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19.12.2013 | Bauplanung | Im Fokus | Onlineartikel

Herausforderungen an die Qualität des Bauens

Autor:
Annette Galinski

Mit der Energiewende hat die Bauwirtschaft das Potenzial, wieder zur Schlüsselbranche in Deutschland zu werden. Dazu braucht es eine kompetente Baubranche – auch in Sachen Baukultur.

„Klimaschutz, Ressourcenschonung und demografischer Wandel stellen hohe Ansprüche an die Verbindung von technischer, ökonomischer und ökologischer Qualität des Bauens“, erläutert das Betriebswirtschaftliche Institut der Bauindustrie (BWI) im Buchkapitel „Besonderheiten des Baumarktes“ . Die Bauqualität ist abhängig von der Qualität der Planung, Ausführung und Nutzung. Letztlich entscheidet der Nutzer über die Qualität des Gebauten.

Ziel: Energiewende

Große Ziele wie die Energiewende sind nur gemeinsam zu schaffen. In diesem Kontext haben sich zahlreiche branchenübergreifende Zusammenschlüsse gebildet. So beispielsweise die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) mit führenden Vertretern aus Industrie, Forschung, Handwerk, Planung, Energieversorgung und Finanzierung. Für sie ist die Energieeffizienz im Gebäudebereich von zentraler Bedeutung für das Gelingen der Energiewende (PDF zur Pressekonferenz vom 08.11.2013).  

Tenor der Forderungen der Verbände an die Bundesregierung ist

  • eine klare Strategie für die Umsetzung der Energiewende,

  • die Schaffung von Qualitätsstandards (z.B. bei der Ausbildung von Energieberatern) und

  • Investitionssicherheit.

Grundlage: Baukultur

Immer wieder wird beklagt, dass im Rahmen der Energieeffizienz Altbauten bei der Sanierung hinter Schichten von Dämmstoffen verschwinden und Städte ihr historisches Gesicht verlieren. Hier gilt es anzusetzen und in alternative Baumaterialien und Verfahren zu investieren. Die Entwicklung der Innendämmungen der letzten Jahre beispielsweise zeigt sinnvolle Alternativen auf. Dr. phil. Fritz Reusswig, Philosoph und Soziologe, beklagt in einer Kolumne auf der Internetseite der Bundesstiftung Baukultur „Baukultur ist eine Chance für Klimaschutz und Energiewende“, es mangele in Deutschland an einer kreativen Problemauffassung und Teamwork. Baukultur braucht „die entsprechende Ausbildung mit vielfältigen inter- und transdisziplinären Akzenten, aber auch einer klaren Kernkompetenz, die über das Technische und Ästhetische hinausgehen muss“, so Reusswig.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Besonderheiten des Baumarktes

Quelle:
Ökonomie des Baumarktes

2012 | OriginalPaper | Buchkapitel

Gebäudetechnik

Quelle:
Denkmal und Energie

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