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Bauingenieurwesen

weitere Buchkapitel

Valtschielbrücke

Die älteste erhaltene versteifte Stabbogenbrücke ist die Valtschielbrücke bei Donat (GR). Robert Maillart entwarf sie 1925 als dritte ihrer Art nach der Schrähbachbrücke und der Flienglibachbrücke. Diese beiden Brücken sind leider nicht mehr erhalten.

Mattias Stoll

Rossgrabenbrücke

Die Rossgrabenbrücke, gebaut vom schweizer Brückenbaupionier Robert Maillart, führt über das Schwarzwasser und dient als Auto- und Fussgängerbrücke. Sie verbindet die Gemeinde Hinterfultigen mit Schwarzenburg und ist Teil des Regionalen Naturparks Gantrisch. Die Dreigelenkbogenbrücke aus Beton hat eine Spannweite von 82 Meter. Maillart machte sich beim Bau der Brücke die hohe Druckfestigkeit von Beton zunutze. Die filigrane Konstruktion ist bei vielen Architekten und Ingenieuren für ihre Ästhetik bekannt.

Michael Thierstein

Open Access

Integration und Öffentliche Mobilität: Die Rolle der Planung

Nachdem der öffentliche Verkehr in den ersten Nachkriegsjahrzehnten im Zuge der wirtschaftlichen Prosperität stetig an Bedeutung zugunsten des privaten Autoverkehrs verloren hatte, wurde er in den 1970er Jahren wiederentdeckt. Allerdings war das wiedererwachte Interesse der Verkehrsplaner*innen am öffentlichen Verkehr mehrheitlich dadurch motiviert, den rasant wachsenden Autoverkehr zu entlasten, um die Stauanfälligkeit zu reduzieren und damit die ‚freie Fahrt für freie Bürger‘ zu gewährleisten. Damals etabliert sich der verkehrspolitische Konsens, dass der öffentliche Verkehr auch zukünftig als Teil der Daseinsvorsorge, ein Mindestmaß an Mobilität für diejenigen erbringen soll, die sich kein Auto leisten können.

Oliver Schwedes

Open Access

Kapitel 8. Schluss und Ausblick: komplexe Passungsverhältnisse

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Erkenntnisse von Geschlechter- und Bildungsforschung zu Studien(fach)wahlen miteinander zu verknüpfen und in der Analyse die Dimensionen von sozialer Herkunft und Geschlecht systematisch zu verbinden. So sollte die Frage beantwortet werden, wie die Wahl eines Studiums und Studienfachs vor dem Hintergrund von sozialem Milieu und Geschlecht zu verstehen und zu erklären ist. Die Ergebnisse werden in diesem Kapitel zusammengefasst.

Lena Loge

Open Access

Kapitel 2. Studien(fach)wahlen: eine Frage der Motivlage?

Im Wintersemester 2018/19 umfasste die Studierendenschaft in Deutschland 2 865 000 Immatrikulierte mit einem Frauenanteil von etwa 48,9 %. Wiederum 34,9 % der Studierenden waren an einer Fachhochschule bzw. einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften eingeschrieben. An diesem speziellen Hochschultyp war der Frauenanteil mit 44,1 % außerdem geringer als an Universitäten bzw. hochschulübergreifend.

Lena Loge

Open Access

Kapitel 1. Einleitung: das Universum von Möglichkeiten

Mit dieser Arbeit wird ein Beitrag zu der Frage geleistet, wie soziale Ungleichheit beim Zugang zur Hochschule, speziell beim Zugang zu spezifischen Studienfächern, zu erklären ist und wie soziales Milieu und Geschlecht hier zusammenwirken. Dazu werden die Perspektiven der Geschlechterforschung auf Bildungs-und Berufsentscheidungen aufgearbeitet, um sie anschließend mit dem Habituskonzept von Bourdieu und der daran anschließenden Milieuforschung nach Vester und anderen konzeptionell zu verbinden.

Lena Loge

Open Access

Kapitel 5. Methodologie und methodisches Vorgehen

In der vorliegenden Untersuchung wurde auf Grundlage der dargestellten theoretischen Verknüpfungen der Frage nachgegangen, wie sich Studien(fach)wahlen im Kontext von sozialem Milieu und Geschlecht konstituieren. Um dieser Frage nachzugehen, wurde ein qualitativer Zugang gewählt: Im Gegensatz zu quantitativer Forschung wurden keine vordefinierten Hypothesen an den Forschungsgegenstand herangetragen, die überprüft werden sollten. Stattdessen bietet sich ein qualitatives Vorgehen an, um theoriegeleitet offene Fragestellungen zu verfolgen und das beforschte Feld möglichst umfassend zu ‚verstehen‘

Lena Loge

Open Access

Kapitel 6. Von Sozialarbeitern und Bauingenieurinnen: Habitushermeneutische Fallanalysen

Die Terminvereinbarung mit Sonja ist mit einer sehr zuverlässigen Kommunikation ihrerseits verbunden: Als einzige Interviewpartnerin bestätigt sie einen Tag vor dem Gespräch den Termin proaktiv per Email und schreibt, sie hoffe „etwas Nützliches“ erzählen zu können. Damit betont sie die Relevanz ihrer Rolle als Befragte für das Forschungsvorhaben und begibt sich mit der Forscherin im Vornerein auf Augenhöhe. Dieser Eindruck setzt sich in der Interviewsituation fort: Bevor die Aufnahme gestartet wird, stellt Sonja einige Fragen zum Anliegen und zur Methode des Forschungsprojekts.

Lena Loge

Open Access

Kapitel 7. Ergebnisse: Studien(fach)wahlen im Kontext von sozialem Milieu und Geschlecht

Die analysierten Wege in das Bauingenieurwesen und die Soziale Arbeit zeigen, wie Studien(fach)wahlen eingebettet sind in die vergeschlechtlichte milieuspezifische Lebensführung und wie die antizipierte Passung zu einem Studienfach und einem Beruf in diesem Zusammenspiel entsteht. Je nach vergeschlechtlichter milieuspezifischer Habitualisierung werden die Handlungsmöglichkeiten auf dem Weg in einen Beruf kanalisiert bzw. erweitert, bestimmte Dispositionen werden gestärkt und andere in den Hintergrund gerückt. Was das Verhältnis der Fälle zueinander angeht, haben sich Ähnlichkeiten und Kontraste in den Analysen bereits angedeutet und bilden sich ebenso in ihrer Verortung im Modell sozialer Milieus ab.

Lena Loge

Kapitel 2. Aufbau und Gestaltung einer Anzeige für eine möglichst hohe Aufmerksamkeit

Die Formulierung und Gestaltung einer Online-Stellenanzeige sollte immer nach einem bestimmten Muster erfolgen und möglichst aussagekräftig dargestellt werden, um den Kandidaten nicht nur zum Öffnen der Anzeige, sondern im besten Fall final auch zum Absenden der Bewerbung zu bewegen. Hierzu zählen neben einer kurzen und prägnanten Unternehmensvorstellung auch ein aussagekräftiger Einleitungssatz, ein passender und ansprechender Stellentitel, eine kurze Darstellung des Tätigkeitsbereichs genauso wie das entsprechend gewünschte Anforderungsprofil sowie eine Aufzählung besonderer Benefits. Auch die Abschlussformel stellt einen wichtigen Faktor dar. Hat der Kandidat sich die Mühe gemacht, die Anzeige bis zum Ende zu lesen, bedeutet dies ein erstes Interesse. An dieser Stelle ist es wichtig, ihn final soweit abzuholen und anzusprechen, dass das endgültige Absenden der Bewerbung für ihn nur eine Formalie darstellt. Hierbei kann die Angabe eines Ansprechpartners für Rückfragen hilfreich sein.

Sonja Koopmann-Wischhoff

Kapitel 5. Ethik-Codices in den Ingenieurwissenschaften: Beispiele und Systematisierung

Im folgenden Beitrag wird zunächst die Frage aufgeworfen, ob sich ein Ingenieur/eine Ingenieurin zu ethischen Fragestellungen äußern sollte. Darauf aufbauend wird erläutert, wie Ethik-Codices in den Ingenieurwissenschaften historisch entstanden sind und von welchen Leitsätzen sie zunächst inspiriert wurden. Anschließend wird der Ethik-Codex des Vereins Deutscher Ingenieure analysiert. Abschließend wird auf Ethikkommissionen und die Zukunft der Ethik-Codices eingegangen.

Dieter D. Genske

Technische Hydraulik

Unter Technischer Hydraulik wird hier eine für die Belange des Bau- und Umweltingenieurwesens aufbereitete Hydromechanik bezeichnet. Mit diesen Grundlagen können Aufgabenstellungen in den angewandten Disziplinen des konstruktiven Wasserbaus, der Wasserversorgung, der Abwasserableitung und in Teilbereichen des Grundbaus behandelt werden. Aufbauend auf den physikalischen Grundlagen reicht dabei die Anwendung von den hochturbulenten Strömungen der Rohr- und Gerinnehydraulik bis zur laminaren Bewegung der Grundwasserströmung.

Franz Valentin

Hydrologie und Wasserwirtschaft

Grundkenntnisse in der Hydrologie und Wasserwirtschaft sind für die Planung, Bemessung, Bau und Betrieb baulicher wasserwirtschaftlicher Anlagen unverzichtbar. Hier werden insbesondere die Problematik der Hochwasserabflüsse und stochastische sowie deterministische Ansätze zu deren Quantifizierung behandelt. Die Komponenten des Wasserhaushaltes werden erläutert, wobei neben der Messdatenerfassung grundlegende Berechnungsverfahren dargestellt werden. Die wasserwirtschaftlichen Grundlagen der Speicherbemessung werden sowohl für Talsperren als auch für Hochwasserrückhaltebecken erläutert.

Andreas Schumann

2. Bauwirtschaft als Teil des Wirtschaftssystems

Die Wirtschaftswissenschaften beschäftigen sich mit wirtschaftlichen Zusammenhängen und sind den Realwissenschaften zuzuordnen. Sie werden in die Bereiche Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre gegliedert (siehe Abb. 2.1).

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

9. „Willst du eigentlich Kinder?“ Warum ich mir wünsche, diese Frage gestellt zu bekommen

Die Antwort auf die einfache Frage „Willst du eigentlich Kinder?“ ist (für mich) keinesfalls einfach. Denn verknüpft mit der Antwort sind zahlreiche Vorstellungen über Lebenskonzepte und gesellschaftliche Normen. Diese mit auszuführen oder auch nur auf genug Zeit zu hoffen, die Hintergründe zu erklären, ist nicht immer möglich. In diesem Beitrag werde ich beschreiben, wie es mir mit der Frage nach eigenen Kindern geht.

Christin Sirtl

1. Mutterschaft und Wissenschaft – eine Einführung

In diesem Beitrag berichten die Herausgeberinnen, wie das vorliegende Buch entstanden ist. Sie legen dar, worum es ihnen mit diesem Buch geht und verorten es im bereits existierenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs zu Mutterschaft und Wissenschaft. Im Anschluss geben sie einen Überblick über die einzelnen Beiträge.

Sarah Czerney, Lena Eckert, Silke Martin

Interview mit Dr.-Ing. E. h. Martin Herrenknecht und Martin-Devid Herrenknecht

Im Jahr 2015 überführte Dr.-Ing. E. h. Martin Herrenknecht seine Unternehmensanteile in eine Familienstiftung. In dem von Prof. Dr. Jörn Block mit ihm und seinem Sohn Martin-Devid Herrenknecht geführten Interview begründet er diesen Schritt insbesondere mit dem Ziel der Sicherung des langfristigen Fortbestands des Familienunternehmens und der verbundenen Arbeitsplätze. Punkte wie die sorgfältige Auswahl des Stiftungsvorstandes bei der Gründung einer Familienstiftung spielen für Dr.-Ing. E. h. Herrenknecht eine besonders große Rolle. Martin-Devid Herrenknecht, der an der Gründung der Familienstiftung ebenfalls beteiligt war und die Position des stellvertretenden Stiftungsvorstands innehat, betont außerdem den besonderen Fokus, der auf der Erstellung der Stiftungssatzung liegen sollte. Diese sei immerhin die Grundlage für die zukünftige Arbeit der Familienstiftung und der Beziehung zum Unternehmen.

Martin Herrenknecht, Martin-Devid Herrenknecht, Jörn Block

Kapitel 10. Stabilitätsprobleme

Die im Kap. 2 behandelten Druckprobleme gehören zu den Grundlastfällen der Festigkeitslehre (Abschnitt 1.2). Diese sind beim Stab dadurch gekennzeichnet, dass sie in den Grundgleichungen wie folgt formuliert sind.

Holm Altenbach

4. Textilien

Betrachtet man die Geschichte des textilen Schalungsbaus, so fällt auf, dass es erste Untersuchungen und Patente bereits seit über einem Jahrhundert gibt, der Durchbruch in der breiten Anwendung im Baugewerbe allerdings nie erfolgte.

Sascha Hickert

Kapitel 25. Analyse von Seilnetzen und Membranen

Moderne Stadionüberdachungen, Hallendächer, aufgehängte Fassaden, Abspannungen von Masten und andere Bauteile verwenden Seile und Membranen als tragende Elemente. Im Unterschied zu den bisher untersuchten Tragwerken können Seile und Membranen nur Zugspannungen aufnehmen und sind daher nur tragfähig, wenn sich unter Last und bei der Bewegung ein Zugspannungszustand einstellt. Dies erreicht man in der Regel durch einen geeigneten Vorspannungszustand, der als statischer Grundzustand gedeutet werden kann und alle Druckspannungen aus Last und Bewegung kompensiert.

Dieter Dinkler

Kapitel 12. Multivariable Differentialrechnung

Im Kapitel 3 ist die Differentialrechnung von univariablen (oder univariaten) Funktionen der Form y = f (x) behandelt worden – es sind Funktionen, die von einer unabhängigen Variable abhängen. In diesem Abschnitt sollen die grundlegenden Ideen der Differentialrechnung auf multivariable (oder multivariate) Funktionen erweitert werden. Unter multivariablen Funktionen versteht man Funktionen mit mindestens zwei unabhängigen Variablen.

Ziya Şanal

Kapitel 9. Stochastik

Stochastik spielt in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften sowie in der Medizin eine wichtige Rolle. Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind sehr breit gestreut.

Ziya Şanal

Kapitel 6. Vektorrechnung

Eine Größe, die durch eine Zahl ausgedrückt werden kann, heißt Skalar. Zahlreiche physikalische Größen sind lediglich durch ihren skalaren Wert definiert, d.h. ihnen ist keine Richtung als zusätzliche Information zugeordnet. Beispielsweise sind Zeit, Masse, Länge, Flächeninhalt, Temperatur, Energie alle eindeutig beschrieben, sofern ihr Zahlenwert bekannt ist - eine Richtungsinformation ist nicht erforderlich.

Ziya Şanal

Kapitel 7. Koordinatentransformation

Der Standort eines Punktes im 3-dimensionalen Raum (3D-Raum) wird durch seine relative Lage zu einem Bezugspunkt bestimmt. Die relative Lage wird in einem problemabhängig festzusetzenden Koordinatensystem (KS) definiert.

Ziya Şanal

Kapitel 5. Matrizen und lineare Gleichungssysteme

Matrix als rechteckige Anordung von Elementen. Die Grundlage der linearen Algebra ist der Begriff einer Matrix (Mehrzahl: Matrizen). Unter einer Matrix versteht man ein System von Größen, die in einem rechteckigen Schema angeordnet sind.

Ziya Şanal

Bauwirtschaftslehre – Grundlagen

Die Bauwirtschaftslehre als spezielle Betriebswirtschaftslehre ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns der am Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen Beteiligten. Lange sehr stark auf die Technik fokussiert, werden heute professionell ausgerichtete bauwirtschaftliche Funktionen und Prozesse als entscheidende Erfolgsfaktoren in den Unternehmen akzeptiert und angenommen. Zunächst werden die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre erläutert. Dazu zählen Begriffe wie Markt, Angebot und Nachfrage, Kosten, Rentabilität, Konjunktur und Tarifrecht. In der Unternehmensrechnung sowie der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung werden die Grundlagen zur Erfassung, Darstellung, Auswertung und Überwachung aller Geld- und Güterströme in (Bau-)Unternehmen vermittelt. Im Kapitel Unternehmensfinanzierung werden schließlich die Ziele und Einflussfaktoren der Finanzierung eines Unternehmens sowie alternative Finanzierungsformen dargestellt.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Ayosha Aghazadeh

2. Projekte definieren

Sobald die Entscheidung für ein Projekt gefallen ist, müssen einige Schritte unternommen werden, um das Projekt formal zu autorisieren und in seinen ersten Grundzügen zu beschreiben. Im Projektauftrag, auch Charter oder Steckbrief genannt, wird der Projektinhalt präzisiert, Termine und Aufwand müssen grob geschätzt werden. Projektumfeld und Kooperationskontext werden geklärt, indem Teammitglieder und weitere Stakeholder identifiziert, analysiert und angemessen eingebunden werden. Rollen und Verantwortlichkeiten müssen besprochen und gemeinsam bestimmt werden, weil die Teammitglieder sich einer neuen Aufgabe stellen, für die es bislang keine festgelegten Verantwortungsbereiche gibt. Die Entwicklung des Projektteams steht im Vordergrund. Die jeweiligen Methoden werden unmittelbar nach der Einführung in das Thema jeweils für den Segeltörn beispielhaft umgesetzt.

Helga Meyer, Heinz-Josef Reher

Zur Architektur der Architekturwissenschaft

Ich möchte die Frage aufwerfen, ob der vielfach geäußerte Wunsch nach Interdisziplinarität, also nach einer die Grenzen der wissenschaftlichen Disziplinen überschreitenden Forschung, wirklich weiterführt, denn letztlich wird damit die Figurierung einer Einzeldisziplin und die Konfigurierung der Disziplinen zu einem festen Wissenschaftskomplex affirmiert. Muss nicht das aus Disziplin-Modulen aufgebaute Wissenschaftsgebilde und seine Logik infrage gestellt werden? Vor allem, wenn es um Architektur geht?

Eduard Führ

5. Kapitel 5: Im Porträt: die 25 besten Finanzberater Deutschlands

Wissen Sie, welches Datum als Sehnsucht für Reichtum gilt? Wissen Sie, wann ein wahrer Wahn um ein Leben als Millionär ausbrach? Seit dem ersten Goldfund 1849 im Sacramento River in Kalifornien ist das Hoffen auf schnellen Reichtum in Mode gekommen.

Jean Meyer

Kapitel 5. Fazit

Im vorletzten Kapitel dieser Arbeit wird auf den Erkenntnisertrag eingegangen, es werden die wissenschaftlichen Ergebnisse diskutiert und zuletzt wird ein methodisches Fazit zu den Gesprächen, zu der Archivarbeit und zum Ost-West-Vergleich gezogen.

Ilona Hadasch

Kapitel 4. Datenerhebung anhand der Fallbeispiele „Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar“ und „Gesamthochschule Kassel“

Für das Fallbeispiel der Gründung des Stadtplanungsstudiengangs an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar sind wie an der Gesamthochschule Kassel vier Schlüsselgespräche identifiziert worden. Bei den Schlüsselgesprächen zu Kassel sind alle Antworten in mündlicher Form gegeben, bei einem zu Weimar ist schriftlich geantwortet worden. Darauf bezieht sich diese Anmerkung: „Den Notizen liegen keine Archivstudien zugrunde. Sie beruhen auf eigenen Mitschriften der zahlreichen Beratungen in der Führungsgruppe, im Fakultätsrat, in den Dienstbesprechungen des Rektors usw. sowie auf der angegebenen Literatur und eigenen Erinnerungen“ (W4:5).

Ilona Hadasch

Kapitel 5. Statik von Massenpunkten

Die newtonschen Axiome stellen einen Zusammenhang zwischen Kräften und der Änderung des Bewegungszustandes eines Körpers her. Das erste newtonsche Axiom definiert den Begriff eines Inertialsystems.

Oliver Natt

Kapitel 1. Mobilitätsmanagement und nachhaltige Verkehrsentwicklung

Die Bedeutung des Mobilitätsmanagements als neues Handlungsfeld einer integrierten Verkehrspolitik und -planung erschließt sich erst vor dem Hintergrund der historisch-spezifischen Genese der Verkehrswissenschaften.

Oliver Schwedes, Alexander Rammert

Kapitel 2. Nachhaltigkeit

Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden

Die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden rückt angesichts des zunehmenden Klimawandels immer stärker in den Fokus der Planung. Neben der Begrenzung umweltschädlicher Stoffe und der grauen Energie wird eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs und Abfall aufkommens angestrebt. Im vorliegenden Kapitel wer den die europäischen Ziele zur Begrenzung des Treib hausgasausstoßes, Ressourcenverbrauches und Abfall aufkommens behandelt.

Richard Stroetmann, Lukas Hüttig

Kapitel 6. Risiko

Das Kapitel 6 erklärt den Begriff Risiko im privaten und öffentlichen Sektor. Fallbeispiele aus industrieller Fertigung und Hochwasserschutz beleuchten die Unterschiede in der Herangehensweise.

