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29.07.2015 | Bauphysik | Im Fokus | Onlineartikel

Neuer Katalysator für Kaminöfen

Autor:
Christoph Berger

In Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft wurde ein neuartiger Katalysator für Einzelraumfeuerungsanlagen entwickelt. Er sorgt für eine weitere Reduktion der gasförmigen Schadstoffe.

Das Ursprungsprodukt hatten die Fraunhofer-Institute für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden und Bauphysik (IBP) Stuttgart bereits im Jahr 2008 gelegt. Damals hatten die beide Institute zusammen mit dem auf Kamin- und Kachelofenbau spezialisierten Unternehmen Hark das Verbrennungssystem „ECOplus“ entwickelt.

Kernstück dieses Systems ist ein Schaumkeramikfilter, mit dem Abgasemissionen und Holzverbrauch gleichermaßen gesenkt werden, ohne die Leistung des Kamins zu reduzieren.

Kombination von Feinstaubfilter und Katalysator

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Nun entwickelte man zusammen noch einen Katalysator, der für eine zusätzliche Reduktion der gasförmigen Schadstoffe sorgt. Der Katalysator zeige im Betrieb eine deutliche Verringerung von Kohlenmonoxid- und Kohlenwasserstoff-Emissionen, heißt es beim IKTS. Jörg Adler, Abteilungsleiter an dem Dresdner Institut, fügt außerdem an: „Kohlenwasserstoffe sind in erheblichem Maß als ‚Geruchsbildner‘ im Rauchgas enthalten. Deren signifikante Reduktion fördert somit auch die Lebensqualität in der Umgebung.“

Durch die Kombination des Feinstaubfilters mit dem Katalysator werden die Grenzwerte der Stufe II der deutschen Bundesimmissionsschutzverordnung von 40 Milligramm pro Kubikmeter Feinstaub und 1250 Milligramm pro Kubikmeter Kohlenmonoxid sowie die, im Detail noch engeren Grenzen der österreichischen Norm, erheblich unterboten.

Nach den Tests ist die Markteinführung geplant

Der Katalysator wurde bislang im Labor und Langzeittests sowohl unter Nennelast als auch realistischen Nutzerbedingungen getestet. Auch die Verwendung unzulässiger Brennstoffe wurde dabei geprüft. Nach Abschluss der derzeit laufenden Feldtests ist die Markteinführung unter dem Namen „ECOplusKAT“ vorgesehen.

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