionalen Kriterien handelt es sich wiederum um allgemeine rechtliche sowie steuer- und zollrechtliche Rahmenbedingungen, Investitionsregelungen und finanzwirtschaftliche Bedingungen. Diese Sicht ist jedoch rein unternehmensspezifisch. Die betreffenden Faktoren können aber problemlos in anderen Perspektiven abgebildet werden, z. B. in Makro-/Mikrostandortfaktoren.

Thomas Glatte

3. Die Grundlagen der Projektentwicklung

Das zentrale Ziel der Projektentwicklung ist es, eine Wertsteigerung der Liegenschaft – als Grundstück oder als Bauwerk – herbeizuführen. Im Zuge des Projektentwicklungsprozesses gilt es dabei, sämtliche Potentiale zur Wertsteigerung aufzuzeigen. Hierfür sind die jeweiligen Chancen und Risiken zu analysieren und abzuwägen, um somit letztendlich die angemessenen Wertsteigerungspotentiale zu heben.

Thomas Glatte

Kapitel 6. Geschäftemachen in verschiedenen Ländern

Ein Teil des folgenden Kapitels in diesem Buch bezieht sich auf Schwerpunktländer, die bereits seit vielen Jahren für den deutschsprachigen Raum wirtschaftlich interessant sind, nämlich die USA und Japan sowie jene, die in den vergangenen Jahren zunehmend interessant geworden sind, China, Russland und Indien. Der Autor geht auf Eigenheiten der Kultur und die damit verbundenen Kommunikationsformen ein. Anekdotenhaft schildert er, was das jeweilige Land ausmacht und worauf Sie besonders achten müssen. Er gibt Ratschläge, ohne belehrend zu sein und berührt kritische Themen mit Mut und einem Augenzwinkern, damit Sie auch für schwierige Situationen gerüstet sind. In einem spannenden zweiten Teil widmet sich Sergey Frank weiteren dreiunddreißig ausgewählten Ländern in Kurzform, in denen er selbst oder seine Kollegen praktisch tätig waren. Er schildert die unterschiedlichsten Erfahrungen in den jeweiligen Geschäftstätigkeiten, wobei es an dem feinen Humor des Autors natürlich nicht fehlen darf. Wir haben Abstand davon genommen jedes einzelne der nachfolgend aufgeführten Länder mit einer individuellen Evaluierung (1–10) hinsichtlich Ihrer Erfolgschancen vor Ort zu versehen. Eine Evaluierung, beispielsweise zum Thema „Investition“, muss bei weitem mehr Kriterien, unter anderem (finanz-)politischer Art, berücksichtigen, um substanzielle Aussagen zu machen.

Sergey Frank

Kapitel 4. Internationales Geschäft – verhandeln, präsentieren und Verträge abschließen

In den Beiträgen „Dos und Don’ts im internationalen Geschäft“, „Geschäftsanbahnung durch Dritte – The Local Agent“, „Geschäftsanbahnung – Der eigene Weg“, „Der richtige Umgang mit Visitenkarten“, „Der richtige Einsatz von Dolmetschern“, „Spielregeln für eine internationale Verhandlungsführung“ und „Zeitmanagement – Time is of the Essence“ beschreibt Sergey Frank auf humorvolle Weise die tiefgründigen Themen des internationalen Miteinanders. In einem Sonderthema, das dem Autor besonders am Herzen liegt, beschreibt er die bisher vielfach unbeachtete, aber doch so wichtige Aufgabe des Kümmerers. Obwohl unumgänglich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit hat diese Funktion noch nicht den Einzug in die allgemeinen Geschäftspraktiken gefunden. Abgerundet wird das Kapitel mit Tipps zum richtigen Präsentieren, zu Verträgen auf Englisch und zur Nachbereitung bei erfolgreichem Geschäftsabschluss.

Sergey Frank

3. Kalkulationsbeispiele

Im folgenden Kapitel werden Kalkulationsbeispiele unterschiedlicher Bauwerksarten mit spezifischen Zahlen vorgestellt. Diese Beispiele sind fertiggestellte Bauprojekte, aus welchen die wesentlichen Gewerke betrachtet werden. Jedes Unterkapitel enthält einen Einführungsteil mit der Darstellung der wichtigsten Bergriffe und einer kurzen Beschreibung der Vorgehensweise bei der Kostenermittlung. Neben den grundsätzlichen bauwerksspezifischen Angaben enthalten die Unterkapitel konkrete Zahlen zu den Bausparten Hochbau, Erdbau, Straßenbau, Brückenbau, Tunnelbau, Spezialtiefbau sowie Stahlbau. Darauf aufbauend erfolgt zunächst die Kalkulation der Einzelkosten der Teilleistungen unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Charakteristika dieser Bauwerke. Hierbei wird Fokus auf die einzelnen Kostenarten gelegt. Insbesondere die Kalkulation der Kosten für Lohn, Material und Geräte wird praxisnah dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, Dr. Constanze Stuhr, Dr. Christoph Winter, M. Sc. Clemens Müller, Dipl.-Kfm. Markus Passeck, Dipl.-Ing. (FH), Dipl. Wi-Ing. Ahmed Belkaied, Prof. Dr.-Ing. Frank Dahlhaus, Dipl.-Ing., Dipl.-Wi-Ing. Johannes Tröndle, Dipl.-Ing. Heinrich Schulze, Dipl.-Ing. Torsten Hahm, Dipl.-Ing. Tino Weinhold, Dr. Fabian Theis, Dipl.-Wi-Ing., Dipl.-Ing. (FH) Ralf Zietz

Kapitel 3. Ökonomische Analyse der Bauordnungen

Zur Erhebung von geeigneten Wohngebäuden als Fallstudien, die vier oder fünf oberirdische Geschosse haben und die auf Grundlage der Landesbauordnung genehmigt worden sind (s. Abschnitt 1.3.8), wurden Mitte August 2015 die zu diesem Zeitpunkt auf den Websites des BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BFW-NRW 2015) sowie des VdW Rheinland Westfalen e.V. (VdW-RW 2015) veröffentlichten Mitgliedsunternehmen angeschrieben und gebeten, Baugenehmigungen von Wohngebäuden mit der entsprechenden Geschosszahl für diese Untersuchung zur Verfügung zu stellen.