Martin Gocht

Kapitel 1. Einführung

Die Produktion der Prozessindustrie ist in vielen Fällen mit Gefahren verbunden. Diese können physikalischer oder chemischer Natur sein. Physikalische Gefahren erwachsen aus Betriebsbedingungen, die extrem sein können, wie hohe oder niedrige Drücke oder hohe oder niedrige Temperaturen. Chemische Gefahren sind Folge der Eigenschaften der gehandhabten Stoffe. Sie können entzündbar, explosibel oder toxisch sein oder durch spontane Umwandlungsprozesse Energie freisetzen. Allerdings ist es gerade die Notwendigkeit, Stoffe in einen reaktionsfreudigen Zustand zu versetzen, damit die gewünschten Produkte erzeugt werden können, welche zu Gefahren führen kann.

Ulrich Hauptmanns

Hochschulen und Nachhaltigkeit: Fallstudie der Technischen Universität Kaiserslautern

Die Weltgemeinschaft drückt mit der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und den darin festgelegten Sustainable Development Goals ihre Überzeugung aus, dass sich die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam lösen lassen. Zunehmend rücken dabei die Wissenschaft bzw. die Hochschulen als organisationale Akteure in den Fokus. In diesem Beitrag fassen wir die internationale Literatur zur Bedeutung von Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung kurz zusammen. Daraufhin fokussieren wir auf die Technische Universität Kaiserslautern, die als einzige Universität in Rheinland-Pfalz eine zentral finanzierte Einrichtung zur fachübergreifenden Koordination von Nachhaltigkeitsthemen vorzuweisen hat. Wir zeigen ihre Rolle für nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Lehre, Forschung, Betrieb und Transfer auf. Die Fallstudie zeigt, dass Hochschulen mit einem Bottom-up-Approach von Nachhaltigkeitsthemen dem dynamischen und dezentralen Charakter ihrer Organisation gerecht werden und eine Vernetzung verschiedener Abteilungen, Lehrenden, Forschenden und engagierten Mitarbeitenden und Studierenden essenziell für den Erfolg ist.

Katharina Spraul, Julia Hufnagel

Kapitel 12. Weichen und Kreuzungen

In diesem Kapitel werden Begriffe und Übersichten zu Weichen, Kreuzungen und Kreuzungsweichen erläutert und die fachlichen Abkürzungen beschrieben. Die Berechnung von Weichen, Kreuzungen, Kreuzungsweichen, Bogenweichen, Bogenkreuzungen und Bogenkreuzungsweichen ist beschrieben.

Reinhard Menius, Volker Matthews

§ 10 Handwerksrecht

Das Handwerksrecht ist eines der ältesten Rechtsgebiete des öffentlichen Wirtschaftsrechts. Seine Bedeutung darf dennoch weder für die heutige Volkswirtschaft und Verwaltungspraxis noch für die Rechtswissenschaft unterschätzt werden. Die Handwerksordnung (HwO) bietet ein anschauliches Beispiel für den weiten Einschätzungs- und Gestaltungsspielraum, der dem Gesetzgeber von der herrschenden Meinung in Literatur und Rechtsprechung gerade bei der normativen Ausgestaltung des Wirtschaftslebens eingeräumt wird. Es ist vornehmste Aufgabe der Legislative, den Berufszugang zum Handwerk innerhalb der ihr gesetzten verfassungs- und unionsrechtlichen Leitplanken zu regeln und den rechtspolitisch „richtigen“ Weg zwischen Regulierung (Beibehaltung Meisterpflicht), Liberalisierung (Gewerbefreiheit) und – neuerdings – Re-Regulierung (Rückvermeisterung zulassungsfreier Handwerke) zu finden.

Simon Bulla

14. Spezialelemente

Im Rahmen dieses Kapitels werden einige Elemente für Spezialanwendungen vorgestellt. Das erste Spezialelement erweitert das klassische Bernoulli-Element um eine elastische Bettung. Im Rahmen dieses Elementes wird die sogenannte Winkler-Bettung, bei der angenommen wird, dass die von der Bettung auf den Balken ausgeübte Streckenlast proportional zur Durchbiegung ist, behandelt. Das zweite Spezialelement behandelt den Fall der Spannungssingularität. Ein Balkenelement mit einer besonderen Zuordnungsvorschrift zwischen lokaler und natürlicher Koordinate erlaubt, dass die Spannung an einem Knoten gegen unendlich strebt. Das dritte Spezialelement berücksichtigt, dass sich die Geometrie des Elementes an einem Rand bis ins Unendliche erstreckt. Zur Ableitung dieser Elemente werden spezielle Ansatzfunktionen für die Interpolation der lokalen Ortskoordinate eingeführt.

Prof. Dr.-Ing. Markus Merkel, Prof. Dr.-Ing. Andreas Öchsner

Baustellenbeirat und Baggerballett

Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung in der Ausführungsphase von Bauprojekten

Aufbauend auf theoretischen Modellen sowie Erkenntnissen aus den Bereichen Stakeholder-Management, Issue- und Change-Management wird ein Ansatz für integriertes Kommunikationsmanagement in der Bauphase entwickelt. Dabei werden die Möglichkeiten für Information, Konsultation, Kooperation und Marketing in dieser Phase herausgearbeitet. Auf der Basis leitfadengestützter Experteninterviews mit Vorhabenträgern, Bauunternehmen und Agenturen werden Stakeholder, Ziele, Inhalte und Instrumente für die Kommunikation in der Bauphase identifiziert. Die Ergebnisse zeigen: In der Bauphase stehen Betroffene und Interessierte im Zentrum der Kommunikation und der Beteiligung. Sie werden mit vielfältigen Kommunikationsinstrumenten angesprochen. Für die Wahl der Instrumente gibt es keine Patentlösung, vielmehr ist sie stark vom jeweiligen Projekt und seinen Anspruchsgruppen abhängig.

Sarah Rögele

Stadtbaukunst – Die Kunst, Stadt zu bauen

Wir sollten an der europäischen Stadt weiterbauen, fordert Christoph Mäckler in seinem Aufsatz „Stadtbaukunst – Die Kunst, Stadt zu bauen.“ Dass er explizit von einer Kunst spricht zeigt bereits die Stoßrichtung dieses Beitrags. Es geht darum, wie man schöne Stadträume wiedergewinnen könnte, in denen Menschen gerne leben, weil sie grundlegende Qualitäten wie Schönheit und Alterungsfähigkeit besitzen. Dass wir dies seit 60 Jahren kaum mehr können ist umso erstaunlicher, als es zuvor eine jahrhundertealte Tradition der europäischen Stadt gab, die sich dadurch auszeichnete, dass über Generationen trotz aller Veränderungen von Stil und Bauweise der Stadtraum architektonisch-städtebaulich geformt wurde. Heute dominieren stattdessen, so bilanziert Mäckler, „charakterlose Platzräume“, die „ohne identitätsbildende Gestalt“ sind und letztlich einen Abbruch der Idee der europäischen Stadt herbeigeführt haben. Die Ursache sieht er vor allem in der Einseitigkeit der Perspektive der beteiligten Akteure, die lediglich ausgebildet wurden, ein Spezialproblem der Stadt zu bearbeiten, aber keinen synthetischen Gestaltungswillen mehr zeigen. An vier Beispielen führt er das aus: Bau- und Kunstgeschichtler fokussieren auf die geschichtliche Dimension, sagen aber wenig dazu, wie man aus diesem Wissen heute an Städten weiterbauen soll (da vertreten sie meist standardmäßig die Forderung nach einer sich absetzenden Moderne, weil sie glauben, „das Alte damit am besten bewahren zu können“). Die Stadt und Raumplaner erheben dagegen gar keine ästhetischen Ansprüche. Ihnen fehlt jede architektonische Ausbildung, was sich auch daran zeigt, dass sie gar kein Verständnis mehr haben für die speziellen Anforderungen an Wohnhäuser, Industriebauten etc.: „Die Baufelder werden so großgezogen, dass jede Gebäudefunktion darin Platz findet. Damit aber wird der Anspruch an eine Formulierung des Stadtraumes, an Stadtbaukunst, aufgegeben.“ Wobei Mäckler hinzufügt, dass auch in der Architektenausbildung entscheidendes Wissen gerade städtebaulicher Details heute nicht mehr vermittelt wird, etwa wie man ein Eckhaus bauen sollte. Die Verkehrsplaner reagieren, drittens, allein auf die Bedürfnisse des Verkehrsraums. Dass dies nicht im Widerspruch zu ästhetischen Anforderungen stehen müsse, betont hier Mäckler, auch wenn es in der Realität so ist. Die Architekten schließlich besitzen zwar durchaus einen Gestaltungswillen, aber sie bauen einzelne Bauwerke, keine Stadträume oder Ensembles. Auch hier ist der Blick auf das Ganze verlorengegangen – und diese städtebauliche Qualität werden wir nach Mäckler erst wieder gewinnen, wenn „die Akteure der Stadtentwicklung auch über das erforderliche städtebauliche Wissen verfügen.“ So heißt es in der von Mäckler initiierten Kölner Erklärung von 2014, die den Gedanken seines Aufsatzes in diesem Band aufgreift. Und weiter: „Nicht einzelne Teildisziplinen, sondern umfassender Städtebau muss an den Hochschulen gelehrt werden. Die Stadt zuerst!"

Christoph Mäckler

BIM und die Digitalisierung im Bauwesen

Der digitale Wandel ist ein globaler Megatrend, der zu disruptiven Veränderungen in vielen Bereichen der Gesellschaft führt. In der Industrie wird dieser Transformationsprozess nach Massenproduktion, Elektrizität und Computer vielfach mit dem Synonym „4. industrielle Revolution“ umschrieben (Frick 2017). Die Digitalisierung stellt derzeit in vielen Branchen eine zentrale Herausforderung dar, wobei die Bauindustrie im Vergleich, insbesondere in Deutschland, einen Nachholbedarf aufweist (Abb. 1).

Jörg Blankenbach, Ralf Becker

Kapitel 1. Konfliktmanagement in der Bauprojektrealisierung

Konflikte gibt es in jedem Bauprojekt. Wenn z. B. die Handwerker eines Gewerkes erst 2 Monate später als geplant auf die Baustelle kommen können. Da es Verzögerungen auf der vorherigen Baustelle gab, wird es Kommunikationsbedarf mit diesem Gewerk geben, aber auch mit den von den Vorarbeiten abhängigen Folgegewerken und dem Bauherrn, der ggf. wiederum mit der Bank seine Finanzierung entsprechend dem Zeitplan des Bauprojektes geplant hat.

Nina Schwab

1. Einführung

Bei der Planung und Realisierung nahezu aller bedeutenden Ingenieurprojekte im Bauwesen sind zur Vermeidung von Schäden aus dem Baugrund oder den im Bauwerk verwendeten Erdstoffen, einer Gefährdung durch Erdbeben, Rutschungen, Felsstürze und andere untergrundbezogene Schadensereignisse die geologischen Gegebenheiten zu berücksichtigen.Dieses Buch soll vor allem auch dazu beitragen, Bauingenieure soweit mit den Grundlagen der Erdwissenschaften und der ingenieurgeologischen Arbeitsmethodik und Denkweise vertraut zu machen, dass sie ein Bewusstsein für die anstehenden Probleme entwickeln und diese als echte Partner mit Ingenieurgeologen, Geotechnikingenieuren oder auch mit anderen Fachexperten der Erdwissenschaften diskutieren können. Die Erfahrung zeigt, dass die Aufgabe, möglichst vielen Bauingenieuren ein Grundverständnis für ingenieurgeologische Fragestellungen zu vermitteln, zumindest genauso wichtig ist wie die Ausbildung der Ingenieurgeologen selbst, da diese beklagenswert wenig erreichen können, wenn ihre Empfehlungen weitgehend auf Unverständnis stoßen.

Prof. Edwin Fecker

6. Erhebung und Darstellung baugeologischer Daten

Beim Entwurf boden- und felsmechanischer Aufgaben beruhen alle Berechnungen auf Daten, die reale geologische Gegebenheiten stark vereinfacht wiedergeben. Diese Idealisierung muss so erfolgen, dass der Entwurf der geologischen Situation bestmöglich Rechnung trägt, die für das Bauwerk wichtigen Daten also herausarbeitet, während alle unwichtigen Details beiseitegeschoben werden müssen. Insbesondere bei sehr komplexen geologischen Gegebenheiten erfordert das Erheben maßgeblicher geologischer Daten eine Vertrautheit mit bautechnischen Entwurfsmöglichkeiten und einen regen Gedankenaustausch zwischen Geologe und Ingenieur. Hier bereitet oft der übliche Lösungsweg des Ingenieurs, ein gegebenes Problem immer auf ein ebenes Problem zu reduzieren, erhebliche Schwierigkeiten, weil die geologische Situation in der Regel räumliche Lösungen aufzwingt. Ferner überschätzen manche Ingenieure die Rolle der Berechnung für den Entwurf, weil sich in der Praxis bei der Erhebung geotechnischer Daten oft unüberwindliche Schwierigkeiten ergeben, die so unsichere Eingangswerte bedingen, dass noch so aufwendige Berechnungen rundweg falsche Ergebnisse liefern, aber eben Ergebnisse vortäuschen.Die Darstellung der geotechnischen Daten muss den räumlichen Gegebenheiten Rechnung tragen, was vom Geologen und vom Ingenieur ein geschultes Vorstellungsvermögen voraussetzt. Beim Geologen ist diese Schulung in aller Regel nicht vorhanden, bei der Ausbildung der Ingenieure rückt sie bedauerlicherweise mehr und mehr in den Hintergrund.

Prof. Edwin Fecker

2. Wärmeschutz

Unter dem Begriff Wärmeschutz werden alle Maßnahmen verstanden, die auf die Minimierung von Wärmeverlusten im Winter (energiesparender Wärmeschutz) und Wärmeeinträgen im Sommer (sommerlicher Wärmeschutz) bei Gebäuden abzielen. Weiterhin ist es die Aufgabe des Mindestwärmeschutzes, für ein behagliches und hygienisches Raumklima zu sorgen sowie Tauwasserbildung auf Bauteilinnenoberflächen zu vermeiden und das Risiko des Schimmelpilzwachstums zu minimieren.

Matthias Post, Peter Schmidt

Strategische Steuerung in der Gemeinde Wohlen bei Bern (Schweiz)

Wohlen bei Bern ist eine Nachbargemeinde der Stadt Bern. Der Beitrag beschreibt die Grundlagen und die Entwicklung der strategischen Steuerung in Wohlen bei Bern. Dabei wird insbesondere auf die Entwicklung eines IT-Tools zur Unterstützung der strategischen Management-Prozesse eingegangen.

Urs Sauter, Thomas Peter, Matthias Bruno Keller, Marcel Pfahrer, Christoph Schaller

Kapitel 4. Wissenschaft als Marke? Chancen und Risiken der Markenbildung und Markenführung im Wissenschaftssystem

Es ist unbestreitbar, dass das Wissenschaftssystem, in erster Linie die Hochschulen und die Lehre stärker noch als die Forschung sich dem ökonomischen Erwartungsdruck stellen müssen, der seit Jahrzehnten stetig größer wird. Schlicht bei der Idylle der Humboldt’schen Universitätsidee zu verharren, komme, was wolle, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Insofern haben sich gerade die Wissenschaftsorganisationen und ihr Personal unausweichlich darauf einzustellen, dass sie sich in einem global wirksamen Wettbewerbsumfeld bewegen, das von intensiver Konkurrenz um knappe Forschungsmittel und Studierende geprägt ist. Vor diesem Hintergrund führt wohl kein Weg an mehr Marketing und Branding vorbei. Freilich verlangt konsequentes Marketing, mehr noch strategisches Branding von den Hochschulen und ihrem Personal besondere Maßnahmen in der Außenpräsentation und entsprechende Anpassungen ihrer Infrastrukturen. Die Kernbotschaft lautet dann tendenziell: Wir sind Dienstleister! Der Kunde ist König! Und der Auftrag an die Hochschulen lautet gleichsam: Präsentiert Euch wie ein schicker Friseurladen, mit kompetentem Personal und perfekter Performance! Freilich birgt eine solche Selbstdarstellung auch gewisse Risiken, pflegt das Wissenschaftssystem historisch doch ganz eigene Qualitätskriterien bezüglich Forschung und Lehre. Auf dieses Spannungsverhältnis legt der vorliegende Beitrag sein besonderes Augenmerk.

Kai-Uwe Hellmann

Chapter 12. Extreme Yield Figures for Universal Strength Criteria

We propose a universal, generally applicable yield criterion that describes a single convex surface in principal stress space encompassing extreme yield figures as convexity limits. The novel criterion is derived phenomenologically exploiting geometrical properties of yield surfaces in principal stress space. It is systematically compared with known yield criteria using different forms of visualization. Using a I1 - substitution the criterion is applicable to materials with pressure-sensitive behavior and contains well-known strength criteria. Introducing appropriate parameter restrictions, it can be applied for the modeling of ductile and brittle material behavior. The implementation of the present criterion eliminates the necessity of choosing a specific yield criterion for a particular material. The proposed criterion allows for excellent approximation of experimental data. It is applied to measured data of concrete and provides better accuracy than existing criteria from literature.

Philipp L. Rosendahl, Vladimir A. Kolupaev, Holm Altenbach

Kapitel 1. Einleitung

Der Begriff Mechatronik (engl. Mechatronics) ist ein Kunstwort und wurde vor ca. 50 Jahren in Japan von einem Entwickler aus dem Bereich der Robotertechnik geprägt. Es setzt sich aus den beiden Namen der bekannten Disziplinen der Ingenieurwissenschaften - Mechanik oder Maschinenwesen (engl. Mechanics) und Elektronik (engl. Electronics) - zusammen. Damit ist dieser Name bereits ein Programm und deutet an, dass die Mechatronik Inhalte der beiden oben genannten Disziplinen zusammenfügt.

Werner Roddeck

Kapitel 3. Das Gefälle des Flusses

Sofern Wasserbau sich nur auf den Schutz vor Hochwasser bezog, reichten einfache Pegelmessungen als Datengrundlage aus: Man addiert zum höchsten Hochwasserstand ein gewisses Freibord und erhält so die erforderliche Deichhöhe.

Andreas Malcherek

Kapitel 2. Gleichstromnetzwerke

Ein Gleichstromnetzwerk ist ein elektrisches Netzwerk, in dem alle Spannungen und Ströme zeitlich konstant (zeitinvariant) sind.Gleichstromnetzwerke sind aus den elementaren Zweipolen der Gleichstromtechnik aufgebaut: elektrischer Widerstand elektrische Spannungsquelle elektrische Stromquelle. Der Begriff der Gleichstromnetzwerke schließt durchaus die Behandlung von Netzwerken ein, bei denen die Eigenschaften eines oder mehrerer Zweipole variabel sind. Dann sind gedanklich nacheinander mehrere Varianten des Netzwerks zu betrachten, von denen jede zeitlich konstante Eigenschaften aufweist.Die für beliebige Netzwerke gültigen Begriffe, Gesetzmäßigkeiten und Verfahren sind für den Spezialfall der Gleichstromnetzwerke besonders einfach mathematisch zu formulieren und auszuwerten. Daher ist es zur Vermittlung von Verständnis für die fundamentalen Zusammenhänge in elektrischen Netzwerken sinnvoll, zunächst die in der Praxis weniger bedeutsamen Gleichstromnetzwerke zu betrachten. Die Kapitel 5 bis 9, in denen das Verhalten und die Berechnung von Netzwerken bei zeitlich veränderlichen (zeitvarianten) Vorgängen behandelt werden, setzen die sichere Beherrschung der hier vermittelten Inhalte voraus.

Thomas Harriehausen, Dieter Schwarzenau

2. Anwendungsgebiete neuer Werkstoffe

Die auf globale Nachfrage aus der Wirtschaft ausgerichteten Hochtechnologiebereiche wie Maschinenbau, Energie- und Elektrotechnik, Straßenfahrzeugbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Messtechnik und Medizintechnik führen uns zu den wichtigsten Anwendungsfeldern neuer Werkstoffe. Die ◘ Tab. 2.1 enthält diese Anwendungsfelder.

Hansgeorg Hofmann, Jürgen Spindler

Kapitel 2. Erfolgreiche Berufsorientierung

Ziel dieses Kapitels ist es, aktiv beim Berufsfindungsprozess zu unterstützen, indem ein strukturierter Weg aufgezeigt wird, passende Berufe für sich zu identifizieren und zu evaluieren. Hierzu wird zunächst der deutsche Bildungsmarkt betrachtet. Die verschiedenen Möglichkeiten, einen Schulabschluss zu erwerben, ebenso wie die aktuellen Entwicklungen und Trends bezüglich gewählter Ausbildungen und Studiengänge sollen als Motivation für die eigene Berufswahl dienen sowie die prinzipiellen Optionen aufzeigen. Bei der Selbstreflexion geht es darum, gezielt die eigenen Interessen, Talente und Fähigkeiten zu identifizieren und dabei Träume, Stärken und Schwächen vernünftig zu sehen. Im Abschnitt zur konkreten Berufsfindung wird eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gegeben, um konkrete Branchen, Berufe, Ausbildungen oder Studiengänge sowie die entsprechenden Stellenausschreibungen zu finden. Im Anschluss an dieses Kapitel sollte man guten Gewissens eine Berufsentscheidung treffen können.

Tamara Schrammel

Kapitel 3. Missverständnisse um die Gotik

Das Kapitel besteht aus Thesen, die alle widerlegt werden. Diese betreffen zum einen Namen, die mit der Gotik verbunden sind und zum anderen die Vorstellungen über den Stand der Bautechnik.

