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25.07.2013 | Bauphysik | Im Fokus | Onlineartikel

Heizsysteme methodisch planen

Autor:
Annette Galinski

Ganz gleich, ob eine bestehende Heizanlage ausgetauscht oder ganz neu geplant werden soll  – die günstigste ist meist nicht die effizienteste und am besten für die individuellen Bedürfnisse der Gebäudenutzer geeignete Lösung. Um aus der Vielzahl an Systemen das richtige auswählen zu können, ist nicht nur Sachwissen über Funktionsweisen gefragt, sondern auch eine Methode, die die Konzipierung und Entwicklung einer Raumheizung für den vorliegenden Fall ermöglicht.

Zielgruppe ist dabei nicht nur der Heizungsmeister oder planende Ingenieur, sondern auch deren Gesprächspartner wie Architekten, Auftraggeber und bei größeren Bauvorhaben auch der ausführende Ingenieur und Betriebsingenieur. Springer-Autor Heinz Bach weist im im Buchkapitel „Aufgaben, Anforderungen, Anlagenfunktionen“ darauf hin, dass diese Methode nicht nur die Reihenfolge der Schritte zur Planung oder Entwicklung einer Anlage angeben soll, sondern zudem ein Auswahl- und Bewertungsverfahren beinhalten muss. Damit kann der Planer die von ihm geplante Anlage entsprechend mit Fakten unterlegen und seine Empfehlung damit begründen.

Wertanalyse liefert Vergleichswerte

Eine Übersicht über mögliche Sollfunktionen von Heizanlagen und die Einführung eines Verfahrens zur Bewertung der verschiedenen Heizsysteme z.B. nach den Regeln der Wertanalyse liefert

  • eine allgemeingültige Ordnungsstruktur für die Heiztechnik,

  • ein Vorgehensmodell, das zum objektbezogen optimalen Konzept führt, und

  • eine Methode, mit der sich unterschiedliche Varianten von Anlagenkonzepten oder einzelnen Komponenten miteinander vergleichen lassen.

 

Zur Auswahl und Gestaltung relevanter Funktionen einer Heizanlage sowie zur Bewertung unterschiedlicher Konzepte sind die nebenstehenden Beurteilungskriterien erforderlich. Sie werden aus Zielvorgaben und allgemein gültigen Regeln, Richtlinien, Gesetzen etc. hergeleitet. Jeder Funktion ist damit ein Beurteilungskriterium zugeordnet, das allerdings erst durch eine Werte-Definition aussagekräftig ist. Unter dem Begriff "Wert“ wird in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit verstanden, die die Heizanlage oder die Anlagenkomponente für den Nutzer hat.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2005 | OriginalPaper | Buchkapitel

Aufgaben, Anforderungen, Anlagenfunktionen

Quelle:
Raumklimatechnik

2005 | OriginalPaper | Buchkapitel

Systemaufbau und Systemeübersicht

Quelle:
Raumklimatechnik
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