Michael Schleich

Kapitel 4. Fazit

In Abschnitt 1.5.1 wurde die zentrale Forschungsfrage nach der Effizienz der institutionellen Gestaltung der Landesbauordnung in Bezug auf die materiellen und formellen Vorschriften im Vergleich zur englischen Bauverordnung in sechs Leitfragen konkretisiert. Diese sechs Leitfragen sind auf der Grundlage der Ergebnisse der Kosten-Nutzwert-Analyse in Kapitel 3.2 und der Transaktionskostenanalyse in Kapitel 3.3 wie folgt zu beantworten.

Michael Schleich

Kapitel 2. Rechtsvergleichung

Johlen weist explizit darauf hin, dass das geltende öffentliche Baurecht Vorläufer hat und dass die Bedeutung dieses Aspekts „gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann“, da die meisten Vorschriften nicht ohne Weiteres aus sich heraus auf Anhieb zu verstehen sind und sich ihr Sinn und Zweck erst erschließt, wenn man das Vorgängerrecht betrachtet (Johlen 2011, S. 2 Rn. 7). Aus diesem Grund wird in diesem Kapitel die rechtshistorische Entwicklung der Bauordnungen und der Institution der Bauaufsicht auf dem heutigen Gebiet des Landes Nordrhein-Westfalen dargestellt, um die Hintergründe, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Entwicklung in England aufzuzeigen. Die Entwicklung der Bauordnungen und der Bauaufsicht folgen - wie die deutsche Rechtsgeschichte - der gesellschaftlichen Entwicklung.

Michael Schleich

Kapitel 1. Grundlagen der Untersuchung

Die vorliegende Untersuchung ist dreiteilig angelegt. Der erste Teil enthält die Eingrenzung des Forschungsgegenstandes, den Stand der Forschung zum Thema und die wissenschaftlichen Grundlagen für den Vergleich einer deutschen Landesbauordnung mit einer anderen europäischen Bauordnung einschließlich der Auswahl der Bauordnungen für den Vergleich. Im zweiten Teil folgt der Vergleich bzw. die Gegenüberstellung der beiden Bauordnungen und im dritten Teil die ökonomische Analyse der materiellen Vorschriften sowie der Verfahrensvorschriften.

Michael Schleich

8. Rechtliche und politische Rahmenbedingungen für oberflächennahe Geothermieprojekte

Die politischen und rechtlichen sowie technischen Rahmenbedingungen für Oberflächennahe Geothermie unterliegen einer laufenden Überarbeitung. So plante die Bundesregierung u. a. 2016 die Novellierung der Energieeinsparverordnung EnEV und die Novellierung des EEWärmeG. Auch die Fördertatbestände im Marktanreizprogramm wurden und werden laufend angepasst, je nachdem wie der Markt sich in den jeweiligen politischen Zielkorridoren bewegt. Wechselwirkungen mit globalen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Entwicklung des Öl- und Gaspreises an den internationalen Märkten, entziehen sich allerdings weitgehend der Reichweite von solchen gesetzlichen Maßnahmen. Deshalb bilden Genehmigungsrecht, Ordnungsrecht, Anreizsysteme und Wahrnehmung der Oberflächennahe Geothermie in der Öffentlichkeit nur einen Teil der Einfluss- und Erfolgsgrößen. Grundsätzlich besitzt die Geothermie bei positiven Rahmenbedingungen das Potential, fossile Öl- und Gasheizungen in großem Umfang abzulösen.

Dr. André Deinhardt, Gregor Dilger

6. Nutzung der Windenergie

Die Anwendung der Windenergie zur Elektrizitätsversorgung bringt eine Verbreiterung der Energiebasis und vermindert die Umweltbelastung. Sie ist besonders sinnvoll, wenn wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit mit üblicherweise verwendeten Energieträgern besteht. In Ländern wie Dänemark oder deutschen Regionen wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern trägt die Windenergie bereits signifikant zur Stromversorgung bei.Kenntnisse über die Anlagenkosten und über die zu erwartende Energielieferung sind von grundlegender Bedeutung. Dabei müssen gute Windverhältnisse am geplanten Standort als wichtigste Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie angesehen werden. Darüber hinaus spielen in dicht besiedelten Gebieten, in ebenen, gebirgigen, bewaldeten Regionen, an der Küste und im Meer Genehmigungsfragen zunehmend eine entscheidende Rolle.In Kapitel 6 werden von Windverhältnissen ausgehend Energieerträge bestimmt, Potenziale und Ausbau- sowie Repower-Möglichkeiten aufgezeigt und unfassende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen mit internen und externen Kosten angestellt. Abschließend sind Planungs- und Baurecht mit Immissions-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Vorgehen zur Errichtung von Anlagen ausgeführt und Ökobilanz rundet den Themenbereich auch in Hinblick auf Industrie 4.0 ab.

Siegfried Heier

3. Baubetrieb

Prof. Dr.-Ing. Alexander Malkwitz, M.Sc. André Thesing

14. Bauen im Bestand

Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper

Kapitel 4. Internationale Projekte

Bisher haben wir die Abläufe einer Showproduktion unter der Annahme betrachtet, dass sich alle Beteiligten in einem einheitlichen Kulturkreis bewegen. Ein wenig komplexer wird die Gemengelage bei internationalen Projekten.