Manfred Nagl

Kapitel 5. Entstehen, Ausbreitung und Gesamteindruck

Dieses Kapitel dient der Abrundung bisheriger Beschreibungen, deren Vertiefung und auch der Zusammenfassung dessen, was wir über Gotik in Teil I gelernt haben.

Manfred Nagl

Kapitel 21. Zusammenfassung

Die Zielsetzung des Buches ist, eine andere Sicht auf die Gotik zu geben, nicht aus der Sicht eines Spezialisten der Bau- oder Kunstgeschichte sowie Stilkunde. Es gibt hervorragende, detail- und kenntnisreiche Bücher über Gotik, die nicht überboten werden können, s. Literaturabschnitt A und B. Das Anliegen dieses Buches bzgl. der Kenntnisse von Gotik war, die Querbezüge innerhalb der Gotik zu beschreiben, z.B. die zugrundeliegende Idee, wie diese und wo zu welchen Bauformen geführt hat und warum Bauten entstanden sind, die unerwartete Eigenschaften besitzen, wie etwa deren Statik.

Manfred Nagl

Kapitel 20. Architekturen und intelligenter Entwurf

Wir vergleichen zunächst Architekturen im Bauwesen, für Software und beim Entwurf gotischer Kirchen, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verstehen. Zwei Beispiele einer Softwarearchitektur und eines CAAD-Entwurfs werden danach einander gegenübergestellt. Die genauere Kenntnis von Klassen von Softwaresystemen bzw. Gebäuden sind der Schlüssel für fortgeschrittene Ansätze bzgl. Qualität und Effizienz des Entwurfs.

Manfred Nagl

Kapitel 4. Fallbeispiele und externe Perspektiven zur Führung von Wissenschaftseinrichtungen

Persönliche Erfolgsfaktoren von Faührungskräften an deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen

Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten von wissenschaftlichen Organisationen berichten über ihre Erfolge, ihre Maßnahmen und die Persönlichkeitsfaktoren, die für sie essenziell waren, nicht nur um den Weg an die Spitze der Organisation zu erklimmen, sondern vor allem um in dieser Position für die Organisation erfolgreich zu handeln. Ergänzende Perspektiven auf das deutsche Wissenschaftssystem vervollständigen dieses Bild. Resilienz, ein starker innerer Kompass, Authentizität, kognitive Flexibilität sowie Ambition und eine gewisse Risikobereitschaft sind die Persönlichkeitseigenschaften, die die Basis für die erfolgreiche Führung dieser Organisationen darstellen. Damit können die Führungskräfte Visionen erarbeiten und umsetzen, partizipativ führen, unterschiedlichste Stakeholder mit einbinden, die besten Talente rekrutieren und den Wandel bewältigen. Als Erfahrungsvoraussetzung werden eine solide wissenschaftliche Basis, Erfahrung in der Führung von wissenschaftlichen Einrichtungen und im Stakeholder Management sowie Auslandserfahrung genannt. Auch wenn die Generation der heutigen Führungskräfte eher durch den sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser, durch Mentoren und Learning by doing in die Lage versetzt wurden, ihre Führungsherausforderungen zu bewältigen, besteht für die Zukunft die Erwartung eines ausgebauten Executive Education Angebots für zukünftige und oberste Führungskräfte.

Norbert Sack

Kapitel 5. Nachweiskonzepte und Sicherheit in der Geotechnik

Erste Initiativen für die Aufstellung europäischer Normen im Bauwesen gingen 1975 von einer Reihe von Hochschullehrern und Vertretern der Bauindustrie aus. Sie wurden bald darauf von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft unterstützt, die europäische Normen als einen wesentlichen Bestandteil für die Entwicklung eines gemeinsamen Marktes betrachteten und eine Möglichkeit sahen, den freien Markt zu fördern und technische Handelshemmnisse durch Normen abzubauen. Im Jahr 1989 entschieden sich die Kommission und die Mitgliedsländer der Europäischen Union und der EFTA (European Free Trade Association), die Entwicklung und Veröffentlichung des Eurocodes an CEN (Comité Européen de Normalisation), das Europäische Normungsinstitut, zu übertragen, damit diese den Status von Europäischen Normen (EN) erhielten (Einzelheiten siehe in [28]). Die Koordination der Arbeit an den Eurocodes wurde dem Technischen Komitee (TC) 250 „Eurocodes für den konstruktiven Ingenieurbau“ (Structural Design) übertragen.

Bernd Schuppener

Kapitel 9. Baugrundverbesserung

Das Kapitel „Baugrundverbesserung“ im Spezialtiefbau soll aufzeigen, dass es neben den konventionell verwendeten Tiefgründungen wie z. B. Pfählen eine Vielzahl von alternativen Gründungsverfahren gibt. Es gliedert sich in folgende Unterkapitel.

Wolfgang Wehr, Ulrich Trunk

Kapitel 2. Geschichte der TU Graz und des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Im Jahr 1811 schenkt Erzherzog Johann seine persönlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen dem eigens gegründeten Joanneum als Hilfsmittel zur Förderung der Naturgeschichte, Ökonomie, Physik, Technologie und Chemie. Am 26. November 1811 überreicht Erzherzog Johann die Schenkungsurkunde dem steirischen Landtag. Dieser Tag gilt als Gründungstag des Joanneums und damit auch der heutigen Technischen Universität Graz.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 52. Digitalisierungspotenziale im Rahmen der Kostenermittlung von Bauleistungen

Digitaler Schatten – Analytik – Cyber-physische Systeme – Plattformen

Die Hauptaufgabe der Bauauftragsrechnung ist die Kostenermittlung für Bauleistungen vor, während und nach der Leistungserstellung. Diese Kostenermittlungen werden als Kalkulation bezeichnet.) Zu diesem Zweck werden die der jeweiligen Kostenermittlung zu Grunde liegenden Unterlagen (Pläne, Baubeschreibungen etc.) analysiert und die daraus resultierenden preisrelevanten Leistungen in einem Leistungsverzeichnis abgebildet. Das Leistungsverzeichnis besteht aus einzelnen Positionen, deren Einzelkosten der Teilleistungen je nach Anforderung (Eigenleistungen, Fremdleistungen etc.) auf unterschiedliche Weise ermittelt werden, um daraus die Kosten für die Bauleistungen ableiten zu können.

Mike Gralla, Lisa Theresa Lenz

Kapitel 51. Technische Immobilienanalyse – TIA

Instrument zur Chancen- und Risikoabschätzung bei Immobilientransaktionen

Die technische Analyse von Immobilien ist ein komplexer, interdisziplinärer Prozess, der umfassende Erfahrungen im Umgang mit Immobilien sowie spezifisches Fachwissen erfordert. Zur Einschätzung des Chancen- und Risikoniveaus einer Immobilie ist die Auseinandersetzung mit technischen Aspekten von hoher Relevanz, da diese die Performance der Immobilie unmittelbar beeinflussen. Dabei werden die direkten Objektrisiken beurteilt und die qualitative Ausstattung der Immobilien, Instandhaltungsstaus sowie Investitionsbedarfe festgestellt und beurteilt.

Felix Meckmann, Yannis Hien

Kapitel 23. Probieren muss erlaubt sein

Der Verfasser ist Absolvent der Fakultät für Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Graz und somit nicht unwesentlich von jenem Wertekanon beeinflusst, welcher dieser Bildungsstätte innewohnt.

Kurt Rieder

Kapitel 36. Berechnung der Höhe des dezidierten Schadensersatzanspruchs bei Bauzeitansprüchen für tatsächlich erforderliche Allgemeine Geschäftskosten

Obwohl mittlerweile in Deutschland sowohl durch die neuen §§ 650b und 650c BGB sowie die Rechtsprechung klargestellt ist, dass Allgemeine Geschäftskosten (AGK) sowohl bei Mehrvergütungsansprüchen nach § 2 VOB/B als auch bei Schadensersatzansprüchen nach § 280 ff. BGB und im Entschädigungsanspruch nach § 642 BGB zu berücksichtigen sind, gibt es bezüglich der Berechnung der Höhe des AGK-Anspruchs noch Handlungs- und Erläuterungsbedarf.Basierend auf dem Äquivalenzverfahren ist in diesem Beitrag die bisher baubetriebswirtschaftlich und rechtlich nicht für möglich gehaltene dezidierte Berechnung der Höhe der tatsächlich erforderlichen AGK bei Schadensersatzansprüchen des Auftragnehmers dargestellt. Nach der Erläuterung von wesentlichen baubetriebswirtschaftlichen und baurechtlichen Grundlagen wird die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Höhe des Schadensersatzanspruchs für AGK dargelegt und an einem Beispiel beschrieben.

Ivan Čadež

Kapitel 5. Arbeitsbereich Baumanagement – Prof. Mauerhofer

Vor nunmehr sechs Jahren ist mir am 01. Oktober 2013 die Ehre zu Teil geworden, am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft den Forschungs- und Lehrbereich Baumanagement übernehmen zu dürfen. Die bisherige Zeit war vor allem von Lehr- und Forschungstätigkeit geprägt. Im Bereich der Lehre konnte ich seit Beginn meiner Tätigkeit eine Reihe von verschiedenen Lehrveranstaltungen abhalten, wodurch ich „meinen“ Studierenden einen praxisnahen und zukunftsorientierten Einblick in „das Leben nach der Universität“ ermöglichen konnte.

Gottfried Mauerhofer

Kapitel 13. Der Humanfaktor in der Bauwirtschaft

Auf Basis einer kurzen Situationsanalyse der Bauwirtschaft werden Fragestellungen zu Auswirkungen und Herausforderungen für den Humanfaktor formuliert.In weiterer Folge werden der Status Quo und absehbare Entwicklungen in den relevanten Themenfeldern „Kosten und Wirtschaftlichkeit“, „Digitalisierung“ und verschiedenen Aspekten im Zusammenhang mit dem „Humanfaktor“ beschrieben.Dabei wird sowohl auf die Bedeutung, die Arbeit grundsätzlich in unserer Gesellschaft hat, als auch auf den Einfluss der in der Bauwirtschaft vorherrschenden Projektorientierung eingegangen. Die Bedeutung von physischer Leistungsfähigkeit und Motivation wird als Voraussetzung für die optimale Leistungserbringung der einzelnen Personen hervorgehoben. Auf Unternehmensebene wird der Einfluss der Unternehmenskultur und des Betriebsklimas auf das Betriebsgeschehen aufgezeigt und auf die Bedeutung, die die MitarbeiterInnenführung dabei hat, hingewiesen. Schließlich werden Auswirkungen auf die Personalarbeit kurz beschrieben.Abschließend werden Ansatzpunkte für die Gestaltung von Bau-Wirtschaftsingenieurstudien, wie beispielsweise an der TU Graz, aufgezeigt.

Ulrich Bauer

Kapitel 4. Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft – Prof. Heck

Baubetrieb und Bauwirtschaft stellen innerhalb der Bauingenieurwissenschaften eine verhältnismäßig junge Fachrichtung dar. Dennoch besitzt sie zu den „klassischen“ Bereichen wie z.B. Betonbau, Geotechnik, Hochbau und Wasserbau immer eine Schnittstelle. Diese besteht in den Aspekten der Planung, Ausschreibung, Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Ausführung spezieller Bauverfahren.

Detlef Heck

Kapitel 58. Wissen als grundlegender Produktionsfaktor in der Bauwirtschaft

Die Gesamt-Produktivität auf der Baustelle wird wesentlich von den elementaren Produktionsfaktoren bestimmt. Für die Auswahl und Kombination und die damit einhergehenden Optimierungen sind die dispositiven Produktionsfaktoren zuständig. In diesem Zusammenhang wird dem grundlegenden Produktionsfaktor Wissen oftmals zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Christian Hofstadler, Cornelia Ninaus

Kapitel 4. Stadtplanerische Aufgaben und Instrumente

Nachdem von den beiden preisbildenden Faktoren zuerst der Bestand erläutert wurde, folgt als zweiter Faktor nun die Planung. Das Kapitel 4 startet jedoch mit dem verknüpfenden Thema Bestandsschutz von Konversionsflächen. Da dieser im Gegenteil zu zivilen Nutzungen selten vorhanden ist, hat das erste Kapitel hierzu eine besondere Relevanz für die Planung und damit auch für den Wert.

Felix Nolte

3D-Visualisierung von Landschaft – Ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

3D-Visualisierungen von Landschaften gibt es seit der Erstellung der ersten Blockbilder. In der Vergangenheit vor allem analog (Schaubilder, Reliefkarten, Globen etc.). Die Zukunft der 3D-Visualisierung von Landschaften ist digital. Daher beschäftigt sich dieser Beitrag mit den gegenwärtigen Begriff lichkeiten, den Möglichkeiten, bzw. Methoden. Dies wird exemplarisch an einem Workflow zur Erstellung einer 3D-Landschaft mit frei verfügbarer Software gezeigt. – Es erfolgt eine Darlegung von etwaigen An- und Herausforderungen (1) für die Zwecke der 3D-Visualisierung von Landschaften. Des Weiteren soll ausgeführt werden, welche Software-Tools hierfür zur Verfügung stehen (2), welche (Geo-)Daten (3) benötigt werden und welche Workflows (4) zum Erfolg führen könnten.

Mark Vetter

Kapitel 15. Innere-Punkte-Verfahren für konvexe Programme

Die Innere-Punkte-Verfahren aus Kap. 4 lassen sich mithilfe des Konzepts der selbstkonkordanten Funktionen auf eine recht allgemeine Klasse von konvexen Optimierungsproblemen verallgemeinern. Deren Lösung ist mit Hilfe von Innere-Punkte-Verfahren oft kaum schwerer als das Lösen von linear beschränkten Problemen. Hier wird der Versuch unternommen, das Konzept der Selbstkonkordanz so weit wie möglich vereinfacht darzustellen ohne auf die wesentlichen theoretischen Aussagen verzichten zu müssen.

Florian Jarre, Josef Stoer

5. Leistungsbild

Im folgenden Kapitel werden grundlegende Aspekte des Leistungsbilds in Abgrenzung zur Objektplanung untersucht. Der Handlungsschwerpunkt zielt auf die Problemstellung beim PBiB ab. Der Wandel des Berufsbilds des Architekten wird hinsichtlich der Aufgaben bei baulichen Maßnahmen Bestand diskutiert. Dazu werden bestehende Honorarordnung in Deutschland analysiert und die historische Entwicklung sowie aktuelle Probleme aufgezeigt. Es erfolgt ebenso eine Gegenüberstellung von Honorarordnungen in Europa.

Sebastian Herke

Kapitel 32. Ressourcenkompetenz entwickeln – Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz in der Hochschule verankern

Die auf der Erde zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Ihre Nutzung geht mit erheblichen negativen Auswirkungen für Mensch und Umwelt einher. Um die Schonung und den effizienten Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu fördern, wurde mit Beschluss vom 29.02.2012 das „Programm zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der natürlichen Ressourcen für Deutschland“, das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) auf den Weg gebracht, welches 2016 mit ProgRess II fortgeschrieben wurde.An dieser Stelle knüpfte das BilRess-Projekt „Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz“ an (2012–2016). Das übergeordnete Ziel des Projekts war es, durch die Erarbeitung einer Bildungsstrategie für die Bildungsbereiche Schule, Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung, einen Beitrag zur aktuellen Ressourcenpolitik (u. a. dem nationalen Ressourceneffizienzprogramm – ProgRess I und II) zu leisten. Dazu haben die erarbeitete Roadmap (Baedeker et al., BilRess-Roadmap: bereichsübergreifend, http://www.bilress.de/downloads-47.html , 2016) und das aufgebaute BilRess-Netzwerk einen substanziellen Beitrag geleistet.Vor dem Hintergrund der sehr positiven Resonanz auf das BilRess-Netzwerk konnte als wichtiger Erfolg eine Fortsetzung der Netzwerkarbeit und somit auch ein erster wichtiger Baustein zur Umsetzung der BilRess-Roadmap sichergestellt werden (2015–2019). Die positive Entwicklung zeigt sich u. a. im Anstieg der Netzwerkmitglieder innerhalb eines Jahres von 160 auf über 300 (04/2016). Das BilRess-Netzwerk trägt somit erfolgreich zur Umsetzung und Ausgestaltung des deutschen Ressourceneffizienzprogramms ProgRess im Bereich der Ressourcenbildung sowie der Umsetzung der BilRess-Roadmap bei.Der Beitrag stellt mit Fokus auf den Bildungsbereich Hochschule den Status von Ressourcenbildung sowie die erarbeitete Roadmap dar und zeigt wesentliche Handlungsbedarfe auf.

Holger Rohn, Carolin Baedeker, Jaya Bowry, Michael Scharp

Kapitel 30. Morphologischer Kasten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung – Orientierung für Hochschulen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Lehre

Im Beitrag wird eine feldüberdeckende Übersicht – ein sogenannter morphologischer Kasten – entworfen, wie Nachhaltigkeit in der Lehre (BNE) an Hochschulen ausgestaltet werden kann. Um die insgesamt mehr als 20 Mio. Ausprägungsmöglichkeiten und damit Einsatz und Nutzen des morphologischen Kastens zu BNE zu veranschaulichen, werden aktuelle Praxisbeispiele aus zwei spezifischen Hochschultypen präsentiert: Zum einen aus der Hochschule für angewandte Wissenschaften München (HM) als Repräsentant einer öffentlichen Präsenzhochschule, zum anderen aus der Wilhelm Büchner Hochschule – Mobile University of Technology, Darmstadt (WBH) als Repräsentant einer privaten Fernhochschule. Hochschulen mögen den morphologischen Kasten zur BNE als Orientierung für Nachhaltigkeit in der Lehre heranziehen und ihn dafür nutzen, ihr spezifisches BNE-Profil zu entwickeln. Der morphologische Kasten zur BNE ist der erste methodisch-gestützte Vorschlag in diese Richtung. Er hilft, die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der UNO zu erfüllen.

Ralf Isenmann, Sabine Landwehr-Zloch, Sascha Zinn

Kapitel 12. Green Office – Ein Tool zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele an Hochschulen

Im Konsens verlangen die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) mit der Agenda 2030, dass die vereinbarten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in der jetzigen Generation umgesetzt werden, um so die Handlungsfähigkeit künftiger Generationen zu erhalten. In Deutschland stellen die Gebietskörperschaften (Bund, Länder und Kommunen) als wichtige Akteure der Zivilgesellschaft Umsetzungspläne auf. An erster Stelle jedoch bedarf es eines konkreten und engagierten Umsetzungsprozesses unter breiter Beteiligung aller. Hochschulen spielen hierfür eine entscheidende Rolle bei der Bildung von zukünftigen Entscheidungstragenden und damit wesentlichen Multiplikatoren. Neben dem wissenschaftlichen und theoretischen Erkenntnisgewinn haben Hochschulen nichtsdestoweniger die unmittelbare Möglichkeit, den gesellschaftlichen Transformationsprozess praktisch voranzubringen und auf diesem Wege die bestehende Implementierungslücke der Agenda 2030 dauerhaft zu schmälern. Hochschulen sind Organisationen mit hoher Komplexität und innerer Autonomie, wodurch Veränderungsprozesse und deren Gestaltung besonderen Anforderungen und Ansprüchen genügen müssen. Diese Studie stellt sich der Frage, wie Nachhaltigkeit in solch komplexen Organisationen exemplarisch an Hochschulen eingeführt und umgesetzt werden kann und inwieweit das Green Office Modell ein geeignetes Instrument für die Umsetzung der SDGs ist. Zur Einführung untersucht eine Literaturstudie die Bedeutung von Nachhaltigkeit an Hochschulen und wie die SDGs auf deren typische Handlungsfelder anwendbar sind. Die maßgebende Auswertung von drei Fallstudien an deutschen Hochschulen (Hildesheim, Kaiserslautern und Magdeburg) zeigt im Ergebnis Erfolgsfaktoren und Lösungswege für die Integration und Umsetzung der SDGs durch institutionalisierte Schnittstellen wie Green Offices auf.

Julius Brinken, Karina Schell, Julia Witter, Benedikt Baumann

2. Vermessung

Die nachfolgend aufgeführten Beispiele aus der vermessungstechnischen Praxis entsprechen nicht der Reihenfolge der „Zahlentafeln für den Baubetrieb-Kapitel Vermessung“, welches von Prof. Dr.-Ing. Norbert Winkler verfasst wurde. In erster Linie werden hier einfache Aufgaben vorgestellt die Studierende aus dem Bereich Bauingenieur- und Vermessungswesen, auch ohne aufwendige Programmsysteme (CAD), verstehen und selbstständig berechnen sollten.Auf die Problematik der Höhenreduktion und der Projektionsverzerrung bei Rechenoperationen mit Landeskoordinaten wird näher eingegangen. In Abhängigkeit von der Lage des Messgebietes bezogen auf den jeweiligen Hauptmeridian erfahren Strecken teils sehr große Korrekturen, die bei den Berechnungen unbedingt beachtet werden müssen. Neben einigen mathematischen Grundlagen beschränkt sich dieses Kapitel auf wesentliche vermessungstechnische Berechnungen, wie die Koordinatentransformation, die freie Standpunktwahl, den Geradenschnitt und die Flächenberechnung aus Koordinaten. Viele Rechenbeispiele aus der zweiten Auflage, speziell aus dem Bereich der Kurvenabsteckung, sind heutzutage nicht mehr relevant. Der Einsatz von elektronischen Tachymetern oder GNSS-Systemen hat auch die Vermessung auf Baustellen revolutioniert. Mit hoher Genauigkeit können beliebige Punkte in Lage und Höhe zu jeder Zeit und unter allen Witterungsbedingungen direkt abgesteckt werden. Lediglich die „Sichtverbindung zu den Satelliten“ sollte gewährleistet sein.

