Skip to main content
main-content

25.11.2013 | Bauphysik | Im Fokus | Onlineartikel

Der Energieausweis 2014

Autor:
Annette Galinski

Die Energieeinsparverordnung tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. Und mit ihr der neue Energieausweis für Gebäude. Die wichtigsten Änderungen in der Zusammenfassung.

Der Energieausweis bekommt mehr Gewicht. Damit werden u.a. die Ziele der EU-Gebäuderichtlinie 2010 umgesetzt, die eine Stärkung des Energieausweises in der Rolle als Informationsquelle, Entscheidungshilfe für Käufer oder Neumieter sowie rechtsverbindliches Dokument vorsieht.

Bereits in der Immobilienanzeige müssen die wichtigsten energetischen Kennwerte genannt werden. Dazu gehört beispielsweise der durchschnittliche Endenergiebedarfs der Immobilie. Bei der Besichtigung einer Immobilie müssen Verkäufer bzw. Vermieter den Ausweis vorlegen. Mit Abschluss eines Kauf- bzw. Mietvertrages muss er, zumindest in Kopie, an den Käufer bzw. Mieter übergeben werden.

Zuordnung zu Energieeffizienzklassen

Bisher wurden die energetischen Kennwerte auf einer Skala von grün bis rot, dem sog. Bandtacho, dargestellt. Der neue Energieausweis ordnet das Gebäude mit seinen Verbrauchswerten zusätzlich einer von neun Energieeffizienzklassen zu. Vergleichbar ist dies mit der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten. Die Skala reicht von A+ (niedriger Energiebedarf < 30 kWh/m²) bis H (hoher Energiebedarf < 250 kWh/m²). Für Wohngebäude verringert sich der Höchstbereich der Verbrauchswerte von ≥ 400 kWh/m²a auf > 250 kWh/m²a. Wichtig: Diese Zuordnung zu Energieeffizienzklassen gilt nur für neu ausgestellte Energieausweise. Bereits vorliegende Ausweise auf Basis der bisherigen Verordnung behalten ihre Gültigkeit.

Modernisierungsempfehlungen

Die EnEV 2014 integriert die Anlage 10 (Muster Modernisierungsempfehlungen) in die Energieausweise für Wohn- und Nichtwohnbauten. Zu den einzelnen Modernisierungen gibt der Aussteller jetzt auch an, ob er sie als Einzelmaßnahme oder im Zusammenhang mit einer größeren Modernisierung empfiehlt. Die Angabe der geschätzten Amortisationszeit und Kosten pro eingesparte Kilowattstunde Endenergie ist freiwillig.

Baubehörden kontrollieren

Anhand einer Registriernummer, die der Aussteller über das Internet bei der zuständigen Behörde anfordert, kann die Behörde die Einhaltung der EnEV-Vorgaben künftig kontrollieren.

Die Zukunft im Blick

Planer, Bauherren und Investoren großer Bauprojekte müssen heute schon die EnEV 2014 zum Zeitpunkt der Bauabnahme im Blick haben. Auch wenn aktuell nach der EnEV 2009 gebaut wird.

Lesen Sie auch:

Novellierung der EnEV verabschiedet

Maßnahmen zur Heizenergieeinsparung bewerten

CO2-Bilanz und Ökonomie von alternativen Heizsystemen

Vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2010 | OriginalPaper | Buchkapitel

Der Energieausweis

Quelle:
Energieausweis – Das große Kompendium

2012 | OriginalPaper | Buchkapitel

Energieeinsparverordnung

Quelle:
Denkmal und Energie
    Bildnachweise