Monika Graf, Stefan Luppold

Kapitel 2. Marketinganalyse

Das zweite Kapitel behandelt mit der Marketinganalyse den ersten Schritt im Kulturmarketingprozess. Es werden verschiedene Analysebereiche und -methoden vorgestellt, die im Rahmen des Kulturmarketings eingesetzt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Publikums und der Unterscheidung verschiedener Besuchergruppen. Darüber hinaus werden die Ziele der Kulturbetriebe und des Kulturmarketings besprochen. Anhand des Kapitels sollen Analysekompetenzen für das Kulturmarketing vermittelt und die Besonderheiten der Zielformulierung verdeutlicht werden.

Lorenz Pöllmann

9. Anlagengenehmigungsrecht

Der Betrieb von Entsorgungsanlagen kann vielfältige Umweltauswirkungen in unterschiedlicher Intensität hervorrufen. Diese sind abhängig von den Abfallarten und ‑mengen, die in der jeweiligen Entsorgungsanlage angenommen, (zwischen‑)gelagert und im weit verstandenen Sinne behandelt werden, von der dabei zum Einsatz kommenden Anlagentechnik und schließlich von dem Anlagenstandort und seiner näheren Umgebung. Entsprechend vielschichtig, komplex und teilweise unübersichtlich sind die rechtlichen Vorgaben, welche die Umweltauswirkungen des Betriebs von Entsorgungsanlagen regeln.Vor diesem Hintergrund setzt sich das Kapitel ″Anlagengenehmigungsrecht″ mit ausgewählten rechtlichen Fragestellungen auseinander, die Errichtung und Betrieb vor allem solcher Entsorgungsanlagen in der Praxis aufwerfen, die nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigungsbedürftig sind. Zu diesem Zweck werden einzelne, für Entsorgungsanlagen relevante Genehmigungstatbestände der 4. BImSchV einschließlich des Anlagentyps der IED-Anlage und die sich daraus ergebenden (verfahrens)rechtlichen Konsequenzen näher beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt des Kapitels ″Anlagengenehmigungsrecht″ liegt auf ausgewählten praxisrelevanten Vorgaben der TA Luft, der TA Lärm, der GIRL und des Bauplanungsrechts. Dabei wird auch auf die sich abzeichnenden Inhalte der TA Luft-Novelle und der BVT-Schlussfolgerungen ″Abfallbehandlung″ eingegangen.

Dr. Rainer Geesmann

9. Jahresabschluss bei Personengesellschaften

Das Kapitel 9 befasst sich ausschließlich mit dem Jahresabschluss bei PersGes. Neben den allgemeinen Vorschriften zur Buchführungspflicht und zum Jahresabschluss enthält es auch Ausführungen zur Qualifizierung von Einkünften der Mitunternehmerschaft und zur steuerrechtlichen Gewinnermittlung und Gewinnverteilung. Es erfolgt sowohl eine Abgrenzung zwischen Gesamthandsvermögen, Sonderbetriebsvermögen als auch eine ausführliche Darstellung der Bilanzen der PersGes: die Handelsbilanz, die Ergänzungsbilanz (z.B. bei Gesellschafterwechsel, Einbringung eines Teilbetriebs nach § 24 UmwStG) und die Sonderbilanz (Ausweis des Sonderbetriebsvermögens I und II).

Hans-Joachim Röhle, Thomas Wiegmann

2. Gegenstand der Bilanzierung

Im 2. Kapitel wird zur Bilanzierung selbständiger Wirtschaftsgüter (WG) und aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Stellung bezogen (Aktiva). Insbesondere werden die Abgrenzung selbständiger WG bei Grundstücks- und Gebäudeteilen und die Bilanzierungsfähigkeit immaterieller WG dargestellt.

Hans-Joachim Röhle, Thomas Wiegmann

4. Rechtliche Aspekte des nachsorgenden Bodenschutzes und von Altlasten

Der nachsorgender Bodenschutz ist das Kerngebiet des BBodSchG mit der größten praktischen Auswirkung wegen der damit verbundenen Haftung für schädliche Bo-denveränderungen/Altlasten. Nach polizeirechtlichen Grundsätzen haftet nicht nur der Ver-ursacher, sondern auch der gegenwärtige Eigentümer und unter besonderen Voraussetzun-gen auch der frühere Eigentümer als Zustandsstörer für die notwendige Sanierung. Große wirtschaftliche Bedeutung hat die Frage der Haftungsbegrenzung für den Zustandsstörer und für jeden Haftenden die Auswahl eines geeigneten Sanierungsverfahrens mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand. Sanierungspflichten und deren Umfang werden durch Verträge im Vorfeld von Sanierungen beeinflusst. Dies gilt besonders für Kauf- und Mietver-träge. Ohne rechtliche Beratung hierbei kann der Erwerb einer Immobilie zu großen wirt-schaftlichen Sanierungsrisiken führen.

Dr. Hellmuth Mohr

6. Vorsorgender Bodenschutz – Bodenkundliche Baubegleitung – Optimieren von Böden bei Baumaßnahmen

Böden sind eine zentrale Lebensgrundlage, zugleich wird durch die zunehmenden Ansprüche beim Wohnen, bei der Produktion, Freizeit und Infrastruktur Boden durch Bebauen so beansprucht, dass sein ökologisches Leistungsvermögen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt weiter besteht. Diese Einschränkungen durch Baumaßnahmen auf das gesellschaftlich akzeptierte Maß zu beschränken, ist auch Aufgabe der bodenkundlichen Baubegleitung. In der jüngeren Vergangenheit wich die bisherige Zurückhaltung der Genehmigungsbehörden, Investoren und Bauherren gegenüber dem Bodenschutz auf der Baustelle einer größeren Offenheit. Der mit zunehmendem Versiegelungsgrad steigende Bedarf an Bodenschutz sowie zahlreiche positive Erfahrungen mit der bodenkundlichen Baubegleitung haben zu einer gewachsenen Relevanz des Bodenschutzes geführt. Von den Verantwortlichen wurde vielfach erkannt, dass weiter reichende Kenntnisse zu Bodeneigenschaften und ein dementsprechend angepasstes Bauen die Qualität und Sicherheit, in manchen Fällen auch die Geschwindigkeit von Bauleistungen, erhöhen. Der Beitrag wendet sich an Bodenkundler sowie an Vertreter des Bauwesens und der öffentlichen Verwaltung. Er ermöglicht einen Einblick in die Prinzipien des Bodenschutzes beim Bau und nimmt zu deren Hintergrund Stellung. Darüber hinaus gibt er eine strukturierte Sammlung an Bodenschutzmaßnahmen wieder.