Peter Sparla

Kapitel 1. Einleitung

Die Einleitung bietet einen Überblick über die im Buch enthaltenen Fallstudien. Es wird gezeigt, welche Fallstudien welches Fachgebiet und welche Branche behandeln, was die Fallstudie vermittelt und welche Theorien, Konzepte und Methoden angewendet werden.

Thomas Abele

2. Vernetztes Betriebssicherheitsmanagement

Das Betriebssicherheitsmanagement ist ein übergeordnetes innerbetriebliches Managementsystem zur ganzheitlichen Gestaltung, Lenkung und Entwicklung eines Unternehmens in der Weise, dass die mit den betrieblichen Prozessen verbundenen Risiken ermittelt, minimiert und das definierte Restrisiko als akzeptabel und verantwortbar vertreten wird. Das Betriebssicherheitsmanagement verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und erfüllt die zeitgemäße Forderung nach einem optimal strukturierten Vorgehen sowie vernetztem Wirken. Es bildet den Bezugsrahmen für das Verhalten der Mitarbeiter und maximiert die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Ebenso schafft es Rechtssicherheit und ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Das Betriebssicherheitsmanagement bündelt und vernetzt alle Managementsysteme in einem Betriebssicherheitsmanagementsystem. Grundsätze der Organisation und der betrieblichen Umsetzung werden im Betriebssicherheitshandbuch festgelegt. Leiter des Betriebssicherheitsmanagements ist der Betriebssicherheitsmanager.

Prof. Dipl.-Ing. Bernhard Tenckhoff, Silvester Siegmann

Kapitel 9. Anmerkungen

MacCormac, Earl R.: Das Dilemma der Ingenieurethik, in: Lenk, Hans und Ropohl, Günter (Hrsg.): Technik und Ethik, 2. revidierte und erweiterte Auflage, Reclam Verlag, Stuttgart 1993, S. 223.

Michael Scheffler

Kapitel 5. Perspektiven einer neuen Ingenieurverantwortung

In diesem Kapitel wird keine grundlegende Ethikdiskussion aufgenommen oder gar eine intensive Auseinandersetzung mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit zum Zwecke eines weiteren Definitionsentwurfes geführt, wenngleich schon allein auf die Sicherung funktionsfähiger Entwässerungssysteme zum Schutz von Boden und Grundwasser als Lebensgrundlage gesondert abzuzielen Grund genug hergäbe. Bei einer umfassenden thematischen Befassung mit der IngenieurverantwortungIngenieurverantwortung wäre auf eine Vielzahl von Vermittlungsschritten zwischen sozialwissenschaftlichen, ökologischen, ökonomischen und praktisch-philosophischen Aspekten für die Ingenieurpraxis einzugehen. Diese anspruchsvolle Aufgabe soll ausgewiesenen Fachleuten vorbehalten bleiben.

Michael Scheffler

Kapitel 6. Schule, Studium und Beruf

Mit dem Mauerfall begann die Zahl der Beschäftigten im Baubereich anzusteigen. Facharbeiter, Techniker und Ingenieure fanden in den 90ziger Jahren schnell eine Anstellung zu guten Konditionen. Die Menge der Ausbildungsstellen nahm kontinuierlich zu.

Michael Scheffler

Kapitel 7. Vordringlicher Handlungsbedarf

Für das Bauwesen sind zahlreiche Regularien entwickelt worden, darunter Normen, Güteansprüche, Qualitätsanforderungen und Verhaltensregeln. Wie wohl kaum ein anderer Arbeitsbereich ist der der Bauingenieure durch- und vielfach bereits überreguliert, und das unter aktiver Mitwirkung selbst betroffener Praktiker, die sich in hohem Engagement an der Erarbeitung und Mehrung von Maximen und Soll-Verpflichtungen wie etwa Ingenieurkodizes beteiligen.

Michael Scheffler

Kapitel 1. Einleitung

Der Zeitraum von 1850 bis 1950 wird gemeinhin als „das goldene Zeitalter der Ingenieurkunst“ bezeichnet. Das Bauen dieser Jahre hatte wesentlich eine lokale Bedeutung. Dementsprechend war auch die Ingenieurtätigkeit bei technischen Problemen vornehmlich von fachspezifischen Detailfragen örtlich begrenzter Dimensionen dominiert, und weniger von weiteren ökologischen und humanistischen Zusammenhängen der Kultur.

Michael Scheffler

Kapitel 2. Grundlagen

Die Entwicklungsgeschichte der menschlichen Kultur und Zivilisation steht für die Entwicklungsgeschichte von Technik. Es scheint fast, als stünde der biblische Auftrag des Alten Testamentes ‚Machet Euch die Erde untertan!‘ für einen nie enden wollenden Prozess der bedenkenlosen Ermächtigung des Menschen zur technischen Herrschaft über die Natur.

Michael Scheffler

Kapitel 1. Projektmanagement in der akademischen Aus-und Weiterbildung

Dieses Buch versteht sich als Impulsgeber für die Gestaltung von Lehrveranstaltungen, in denen Kompetenzen für erfolgreiches Projektmanagement im Beruf vermittelt werden. Hierfür wird zunächst ein kurzer Überblick zum Status quo an deutschen Hochschulen gegeben und anschließend allgemeine Überlegungen zum kompetenzorientierten Lehren und Prüfen ausgeführt. Kapitel eins endet mit Anforderungen an Kenntnisse, die in der akademischen Ausbildung vermittelt werden sollten, die in Kapitel zwei, der Inhaltsdimension, näher betrachtet werden. Kapitel drei zeigt verschiedene moderne Methoden und Konzepte, die in der Lehre eingesetzt werden und als Ideengeber für die Gestaltung der eigenen Lehrveranstaltung dienen können.

Claudia Stöhler

Kapitel 3. Moderne Lehrformate im Überblick – Prozessdimension

In diesem Kapitel werden verschiedene Lehrformate vorgestellt, wie Projektmanagement heute, jenseits der klassischen Vorlesung, vermittelt wird. Intention ist es dem Leser Impulse für die eigene Lehre zu geben. Neben den, in diesem Kapitel vorgestellten Beispielen, finden sich noch viele weitere innovative Idee an deutschen Hochschulen.

Claudia Stöhler

Kapitel 1. Einführung. Technische Anwendungen

In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe und physikalische Größen zur Beschreibung von Wärme- und Stoffübertragungsvorgängen eingeführt sowie Grundgesetze der Wärme- und Stoffübertragung behandelt. Mit ihrer Hilfe lassen sich bereits technisch wichtige Aufgaben lösen wie die Berechnung des Wärmedurchgangs zwischen zwei Fluiden, die durch eine Wand getrennt sind, oder die Dimensionierung von Apparaten zur Wärme- und Stoffübertragung. Wir behandeln daher solche relativ einfachen Berechnungsverfahren in diesem einführenden Kapitel, während die eingehende Darstellung komplexer Wärme- und Stoffübertragungsprobleme den folgenden Kapiteln überlassen bleibt.

Hans Dieter Baehr, Karl Stephan

Kapitel 9. Central South University

Am 25.9.2018 führte uns unsere Exkursion an die Central South University (CSU) in Changsha. Dort wurde ein eintägiger Workshop zum Austausch zwischen der CSU und TU Darmstadt organisiert. Im Rahmen von Vorträgen wurden zum einen die beiden Universitäten vorgestellt und zum anderen verschiedene Forschungstätigkeiten erläutert.

Maike Eckel, Tuong-An Nguyen

Kapitel 11. Tongji University

Am 27. und 28. September 2018 besuchten Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen der Technischen Universität Darmstadt die Tongji-Universität. Sie ist eine der renommiertesten und ältesten Universitäten der Volksrepublik China und befindet sich in Shanghai; sie ist bekannt für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Außerdem besitzt die Tongji-Universität hochqualifizierte Studenten, bestens ausgerüstete Labore mit den weltbesten Prüfeinrichtungen und viele Kooperationen mit Industrien.

Nora Sophie Storost, Rafail Sikiotis

7. Eisenbahnbrücken, Tunnel und Ingenieurbauwerke

Als Ingenieurbauwerke bezeichnet die DIN 1076 Brücken, Tunnel, Trogbauwerke, Stützbauwerke mit mindestens 1,5 m sichtbarer Höhe, Lärmschutzwände mit mindestens 2 m sichtbarer Höhe und Bauwerke, für die ein statischer Einzelstandsicherheitsnachweis erforderlich ist, z. B. Regenrückhaltebecken und Schachtbauwerke.Die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn in Deutschland nahm 1835 den öffentlichen Personen- und Güterverkehr auf. Und dies bereits mit der bis heute üblichen Normalspur mit einer Spurweite von 1435 mm. Der Aufbau des Eisenbahnnetzes erfolgte anfänglich durch private Gesellschaften sowie bald auch durch Staatsbahnen.Nach der deutschen Einigung von 1871 entstand in den einzelnen Bundesstaaten eine Reihe von staatlichen Länderbahnen. Die zahlreichen in dieser Zeit gebauten Privatbahnen bedienten i. d. R. den Regional- und Nahverkehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Länderbahnen vom Deutschen Reich übernommen und in der 1924 gegründeten Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zu einem einzigen Staatsunternehmen zusammengefasst, das den größten Teil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland betrieb.

Dipl.-Ing. Tristan Mölter, Dipl.-Ing. Michael Fiedler

1. Das Zusammenwirken von Rad und Schiene

Der Rad-Schiene Kontakt bestimmt die Leistungsfähigkeit des Systems Eisenbahn. Aufgrund der Dynamik und der hohen Kontaktspannungen ist er der kritische Punkt bei allen Bahnen, ganz besonders jedoch bei Hochgeschwindigkeits- und Schwerlastverkehr. Der Kontakt Rad-Schiene ist aber auch maßgeblich für Lärm und Verschleiß verantwortlich. Die Rauhigkeit von Schiene und Rad regt die Lärmemissionen an, durch Materialabtrag verändern sich zudem die jeweiligen Profile in Längs- und Querrichtung, was im Laufe des Betriebes veränderte Kontaktsituationen hervorruft. Hinzu kommt, dass das Durchfahren von engeren Bögen durch Eisenbahnfahrzeuge mit erheblichen Gleitanteilen (Schlupfen) verbunden ist, die Räder also eher rutschen als rollen. Außerdem hat es eine große Tradition, ausgerechnet am Kontaktpunkt Rad-Schiene die Trennung von Bauingenieurwesen und Maschinenbau vorzunehmen. Im Folgenden wird noch deutlich dargelegt werden, dass Kräfte und Bewegungen und mit ihnen der Verschleiß immer aus dem Zusammenwirken zweier Komponenten herrühren, der Schiene und dem Rad, oder genauer, dem Laufwerk und dem Gleis, und daher von beiden Fachbereichen pflegliche Maßnahmen nötig sind um dauerhaft ein befriedigendes Zusammenwirken der Komponenten sicherzustellen.

em. Univ.-Prof. Dr. techn. Klaus Rießberger

6. Finite-Elemente-Klassen

Dieses Kapitel beinhaltet eine Übersicht der in der FEM für die Strukturmechanik eingesetzten Elemente. Ziel des Kapitels ist, dem Anwender die häufigsten Elementtypen vorzustellen, mit den dafür notwendigen Eigenschaften und Parametern.

Marcus Wagner

4. Fourier-Analyse – unendliche Summen von Schwingungen

Elektrische Stromkreise werden oft zur Verarbeitung elektrischer Signale verwendet, beispielsweise Hoch-, Tief- und Bandpässe, oder auch Differenzier- und Integrierglieder. Die Berechnung der Ausgangssignale ist besonders einfach, wenn man am Eingang (komplexe) harmonische Signale anlegt, da die in den Gleichungen auftretenden Ableitungen und Integrale dann einfach eine Multiplikation des Signals mit einem konstanten Faktor bewirken. Aus demselben Grund sind solche Funktionen auch in der Mathematik wichtig: Mit diesen als Ansatz kann man lineare Differenzialgleichungssysteme mit konstanten Koeffizienzen auf lineare Gleichungssysteme reduzieren – wie ihr eventuell schon in einer Analysis-Vorlesung gelernt habt.

Dr. Björn Feuerbacher

Kapitel 8. Arbeitszeit

Das achte Kapitel widmet sich der Arbeitszeit als grundlegende Anreizwährung der heutigen Zeit. Freizeit wird dabei als äußerst wichtige Errungenschaft gesehen, die so weit reicht, dass das übermäßige Erbringen von zusätzlichen Wochen- und Überstunden nicht dem Idealbild eines Arbeitslebens entspricht. Die untersuchten zukünftigen Fach- und Führungskräfte wünschen sich klare Regeln im Umgang mit Arbeitszeit und Überstunden. Ebenso steht der Wunsch nach Arbeitszeitflexibilisierung im Vordergrund, der ebenso ein Ausdruck eines selbstbestimmten Lebensgefühls ist. Das achte Kapitel endet mit einem Exkurs, in dem Möglichkeiten und Grenzen einer Vertrauensarbeitszeit verdeutlicht werden. Vertrauensarbeitszeit besitzt eine motivationssteigernde Wirkung. Dennoch beinhaltet dieses Arbeitszeitmodell wesentliche Herausforderungen, die den Erfolg des Modells bestimmen. Hierzu gehört die Fähigkeit, sich selbst im Rahmen eines Selbstmanagements organisieren zu können. Der Mitarbeiter muss zudem für dieses Arbeitszeitmodell geeignet sein. Er oder sie muss die entsprechenden Qualifikationen und Erfahrungen aufweisen, die es schließlich rechtfertigen, in diese Vertrauensbasis zu investieren. Zudem kann dieses Arbeitszeitmodell einen erhöhten Führungs- und Koordinationsaufwand aufweisen. Vertrauensarbeitszeit verlangt klare Tätigkeitsziele und gegebenenfalls Zielvereinbarungen. Die Problematik besteht darin, wenn Mitarbeiter und Führungskraft unterschiedliche Vorstellungen über die Zielerreichung und -bewertung besitzen. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 9. Eine Arbeitskultur der Wertschätzung und Unterstützung

Das neunte Kapitel widmet sich der Arbeitskultur als grundlegendes Anreizelement für zukünftige Fach- und Führungskräfte. Diese wünschen sich eine Arbeitskultur der Wertschätzung und Unterstützung. Hierzu gehört eine offene und ehrliche Kommunikation sowie eine kooperative Teamzusammenarbeit. Eine Reflexion der Arbeitsergebnisse, gekoppelt an ein authentisches Feedback und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind weitere Elemente, die an eine zeitgemäße Arbeitskultur gestellt werden. Eine gute Arbeitskultur beinhaltet eine transparente und realistische Arbeitsplanung. Die Unterstützung durch das Management, entgegengebrachtes Vertrauen sowie Wertschätzung von Arbeitsleistung und Familie sind weitere gewünschte Rahmenbedingungen. Das neunte Kapitel endet mit einem Exkurs, der sich den Möglichkeiten und Grenzen von flachen Hierarchien widmet. Flache Hierarchien haben eine Motivationswirkung. Dennoch besteht durch eine zu intensive Verflachung von Hierarchien die Gefahr, dass das obere Management nicht genügend entlastet wird und mit ständigen abteilungsbedingten Koordinations- und Evaluationsprozessen beschäftigt ist. Eine zu intensive Verflachung von Hierarchien führt zu einer steigenden Verantwortungsübernahme des jeweiligen Mitarbeiters. Mittlere Hierarchien, präsentiert durch mittlere Führungskräfte, bieten einen wichtigen Orientierungsrahmen für junge Mitarbeiter und schränken Ressourcenverteilungskämpfe ein. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 6. Gestaltung des Arbeitsinhaltes

Das sechste Kapitel präsentiert die Gestaltung des Arbeitsinhaltes als eine weitere wichtige inspirierende Rahmenbedingung, die von zukünftigen Fach- und Führungskräften vorausgesetzt wird. Diese verlangen selbstständiges Arbeiten, Übernahme von Verantwortung sowie abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeiten. Dabei stehen oftmals Spannung und Neugier im Mittelpunkt. Zukünftige Fach- und Führungskräfte suchen einen erkennbaren Sinn hinsichtlich ihres Aufgabenfeldes und wollen mitgestalten. Im Rahmen der Sinnhaftigkeit stehen bspw. Gemeinwohl und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Das sechste Kapitel endet mit einem Exkurs, der sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der intrinsischen Motivation auseinandersetzt. Die Sicherstellung einer intrinsischen Motivation kann in vielen Fällen ein nicht immer erreichbares Idealbild darstellen. Interessante Aufgaben, Abwechslung, Ganzheitlichkeit, Bedeutsamkeit der Aufgaben, selbstständiges Arbeiten und eine Feedbackkultur fördern die Aktivierung einer intrinsischen Motivation. Oftmals ist das Tätigkeitsfeld durch wichtige Routinearbeiten geprägt, die keine umfangreiche Abwechslung zulassen. Eigenständiges Arbeiten und Mitgestaltung verlangen zudem einen angemessenen Reifegrad des Mitarbeiters. Mitarbeiter müssen zudem eine entsprechende Berufung für das jeweilige Tätigkeitsfeld besitzen und nicht nur die Tätigkeit als Karriere- und Verdienstmöglichkeit verstehen. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 7. Arbeitsplatzgestaltung

Das siebte Kapitel präsentiert die Arbeitsplatzgestaltung als wichtige Rahmenbedingung für zukünftige Fach- und Führungskräfte. Studierende wünschen sich einen attraktiven Standort des Arbeitgebers, der sich im Idealfall in einer zentralen Lage befindet. Ein attraktiver Standort beinhaltet eine gute und schnelle Erreichbarkeit des Arbeitgebers, um bspw. das Rad nutzen zu können und Zeit zu sparen. Hierzu gehört auch die Möglichkeit, von zu Hause aus im Home-Office zu arbeiten. Fach- und Führungskräfte von morgen wünschen sich zudem ein qualifiziertes Erscheinungsbild des Arbeitgebers. Dies betrifft nicht nur ein positives Image des Arbeitgebers, sondern auch ein förderliches Umfeld und qualifizierte Kollegen. Eine zeitgemäße Büroausstattung, moderne Computertechnik und Werkstätten, ansprechende Arbeitsplätze und ergonomische Arbeitsmöbel sind weitere Anforderungen. Das siebende Kapitel endet mit einem Exkurs, der die kritische Seite des Home-Office-Arbeitsplatzes beleuchtet. Neben einer motivierenden Wirkung besteht die Gefahr, dass bei einer übermäßigen Home-Office-Nutzung die Entwicklung der Teamkultur leidet. Die Übernahme von (spontanen) Vertretungsfunktionen für Mitarbeiter vor Ort wird erschwert. Home-Office kann zu einer familiären Belastung führen und eine Vereinsamung des im Home-Office arbeitenden Mitarbeiter fördern. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 5. Was ein Arbeitgeber neben dem Gehalt fördern sollte

Das fünfte Kapitel setzt sich mit weiteren Rahmenbedingungen auseinander, die neben der finanziellen Vergütung für zukünftige Fach- und Führungskräfte eine anziehende Wirkung entfalten. Im Rahmen einer persönlichen und tätigkeitsbezogenen Entwicklung wünschen sich die Untersuchungsteilnehmer Angebote und Unterstützungen, die zu einem die individuelle Persönlichkeitsentwicklung fördern, zum anderen aber auch die Weiterentwicklung innerhalb des praktizierten Tätigkeitsfeldes. Dabei haben lebenslanges Lernen und das Erwerben von Spezialwissen eine besondere Bedeutung. Ebenso sind Aufstiegsmöglichkeiten und eine aktive Unterstützung bei der Karriere wichtige Rahmenbedingungen. Neben einer angemessenen finanziellen Vergütung spielen zudem Gesundheitsförderung, Fitnessangebote und eine gesunde Verpflegung vor Ort eine wichtige Rolle für zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die Förderung von Mobilität (Dienstwagen, Tickets für den öffentlichen Nahverkehr) und die Unterstützung bei der Kinderbetreuung sind weitere als positiv gewürdigte Rahmenbedingungen. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 3. Welche Bedeutung hat eine langfristige Bindung an einen Arbeitgeber?

