Skip to main content
main-content

14.03.2019 | Baustoffe | Im Fokus | Onlineartikel

Baustoffhersteller nutzen vermehrt innovative Methoden

Autor:
Christoph Berger

Die Einführung innovativer Methoden schreitet bei Herstellern von Bau- und Installationsmaterialien voran: Vor allem Anwendungen der vernetzten Vorfertigung, Produktionen aus dem 3D-Drucker und BIM gehören für einige Unternehmen zum Alltag.

24 Prozent von 51 befragten Unternehmen, die Bau- und Installationsmaterial herstellen, nutzen bereits Technologien zur vernetzten Vorfertigung, 22 Prozent haben 3D-Druckverfahren implementiert und 24 Prozent Building Information Modeling, kurz BIM, eingeführt. Dies geht aus der Jahresanalyse 2018/2019 des Marktforschungsinstituts Bauinfoconsult hervor. Die Analysten hatten danach gefragt, welche Anwendungen des Internets der Dinge schon in die Tat umgesetzt worden seien und in welchem Zeithorizont sich die Entwicklungen abspielen würden.

Empfehlung der Redaktion

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

BIM for 3D Printing in Construction

Three-dimensional printing – often known as additive manufacturing or the layered production of 3D objects – has been the focus of attention in the media at present and a subject that arouses great expectations in the construction industry. While …


Die Vorfertigung und Modularisierung von Bauteilen gehört laut dem Kapitel "Nachhaltig konstruieren" im Springer-Fachbuch "Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 2" zu einer Optimierung des Materiallebenszyklus. Und was die Ressourceneffizienz einer Konstruktion betreffe, so steige diese in der Regel mit dem Vorfertigungsgrad. Ulf Hestermann und Ludwig Rongen schreiben: "Neben dem Stahlbau, der zum Beispiel bei Funktionsbauten, Hallen oder großen Bürogebäuden eingesetzt wird, hat sich auch der modulare Holzbau für Wohnungsbauten, Schulen und Kindertagesstätten, Büros und Industriebauten etabliert."

BIM kommt an

Der 3D-Druck wurde laut der Marktanalyse bereits von gut einem Fünftel der Unternehmen eingeführt. Weitere vier Prozent wollen entsprechende Lösungen in den kommenden zwei Jahren einführen und 14 Prozent denken das Thema für die kommenden drei bis fünf Jahre strategisch an.

BIM ist da schon verbreiteter: 24 Prozent nutzen es, 25 Prozent wollen die Methode in den kommenden zwei Jahren zum Einsatz bringen und 20 Prozent planen die strategische Einführung innerhalb von drei bis fünf Jahren. "Unter einem Building Information Model (BIM) versteht man ein umfassendes digitales Abbild eines Bauwerks mit großer Informationstiefe", heißt es dazu beispielsweise im Kapitel "Building Information Modeling" des Springer-Fachbuchs "Wendehorst Bautechnische Zahlentafeln".

Die Autoren des Kapitels "BIM for 3D Printing in Construction" im Springer-Fachbuch "Building Information Modeling" fügen zudem an: "Die Methode Building Information Modeling (BIM) erweitert die traditionelle 3D-Modellierung, da sie die nahtlose Integration und Verwaltung vieler zuvor definierter Prozesse von Planung, Planung, Bau, Betrieb und Wartung einschließlich Terminierung (4D), Kostenschätzung und Fortschrittskontrolle (5D) ermöglicht. Gemeinsam bilden sie die notwendige Grundlage für kommerziell verfügbare oder zu entwickelnde 3D-Druckstrategien für die Konstruktion." Demnach lassen sich also zwei der aufgeführten Technologien, BIM und der 3D-Druck, gut miteinander kombinieren.

Nicht alles wird angenommen

Am wenigsten verbreitet unter der Gruppe der Befragten sind Anwendungen im Bereich der virtuellen Realität beziehungsweise Augemented Reality. Gerade acht Prozent nutzen die Möglichkeiten hierbei. Die Mehrzahl, 35 Prozent, denkt aber, dass das Thema relevant werden könnte, hat dazu aber bisher noch keine Strategie entwickelt. Überwiegend ablehnend steht die Baustoffindustrie auch konkreten Konzepten wie Fernüberwachung, dem Tracken von Arbeitsgeräten, dem ferngesteuerten Betrieb von Produktionsstätten oder der Entwicklung selbst lernender Produkte gegenüber.

Was die Marktforscher jedoch auch betonen: Jeweils ein Drittel der Unternehmen ignoriert weitgehend sowohl die vernetzte Vorfertigung als auch den 3D-Druck sowie das Thema virtuelle Realitäten. Bei BIM sind es hingegen nur 14 Prozent, die behaupten, die Methode sei für sie nicht relevant.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Nachhaltig Konstruieren

Quelle:
Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 2

2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

3-D-Druck

Additive Fertigung mit mittlerer Oberflächengüte
Quelle:
Interaktive Lehre des Ingenieursstudiums

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Building Information Modeling

Quelle:
Wendehorst Bautechnische Zahlentafeln

2011 | OriginalPaper | Buchkapitel

Grundlagen

Quelle:
Wendehorst Baustoffkunde

Das könnte Sie auch interessieren

22.02.2019 | Baubetrieb | Infografik | Onlineartikel

Fünf Herausforderungen für die Bauindustrie

23.01.2019 | Mauerwerksbau | Im Fokus | Onlineartikel

Bauroboter für das Ziegelmauerwerk

01.11.2018 | Baustoffe | Im Fokus | Onlineartikel

Farben mit Messenger-Dienst bestellen

    Bildnachweise