Dr. Andreas Lehmann

3. Rechtliche Grundlagen des vorsorgenden Bodenschutzes

Vorgaben für den vorsorgenden Bodenschutz finden sich nicht nur im BBodSchG. Der Maßstab für die Bewertung einer Beeinträchtigung der Bodenfunktionen nach § 2 BBodSchG wird durch das BBodSchG vorgegeben. Der Vorsorgegrundsatz des BBodSchG wirkt auf andere Gesetze ein. Dies gilt für die Raumordnung (ROG), die Bauleitplanung (BauGB und LBO), die vielfältigen Gebiete der Fachplanungen (vom AEG bis zum WHG), den Immissionsschutz (BImSchG) und den Naturschutz (BNaSchG). Bei den Entscheidungen nach den hierbei einschlägigen Gesetzen sind immer auch die Belange des Bodens zu berücksichtigen, selbst wenn sie keinen Vorrang bei dieser Abwägungsentscheidung genießen.

Dr. Hellmuth Mohr

Regulative Mittel zur Stärkung von E-Government unter besonderer Berücksichtigung von experimenteller Gesetz- und Verordnungsgebung

Die öffentliche Verwaltung sieht sich – wie andere gesellschaftliche Bereiche– mit den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung konfrontiert. Die Entwicklungen werden seit der aufkommenden Implementierung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) in den 90er Jahren von zunehmenden Rechtsetzungsaktivitäten auf europäischer sowie Bundesund Landesebene begleitet. In diesem Sinne kann bereits von einer frühen E-Government-Gesetzgebung zumindest in Fachgesetzen gesprochen werden.

Claudia Schürmeier

Chapter 7. Investitionen in Immobilien zur Eigennutzung und zur Vermietung

In diesem Kapitel werden vielfältige Möglichkeiten, in Immobilien als Sach- und Substanzwerte zu investieren, beschrieben. Angefangen mit der eigengenutzten Immobilie über Direktanlagen in vermietete Wohnungen und gewerbliche Vermietungen, Ferienwohnungen oder Auslandsimmobilien bis zu Investitionen in Immobilien zur Altersvorsorge.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

4. Basiswissen Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist die Steuer auf die Umsätze. Sie wird allgemein auch als Mehrwertsteuer bezeichnet. Der Unternehmer erhält für seine steuerpflichtigen Umsätze im Normalfall die Umsatzsteuer von seinen Kunden und führt diese an das Finanzamt ab. Ist der Empfänger des Umsatzes auch ein Unternehmer, zieht er diese Umsatzsteuer als Vorsteuer ab. Umsatzsteuer kann grundsätzlich nur dann entstehen, wenn ein Unternehmer die Leistung erbringt. Die andere beteiligte Person nennt man Leistungsempfänger. Ist dieser Leistungsempfänger kein Unternehmer, sondern Verbraucher, trägt er die Umsatzsteuer auch wirtschaftlich. Da der Endverbraucher die Steuer nicht direkt an das Finanzamt abführt, wird die Umsatzsteuer auch als indirekte Steuer bezeichnet, die den Konsum belastet – gleich, ob es sich dabei um Waren oder Dienstleistungen handelt.

Constanze Elter

Compliance bei Kongressen

Anforderungen bei der Veranstaltungsplanung und -durchführung

Compliance-relevant sind bei Kongressen: die Wahl des Veranstaltungsorts (Destination), der Veranstaltungsstätte (Location) und der Übernachtungsstätte (in der Regel Hotel), die Proportion von Fach- und Rahmenprogramm und deren Inhalte sowie schließlich Fragen der Kostenübernahme durch die Industrie für die Veranstaltung (indirektes SponsoringSponsoring) oder einzelne Teilnehmer (direktes Sponsoring). Schon diese Aufzählung führt vor Augen, welch enorme Bedeutung Compliance heute für die Konzeption und Durchführung von Kongressen hat – und auch in Zukunft behalten wird.

Hans Rück

3. Praxisbeispiel einer ganzheitlichen Sanierung

Um die gesammelten theoretischen Erkenntnisse und Anforderungen in einem praktischen Zusammenhang wiederzugeben, wird im Folgenden an einem Beispiel solch ein Sanierungsprozess mit seiner schrittweisen Annäherung an ein emissionsfreies Gebäude dargestellt. Die Sanierung beschreibt die meisten der typischen Problemstellungen, die bei Sanierungen auftreten. Erfahrungen werden beschrieben, die diesen Prozess erleichtert haben, aber auch Probleme aufgezeigt und Kompromisse, die unterwegs aus den unterschiedlichsten Gründen geschlossen werden mussten, geschildert. Beispielsweise hatte der Bauherr zum Schluss des Projektes schlicht keine Energie mehr, die letzten, noch verbliebenen Optimierungen durchzuführen, obwohl bereits alles geplant und ausgeschrieben war. Er beendete diesen Sanierungsschritt mit der Feststellung: Jetzt ist es genug! Auch den Planern ging es nicht anders, sodass diese Anweisung widerstandslos hingenommen wurde. Letztendlich wurden in dieser ersten Sanierungsrunde nicht 100 %, sondern nur 95 % der geplanten Maßnahmen umgesetzt, was nicht weiter dramatisch war. Es soll eine möglichst praxisnahe Darstellung dieses Projektes gegeben werden. Alle wichtigen Aspekte werden beleuchtet, um die gemachten Erfahrungen nutzbringend an Interessierte weiterzugeben und um dem emissionsfreien Gebäudebestand auf kürzestem Wege näherzukommen.