Im dritten Kapitel werden die Untersuchungsergebnisse zur Bedeutung einer langfristigen Arbeitgeberbindung präsentiert. Diese hat für zukünftigen Fach- und Führungskräften nicht nur eine hohe Bedeutung, sondern ebenso bei einem wahrnehmbaren Teil der Befragten eine geringe Relevanz. Eine längerfristige Bindung an einen Arbeitgeber ermöglicht existenzielle Sicherheit. Dabei stehen Stabilität und Familienaufbau im Vordergrund. Eine längerfristige Bindung an einen Arbeitgeber hat zudem einen positiven Effekt auf die Leistungs- und (soziale) Integrationsfähigkeit in das Arbeitsumfeld. Dieser wird darin sichtbar, dass Arbeitsroutinen, Übernahme von Verantwortung, Selbstentfaltung und das Einbringen neuer Ideen gefördert werden. Ebenso werden die Weiterentwicklungsmöglichkeit, der Aufbau von Expertenwissen und Teamentwicklungsprozesse unterstützt. Im Gegensatz hierzu hat eine längerfristige Arbeitgeberbindung eine geringere Relevanz für junge Erfahrungssammler, Herausforderungssucher und Freigeister. Diese wollen sich oftmals austesten, wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Arbeitsumfeldern sammeln und bevorzugen abwechselnde, neue Herausforderungen. Das dritte Kapitel endet mit einem Exkurs, der sich mit der Arbeitgeberbindung der jungen Generation Z beschäftigt. Demnach hat die Genration eine hohe digitale Affinität, ist geprägt durch viele Verwirklichungsmöglichkeiten, die wiederum die Sehnsucht nach Orientierung unterstützen. Zudem steht für diese Genration eine stärkere Trennung zwischen Privat- und Berufsleben im Fokus. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 4. Welche Bedeutung hat Geld als Anreiz?

Das vierte Kapitel widmet sich dem Geld als Anreiz. Dabei stellt Geld, in Form einer finanziellen Vergütung, ein grundlegendes Motivationsmittel für zukünftige Fach- und Führungskräfte dar. Aufgrund der Aussagen der Untersuchungsteilnehmer lassen sich vier Erklärungsansätze für die Bedeutung von Geld als grundlegenden Anreiz ableiten. Der erste Erklärungsansatz besagt, dass Geld als Mittel zur Absicherung des allgemeinen Lebensunterhaltes dient. Innerhalb des zweiten Erklärungsansatzes ermöglicht Geld, einen Wohlstand zu erlangen und einen gehobenen Lebensstandard zu führen. Der dritte Erklärungsansatz besagt, dass Geld als Mittel der Anerkennung und Wertschätzung dient. Innerhalb des vierten Erklärungsansatzes dient Geld als konkreter Bewertungsmaßstab für die Arbeitsleistung. Das vierte Kapitel endet mit einem Exkurs, der sich mit den Grenzen des Geldes als Anreizmittel befasst. So kann eine intrinsische Motivation, die keine externen Anreize benötigt, durch extrinsische finanzielle Anreize zerstört werden. Eine unterschiedliche finanzielle Vergütung von Mitarbeitern in einem gleichen Arbeitsumfeld kann zur Demotivation führen. Zudem ist eine zusätzliche variable Vergütung mit Gewohnheitseffekten und einem fortlaufenden Evaluationsaufwand verbunden. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 10. K.-o.-Kriterien für eine längerfristige Bindungsbereitschaft

Im zehnten Kapitel werden K.-o.-Kriterien für eine längerfristige Bindungsbereitschaft an einen Arbeitgeber aus Sicht der zukünftigen Fach- und Führungskräfte präsentiert. Zu den immer wieder genannten Gründen für eine ausbleibende Bindungsbereitschaft zählen eine zu geringe Bezahlung, befristete Arbeitsverträge, wechselnde und schwer erreichbare Arbeitgeberstandorte, fehlende Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, unprofessionelle Führung, fehlende Anerkennung und Wertschätzung, Monotonie und fehlende Herausforderungen, schlechte Zusammenarbeit und schlechte Arbeitsatmosphäre sowie Moral und Werte des Arbeitgebers. Das zehnte Kapitel endet mit einem Exkurs, der sich mit den Grundlagen des Commitments und den Zeichen einer inneren Kündigung beschäftigt. Commitment lässt sich vereinfacht als Intensität der Hingabe zu einem Arbeiter beschreiben. Es lässt sich in affektives, normatives und rationales Commitment unterteilen. Eine innere Kündigung kann durch enttäuschte Erwartungen und einem Ungleichgewicht zwischen Anstrengungen und der dafür erhaltenen Belohnung ausgelöst werden. Frühindikatoren für eine innere Kündigung sind bspw. ein stilles und sehr unauffälliges Verhalten, Interessenlosigkeit, negative Äußerungen und Grundstimmung, ein veränderter Umgang mit Kollegen, Zunahme von längeren Pausen und Fehlzeiten und eine geringere Leistungsbereitschaft. Die Untersuchungsergebnisse werden in einer Mind-Map zusammengeführt.

Enrico Sass

Kapitel 2. Woher stammen die Erkenntnisse und für wen ist dieses Buch?

Das zweite Kapitel gibt einen Einblick in die methodische Vorgehensweise der durchgeführten Untersuchung. Dabei werden in einem ersten Schritt die Adressaten der Untersuchung genannt. Diese erstrecken sich von Studierenden bis hin zu Verantwortlichen in den Bereichen Personalgewinnung und Personalführung. Insgesamt wurden 221 Studenten mittels Fragebogen befragt, wobei 127 Fragebögen zur Auswertung herangezogen wurden. Mithilfe der 127 Fragebögen konnten 9 Gruppierungen gebildet werden, die einem jeweiligen Studiengang entsprechen. Die qualitativen Antworten der Studierenden folgender Studiengänge wurden ausgewertet: Architektur & Städtebau, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre, Bibliotheksmanagement, Geisteswissenschaften/Philosophie, Interfacedesign, Öffentliche Verwaltung, Produktdesign, Soziale Arbeit. Die Auswertung der Fragebögen erfolgte mithilfe einer vereinfachten Inhaltsanalyse, unterstützt durch ein Suchraster, mit dessen Hilfe nach Antworten zu den Themen Motivation und Arbeitgeberbindung gesucht wurde. Die Befragten befinden sich in einer Altersspanne zwischen 18 und 30 Jahren. Knapp über die Hälfte sind dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen. Neben den für die jeweilige Fachdisziplin üblichen Berufsfeldern strebt ein Teil der Befragten nicht nur Managementpositionen an, sondern vereinzelt auch eine zukünftige Existenzgründung.

Enrico Sass

Kapitel 13. Management, Betrieb und Instandhaltung

Die Aufgaben von Management, Betrieb und Instandhaltung von Wasserversorgungsunternehmen (WVU) werden bestimmt durch die Forderungen der hygienisch, technisch und wirtschaftlich einwandfreien Belieferung des Versorgungsgebietes mit Trinkwasser unter Beachtung der einschlägigen Rechtsvorschriften und des technischen Regelwerkes. Als technisches Regelwerk und anerkannte Regeln der Technik gelten dabei vor allem die einschlägigen DIN-Normen, die DVGW-Arbeitsblätter, Merkblätter und Hinweise sowie die Unfallverhütungsvorschriften. Wesentliche Bestimmungen daraus sind von den Länderbehörden in Mustersatzungen und Richtlinien für die Praxis umgesetzt.

Joachim Rautenberg

Sozial verantwortliche Technikwissenschaften: der Beitrag der Geschlechterforschung für Forschung, Entwicklung und Ausbildung

Die Geschlechterforschung in den Technikwissenschaften hat in den letzten Jahrzehnten die vielfältigen Dimensionen vergeschlechtlichter Prozesse in Forschung und Entwicklung beschrieben. Diese Erkenntnisse finden allerdings bisher nur sehr marginal Eingang in den Diskurs einer sozial verantwortlichen Technikentwicklung innerhalb der Technikwissenschaften selbst. Gleichzeitig wird auf nationaler wie internationaler Ebene die Berücksichtigung von Genderperspektiven gefordert und in den Technikwissenschaften gibt es einen regen Diskurs über die Ausbildung von sozial verantwortlichen Ingenieur*innen. Der Beitrag zeigt auf, wie es gelingen kann, die beiden Diskurse zusammenzuführen, um so eine sozial verantwortliche Forschung, Entwicklung und Ausbildung in den Ingenieurwissenschaften umzusetzen.

Carmen Leicht-Scholten

Industrielles Bauen

Das Handwerk geht in allen Kulturen aus der geschlossenen Hauswirtschaft hervor. Erst wenn über den Familienbedarf hinaus Güter mit dem Ziel des Erwerbs und Gewinns hergestellt werden, kann man von einem selbstständigen, für einen Markt produzierenden Handwerk sprechen.

José Luis Moro

9. Infrastrukturen werden intelligent

Das Nervensystem der menschlichen Zivilisation ist mittlerweile das Internet. Das Internet war bisher nur eine („dumme“) Datenbank mit Zeichen und Bildern, deren Bedeutung im Kopf des Nutzers entsteht. Um die Komplexität der Daten zu bewältigen, muss das Netz lernen, selbstständig Bedeutungen zu erkennen und zu verstehen. Das leisten bereits semantische Netze, die mit erweiterbaren Hintergrundinformationen (Ontologien, Begriffe, Relation, Fakten) und logischen Schlussregeln ausgestattet sind, um selbstständig unvollständiges Wissen zu ergänzen und Schlüsse zu ziehen. So lassen sich z. B. Personen identifizieren, obwohl die direkt eingegebenen Daten die Person nur teilweise beschreiben. Hier zeigt sich wieder, dass Semantik und Verstehen von Bedeutungen nicht vom menschlichen Bewusstsein abhängt.

Emeritus of Excellence Prof. em. Dr. Klaus Mainzer

Talentmanagement – Trends, Herausforderungen und strategische Optionen

In diesem Beitrag werden verschiedene ökonomische aber auch soziokulturelle Entwicklungen aufgezeigt, die mit verschiedenen Herausforderungen für Unternehmen verbunden sind. Der demografische Wandel macht die Gewinnung von qualifizierten Fach- und Führungskräften zunehmend zum Problem; gleichzeitig erhöht sich die Notwendigkeit zur Entwicklung und Bindung vorhandener Mitarbeiter. Durch den Wertewandel werden Unternehmen mit den umfassenden und z. T. heterogenen Ansprüchen der jüngeren Generationen konfrontiert; zudem besteht auch die Gefahr des Konflikts zwischen verschiedenen Altersgruppen. Die neue Rolle der Frauen impliziert v. a. eine Überwindung tradierter Differenzen und Vorstellungen; auch wird eine familienfreundliche Personalpolitik immer wichtiger. Schließlich birgt die Internationalisierung insbesondere die Herausforderung der nachhaltigen Integration von Mitarbeitern aus unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen. Die Vielzahl der genannten Herausforderungen kann dabei nur gelöst werden, indem die verschiedenen Personalmaßnahmen konsistent aufeinander abgestimmt werden und ein strategisches Talentmanagement etabliert wird. Dieses umfasst die Identifikation von Schlüsselpositionen, die langfristige Entwicklung eines Talentpools sowie eine differenzierte Human-Resource-Architektur.

Nina Katrin Hansen, Sven Hauff

Kapitel 1. Einführung in die Immobilienwirtschaft

Die Immobilienbetriebslehre ist im Vergleich zur allgemeinen BetriebswirtschaftslehreBetriebswirtschaftslehre und zu einer Reihe spezieller Betriebswirtschaftslehren, wie z. B. der Bankbetriebslehre oder der Handelsbetriebslehre, immer noch eine relativ junge Wirtschafts- und Wissenschaftsdisziplin. Hinzu kommt, dass diese spezielle Betriebswirtschaftslehre aufgrund der differenzierten Nutzeranforderungen an Immobilien und Zielstellungen der Investoren außerordentlich facettenreich ist. Hieraus ergibt sich zunächst die Notwendigkeit zur inhaltlichen Bestimmung.

Kerry-U. Brauer

1. Mechanik

Das Kapitel beginnt mit der Kinematik – sie beschreibt Bewegungsabläufe und nimmt Beschleunigungen als gegeben an, ohne nach den Ursachen zu fragen. Mit den Newtonschen Axiomen werden dann die Ursachen für Beschleunigungen eingeführt, die Kräfte. Einen wichtigen Platz nehmen in dem Kapitel die Erhaltungssätze der Physik ein: Energie- und Impulserhaltung. Wegen ihrer fundamentalen Bedeutung in der Physik werden die Begriffe des Vektorfeldes und des Potentials am Beispiel des Schwerefeldes eingeführt. Schließlich werden mit der Drehbewegung weitere physikalische Größen wie Winkelgeschwindigkeit, Winkelbeschleunigung, Zentripetalkraft, Drehmoment, Massenträgheitsmoment und Drehimpuls behandelt.

Rainer Dohlus

Kapitel 3. Studiengänge an privaten Hochschulen

Etwa 2000 Studiengänge werden derzeit von privaten Hochschulen angeboten. Studiengänge im Bereich der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind am meisten nachgefragt. Das restliche Angebot differenziert sich in Fächer wie Gesundheits- und Sozialwissenschaften, Psychologie, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bis hin zu Kunst, Sport, Design und Mode aus. Die Hochschulzulassung wird bei privaten Hochschulen durch eigene Aufnahmetests geregelt. An privaten Hochschulen gibt es keinen Numerus Clausus. Dieses Kapitel erläutert Hintergründe für das Anwachsen des Studienangebots der privaten Hochschulen. Es wird erklärt, wie die staatliche Qualitätssicherung bei privaten Hochschulen funktioniert. Ein Test hilft Ihnen, die eigenen Studienneigungen realistisch einzuschätzen. Die einzelnen Fächergruppen und die regionale Verteilung des Studienangebots werden beschrieben. Erfahrungsberichte von Absolventen und Tipps zur Studienauswahl runden das Kapitel ab.

Annette Doll, Alexander P. Hansen

Kapitel 5. Leben und Lernen: Tipps für eine gelungene Selbstorganisation

Neben der Entscheidung für einen bestimmten Studiengang an einer privaten Hochschule sind auch die Ortswahl, die Höhe der Studiengebühren, die Finanzierung und die Selbstorganisation des Studiums wichtig. In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu der räumlichen Verteilung von privaten Hochschulen in Deutschland. Wir informieren Sie zu den verschiedenen Kostenpositionen eines Studiums, zur studentischen Wohnsituation und zu sinnvollen Versicherungen sowie zur Studienfinanzierung. Experten geben Ihnen zu diesen Themen wertvolle Hinweise aus der Praxis. Zusätzlich erhalten Sie Tipps zu Ihrer eigenen Selbstorganisation.

Annette Doll, Alexander P. Hansen

7. Perspektiven für den Lehmbau

Sind die in den vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Ansätze ausreichend dafür, dass sich Lehm als Baustoff heute auf dem Markt behaupten oder gar noch weiter entwickeln kann. Ist die „Übermacht“ der Branchengiganten im Baustoffbereich für den Lehm nicht allzu erdrückend. Sind der neue Flughafen von Shanghai – Pudong, der Burj al Khalifa – Tower in Dubai oder das Taipeh-101 – Hochhaus in Taiwans Hauptstadt nicht die zukunftsweisenden baulich-architektonischen Zielmarken. Wozu braucht man dann noch Lehm.

Horst Schroeder

2. Laterale Sortierung des Sediments in einem geraden Kanal mit horizontaler Walzenströmung, CFD-Berechnung und Vergleichsmessung im Maßstab 1:1

Die Krümmung eines Flusses wird aufgelöst in einen polygonalen Zug kubischer Strömungsabschnitte mit horizontaler Walzenströmung. Dadurch entfallen im einzelnen Strömungsabschnitt alle Parameter der Krümmung. In dem Strömungsabschnitt kann man erkennen: Die Bahnlinien verschiedener Korngrößen, die von einem gemeinsamen Startpunkt ausgehen, trennen sich und führen zu ihren eigenen Sedimentationspunkten auf der Sohle Rechnerisch und im Strömungslabor wird nachgewiesen, daß nur eine kurze Sandbank entsteht, alle Korngrößen (0,2mm bis 0,5mm) nebeneinander im gleichen Sedimentationsbereich abgeschieden werden, der sehr kurz ist, das Fraktionsgemisch im Sediment über der Sandbanklänge annähernd konstant ist, die Sedimentationspunkte nach Korngrößen sortiert liegen, was einer lateralen Sortierung der Korngrößen entspricht, die Wirkung der Sedimentation mit dem Zufluß zunimmt.

Bertram Botsch

1. Ingenieurgeodäsie – eine Einführung

Die Ingenieurgeodäsie wird anhand ihrer Aufgaben, Methoden und Charakteristika als anwendungsorientierte Wissenschaft vorgestellt, deren Forschungsfragen sich häufig aus beobachteten Phänomenen oder ungelösten Fragestellungen der Praxis ergeben. Als wesentliches Merkmal zeigt sich die kompetente Bearbeitung geometriebezogener Fragestellungen mit durchgreifender Qualitätsbeurteilung von der Planung über die Messung bis zur Auswertung und Interpretation unter Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsprinzips. Die aktuellen methodischen Entwicklungen sind vor allem vom Übergang auf raumkontinuierliche Verfahren gekennzeichnet sowie von der zunehmenden Integration der Messung und Analyse in anspruchsvolle Bau-, Fertigungs- und Überwachungsprozesse.

Andreas Wieser, Heiner Kuhlmann, Volker Schwieger, Wolfgang Niemeier

9. Baumaschinensteuerung – der ingenieurgeodätische Beitrag

Die Baumaschinensteuerung ist ein komplett interdisziplinäres Forschungsfeld, in dem neben Informatikern und Ingenieuren der Fachgruppen Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Elektrotechnik auch Geodäten, insbesondere Ingenieurgeodäten, aktiv sind. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Stand der Forschung in diesem höchst innovativen Einsatzbereich kinematischer Messtechnik. Die Autoren schlagen eine Brücke von der Standard-Absteckung über deren kinematische Realisierung hin zu einer vollautomatischen Regelung. Im Zentrum steht dabei die Integration der Messtechnik in den Ausführungsprozess der Bauprozesskette. Dynamische Modelle der Baumaschinen sowie deren Potenzial zur Automatisierung werden ebenso behandelt wie die Tauglichkeit der einzelnen Messsysteme für den Echtzeiteinsatz.

Volker Schwieger, Alexander Beetz

2. Bauaufnahme, Gebäudeerfassung und BIM

Das Aufmaß von Bauwerken ist ein zentraler Bestandteil für die Planung und Dokumentation, und damit für das Bauen im Bestand. Die klassischen Ergebnisse des Aufmaßes sind zumeist digitale 2D-CAD-Zeichnungen für die Darstellung von Grundrissen, Schnitten und Ansichten. Die Grundlage für die Bauaufnahme stellen dabei geodätische Vermessungsmethoden mit Verfahren, die auf der Erfassung von Einzelpunkten beruhen (elektronisches Handaufmaß, Tachymetrie) sowie flächenhaft erfassende Verfahren (Photogrammetrie, Laserscanning) häufig in Kombination mit entsprechender Erfassungssoftware dar. Auch neuere Entwicklungen im Bereich der Erfassungssysteme (UAV, Multisensor- und Mappingsysteme) basieren auf diesen grundlegenden Methoden. Im Kontext des Building Information Modelings (BIM) und der 3D-Stadtmodellierung werden jedoch neue Anforderungen an die Bauaufnahme gestellt, da nun digitale dreidimensionale Bauwerksmodelle mit volumenkörperorientierter Objektmodellierung inklusive deren Semantik und Beziehungen sowie beschreibender Eigenschaften gefordert werden. Dieser ganzheitliche Ansatz zur Modellierung bzw. Dokumentation von Bauwerken hat damit auch Auswirkungen auf den Vermessungsworkflow sowie die Verarbeitung und Modellierung der Daten.

Jörg Blankenbach

CSR in der Kleidungsindustrie – aus Verbrauchersicht

Jeder Mensch braucht Kleidung. Diese Tatsache macht die Textil‑ und Bekleidungsindustrie (TBI) nach der Telekommunikations‑, der Chemie‑ und der Automobilindustrie zur viertgrößten Industrie der Welt (vgl. Gries et al. 2014).Kleidung hat mehrere Funktionen. Sie schützt nicht nur vor Wind und Wetter, gemäß des alten Sprichwortes „Kleider machen Leute“ ist sie Ausdruck von Individualismus und sozialer Stellung. Obwohl Kleidung zentraler Bestandteil des Lebens ist, schadet ihre Produktion Mensch und Umwelt enorm (vgl. Burckhardt 2013; Engelhardt 2012).Zahlreiche Medienberichte der vergangenen Jahre über Skandale in der konventionellen Textilproduktion bringen die Missstände der globalisierten TBI ins Verbraucherbewusstsein. Im September 2012 brannte eine Kleiderfabrik in Pakistan, 300 Menschen starben. Im November 2012 brannte eine Kleiderfabrik in Bangladesch, 112 Menschen starben. Im April 2013 stürzte die Kleiderfabrik Rana Plaza ein. 1127 Menschen starben, 1650 Menschen wurden schwer verletzt. Tausende Menschen, Männer und Frauen, Väter und Mütter, sogar Kinder verloren Arme, Beine oder ihr Leben. Solch alarmierende Nachrichten erhöhen die Verbraucherwahrnehmung, allerdings flacht die Aufmerksamkeit in der Regel schnell wieder ab.

Nicole Franken

13. Brandschutzkonzept und Brandschutznachweis

Die Begriffe Brandschutzkonzept, Brandschutznachweis und Brandschutzgutachten werden häufig für die gleiche Verwendung gebraucht, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen.

