Skip to main content
main-content

01.11.2018 | Baustoffe | Im Fokus | Onlineartikel

Farben mit Messenger-Dienst bestellen

Autor:
Christoph Berger

Das private Online-Verhalten hat auch Auswirkungen auf die Kommunikation im Berufsleben. So wurden für eine Studie Maler zu ihren Einkaufserfahrungen über Messenger-Dienste befragt. Fazit: Die Zeit für solche Vertriebskanäle kommt.

"Aus dem analogen Einzelhandel sind nur wenige Erfahrungen auf den Online-Handel übertragbar. Denn der Online-Handel stellt nicht bloß einen neuen Vertriebskanal im herkömmlichen Sinne dar, sondern ein vollkommen neues Geschäft mit neuen Fähigkeitsanforderungen", schreibt Gerrit Heinemann im Kapitel "Geschäftssysteme und Benchmarks im E-Commerce" des Springer-Fachbuchs "Der neue Online-Handel". Zudem führt er an anderer Stelle des Kapitels aus, dass anstelle überwiegend funktional ausgerichteter Abläufe im Online-Handel konsequent kundenorientierte Geschäftsprozesse auf den Plan treten würden.

Empfehlung der Redaktion

2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

ORGANISATION – Strategische Organisationsanalyse und -planung

Die Aufbauorganisation im Vertrieb liefert den strategischen Handlungsrahmen für die Vertriebsmitarbeiter und ist wesentlicher Bestandteil der Vertriebsstrategie. Traditionelle Organisationsmodelle im Vertrieb dominieren heute die mittelständische …


Konsequente Kundenorientierung auf der einen Seite, neue Kanäle andererseits. Vor diesem Hintergrund öffnen sich die im privaten Umfeld genutzten Instant Messenger immer häufiger auch für Unternehmen. So startete beispielsweise die Anwendung Whatsapp Mitte des Jahres 2018 eine Business-Offensive. Und der Münchener Anbieter für Kommunikationslösungen Brabbler kommt in seiner Studie "@work" zu der Erkenntnis, dass Whatsapp von 35 Prozent der Befragten auch beruflich genutzt wird.

Befragt wurden 2.000 Maler

Wieso die Business-Variante des Messeging-Dienstes dann nicht auch gleich für den Vertrieb nutzen? Ergebnisse des "Painter Insight Monitor 2018" des Unternehmens USP Marketing Consultancy haben gezeigt, dass Maler zunehmend offen für den Einsatz digitaler Auftragswerkzeuge und -kanäle sind, die ihnen helfen, weniger Zeit auf der Straße und mehr Zeit am Arbeitsplatz zu verbringen. Denn obwohl sie mehrmals bei ihren Händlern vorbeikommen, passiert es demnach immer wieder, dass ihnen die Farbe ausgeht. Für die Studie wurden 2.000 professionelle Maler in acht Ländern nach der Bedeutung des Internets für ihr Geschäft und ihrem professionellen Online-Verhalten gefragt.

Da sie die Nutzung der Anwendung gewohnt sind, haben im Durchschnitt zwölf Prozent der Maler in Europa sie auch schon einmal im beruflichen Umfeld ausprobiert. In Italien haben sogar schon 27 Prozent der Befragten Bestellungen über Whatsapp aufgegeben. In Frankreich und dem Vereinigten Königreich waren es allerdings nur vier Prozent. In Deutschland sind es elf Prozent der befragten Maler gewesen.

Der Generationswechsel bringt die Transformation

In naher Zukunft dürfte sich laut USP Marketing Consultancy an diesen Zahlen wenig ändern – das Alter der befragten Maler lag im Durchschnitt bei 49 Jahren. Doch bis 2028 würden etwa 30 Prozent der diesmal Befragten in den Ruhestand gehen und die Jugendlichen von heute würden dann die Hauptzielgruppe sein. Schon heute zeige sich, dass das Online-Verhalten der unter 35-Jährigen von dem ihrer älteren Kollegen abweicht, so eine weitere Erkenntnis aus der Befragung. Das zeige, dass Hersteller und Lieferanten klugerweise die Online-Bedürfnisse und -Anforderungen für zukünftige Generationen weiter untersuchen sollten.

So schreiben auch Bernd Scheed und Petra Schere im Kapitel "ORGANISATION – Strategische Organisationsanalyse und -planung" des Springer-Fachbuchs "Strategisches Vertriebsmanagement", dass es neben einer klassische Organisation, die mit gewohnt hierarchischen Strukturen das bestehende und wohlbekannte Tagesgeschäft erledigt, auch eine neue, agile Organisationsform geben sollte, die sich um das innovative und zukunftsorientierte Geschäft kümmert: "Die agile Organisation ist ein offenes Netzwerk aus internen Mitarbeitern und externen Experten, die sich aus Partnern, Beratern, externen Dienstleistern oder Kunden zusammensetzen können. Eine Zusammenarbeit ist über E-Collaboration-Plattformen möglich, die zeitliche und räumliche Freiheit schaffen. Mithilfe von beispielsweise Mindmapping-Tools können gemeinsam Ideen generiert, über Instant Messenger, Audio- oder Video-Konferenz-Systeme kann kommuniziert und mittels cloudbasierter Projektmanagement- oder CRM-Tools zusammengearbeitet werden."

Die Studie von USP Marketing Consultancy war zwar auf die Maler fokussiert, sie lässt aber den Schluss zu, dass der viel geforderte Wandel durch die Digitalisierung im Baustoffhandel kommen wird.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2010 | OriginalPaper | Buchkapitel

Optik und Farbenlehre

Quelle:
Malerfachkunde

Das könnte Sie auch interessieren

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Bildnachweise