Stefan Oehler

Chapter 2. Gesellschaftliches, wirtschaftliches, rechtliches und technologisches Umfeld

Wolfgang Weber, Rüdiger Kabst, Matthias Baum

Kapitel 4. Digitalisierung auf Landesebene

Die Bundesländer sind eine hinsichtlich ihrer Größe und internen Struktur heterogene Ebene der Gebietskörperschaften: Stadtstaaten und Flächenländer, kleine und große Einwohnerzahlen, Länder mit und solche ohne Regierungsbezirke als Zwischenebene zwischen Ressorts und nachgelagerten Behörden der Landesverwaltung sind schon äußerliche Unterschiede. Die Organisation der Landes-IT-Dienstleister ist ebenfalls verschieden: Auffällig ist Dataport,Deutschlands einzige Mehrländeranstalt, die von den Nordstaaten Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein ausgehend weitere Bundesländer als Kunden gewinnen konnte. Alle Bundesländer machen Fortschritte bei der Digitalisierung, sie unterscheiden sich aber teils erheblich sowohl im Grad der Zentralisierung wie auch im Tempo der Fortschritte in den letzten Jahren.

Roland Heuermann, Stefan Krebs, Christian D. Kohl, Carsten Jürgens, Johann Bizer, Michel Golibrzuch

4. Rechtliche Rahmenbedingungen

Im nachfolgenden Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen, die bei der Durchführung einer Fassadenbaumaßnahme zu beachten sind, dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf dem privaten Baurecht, also dem Werkvertragsrecht, wobei die Darstellung dem üblichen Verlauf eines Bauvorhabens, also vom Angebot über den Vertragsschluss, die Bauabwicklung inklusive Vergütungsfragen, die Abnahme bis hin zu Gewährleistung/ Mängelansprüchen, folgt. Hiermit zusammenhängende Themenbereiche, wie die Vergabe, das Architektenrecht, das öffentliche Baurecht und das Bauproduktenrecht, werden ebenfalls angesprochen. Zudem wird die Durchsetzung von Ansprüchen bzw. ihre Abwehr im zivilprozessualen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten dargestellt, aber auch alternative Streitlösungsmechanismen werden vorgestellt.

RA Klaus-Peter Radermacher

3. Motivation für ehrenamtliches Engagement

Engagement erfolgt nicht selbstlos oder nur für andere. Auch Geld als Entlohnung ist kein Antreiber für ehrenamtliche Leistung. Sämtliches ehrenamtliches Engagement erfolgt in erster Linie aus einer geldunabhängigen Motivation heraus: Es geht allein darum, persönliche Bedürfnisse zu erfüllen. Das spiegelt sich in den Beschreibungen und Aussagen der Porträtierten wider. Aber was genau sind persönliche Bedürfnisse, und was bedeutet diese Erkenntnis für die Praxis?

Britta Redmann

Open Access

15. Technischer Klimaschutz

Hamburg als dicht besiedelter Ballungsraum ist ein Nettoimporteur von Strom. Im Jahr 2014 z. B. wurden in Hamburg insgesamt 12,4 TWh Elektrizität verbraucht, aber nur 3 TWh innerhalb der Stadtgrenzen produziert. Die beste Option für den Klimaschutz in der Energieerzeugung ist die Vermeidung von Treibhausgasen durch Nutzung erneuerbarer Quellen, wenn der Strom auch lokal verbraucht und in Zeiten geringen erneuerbaren Angebots nicht durch emissionsintensive Kraftwerke substituiert wird. Der Anteil von erneuerbaren Energien in der FHH am Primärenergieverbrauch lag 2012 mit 4,7 % deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 10,3 %. Noch deutlicher ist die Differenz bei der Stromerzeugung. Während in der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) 2,9 % des Bruttostromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden konnten, waren dies bundesweit bereits 23,7 % (Umweltbundesamt 2015). Der primäre Grund hierfür ist die für Stadtstaaten typische Flächenknappheit. Eine ausführliche Betrachtung der unterschiedlichen Kraftwerkstypen sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf diese findet sich in ▶ Abschn. 9.2.

Prof. Dr. Detlef Schulz, Dr. Thomas Weiß

Korruption in der geschichtswissenschaftlichen Forschung und Lehre

Der Beitrag bietet einen Überblick über Konzepte der historischen Korruptionsforschung, wie sie derzeit an Hochschulen gelehrt werden. Anhand verschiedener Beispiele geben die Autoren Anwendungsmöglichkeiten für historische Themen in Unterricht und Lehre. Zugleich verdeutlichen sie, welchen Mehrwert eine sozialkonstruktivistische Perspektive auf das historische Phänomen „Korruption“ bietet. Hervorgehoben wird insbesondere die analytisch wichtige Trennung in Korruptionsdebatten und -praktiken. Diese Trennung ermöglicht es, die Wandelbarkeit des Verständnisses von Korruption freizulegen und die moralische Bewertung von den Handlungen zu trennen.

Robert Bernsee, Volker Köhler

Chapter 28. Immobilienmarktdaten und Datenquellen

Für die Beobachtung und Analyse des Geschehens auf den Immobilienmärkten steht eine Vielzahl unterschiedlicher Datenquellen zur Verfügung. In einer groben Unterteilung lassen sich hier zunächst amtliche von nicht amtlichen Daten abgrenzen. Amtliche Daten werden von öffentlichen Stellen erhoben, verarbeitet und veröffentlicht.