Adam Merschbacher

Schädigungsbewertung in hochfestem/ultrahochfestem Beton mittels linearer und nichtlinearer Ultraschalltechnik

Aufgrund der rasanten Entwicklung neuartiger und optimierter Konstruktionswerkstoffe entsteht hieraus sogleich die Forderung nach einer sinnvollen Charakterisierung dieser Materialien bezüglich ihrer mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften. Im Bauwesen konnten in den letzten Jahrzehnten Hochleistungsbetone entwickelt werden, die bei hohen Druckfestigkeiten und optimierten Eigenschaften im mechanischen, physikalischen und chemischen Verhalten gleichzeitig die Anforderungen für baupraktische Anwendungen erfüllen. Die Kenntnis über die genauen mikromechanischen Vorgänge bei quasistatischer Beanspruchung sowie die Bewertung von Schädigungsprozessen in diesen Materialien sind hierbei von entscheidender Bedeutung, um für zukünftige Anwendungen einen sicheren und optimalen Einsatz gewähren zu können. Gleichzeitig nimmt im Zuge der Zustandsüberwachung von Bauwerken die Bedeutung von zerstörungsfreien Prüfmethoden zu.

Benjamin Ankay, Chuanzeng Zhang

Finite Elemente Modell des Kurpsai Staudamms und aktueller Stand dessen Validierung mithilfe eines speziellen Überwachungskonzepts

Der Beitrag behandelt einen Teil der Arbeit innerhalb des Projektes MI-DAM “Multiparameter monitoring and risk assessment of hydro-electric dams in the Kyrgyz Republic”, welches durch das Bundesamt für Bildung und Forschung finanziert wird.

Waldemar Elsesser, Yuri Petryna, Philipp Kähler

3. Die Analyse der Verformungsreaktion nach der Tunnelbaumethode ADECO-RS

Um die im Kapitel 2 beschriebenen Erkenntnisse zu vervollständigen und daraus ein Projektierungs- und Bauausführungsverfahren abzuleiten, das einen größeren Realitätsbezug habe, als die bis dahin gebräuchlichen Verfahren, war es unabdingbar, ein zusätzliches Programm theoretischer und experimenteller Untersuchungen aufzulegen, um die Erkenntnisse zu vertiefen, die hinsichtlich des Spannungs-Verformungs-Verhaltens des Vortriebskerns und seines Zusammenhangs mit dem des Tunnelhohlraums gewonnen worden waren.

Pietro Lunardi

18. Physikalische Verfahren und elektrophysikalische Verfahren

Seit Bestehen sind die physikalischen Verfahren der Mauerwerkstrockenlegung sicherlich die umstrittensten Methoden bei der Sanierung von Bestandsbauten. Der Umstand hat seine Wurzeln in der Unüberschaubarkeit der Methoden, der teilweise fehlenden wissenschaftlichen Grundlagen und der ebenso vielfach fehlenden ingenieurtechnischen Nachvollziehbarkeit.

Jürgen Weber

Juni-Hochwasser 2013 an der Elbe – neue Fragestellungen

Ein verheerendes Hochwasser mit historisch höchsten Hochwasserständen – aber weiter wie bisher? Bisher deutet vieles darauf hin. Aber das fundierte „Lernen aus der Katastrophe“ muss in ein „Lernen für die Katastrophe“ münden. Neue Fragestellungen ergeben sich hinsichtlich des Einsatzes neuer Technologien (z. B. Drohnen) und der Nutzung der „neuen Medien“ sowie sozialer Netzwerke für die Einbindung ehrenamtlicher Helfer. Daneben bleibt die Hochwasservorsorge die wichtigste Tagesaufgabe.

Robert Jüpner

Wasserrahmenrichtlinie und Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie – Synergien und Konflikte

In Abwägungsgrund Nr. 17 der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) wird eine Synergienutzung der Wasserrahmenrichtlinie und der HWRM-RL gefordert. 2013 wurde von der Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) diesbezüglich eine Empfehlung veröffentlicht, die den einzelnen Bundesländern als Arbeitshilfe dienen kann, jedoch freien Spielraum für innovative Ansätze bietet. Rheinland-Pfalz verfolgt bereits seit 1995 mit der Aktion Blau verschiedene innovative Ansätze, die vor allem Maßnahmen des dezentralen Hochwasserschutzes und der Gewässerentwicklung kombinieren. Durch Erweiterung zur Aktion Blau Plus im Jahre 2011 wird zusätzlich eine Verknüpfung zwischen Maßnahmen der ökologischen Gewässeraufwertung, des vorsorgenden Hochwasserschutzes sowie Aspekten des Allgemeinwohls erreicht. Damit ist es möglich, auch neue Herausforderungen, die z. B. aus dem Klimawandel oder zunehmenden Starkregenereignissen resultieren, in innovative Gesamtkonzepte zu integrieren. Erste Vorhaben wurden bereits in der Praxis erfolgreich umgesetzt.

Michael Eiden, Robert Jüpner

Umgang mit Extremereignissen auf kommunaler Ebene – Notfallkonzepte als Mittel der Wahl?

Die Hochwasserrisikomanagement-Pläne enthalten Maßnahmen zur Verringerung des Hochwasserrisikos, welche in den zuständigen Kommunen umgesetzt werden sollen. Dazu zählt auch die Vorsorge gegenüber sehr seltenen Hochwasserereignissen. Zudem sind Kommunen verpflichtet, ihre Bürger mit wichtigen Infrastrukturen zu versorgen, welche bei Hochwasser gefährdet sind. Ob Hochwasser-Notfallkonzepte, welche die Erfordernisse zum Umgang mit Extremereignissen und zum Schutz kritischer Infrastrukturen vereinen, ein geeignetes Instrument für Kommunen darstellen, wird derzeit in Pilotregionen in Rheinland-Pfalz geprüft.

Corinna Gall, Robert Jüpner

Kapitel 23. Turmartige Bauwerke und Anlagen

Unter turmartigen Bauwerken werden hier freistehende Schornsteine, Türme, Hochhäuser, Wolkenkratzer u. a. verstanden. Wind und in seismischen Zonen Erdbeben sind die maßgebenden Einwirkungen. Bei solchen Tragwerken handelt es sich um Sonderbauwerke. Sie werden sowohl statisch wie dynamisch mit numerischen Methoden berechnet.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 7. Mehrfreiheitsgradschwinger mit linearen Systemeigenschaften

Wird bei einem Tragwerk die an der Schwingungsbewegung beteiligte kontinuierliche Massebelegung zu mehreren Punktmassen zusammengezogen, entsteht ein Mehrfreiheitsgradschwinger (MFS, Abb. 7.1). Gegebenenfalls weist das System a priori Massekonzentrationen auf, z. B. in Form von Starrkörpern. Bei einem ebenen Stabtragwerk wird die Bewegung jeder Punktmasse durch drei Komponenten vollständig beschrieben: Zwei Verschiebungen und eine Verdrehung.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 15. Bewertung von Vibrationen infolge von Schall, Erschütterungen und Stößen

Vibrationen pflanzen sich in festen, flüssigen und gasförmigen Medien in Form von Wellen, z. B. als Schall- oder Schwingungsenergie, fort. Die der Wellenfortpflanzung zugrunde liegende Physik hat in der Bautechnik im Schall-, Lärm- und Erschütterungsschutz auf der einen und in der Bauakustik auf der anderen Seite Bedeutung. Im ersten Falle geht es darum, die Lästigkeit störender Schall-, Lärmund Erschütterungsquellen aktiv oder passiv zu dämmen (Bauphysik), im anderen, die Hörbarkeit von Sprache und Musik in geschlossenen und offenen Räumen in definierter Weise zu beeinflussen (Bauakustik).

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 17. Maschinenfundamente

Abhängig von der Art der Einwirkung werden Maschinengründungen für periodische und aperiodische (stoßende) Erregung unterschieden. Maschinen mit periodischer Erregung sind Anlagen mit umlaufenden oder oszillierenden (hin- und hergehenden) Massen. Zu ersteren zählen Elektromotoren, Gas- und Dampft urbinen, Generatoren, Kompressoren (Verdichter), Pumpen, Gebläse, Zentrifugen, Werkzeugmaschinen, Prüfstände u. a. Oszillierende Massenkräft e werden in Benzin- und Dieselmotoren, ehemals in Dampfmaschinen, in Kolbenverdichtern sowie in Maschinen mit unwuchtiger Arbeitsweise, wie in Unwuchtförderern, Sieben, Druckereimaschinen und vergleichbaren Anlagen induziert.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 10. Schwingungen der Stabtragwerke – Teil II: Sonderfragen

Im vorangegangenen Kapitel (Abschn. 9) wurden am massebehaft eten, schubstarren Euler-Bernoulli-Stab die Grundlagen der Stabwerksdynamik aufgezeigt. Hierbei waren zwei Komplexe zu bearbeiten.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 12. Aerodynamische Schwingungsanregung

Bauwerke, insbesondere schlanke, turmartige, können durch Windeinwirkung zu Schwingungen angeregt werden. Die Ursache solcher Schwingungen kann sehr unterschiedlich sein. Hinsichtlich der aerodynamischen Schwingungsphänomene werden unterschieden

Christian Petersen, Horst Werkle

Buchstabe S

Niels Klußmann, Arnim Malik

Buchstabe F

Niels Klußmann, Arnim Malik

Buchstabe D

Niels Klußmann, Arnim Malik

Simplified model for self-excited rear-axlevibrations

Vehicles are subject to a variety of requirements, of which the technical objectives are only a partial area. In addition, different sub-areas increasingly interact, whereby the complexity of the development process of a vehicle continuously increases.In the design phase, the vehicle characteristics are determined on a largely virtual level. In this phase no detailed final vehicle data is given. Instead, there are parameter ranges that are being progressively refined. Due to the available scope for development in the early phase, changes in vehicle parameters can still be achieved with arguable effort and manageable additional costs. However, complex full vehicle models that could be used to assess the effects of parameter changes with high accuracy are not yet available.During the testing phase, the vehicle functions and characteristics on the virtual vehicle are checked and assessed with regard to their goals. If target conflicts are discovered only during this late development phase, changes are associated with great efforts concerning engineering time and high costs due to the largely defined vehicle parameters.This conference paper presents a simplified simulation model with which statements regarding the self-excited oscillation phenomenon wheel shimmy can be made. With the help of a modified quarter-vehicle model unstable vibrations of the rear axle can be calculated. The instability assessment is done by an eigenvalue analysis.

Sebastian Wagner, G. Vena, D. Schramm

Kapitel 5. Bewerbungsgespräch

Die Vorauswahl ist getroffen und die interessantesten Kandidaten wurden zum Gespräch eingeladen. Jetzt heißt es auf keinen Fall nachlassen und ein wertschätzendes und respektvolles Bewerbergespräch organisieren. Dazu gehört neben der organisatorischen auch die inhaltliche Vorbereitung.

Petra Barsch, Gabriele Trachsel

Kapitel 2. Inter- und transdisziplinäre Integration von Wissen über sozial-ökologische Systeme als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung: das interdisziplinäre Seminar „Städte und Wasser“

Zur Identifizierung und Umsetzung nachhaltiger Handlungsoptionen ist eine transdisziplinäre Wissensintegration notwendig, die im Rahmen partizipativer Prozesse (PP) erfolgt. Dabei ist eine interdisziplinäre Wissensintegration zwischen den problemrelevanten wissenschaftlichen Disziplinen Grundlage für eine Integration mit sektoralem Stakeholderwissen. Beispiele sind das Management von Risiken des Klimawandels und das Wassermanagement. Um Studierende verschiedener Fächer zu einer transdisziplinären Wissensintegration zu befähigen, wurde an der Goethe-Universität Frankfurt ein interdisziplinäres Seminar mit dem Titel „Städte und Wasser: Sozial-ökologische Systeme im Wandel (gestern und morgen)“ durchgeführt. Dabei sollten die Studierenden sich mit Inhalten und Herangehensweisen fremder Disziplinen auseinandersetzen, Erfahrung mit interdisziplinärer Kooperation machen, integratives Systemdenken einüben sowie mit Methoden transdisziplinärer Wissensintegration in PPs vertraut werden. In interdisziplinären Gruppen (vorwiegend aus Umweltwissenschaftler_innen und Ethnolog_innen), die sich mit jeweils einer Stadt befassten, erarbeiteten die Studierenden im ersten Teil des Seminars die historische Entwicklung des (wasserbezogenen) sozial-ökologischen Systems in diesen Städten (Amman/Jordanien, Dar es Salaam/Tansania und Varanasi/Indien). Im zweiten Teil entwickelte jede Gruppe basierend auf einer Stakeholderanalyse ein Design für einen PP in der jeweiligen Stadt, in dem Handlungsoptionen für ein nachhaltiges Wassermanagement identifiziert werden sollten. Die Evaluierung des Seminars mithilfe eines Fragebogens und eines mündlichen Austauschs ergab, dass die Lernziele erreicht wurden. Die Studierenden bewerteten ihre Erfahrungen mit der Interdisziplinarität als positiv. Sie lernten theoretische Grundlagen und praktische Methoden transdisziplinärer Wissensintegration kennen und fühlten sich am Ende des Seminars in der Lage, selbst PPs zu konzipieren. Diese Kompetenz ist beruflich relevant, da es zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung notwendig sein wird, viele PPs zu unterschiedlichen Problemfeldern durchzuführen.

Petra Döll, Karl-Heinz Cless

Kapitel 5. Die außenpolitischen Instrumente Chinas in Kamerun

Wie bereits erwähnt, begann der offizielle Kontakt zwischen der Volksrepublik China und der Republik Kamerun 1972. Zuvor hatte eine Kooperation zwischen der damaligen Rebellionspartei UPC und Taiwan Spannungen jahrzehntelang zwischen Kamerun und China zur Folge. Von Anfang an verknüpfte China die Diplomatie, die Wirtschaft, die Entwicklungshilfe und militärische Kooperation miteinander, so dass bereits nach zwei Dekaden eine breite Palette von außenpolitischen Instrumenten im Einsatz war.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 3. November 1918 – Sommer 1921

An einem wolkenverhangenen Montagmorgen, dem 11. November 1918, machte sich Dirac wie gewöhnlich auf den Weg von zu Hause zum Merchant‐Venturers‐College. Es war der Beginn seiner siebten Woche am College, und der Tag schien wie jeder andere Tag anzufangen. Aber als er eintraf, stellte sich heraus, dass alle Vorlesungen abgesagt waren. Er erfuhr schnell den Grund: Plötzlich und unerwartet war der Krieg zu Ende gegangen.

Graham Farmelo

2. Einleitung zum Fach: Berechnendes Ingenieurswesen (Computational Engineering)

In der Einleitung soll ein Überblick zum Fach Computational EngineeringComputationalEngineering gegeben werden. Das Fach soll eine Schnittstelle zwischen numerischer MathematikMathematiknumerischer, wissenschaftlichem RechnenRechnenwissenschaftlichen, InformatikInformatik und den angewandten IngenieurswissenschaftenIngenieurswissenschaftenangewandten sein. Das Fach kann erweitert werden zu dem Fach Computional SciencesComputationalSciences, falls man noch die angewandten NaturwissenschaftenNaturwissenschaftenangewandte hinzunimmt.

Jürgen Geiser

I. Die öffentliche Bestellung und Vereidigung

Es gibt sehr unterschiedliche Bezeichnungen für Sachverständige, insbesondere auch deshalb, weil die Bezeichnung „Sachverständiger“ in keiner Form geschützt ist. Jeder kann sich als Sachverständiger bezeichnen, wenn er über einen überdurchschnittlichen Sachverstand verfügt.

Karl-Heinz Keldungs, Joachim Ganschow, Norbert Arbeiter

Kapitel 10. Mehrwerte auf Basis digitaler Kassenzettel: eine verbraucherinformatische Studie

Die Digitalisierung aller Lebenswelten wird das Kauf- und Konsumverhalten von Verbrauchern stark ändern. Es zeichnet sich ab, dass Zukunftsszenarien des Smart Shopping, Smart Kitchen und Smart Cooking zunehmend real werden und sich immer stärker verzahnen. Zurzeit finden sich z. B. Bestrebungen zum digitalen Kassenzettel. Der Beitrag zeigt, dass Verbraucher sich hierdurch eine Reihe von Mehrwerten erhoffen, z. B. dass sie eine höhere Transparenz ermöglichen, indem sie Zusatzinformationen zu den Produkten bereitstellen. Ebenfalls sollen die Informationen genutzt werden, Rezeptvorschläge zu den gekauften, im Haus befindlichen Waren sowie Auskunft über den Zustand der Waren bereitzustellen. Ein weiterer Bereich stellt eine bessere Kosten- und Ernährungskontrolle dar, indem die Daten des Kassenzettels automatisch in digitale Haushaltsbücher und Ernährungs- bzw. Fitness-Apps übertragen werden können.

Paul Bossauer, Stefan Hanschke, Gunnar Stevens

1. Grundlagen der Umweltschutztechnik

Prof. Dr. Ulrich Förstner, Prof. Dr. Stephan Köster

2. Bedeutung der Oberflächennahen Geothermie für Immobilien

Oberflächennahe Geothermie bietet interessante Potenziale zur Wärmeversorgung von Immobilien mit Erneuerbarer Energie und kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten. Die Potenziale und technischen Möglichkeiten, insbesondere beim Einsatz in Wohngebäuden und Wohnquartieren, werden in diesem Beitrag beleuchtet. Zunächst wird der Immobilienbestand in Deutschland hinsichtlich Gebäudearten, -kategorien, Gebäudetypologien und energetischen Merkmalen dargestellt. Danach folgt die Beschreibung energetischer Anforderungen, Vorgaben und Anreize sowie der Maßnahmenbereiche zur Optimierung der Wärmeversorgung in Gebäuden und Quartieren. Anhand eines Fallbeispiels werden mehrere Energieversorgungskonzepte für ein konkretes Wohnquartier mit Vor- und Nachteilen dargestellt. Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken beim Einsatz Oberflächennaher Geothermie für Immobilien werden ausführlich dargestellt und entsprechende Strategien abgeleitet.

Björn-Martin Kurzrock, Tillman Gauer

14. Bauen im Bestand

Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen und Entwicklung des Bezugsrahmens

Die energetische Gebäudesanierung bzw. die Modernisierung im Wohnbau ist ein komplexes und vielschichtiges Thema, dessen vollständige Erfassung einige Vorüberlegungen erfordert. Diese Vorüberlegungen werden im ersten Kapitel von Teil B angestellt.

Mart Verhoog

Aspekte der Qualität

Spezielle Szenarien und Bewertungsverfahren zur Entscheidung über die Realisierung von Anlagen für die Gewinnung erneuerbarer Energie

Kriterienauswahl und Bewertungsverfahren sind Grundbestandteile von Entscheidungen. Dies gilt im Besonderen dort, wo komplexe Zusammenhänge vermittelt werden sollen, wie sie sich beispielsweise bei Planung und Umsetzung großtechnischer Bauten für erneuerbare Energien (EE) in Landschaften regelmäßig stellen. Auf der Basis einer Darstellung der Zusammenhänge unter dem Aspekt der ‚Landschaftsqualität‘ stellen die Verfasser zwei Verfahren zur Lösung dieses Problems vor, würdigen diese kritisch und formulieren aufgabenspezifischen Forschungsbedarf.

Marcus Steierwald, Wolfgang Weimer-Jehle

GIS – Das richtige Programm für die Energiewende

Geographische Informationssysteme (GIS) sind die zentralen Werkzeuge für die Arbeit mit Geodaten. Zunehmend werden GIS aber auch für Simulationen, Zukunftsprojektionen und fiktive Visualisierungen im Raum verwendet. GIS ist die ideale Software für die IT-gestützte Standortsuche von Energieinfrastrukturen (EIS), das Planungs-, Simulations- und Visualisierungstool für jede Anlage, die im Zusammenhang mit der Energieproduktion steht. Im Beitrag werden die Anwendungsmöglichkeiten von GIS in der Energiewende für drei Aspekte genauer beleuchtet:. Wie lässt sich GIS für die Suche des optimalen Standortes für EIS einsetzen?. Wie kann GIS angewandt werden, um die Sichtbarkeit von EIS in der Landschaft zu analysieren?. Wie lässt sich die regionale Klimasimulation mit einem GIS kombinieren, um Eintrittswahrscheinlichkeiten von Witterungszuständen in der Zukunft zu modellieren? Abschließend wird ein Ausblick gegeben, wie der zukünftige Umgang mit EIS aussehen könnte: Die Verschmelzung von BIM (Building Information Modelling) und GIS ermöglicht die Verwendung eines integralen Werkzeuges für die Planung, den Bau und den Betrieb zukünftiger Bauvorhaben der Energiewende.

Mark Vetter

1. Ingenieure – „Made in Germany“

„Wo man ihm ein Rätsel schenkt, steht der Ingenieur und denkt“, heißt es etwas spöttisch in einer bekannten Redewendung. Dass sich Ingenieure aber durch Kreativität und Innovationsgeist auszeichnen, liegt schon im Wort selbst: Das lateinische Wort ingenium bedeutet nämlich „sinnreiche Erfindung“ oder „Scharfsinn.“ So überrascht es auch nicht, dass Ingenieure oft als „die geistigen Väter technischer Systeme“ bezeichnet werden. Ingenieure sind wissenschaftlich ausgebildete Fachleute, die auf technischem Gebiet arbeiten. Ihre wesentlichsten Aufgaben sind die Schaffung von möglichst wirkungsvollen und effektiven Lösungen für technische Fragestellungen und die Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien. Dabei handelt es sich um Schaffung von komplexen Systemen und Produkten oder die Einführung neuer technischer Anwendungen. Meist muss dabei das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis beachtet werden. Mithilfe von innovativen Ideen versucht der Ingenieur schnell auf Veränderungen zu reagieren und diese in technologische und moderne Produkte umzusetzen. Dabei ist nicht nur technisches Fachwissen gefragt, sondern auch Kreativität und Teamgeist sowie soziales, politisches und ökologisches Verantwortungsbewusstsein.