Peter Westerheide

Chapter 14. Standorttheorie und -politik

Immobilien sind unbewegliche Wirtschaftsgüter, bei denen es sich vor allem um Grundstücke und Gebäude handelt [1]. Immobilien befinden sich somit an einem Ort bzw. an einer Raumstelle, die vom Menschen für eine bestimmte Nutzung wie Wohnen, Industrie, Einzelhandel, Bildung, Freizeit oder Landwirtschaft ausgewählt wurde [2]. Raumstellen werden auch als Standorte bezeichnet, die im abstrakten Sinne keine flächenhafte Ausdehnung haben.

Paul Gans

Kapitel 8. Krönung all Ihrer Bemühungen – der Kaufvertrag

Ab hier wird es juristisch, also: Pflicht statt Kür. Keine Bange, ich werde es Ihnen so erklären, dass Sie als Laie das juristisch genormte Deutsch eines Kaufvertrages verstehen. Es werde zwei Kaufverträge vorgestellt: ein Kaufvertrag für ein Grundstück und ein Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung, bzw. ein Teileigentum.

Raimund Wurzel

Chapter 9. Nachtrag: Oder doch lieber zum Profi?

Soll ein Makler mit meiner Immobilie Geld verdienen? Leicht und schnell? Vier bis sechs Prozent von meinem Preis? Der Makler kann doch auch nicht mehr als ich. Es gibt doch das Internet. Da kann ich doch auch inserieren. Bilder kann ich selbst machen. In diesem Kapitel geht es im Wesentlichen darum aufzuklären, was Immobilienmakler tun und in welchem gesetzlichen Rahmen sie sich bewegen (dürfen). Sie erhalten konkrete Tipps und Hinweise, wie Sie sich vor Übervorteilungen schützen und wie Sie den für Sie besten Makler auswählen.

Raimund Wurzel

Kapitel 1. Sechs Richtige – so gewinnen Sie immer!

Sicher haben Sie schon einmal Lotto gespielt und vergebens auf den Sechser mit Zusatzzahl gewartet. Wieder nichts! Oder doch? Zwei Richtige mit Zusatzzahl sind schon mal drin, drei Richtige, vier Richtige. Das ist ja mal was! Den Einsatz wieder rausgeholt. Der Reiz bleibt. Na ja, das nächste Mal. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So funktioniert kein Immobilienverkauf. Sondern nur durch planmäßiges Handeln. Wie, zeigt das erste Kapitel.

Raimund Wurzel

Kapitel 5. Exposé und Präsentation: Schnittpunkt auf dem Weg zum Käufer

Bis jetzt haben Sie alles richtig gemacht. Sie haben Ihre Immobilie analysiert, bewertet und einen marktfähigen Preis bestimmt. Sie haben sie in Ordnung gebracht, haben sich auf dem Markt umgesehen und sind jetzt bereit, an den Markt zu gehen. Jetzt kommt es darauf an, ein richtig gutes, ansprechendes Exposé zu erstellen, das emotionalisieren und informieren soll. Es soll darüber hinaus anregen, sich bei Ihnen zu melden. Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen in diesem Kapitel.

Raimund Wurzel

Kapitel 6. Marketing – Ihre Immobilie wird öffentlich

Als ich vor rund 40 Jahren als Jungmakler bei einem damals sehr bedeutenden Frankfurter Immobilienmakler anfing, sagten die verkaufswilligen Eigentümer immer: „Bitte nicht in die Zeitung setzen, die Nachbarn sollen das nicht wissen.“ Oder: „Meine Freunde und Kollegen dürfen das auf keinen Fall wissen. Bitte nur ganz diskret Ihren Kunden in der Kartei anbieten. Sie haben doch so viele!“ In diesem Kapitel lernen Sie das sehr spezielle Immobilien-Marketing kennen. Es unterscheidet sich fundamental vom üblichen Marketing und der üblichen Werbung von Gütern, die Sie täglich oder in größeren Zeitabständen kaufen.

Raimund Wurzel

Technical Due Diligence

This chapter describes the process of conducting Technical Due Diligence for real estate companies, portfolios and assets. It provides practitioners with an overview of potential issues and important topics to be assessed and gives examples on potential pitfalls from a practitioner’s view.Starting with a discussion on the conceptual framework, an integrated concept of Technical Due Diligence embracing also environmental, social and governance (ESG) aspects is introduced. Then the activities and processes of a Technical Due Diligence engagement in a phased model as well as the applied methodology are discussed. Subsequently, the scope of a Technical Due Diligence is outlined and the content, issues, information sources as well as practical challenges are described. Finally, the risk mitigation options based on the due diligence findings are discussed, and an outlook on the development is given.

Sebastian Reich

Chapter 23. Real Estate Asset Management

Immobilien-Asset-Management ist ein bislang in der Fachliteratur wenig erläuterter Bereich der Immobilienwirtschaftslehre. Daher wird im ersten Abschnitt zunächst der Begriff Immobilien-Asset-Management definiert und von anderen Disziplinen der Immobilienwirtschaft, wie Investment, Portfolio- und Facility Management, abgegrenzt. Der darauf folgende Abschnitt widmet sich den Kernfunktionen bzw. den konkreten operativen Ansatzpunkten des Immobilien-Asset-Managements.

Pamela Hoerr

Chapter 19. Projektentwicklung

Komplexität, Multidisziplinarität und ein hohes unternehmerisches Risiko sind wesentliche Merkmale der Projektentwicklung von Immobilien. Die Kernkompetenz eines Projektentwicklers sind das multidisziplinäre Management und die Koordination von Planungs-, Bau- und Vermarktungsprozessen mit dem Ziel der Wertschöpfung. Dieses Anforderungsprofil erfordert eine vielseitige Qualifikation und ein überdurchschnittliches Maß an Erfahrung.

Thomas Kinateder

Chapter 29. Immobilienfinanzierung

Mitte der 90er-Jahre begann eine zunehmende grenzüberschreitende Investitionstätigkeit, die eine Internationalisierung des bis dato von nationalen Akteuren dominierten Immobiliengeschäfts auslöste. Insbesondere angelsächsisch geprägte Investoren begannen, sich in dieser Phase dem deutschen Immobilienmarkt zuzuwenden. Ihre kapitalmarktorientierte Anlagephilosophie trug maßgeblich zur Wahrnehmung bei, dass Immobilien gegenwärtig als eine eigenständige Asset-Klasse – d. h. Vermögensklasse – neben Aktien und Anleihen betrachtet werden [1].

Nico B. Rottke

Chapter 6. Immobilienfinanzierung

In der Betriebswirtschaftslehre wird unter Finanzierung die Kapitalbeschaffung zur Realisierung einer Investition verstanden. Bei der Kapitalbeschaffung wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur nach.

Kerry-U Brauer

Chapter 1. Einführung in die Immobilienwirtschaft

Die Immobilienbetriebslehre ist im Vergleich zur allgemeinen Betriebswirtschaftslehre und zu einer Reihe spezieller Betriebswirtschaftslehren, wie z. B. der Bankbetriebslehre oder der Handelsbetriebslehre, immer noch eine relativ junge Wirtschafts- und Wissenschaftsdisziplin. Hinzu kommt, dass diese spezielle Betriebswirtschaftslehre aufgrund der differenzierten Nutzeranforderungen an Immobilien und Zielstellungen der Investoren außerordentlich facettenreich ist. Hieraus ergibt sich zunächst die Notwendigkeit zur inhaltlichen Bestimmung.

Kerry-U. Brauer

Chapter 8. Immobilienprojektentwicklung

Die Entwicklung von Immobilienprojekten ist aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung außerordentlich facettenreich. Die inhaltlichen Anforderungen an einen Projektentwickler beginnen mit der Informationsbeschaffung über den jeweiligen Immobilienteilmarkt, umfassen die Entwicklung einer wirtschaftlich tragfähigen Projektidee, können darüber hinaus die bauliche Realisierung umfassen und parallel zu all diesen Aufgaben die Vermarktung der Immobilie. So vielfältig wie diese Leistungen und differenziert die Aufgaben in Abhängigkeit der konkret zu entwickelnden Immobilie sind, so unterschiedlich sind auch die Auffassungen zur inhaltlichen Abgrenzung der Immobilienprojektentwicklung.

Kerry-U Brauer

Chapter 5. Renditeberechnung bei Immobilieninvestitionen

Aufgrund der hohen und in der Regel langfristigen Kapitalbindung ist eine qualitative und quantitative Analyse des Immobilienteilmarktes, auf dem investiert werden soll, zur Vermeidung von Fehlinvestitionen und damit von Fehlallokationen betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Ressourcen notwendig. Ausgangspunkt qualitativer Entscheidungen bildet die Zielgruppenanalyse und sich hieraus ergebende konkrete Nutzeranforderungen an die Immobilie. Darauf aufbauend geht es um die quantitative Analyse in Form einmaliger und laufender Aufwendungen und Erträge bzw. Abflüsse und Zuflüsse aus der Immobilieninvestition.

Kerry-U Brauer

Chapter 2. Rechtsgrundlagen der Immobilienwirtschaft

Formelles und materielles Recht sind im Grundstücksrecht eng miteinander verknüpft. Unter formellem Recht versteht man die zu beachtenden Verfahrensregeln, welchen im Grundstücksrecht große Bedeutung zukommt. Das materielle Recht regelt das Entstehen, den Inhalt, Inhaltsänderungen, Übertragung sowie Erlöschen von Rechten an Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten.Das Baurecht regelt Art und Maß der baulichen Nutzung eines Grundstücks, die Anforderungen an das Grundstück und die Ordnung der Bauausführung sowie die Rechtsverhältnisse der an der Errichtung eines Bauwerks beteiligten Personen.Nachdem zum 01.09.2001 eine grundlegende Mietrechtsreform durchgeführt wurde, die zu einer Neugestaltung des Mietrechts und zu einer Zusammenfassung nahezu sämtlicher mietrechtlicher Regelungen im bürgerlichen Gesetz geführt hat, trat zum 01.05.2013 mit der Mietrechtsnovelle 2013 eine weitere Änderung des Mietrechts in Kraft.Im gewerblichen Wohnungs- und Gewerbebau finden wir im Wesentlichen drei typische Unternehmermodelle: den Bauträger, den Generalunternehmer und den Generalübernehmer. Dabei sind die Grenzen keineswegs starr, Mischformen sind daher denkbar und oft Ergebnis der Verhandlungen der Vertragsparteien im Einzelfall. Juristisch wird man daher auch ausgehend von den nachfolgend beschriebenen Grundformen unterschiedliche rechtliche Bewertungen vornehmen müssen.

Monica Steinforth, Bernd Dammert, Rafael Tobias Huber, Ulrich Schwering

Kapitel 3. Finanzbedarfsanalyse

Der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist ein langfristiges Vorhaben, das viele Menschen nur einmal im Leben durchführen. Zudem ist es eine gute Möglichkeit, sein Geld sinnvoll anzulegen, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Aber wie viel Geld braucht man für eine Immobilieninvestition denn tatsächlich?