Maria Steinmetz, Heiner Dintera

Zu Kapitel 1. „Ingenieure made in Germany“

Das inhaltliche Hauptthema ist die Frage, was ein Ingenieur ist und wie man in Deutschland Ingenieur wird, das sprachliche die Wortbildung. Das Ziel ist klar: Die Lerner sollen sich einerseits im Fokus ihrer eigenen Berufswahl und Ausbildung wiederfinden können und andererseits die Informationen über das Bildungssystem in Deutschland bekommen, die ihren Beruf und für sie interessante Qualifikationsmöglichkeiten betreffen.Für alle, die sich für Weiterbildungsmöglichkeiten in Deutschland interessieren, ist der Wortschatz rund um das Studium des eigenen Faches bedeutsam: Nur wer diese Lexik kennt, kann sich informieren, Bildungsangebote verstehen und vergleichen. Zur Recherche wie auch zur Bewerbung um qualifizierende Maßnahmen aller Art benötigt man die exakten Benennungen der thematischen Schwerpunkte im eigenen Fachgebiet, man muss wissen, wie die Fächer heißen, und man benötigt grundlegende Kenntnisse über die Begriffe, die zur Beschreibung von Bildungssystemen dienen.

Dr. Maria Steinmetz, Dr. Heiner Dintera

6. Welt als Kerker

Die Moderne beginnt und endet mit der Wahrnehmung des brüchigen Bodens, ja, des Abgrundes, über den sich das wache Bewusstsein spannt. De Sades Orgien- und Folterkeller, Poes Grube und Pendel, Freuds Analysen, Becketts von Mal zu Mal sprachloser endende Szenen und Bacons geschundene Körper zwischen geschliffenen Käfigkanten: Verdunkeltes Dasein angesichts Visionen von grenzenloser Weite oder asketischer Reduktion kennzeichnen die Fantasien der beiden vergangenen Jahrhunderte.

Ulf Jonak

Chapter 2. UniBw M und die Region auf einen Blick

Die UniBw M ist eine vom Freistaat Bayern staatlich anerkannte und vom Bundesministerium der Verteidigung getragene Universität, die sieben universitäre Fakultäten und drei Fakultäten im Hochschulbereich für Angewandte Wissenschaften (HAW) auf einem Campus vereint. Neben der Ludwig-Maximilian-Universität und der Technischen Universität München, zählt sie zu den drei Universitäten Münchens, die zusammen mit mehr als 15 anderen Hochschulen und vielzähligen Forschungsinstituten die Region zu einem innovativen Wissenschafts- und Forschungsstandort in Deutschlands Süden werden lassen.

Axel Schaffer, Dirk Fornahl, Claudia Düvelmeyer

Baukonstruktive Problemfelder und Schadensmechanismen bei der energetischen Optimierung im Denkmalbestand

Die energetische Optimierung des baukonstruktiven Gefüges denkmalgeschützter Gebäude bildet seit vielen Jahren einen grundlegenden Teilbereich der diesbezüglichen Sanierungstätigkeit in Deutschland. Dabei werden sowohl die verfügbaren Sanierungstechniken sowie die zugehörigen Planungs- und Simulationswerkzeuge kontinuierlich weiterentwickelt. Eine Rückschau auf zahlreiche, in den vergangenen 15 Jahren analysierte Schadensfälle im energetisch optimierten Denkmalbestand zeigt aus der Sicht der Verfasser, dass ein wesentliches Verbesserungspotenzial insbesondere im Hinblick auf die planungsvorbereitenden Voruntersuchungen am Denkmalobjekt besteht.

Thomas Naumann, Benno Günther, Stefanie Kunze

Das Pinguincafé im Dresdner Zoo – Nutzungskonzept für einen Wiederaufbau

Bei dem Pinguincafé handelt es sich um ein Zeugnis der Nachkriegsarchitektur der DDR, welches über mehrere Jahrzehnte Bestandteil der gastronomischen Strukturen im Dresdner Zoo war. Von 1973 bis 2015 konnten hier bis zu 50 Gäste im Innenbereich und zusätzlich weitere 200 Personen auf der Terrasse bewirtet werden.

Sebastian Horn, Jakob Klever, Maria-Magdalena Lichtblau, Thomas Naumann, Bernhard Weller

Chapter 21. Public Private Partnership

Public Private Partnerships (PPP) – oder Öffentlich Private Partnerschaften (ÖPP) – haben sich mittlerweile erfolgreich als alternative Beschaffungsvariante und somit als ein mögliches Organisationsmodell für die Realisierung öffentlicher Projekte etabliert. PPP wird hierbei als langfristig angelegte öffentlich private Partnerschaft verstanden, wodurch bestimmte öffentliche Projekte effizienter realisiert werden können.

Hans Wilhelm Alfen

Kapitel 3. Darstellung der Studienergebnisse

Im Folgenden werden die Befunde der Gesprächsreihe gebündelt nach einzelnen thematischen Kategorien skizziert. Aus Gründen der Anonymisierung können in der Ergebnisdarstellung keine Angaben über die Fachbereiche gemacht werden. Wir verwenden aus diesem Grund für die Darstellung von Personen ausschließlich das männliche Geschlecht.

Marcel Schütz, Heinke Röbken, Nicola Hericks

Chapter 1. Immobilienwirtschaftslehre als wissenschaftliche Disziplin

Die Immobilienwirtschaftslehre ist eine noch junge Wissenschaft, die um ihre Anerkennung als eigenständige Disziplin bemüht ist. Wie sich dieses Fachgebiet in die Wissenschaften integriert und inwieweit es als eigenständige Disziplin Daseinsberechtigung hat, soll in diesem Beitrag dargelegt werden. Dabei spielen die Begrifflichkeiten des Wirtschaftens sowie der Wissenschaft eine zentrale Rolle.

Nico B. Rottke

Chapter 2. Theoretisches Fundament der Immobilienwirtschaftslehre

Wissenschaftliche Theorie ist immer wieder starken Veränderungen unterworfen. Der Wissenschaftshistoriker und -theoretiker Thomas Samuel Kuhn beschrieb die Natur solcher Veränderungen als eine abwechselnde Folge von Normalwissenschaft und wissenschaftlicher Revolution. Für Perioden der Normalwissenschaft ist dabei charakteristisch, dass ein bestimmtes Denkmuster, z. B. eine bestimmte Theorie bzw. Modellvorstellung, vorherrscht.

Nico B. Rottke

Chapter 8. Immobilienwirtschaftliche Forschung und Lehre

Die Entwicklung der Anlageklasse Immobilien konnte in den letzten Jahren eine sprunghafte Zunahme aufweisen. Allein auf dem Investitionsmarkt für gewerbliche Immobilien war eine Verdopplung der weltweiten Immobilientransaktionen zu beobachten [1]. Die in der Vergangenheit häufig vernachlässigte Anlageklasse stieß bei Investoren in Deutschland auf hohes Interesse, welche mit der Absicht, ihr Anlageportfolio zu diversifizieren, günstiges Fremdkapital zur Finanzierung nutzten, um im umfangreichen Maß Immobilieninvestitionen zu realisieren.

Nico B. Rottke

Chapter 1. Einführung in die Immobilienwirtschaft

Die Immobilienbetriebslehre ist im Vergleich zur allgemeinen Betriebswirtschaftslehre und zu einer Reihe spezieller Betriebswirtschaftslehren, wie z. B. der Bankbetriebslehre oder der Handelsbetriebslehre, immer noch eine relativ junge Wirtschafts- und Wissenschaftsdisziplin. Hinzu kommt, dass diese spezielle Betriebswirtschaftslehre aufgrund der differenzierten Nutzeranforderungen an Immobilien und Zielstellungen der Investoren außerordentlich facettenreich ist. Hieraus ergibt sich zunächst die Notwendigkeit zur inhaltlichen Bestimmung.

Kerry-U. Brauer

2. Informationslogistik

Im Rahmen des Forschungsprojektes “Unternehmens- und branchenübergreifende Informationslogistik für die Produktentwicklung in der Investitiongüterindustrie” wurden Konzepte, Methoden und Werkzeuge zur effizienten Durchführung von branchenübergreifenden Kooperationen entwickelt. In Kooperationen treten häufig Probleme, wie z.B. der Datenaustausch zwischen Projektbeteiligten oder die Suche nach kompetenten Ansprechpartnern zwischen kooperierenden Unternehmen auf. Die häufigsten Ursachen dafür sind: unterschiedliche Unternehmensgröße,unterschiedliche Unternehmensorganisation oderunterschiedliche Arbeitsmethodiken.

o. Professor Dr.-Ing. Dr. h. c. Hans Grabowski, Dr.-Ing. Stefan Rude

6. Finite-Elemente-Klassen

Dieses Kapitel beinhaltet eine Übersicht der in der FEM für die Strukturmechanik eingesetzten finiten Elemente. Ziel des Kapitels ist, dem Anwender die häufigsten Elementtypen vorzustellen, mit den dafür notwendigen Eigenschaften und Parametern. Es wird nicht angestrebt eine vertiefte Einführung in Elementtechnologie darzustellen. Hierzu wird an den entsprechenden Stellen auf die vielfältige Literatur verwiesen. Nach einer Klassifizierung wird zunächst das isoparametrische Konzept hergeleitet. Danach werden die wichtigsten Klassen von 1-D-, 2-D- und 3-D-Elementen diskutiert.

Marcus Wagner

3. Studentische Projekte konzipieren, planen, steuern und weiterentwickeln

Dieses Kapitel beschreibt die Konzeption, Planung und Steuerung von studentischen Projekten, sowie deren Weiterentwicklung. Dafür wird zunächst ein Konzeptionsprozess vorgestellt, in dem in sechs Schritten alle wesentlichen Fragen mit Hintergrundwissen und zahlreichen praktischen Beispielen aus Hochschulen und den unterschiedlichen Fakultäten beantwortet werden. Die Planung erstreckt sich auf die Akteure, deren Rollen und Aufgaben im Projekt, sowie organisatorische Aspekte und die Vermarktung der Projektarbeiten für die Hochschule. Ein Beispiel für die Planung der Ausgestaltung eines konkreten Projekts aufgrund der zu definierenden Zielkompetenzen wird gegeben. Um die Projekte zu steuern, bedarf es Koordination und ggf. Software, um die Transparenz zu halten. Hierfür werden Beispiele vorgestellt und Empfehlungen ausgesprochen. Eine Weiterentwicklung findet über Reviews und Evaluationen statt, aber auch der kollegiale Austausch sowie Weiterbildungsmaßnahmen der Lehrenden sind wichtig, auch dafür werden Möglichkeiten aufgezeigt.

Claudia Stöhler, Claudia Förster, Lars Brehm

1. Einführung

Projekttätigkeit ist über alle Wirtschaftsbereiche hinweg ein essentieller Bestandteil der Arbeitsleistung in Deutschland. Projektmanagement wird daher heutzutage an deutschen Hochschulen nahezu flächendeckend gelehrt – jedoch in sehr unterschiedlichen Ausprägungen, Reifegraden und Qualitäten. Projektwissen lebt durch Erfahrung und lässt sich am erfolgreichsten über kompetenzorientierte Lehr- und Lernformen wie die problembasierte didaktische Methode „Projektarbeit“ vermitteln, die mit der Verschränkung von theoretischer und praktischer Wissensvermittlung einhergeht. Es stellt sich jedoch die Frage: Was ist ein erfolgreiches studentisches Projekt und wie kann man als Dozent dieses „gewährleisten“? Dieser Frage sind die Autoren nachgegangen. Dieses Buch ist als Orientierungshilfe so aufgebaut, dass es sowohl theoretisches Hintergrundwissen vermittelt als auch Antworten zur erfolgreichen Gestaltung und Durchführung von studentischen Projekten gibt. Zudem zeigt es Umsetzungsbeispiele auf und liefert Quellen, Impulse und Ideen.

Claudia Stöhler, Claudia Förster, Lars Brehm

5. Fallbeispiele

In diesem Kapitel werden ganz unterschiedliche Konzepte zu Projektarbeiten an verschiedenen Hochschulen vorgestellt. Die Verbreitung von Projektarbeiten über eine ganze Hochschule ist möglich, wie das Beispiel der Hochschule Augsburg zeigt. Exemplarisch wird das Organisationskonzept für Projektarbeiten an der Fakultät Informatik vorgestellt. Studentische Beratungsprojekte finden sehr erfolgreich an der Hochschule München in Kooperation mit Unternehmen statt und tragen damit auch zum Image der Hochschule bei. An der Hochschule Rosenheim werden im Kontext des Bachelorstudiengangs Informatik in zwei aufeinander folgenden Projektarbeiten konträre Ansätze der Projektabwicklung mit den Studierenden und in Kooperation mit regionalen Unternehmen praktiziert. So erleben die Studierenden sowohl einen klassischen als auch agilen Projektmanagement-Ansatz und können dadurch wertvolle Erfahrungen für den Berufsalltag sammeln. Ein letztes Fallbeispiel beschreibt die Realisierung unternehmerisch orientierter Medienprojekte an der Hochschule Würzburg, für welche das didaktisches Gesamtkonzept ZAPAZ entwickelt wurde.

Claudia Stöhler, Claudia Förster, Lars Brehm

11. Gründen von Bauwerken

Das Eigengewicht und alle auf ein Bauwerk einwirkenden Lasten und Kräfte werden über Gründungskörper (Fundamente, Platten, Pfähle) auf oder in den Baugrund übertragen. Unter „Baugrund″ versteht man die unter der Aushubsohle nächstgelegene tragfähige Boden- oder Gesteinsschicht im Untergrund. Das Eigengewicht und alle auf das Bauwerk einwirkenden Lasten und Kräfte werden nach den in Eurocode 7 getroffenen sprachlichen Regelungen als „Einwirkungen″ bezeichnet. Bei den Einwirkungen, die vom Bauwerk selbst (Bauwerkslasten) oder von dessen (geplanter) Nutzung (Verkehrslasten) ausgehen, ist zu unterscheiden zwischen ständigen, veränderlichen und dynamischen Einwirkungen.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

18. Schriftenverzeichnis

Die Anwendung der in den verschiedenen Teilen des Buches besprochenen geotechnischen Verfahren müssen die Vorgaben amtlicher Werke beachten. Hierzu gehören die Rechtsvorschriften der Europäischen Union, die Gesetze des Bundes und der Länder, Verordnungen, Richtlinien, Vorschriften, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Gerichtsentscheidungen einschließlich der amtlich verfassten Leitsätze. Durch solche amtliche Werke sind auch die Anforderungen an Untersuchungen, Bewertungen, Maßnahmen sowie Grenzwerte geregelt. Für unterschiedliche Arbeitsbereiche bestehen Richtlinien und Vorschriften.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

Bauweisen und Auslegung ungesteuerter Hochwasserrückhaltemaßnahmen an kleineren Gewässern

Anhand existierender Anlagen werden zwei prinzipielle Konzepte zur Durchlassgestaltung kleinerer Hochwasserrückhalteräume hinsichtlich ihrer hydraulischen Wirkung gegenübergestellt.

Prof. Dr. -Ing. Jürgen Lang

Untersuchungen zum Befestigen von Totholzelementen in Fließgewässern

Totholz stellt in Fließgewässern eine bedeutende Rolle als Lebensraum und Nahrungsgrundlage dar. Bei einer Unterhaltungsmaßnahme im Jahr 2011 sind verschiedene Möglichkeiten der Verankerung des Totholzes umgesetzt worden. Die ausgeführten Varianten und die dazugehörige Bewertungsmatrix werden im Folgenden erläutert.

B. Eng. Andreas Engels, Dipl.-Ing. (FH) Falko Hartmann, Prof. Dr.-Ing. Christian Jokiel

Hydrotoxikologie – Interdisziplinäre Bewertungsstrategie für kohäsive und schadstoffbelastete Sedimente

Die Erosion abgelagerter feiner Sedimente kann als Quelle für Schadstoffeinträge in unsere Gewässersysteme verstanden werden. Insbesondere kohäsive Sedimente weisen ein erhöhtes Potential an Schadstoffbindung auf. Bioverfügbarkeit und Biozugänglichkeit der vorhandenen Schadstoffe können sich mit variierenden Umweltbedingungen im Gewässer ändern und aquatische Organismen unter Umständen schädigen.

Dr.-Ing. Catrina Cofalla

Aufkommen und Verbleib von feinen Feststoffen in Verkehrsflächenabflüssen

Niederschlagsabflüsse von Verkehrsflächen mit einer Belastung von mehr als 2.000 Fahrzeugen täglich gelten als behandlungsbedürftig. Sie sollten vor einer Einleitung in ein Gewässer gereinigt werden. Das Aufkommen und Möglichkeiten seiner Abschätzung sowie Retentions- und Behandlungsmöglichkeiten von Feststoffen werden beschrieben.

Martina Dierschke

Technologische Entwicklungen in der Misch- und Regenwasserbehandlung

Neuartige und bisher in Deutschland wenig genutzte Verfahren der Misch- und Regenwasserbehandlung in Entlastungsbauwerken werden vorgestellt. Dabei wird der Blick auf Technologien gerichtet, die im Ausland seit Jahren bewährt sind oder dort entwickelt wurden. Einsatzmöglichkeiten in Deutschland werden diskutiert.

Dr.-Ing Jörg Schaffner

Chapter 4. Qualitative Untersuchung: Lernbiographien berufstätiger Studierender

Die qualitative Untersuchung verfolgt das Primärziel, das Instrument zur Erhebung der Lernstiltypen nach Kolb zu validieren. Zudem soll das Lernen der berufstätigen Fernstudenten erkundet und beschrieben werden. Insbesondere waren die Einstellung und die Motivation zum Lernen der Befragten vor dem Hintergrund ihrer Lernbiografie zu erheben.

Gardenia Alonso, Marianne Blumentritt, Torsten Olderog, Roland Schwesig

,,Ist digital normal?“ – Untersuchung des Mediennutzungsverhaltens Studierender in der ingenieurswissenschaftlichen Lehre

More than ten years ago, Marc Prensky coined the digital age by his concept “Digital Native” [1]. Replies from opposing points of view were published directly afterwards, predominantly by Rolf Schulmeister in the German-speaking area. Overall, neither the homogenous characterization of a “digital generation” nor the attribution of certain characteristics like multitasking ability could be maintained [2]. Regarding habits of media usage and media acceptance, younger generations appear to be equally ambivalent: the same students who nowadays have their finger on the pulse of current technical affairs, spending most of their time surfing on Facebook and the internet with smartphones or Tablet PCs, often show a reserve towards the media offer of their higher education institutions. After the discrepancy between habits of media usage and media acceptance in educational and private context was identified by higher education institutions, the number of evaluations relating to this topic has steadily increased [3, 4]. The results of these surveys show almost consistently that e.g. web 2.0 resources are hardly ever used [5]. Regarding the evaluation of these results it has to be considered that, for example, almost every survey had an interdisciplinary approach and did not focus on specific subjects. It can be assumed that students with a background in engineering and affinity to technology show other preferences than students from disciplines in arts and humanities. Consequently, important data, especially for the adjustment and sustainable development of media offers for engineering education, is missing. Taking these aspects into consideration, the Centre for Learning and Knowledge Management at RWTH Aachen University and the Karlsruhe Institute of Technology are going to conduct a survey regarding habits of media usage among engineering students during the winter semester 2012/2013. The outcomes will serve as aid to orientation in strategic media development for engineering education.

Kerstin Thöing, Ursula Bach, René Vossen, Sabina Jeschke

Inspiration für die Studienentscheidung. Mit Role-Models Orientierung gewinnen!

ELLI ist ein Verbundprojekt an den drei Standorten der RWTH Aachen University, der Ruhr-Universität Bochum sowie der Technischen Universität Dortmund und wird im Rahmen des Qualitätspakts Lehre gefördert.

Natascha Strenger, Theresa Janssen, Gergana Aleksandrova, Daniela Antkowiak

ALLES ING! Count me in! – Attracting Human Talents in Providing Open Access to Universities with Focusing on Individual Opportunities in Engineering Sciences

In higher engineering education of the 21st century, it is necessary to “go with the times” and make use of many and varied ways when it comes to attracting young talents for technical studies. At the Ruhr University Bochum, the Project ELLI decides to start an offensive with the engineering faculties: They give an insight into “Who we are and what we are doing” in the framework of their new, joint initiative “ALLES ING!”. In this endeavor, the faculties for Civil and Environmental Engineering, Mechanical Engineering and Electrical Engineering and Information Technology present themselves with a shared “business card” to the public beyond, as well as within the university. This paper documents the concept and development of “ALLES ING!” as a means of attracting human talent for engineering education, as well as the challenges and opportunities that still lie ahead.