Tanja Müthlein, Thomas Hoffmann

Verbindlichkeitsrückstellung aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtung

Die Bildung von Verbindlichkeitsrückstellungen ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die im jeweiligen Einzelfall geprüft werden und erfüllt sein müssen. Insbesondere müssen folgende Voraussetzungen vorliegen: wahrscheinliches oder sicheres Vorliegen einer hinreichend konkretisierten Verpflichtung,rechtliches Entstehen bzw. wirtschaftliche Verursachung in der Vergangenheit,Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme.Diese Kriterien gelten ihrem Wesenskern nach sowohl im Unternehmensrecht wie im Steuerrecht, sodass insbesondere steuerrechtliche Entscheidungen wie die des VwGH vom 30.04.2015, 2011/15/0198 die Möglichkeit bieten, diese im Lichte des Unternehmensrechts zu würdigen. Im vorliegenden Beitrag werden die Voraussetzungen für die Rückstellungsbildung im angesprochenen VwGH‐Erkenntnis näher beleuchtet und daraus Rückschlüsse auf insbesondere die Wahrscheinlichkeit des Eintretens der Verpflichtung gezogen.

Univ.-Prof. Dr. Klaus Hirschler

4. Vorbereitung der Modellbildung

Eingangs dieses Kapitels werden die Ziele des Bauherrn betrachtet sowie die Einflüsse auf deren Erreichung zusammengestellt. Aus diesen werden daraufhin die für das Modell herangezogenen potenziellen Entscheidungskriterien identifiziert. Dem folgen Thesen zur Vorteilhaftigkeit einer bestimmten Planereinsatzform, welche anhand von Literatur, dem Verfasser aus eigener Tätigkeit heraus vertrauten Projekten sowie der vorgenannten Betrachtung nach Aspekten ermittelt werden.

Daniel Landowski

3. Aspekte der Planereinsatzformen Einzel- sowie Generalplaner

Anschließend werden die für eine Entscheidungsfindung möglicherweise bedeutsamen Unterschiede zwischen den beiden Planereinsatzformen herausgearbeitet, gegliedert in Teile der o. g. Projektsteuerungs-Handlungsbereiche nach AHO. Zusätzlich wird ein Unterkapitel den die Projektsteuerung selbst unmittelbar betreffenden Merkmalen der Planereinsatzformen gewidmet.

Daniel Landowski

Städtebaulicher Schallschutz

Die städtischen Geräuschquellen führen zu hohen Beeinträchtigungen der Bevölkerung. Städtischer Lärm belästigt und stört, bringt aber auch gesundheitliche Risiken mit sich. Die Minderung dieser Beeinträchtigungen ist deshalb dringend geboten.Im Beitrag werden die Beeinträchtigungen durch Umgebungslärm dargestellt und aus den Lärmwirkungen Zielwerte für den Lärmschutz abgeleitet. Die Methodik des städtebaulichen Lärmschutzes wird erläutert. Das aktuell gültige Immissionsschutzrecht wird beschrieben und bewertet. Für den Straßenverkehrslärm als relevanteste Quelle werden Instrumente und Maßnahmen zur Minderung vorgestellt.

Michael Jäcker-Cüppers

1. Einleitung

Das Vergaberecht – das faktisch kein Recht, sondern auf nationaler Ebene eine Verwaltungsanweisung darstellt – ist durch zwingende und konjunktive Vorschriften geprägt. Hierdurch kann es leicht zu Vergabeverfahren führen, die nicht der VOB/A entsprechen. Von einer nicht normgerechten Vertragserfüllung zu LP 6 und 7 des §§ 33 oder 42 HOAI einmal abgesehen, können die Folgen hieraus in bisher seltenen Fällen Schadensersatzansprüche seitens unterlegender Bieter und die Förderschädlichkeit bei Drittmittelprojekten sein. Somit sind an Vergaben im Bereich der öffentlichen Hand wesentlich höhere Anforderungen gestellt als im Bereich der privatwirtschaftlichen Vergabe, die letztendlich nur durch das Werkvertragsrecht geprägt sind, da der private Auftraggeber nicht an die VOB/A gebunden ist.

Andreas Belke

Wie gründet man eine Privatschule?

Der Erfolg einer Schulgründung knüpft an viele Voraussetzungen und Faktoren, die es zu beachten gilt. Die Schulgründungsinitiative muss sich zwingend mit den jeweiligen Konditionen (u.a. Rechtslage) in dem jeweiligen Bundesland vertraut machen. Eine vorausschauende Planung und die rechtzeitige Abstimmung mit der zuständigen Schulbehörde sind unumgänglich. Standortfragen, die pädagogischen Ziele, Wirtschaftlichkeit des Vorhabens – die Planung der Betriebsphase aber auch der Vorlaufkosten – und eine entsprechende Vorbereitung des Schulbetriebes sind sehr wichtig. Gerade bei dem letzten Punkt kommen viele Aspekte auch rechtlicher Art zusammen. Der Schulträger übernimmt ab dem Schulbeginn mehrere Funktionen: er ist Ansprechpartner für die Schulbehörde und die gesamte Schulöffentlichkeit und u.a. Arbeitgeber und Vertragspartner. Mit der betriebenen Ersatzschule erfüllt der Schulträger den öffentlichen Bildungsauftrag.

Magdalena Schäfer

Gerichtsbarkeit und Recht

Juristische Personen entstehen durch die Eintragung in ein öffentliches Register.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Chapter 10. Baurecht

Der Siedlungsbau stellt insbesondere durch seine räumlich und zeitlich weitreichenden Folgewirkungen eine besonders ausgeprägte und großflächige Einwirkung auf den Schutz der Biodiversität dar. Im Umfeld von Siedlungen konzentriert sich die Nutzung des Raumes und der Umweltgüter in besonders hervorgehobener Weise. Aber auch innerhalb von Siedlungen spielt die biologische Vielfalt namentlich durch pioniermäßige Anpassungserscheinungen und Neobiota eine besondere Rolle.

Moritz Gies
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