Theresa Janssen, Mark Zeuch, Marcus Petermann, Andreas Kilzer

Motivationen und Hindernisse für die Auslandsmobilität von Studierenden in MINT-Fächern – eine vergleichende Studie an der RWTH Aachen University

64 von 1.000 deutschen Studierenden absolvierten im Jahr 2010, laut DAAD, einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt. Die Mobilitätsrate der verschiedenen Fachdisziplinen variiert jedoch stark. Besonders unter den Studierenden der Ingenieurwissenschaften ist die Mobilitätsrate mit 4 % vergleichsweise gering. Während aktuelle Statistiken lediglich den Istzustand abbilden, gibt es wenige Daten zu den Gründen hinter der bei Ingenieuren geringer ausfallenden Auslandsmobilität. Daher wurde vom IMA/ZLW & IfU in enger Kooperation mit dem International Office der RWTH im November 2012 eine weitreichende Online Umfrage unter sämtlichen Studierenden der Universität durchgeführt. Die Studie “GoING abroad – Auslandsmobilität an der RWTH Aachen University“ konzen-trierte sich auf mobilitätsfördernde sowie -hemmende Faktoren. Dabei konnte einerseits festgestellt werden, dass die Ingenieurstudierenden an der RWTH vergleichsweise häufig ins Ausland gehen. Motivationsgründe sind hauptsächlich die Verbesserung von Fremdsprachenkenntnissen oder das Kennenlernen einer neuen Kultur. Hindernisse werden vor allem bei der Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen berichtet.

Ute Heinze, Ursula Bach, René Vossen, Sabina Jeschke

RUB-Ingenieurwissenschaften expandieren in die virtuelle Lernwelt

Die Gestaltung des akademischen Lehrens und Lernens wird unter anderem durch die Etablierung neuer Medien und Technologien beeinflusst. Ein Ziel des Medieneinsatzes ist die Individualisierung von Lernprozessen. Jede und jeder Studierende soll selbst aktiv werden, um sich ,,eigenes Wissen“ aufzubauen und zu verankern. Eine Möglichkeit, dies künftig stärker zu fördern, ist die Verwendung mobiler Endgeräte zur Vermittlung des Wissens. Besonders förderlich hierfür ist der engere Bezug oder auch Zugriff junger Studierender zu neuen Technologien, der in Untersuchungen zu medialen Nutzungsgewohnheiten vielfach herausgestellt werden [1].

Sulamith Frerich, Eva Heinz, Kristina Müller

3. Projektorientierter Zuschnitt des IPSS-Entwicklungsprozesses

Die Entwicklung von Industriellen Produkt-Service Systemen (IPSS) bringt unterschiedliche Herausforderungen mit sich. So müssen die jeweiligen Bestandteile interdisziplinär und unter Umständen von mehreren Parteien gleichzeitig entwickelt werden. Dafür muss bereits vor dem Beginn der Entwicklungsarbeit ein detaillierter Entwicklungsplan für das jeweilige Projekt erstellt werden. Um diesen Prozess schnell und zielführend durchzuführen, wurde am Institut für industrielle Informationstechnik an der TU Berlin eine Methode entwickelt, die den IPSS-Entwicklungsprozess individuell an unterschiedliche Entwicklungsprojekte anpasst. Welche Potenziale diese Methode mit sich bringt, und wie sie funktioniert wird im folgenden Kapitel näher erläutert.

Hoai Nam Nguyen, Rainer Stark

Ben Cartwright und andere Väter: Bonanza

Amerikanische Westernserien wie Bonanza (1959–1973) haben lange Zeit zur fernsehgestützten Sozialisation nicht nur von Amerikanern beigetragen. Als eine ‚Familien-Westernserie‘, in der sich die Darstellungskonventionen des Western und der Familien-Sitcom vermischen, verhandelt Bonanza mit den Geschichten um den alleinerziehenden Ben Cartwright und seine Söhne u.a. Konzepte von Vaterschaft, Familie und Gesellschaft. Der Beitrag beleuchtet die Ambivalenzen, die in der Konzeption von Familienkonstellation und Vaterfigur angelegt sind, und deutet diese als Zeichen für Umbrüche in zeitgenössischen amerikanischen Konzepten von Familie und Geschlechterrollen. Bonanza kann damit als Zeitdokument des Wandels von ‚alten‘ (autoritären) zu ‚neuen‘ (liberaleren) Männlichkeits-, Führungsund Erziehungsidealen gelesen werden.

Brigitte Georgi-Findlay

12. Weichen und Kreuzungen

Weichen ermöglichen das Abzweigen und Zusammenführen von Gleisen. Nebeneinander verlaufende Gleise können mittels Weichen miteinander verbunden werden. Wenn derartige Verbindungen andere Gleise kreuzen, sind Kreuzungen einzubauen, durch Kreuzungsweichen können Gleise gekreuzt oder verbunden werden.Weichen und Kreuzungen sind in der Instandhaltung sehr teuer. Deshalb ist es ein Planungsziel, mit möglichst wenig Weichen und Kreuzungen zu konstruieren und Kreuzungsweichen möglichst zu vermeiden.Weichenkonstruktionen sind aus Kostengründen immer Standardtypen [1].In diesem Kapitel werden Begriffe und Übersichten zu Weichen, Kreuzungen und Kreuzungsweichen erläutert und die fachlichen Abkürzungen beschrieben. Die Berechnung von Bogenweichen, Bogenkreuzungen usw. ist beschrieben.

Reinhard Menius, Volker Matthews

Chapter 10. Anwendungsbeispiele – Auftragnehmer

Die Monte-Carlo-Simulation wird auf Aufgabenstellungen aus der Praxis für die Sphäre des Auftragnehmers angewendet. Die gezeigten Methoden und Anwendungsschemata können in adaptierter Form auf die Aufgabenstellungen der Auftraggeber bzw. in ihrer grundsätzlichen Struktur auch von anderen am Bau beteiligten Akteuren angewendet werden.Folgende Beispiele im Buch sind in erster Linie für die Sphäre des Auftragnehmers ausgearbeitet:Ausführungsvorbereitung (PPH 3)Mengenunsicherheiten/MischpreiskalkulationMakrobetrachtung für die Anzahl der ArbeitskräfteErmittlung der erforderlichen GeräteanzahlChancen- und RisikoregisterBauzeitermittlungGrober VerfahrensvergleichGrobe VorhaltemengenermittlungKalkulation (Nullkalkulation)Beurteilung des KalkulationsrisikosPreisermittlung für das AngebotAusführung (PPH 4)Logistik/Anzahl der TransporteAbstimmung von GerätekettenVerdichtungsleistung im ErdbauVerfahrensauswahlFertigungsablaufplanungLagerhaltung von BaustoffenAggregation von ProduktivitätsverlustenErmittlung der VorhaltemengenBeschaffungsoptimierungTrendanalyseEinflüsse der WitterungMehrkostenermittlungÜbergeordnetes Portfoliomanagement

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 2. Grundlagen

Die vertiefte Betrachtung der Grundlagen zu den Themen Chancen, Risiken und Unsicherheiten bietet eine fundierte Basis für das einheitliche Verständnis der Materie und der damit verbundenen Zusammenhänge. Für alle Entscheidungen, die auf Zahlenwerten basieren, hat die gewählte Bezugsbasis eine zentrale Bedeutung. Mit der Entscheidung für einen Wert wird das damit eingegangene Chancen-Risikoverhältnis determiniert. Im vorliegenden Buch nimmt das Chancen-Risikoverhältnis eine zentrale Stellung in der systematischen Betrachtung von Leistungen, Projekten oder Projektportfolios ein. Mit zunehmender Konkretisierung von Projekten werden die Randbedingungen eindeutiger spezifiziert. Trotzdem bleiben Unsicherheiten für die Aussagen über die Zukunft, die in Form von Kalkulationen und Berechnungen getätigt werden, bestehen. Der Grad der Zuverlässigkeit von Aussagen über Zeiten und Kosten für zukünftige Ereignisse hängt wesentlich von der eingesetzten Methodik sowie der Qualität der verwendeten Daten und Informationen ab. Die vermittelten Grundlagen zur Stochastik bilden das fachliche Fundament für die richtige – und damit erst nutzbringende – Anwendung der Monte-Carlo-Simulation.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 6. Grundlagen der Monte-Carlo-Simulation

Studierende, Forscher und besonders Praktiker sehen in wahrscheinlichkeitstheoretischen Berechnungen oftmals eine – scheinbar unüberwindbare – mathematische Herausforderung und lassen sich deshalb von deren Anwendung abschrecken. Im Kapitel wird dem entgegenwirkend zunächst der Unterschied zwischen der Monte-Carlo-Methode und -Simulation verdeutlicht und die Monte-Carlo-Simulation in die Teilbereiche der Mathematik eingeordnet. Weiters erfolgt die wichtige Differenzierung zwischen Iteration und Szenario. Es wird grundlegend unter Berücksichtigung von Zusammenhängen gezeigt, wie die Monte-Carlo-Simulation funktioniert und wie sie sinnvoll und systematisch angewendet werden kann. Ausgangsbasis bildet ein mathematisches Vorverständnis und das für die jeweilige Problemstellung erstellte Berechnungsmodell. Die Basiskenntnisse, die dem Verständnis der nachfolgenden Kapitel dienen und zum Mitdenken und eigenständigen Anwenden anregen, werden anhand von Beispielen vermittelt. Bandbreiten, Verteilungsfunktionen sowie Korrelationen haben für die Monte-Carlo-Simulation entscheidende Bedeutung. Die Auswirkungen unterschiedlicher Verteilungsfunktionen und Korrelationen auf die Ergebnisse werden veranschaulicht und interpretiert. Wie bei allen Softwareprogrammen hängt die Qualität der Berechnungsergebnisse vom Know-how und besonders Know-why der Anwender ab.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Chapter 5. Empirische Untersuchung

Für die Erläuterung der Vorgehensweise bei der Datenerhebung stehen drei Aspekte im Vordergrund: die Darstellung der standardisierten Online-Befragung als Erhebungsmethode, der Grundgesamtheit und des geplanten Feldzugangs.

Christian Rennert

6. Perspektiven

Was heißt eigentlich Perspektive? Laut Duden bedeutet Perspektive Aussicht für die Zukunft, und für die meisten ist dieser Begriff positiv besetzt. Es werden also mehr Chancen vermutet als Risiken. Deshalb gibt es wohl auch keine schlechte Perspektive. Dann heißt es eher, dass z. B. bestimmte Bevölkerungsgruppen keine Perspektive haben.

Dietmar Goldammer

8. Technische Regeln für Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau

Mit dem geotechnischen Entwurf, der Berechnung und der Bemessung von Bauwerken des Erd- und Grundbaus sollen für den geplanten Nutzungszeitraum standsichere, gebrauchstaugliche und umweltverträgliche Bauwerke wirtschaftlich errichtet und betrieben sowie negative Einflüsse auf die Umgebung vermieden werden.Die für diese Aufgabe erforderlichen, hier behandelten Regelwerke dienen dazu, diese Ziele zu erreichen und eine einheitliche Grundlage sowohl für die Planung und Bauausführung als auch für die damit verbundenen Verträge zu schaffen.Zur Harmonisierung des europäischen Binnenmarktes wurden seit den 80er Jahren europäische Normen entwickelt, deren grundlegende Sicherheitskonzepte hier zusammengefasst werden.Für einen geotechnischen Entwurf gemäß EC 7 werden Begriffe erklärt und Grundsätze der Nachweisführung dargelegt. Die hierbei zu verwendenden, national festgelegten Teilsicherheitsbeiwerte für Deutschland werden erläutert und aufgelistet.

Hans-Henning Schmidt, Roland Fritz Buchmaier, Carola Vogt-Breyer

Temporäre urbane Interventionen in der Stadtplanungspraxis

Vor dem Hintergrund gesetzter Klimaschutzziele bestehen insbesondere im Verkehrssektor Potenziale zur Reduktion der CO2-Emissionen. Hier werden vorrangig technische Maßnahmen umgesetzt, die jedoch bis dato keine wesentlichen Reduktionseffekte erzielt haben. Insbesondere können eine entsprechende Lenkung der Siedlungsentwicklung und somit qualitative, städtebauliche Maßnahmen Verkehr vermeiden, auf nicht motorisierte Verkehrsträger verlagern und somit den Energieverbrauch und CO2-Emissionen reduzieren. Im Kern geht es darum, die Stadt als Lebensraum attraktiver zu machen, was insbesondere die Erhaltung und Schaffung eines urbanen, sicheren und gesunden Wohnumfelds erfordert. Dies hängt eng zusammen mit der Qualität öffentlicher Räume, in denen temporäre urbane Interventionen als Vorstufe zu einem zukünftigen Planungsprojekt oder als Lehrformat auf experimentelle Weise getestet werden können. Im vorliegenden Beitrag werden bisherige Modelle urbaner Interventionen vorgestellt, diese im Kontext aktueller Herausforderungen in der nachhaltigen Siedlungsentwicklung eingeordnet und aus Sicht der Stadtplanung und des Städtebaus beleuchtet. Dabei werden die Rolle und der Nutzen urbaner Interventionen in der Planungspraxis innerhalb des Stadtumbaus und der Stadtsanierung erörtert.

Sabine Drobek, Minh-Chau Tran

Fels(bau)mechanik f

1. Einleitung

Der Begriff Mechatronik (engl. Mechatronics) ist ein Kunstwort und wurde vor ca. 40 Jahren in Japan von einem Entwickler aus dem Bereich der Robotertechnik geprägt. Es setzt sich aus den beiden Namen der bekannten Disziplinen der Ingenieurwissenschaften – Mechanik oder Maschinenwesen (engl. Mechanics) und Elektronik (engl. Electronics) – zusammen. Damit ist dieser Name bereits ein Programm und deutet an, dass die Mechatronik Inhalte der beiden oben genannten Disziplinen zusammenfügt. In Japan legt man den Begriff Mechatronics sehr weit aus. In Europa wurde eine eher enge Definition geprägt, die den Eindruck nahelegt, es handele sich bei dem Begriff um eine neue Wissenschaftsdiziplin. Diese Definition lautet:Mechatronik ist ein interdisziplinäres Gebiet der Ingenieurwissenschaften, das auf den klassischen Disziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik aufbaut. Ein typisches mechatronisches System nimmt Signale auf, verarbeitet sie und gibt Signale aus, die es z. B. in Kräfte und Bewegungen umsetzt [1.1]. Eine ähnliche Definition wird auch in [1.2] angeführt:Mechatronics is the synergetic integration of mechanical engineering with electronic and intelligent computer control in the design and manufacturing of industrial products and processes (IEEE/ASME Transactions on Mechatronics 1996).

Werner Roddeck

Chapter 16. Stoffgesetze und Simulationen

Zunächst wird die Bedeutung der Stoffgesetze für numerische Simulationen in der Geotechnik dargelegt. Danach wird auf neuere Entwicklungen hingewiesen, bei welchen der Boden als Agglomerat aus Kugeln modelliert wird - im Gegensatz zu den kontinuumsmechanischen Vorstellungen. Auf die Bedeutung der Vorgeschichte der Deformation wird hingewiesen, und es wird erläutert, wie man sie mathematisch erfassen kann. Lineare Elastizität und Elastoplastizität werden beschrieben, dann wird die neuere Theorie der Hypoplastizität dargelegt. Diverse Anforderungen an Stoffgesetze betreffend Allgemeinheit, Kalibrierbarkeit und Objektivität werden angeführt und durch Betrachtungen zu Problemen, wie Eindeutigkeit, höhere Kontinua usw., ergänzt. Anschließend wird die physikalische Simulation erläutert. Die mechanische Ähnlichkeit wird definiert, und die Dimensionsanalyse wird erläutert. Das Pi-Theorem wird hergeleitet und anhand von Beispielen erläutert.

Dimitrios Kolymbas

Werk und Verfall – Konzepte der Denkmalpflege im Zyklus des Werkes

Alles ist endlich, nichts ist von Dauer. Dies gilt auch für die Produkte der „Mutter aller Künste“ (Vitruv), auch wenn die (geplante und) gebaute Umwelt den Eindruck der Unendlichkeit vermitteln könnte und ihr eine entscheidende Rolle in unserer Gesellschaft zukommt: Jeder, der qualitätvoll baut, trägt einen kleinen Teil zum großen Mosaik Baukultur bei. [1]

Dipl.-Ing. Manfred v. Bentheim

Auswirkungen der EnEV 2016 – Sind die Grenzen des sinnvoll Machbaren erreicht?

Die globale Erwärmung durch von Menschen verursachte Treibhausgas-Emissionen, die Zunahme von extremen Wetterereignissen und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen haben zur Folge, dass dem Klimaschutz mittlerweile eine große Bedeutung beigemessen wird.

M.Eng. Dipl.-Ing. Martin Oswald

Kooperative Landschaftsbewertung in der räumlichen Planung – Planbare Schönheit?

Partizipative Methoden, (Geo-)Soziale Medien

Die kooperative Landschaftsbewertung erfasst Landschaftswerte der Öffentlichkeit systematisch mit dem Ziel, die gewonnenen Informationen so zu verarbeiten, dass sie in einem bisher überwiegend positivistisch geprägten Planungssystem (räumliche Gesamtplanung, Landschaftsplanung) verwendbar sind und den ermittelten Inhalten und Werten ein eigenes Gewicht bei der Entscheidungsvorbereitung und -findung verliehen wird. Das Konzept basiert auf einem sozialkonstruktivistischen Landschaftsverständnis, nach dem Expertenurteile insbesondere beim Handlungsgegenstand Landschaft nur unter großen Unsicherheiten getroffen werden können. Am Beispiel der Ergebnisse kooperativer Landschaftsbewertungen lässt sich zeigen, mit welchen Problemen der planerische Umgang mit Landschaftswandel und Landschaftsästhetik in der postmodernen Gesellschaft konfrontiert wird. Gleichzeitig werden aber auch die Grenzen partizipatorischer Prozesse beschrieben und insbesondere unter Gerechtigkeitsaspekten analysiert. Gerade im Bereich der sozialen Medien werden sich diesbezüglich in der Zukunft zahlreiche weitere Möglichkeiten und daraus abgeleitete neue Fragen für die Landschaftsplanung ergeben.

Boris Stemmer, Diedrich Bruns

Chapter 1. Allgemeine Grundlagen

Am Anfang dieses einführenden Kapitels steht die Frage, mit welchen Bereichen der Natur- und Technikwissenschaften sich die Thermodynamik beschäftigt und welches ingenieurwissenschaftliche Aufgabenspektrum sie bedient. Nach einem kurzen Rückblick auf die historische Entwicklung der Thermodynamik, also ihrem mühsamen Weg von der einfachen Beobachtung von Abläufen hin zu sehr allgemeingültigen und entsprechend abstrakten grundlegenden Zusammenhängen, werden unterschiedliche Ausprägungen vorgestellt, die sich neben der hier behandelten klassischen technischen Thermodynamik entwickelt haben. In den darauffolgenden Abschnitten werden Grundbegriffe eingeführt, die zu jeder thermodynamischen Analyse benötigt werden.

Hans Dieter Baehr, Stephan Kabelac

1. Deskriptive und explorative Statistik

Die deskriptive (beschreibende) Statistik hat zum Ziel, empirische Daten durch Tabellen und Grafiken übersichtlich darzustellen und zu ordnen, sowie durch geeignete grundlegende Kenngrößen zahlenmäßig zu beschreiben. Vor allem bei umfangreichem Datenmaterial ist es sinnvoll, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Durch eine systematische Beschreibung der Daten mit Hilfsmitteln der deskriptiven Statistik können mitunter auch Fehler in den Daten – beispielsweise durch Tippfehler bei der Dateneingabe oder fehlerhafte Ergebnisse von Texterkennungssystemen – erkannt werden. Die deskriptive Statistik verwendet keine stochastischen Modelle, so dass die dort getroffenen Aussagen nicht durch Fehlerwahrscheinlichkeiten abgesichert sind. Dies kann durch die Methoden der schließenden Statistik erfolgen, sofern die untersuchten Daten den dort unterstellten Modellannahmen genügen. Die explorative (erkundende) Statistik hat darüber hinaus zum Ziel, bisher unbekannte Strukturen und Zusammenhänge in den Daten zu finden und hierdurch neue Hypothesen zu generieren. Diese auf Stichprobendaten beruhenden Hypothesen können dann im Rahmen der schließenden Statistik mittels wahrscheinlichkeitstheoretischer Methoden auf ihre Allgemeingültigkeit untersucht werden.

Ansgar Steland

Chapter 9. Auf dem Weg zu begrifflicher Strenge im 19. Jahrhundert

Nach dem endgültigen Sieg über Napoleon wurde Europa imWiener Kongress neu geordnet. Auf Kosten Polens, das eine erneute Teilung zu erdulden hatte, wurden die Großmächte England, Preußen, Österreich und Rußland gestärkt. Gemeinsam mit Frankreich zementierte man so ein System der Pentarchie, das auf ein gewisses Gleichgewicht ausgerichtet war. Die Segnungen der Napoleonischen Fremdherrschaft – Trennung von Legislative, Judikative und Exekutive und die Ideen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – wurden durch das wesentlich von dem österreichischen Kanzler Fürst Clemens Wenzel von Metternich (1773–1865) auf dem Wiener Kongress durchgesetzte „Metternichsche System“ der politischen Neuordnung wieder teilweise aufgehoben.

Thomas Sonar
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