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Baustoffe

weitere Buchkapitel

Kapitel 1. Grundlagen

Ein sogenanntes Audit oder eine Revision ist eine systematische und prozessunabhängige Untersuchung der qualitätsbezogenen Tätigkeiten in Übereinstimmung mit den geplanten Anordnungen und zu erreichenden Zielen. Dabei wird festgestellt, ob Vorgänge normgerecht durchgeführt wurden. Die Interne Revision prüft im Auftrag der Unternehmensführung unabhängig und objektiv die Unternehmensprozesse und Kontrollsysteme. Diese Aufgaben führt die Interne Revision in den kaufmännischen, technischen und juristischen Bereichen des Unternehmens durch. Die Technische Revision beurteilt die Qualität der technischen Prozesse und identifiziert Optimierungspotenzial im Bereich des Prozess- und Risikomanagement. Die Baurevision ist als Sonderaudit mit dem Fokus auf Bauprozesse ein Teilgebiet aus dem Bereich der Technischen Revision und damit der Internen Revision. Der Bauprozess bzw. die Ausführung von Bauleistungen ist die Gesamtheit miteinander verknüpfter aufeinander abgestimmter Tätigkeiten, Aufgaben und Abläufe, die über einen bestimmten Zeitraum in einer bestimmten Qualität ausgeführt werden. Der Bauprozess erfolgt – abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen – nicht durch eine einzelne Person. Um ein Bauwerk bis zur funktionsfähigen Reife fertig zu stellen, ist eine große Zahl an Personen beteiligt. Bauprojekte sind durch drei wesentliche Aufgabenfelder geprägt: Projektmanagement, Planung und Ausführung. Alle drei Aufgabenfelder beinhalten zahlreiche Teilprozesse. Zum Vornehmen einer Prozessanalyse müssen deshalb im Vorfeld Kriterien festgelegt werden, nach denen die Analyse erfolgen soll. Die sorgfältige Analyse der Prozesse lässt Rückschlüsse auf den Reifegrad der Prozesse zu und liefert eine Bewertung der Risiken, welchen der Bauprozess ausgesetzt ist. Dieses Kapitel diskutiert die theoretischen Grundlagen und Begriffe von der Einordnung der Baurevision in der Unternehmensführung über das allgemeine Prozessmanagement bis hin zur Systematik der Prozesse bei der Abwicklung eines Bauprojektes.

Peter Wotschke, Gregor Kindermann

Kapitel 3. Grundlagen zum baulichen Feuchteschutz in Verbindung mit WPCs

Kapitel 3 verbindet den Wärmeschutz mit dem baulichen Feuchteschutz und untersucht die Vorteilhaftigkeit von WPC-Paneelen als Innenwandverkleidung und als vorgehängte hinterlüftete Fassade. Dazu wird zunächst das Wasseraufnahmeverhalten von WPC allgemein anhand entsprechender Koeffizienten nach Stand der Forschung aufgezeigt. Anschließend führt das Kapitel in die Grundlagen der Wasserdampfdiffusion und Konvektion im Bauwesen ein, indem die Effekte von Kondensatbildung auf Oberflächen und innerhalb von Außenbauteilen rechnerisch nachgewiesen werden. Dazu relevante Faktoren, wie die Diffusionswiderstandszahl, werden wieder am Beispiel WPC erläutert, für eine gängige Materialrezeptur ermittelt und in Standardnachweisen exemplarisch angewendet. Es wird dabei deutlich, dass ein WPC-Hohlkammerprofil signifikant zur Vermeidung von Tauwasserniederschlag beitragen kann, aber auch dass ein konvektives Entlüften feuchter Innenräume weit effektiver ist als über natürliche Diffusion eine Austrocknung herbeizuführen. Schließlich werden konstruktive Grundlagen für das richtige Dimensionieren vorgehängter hinterlüfteter Fassaden erläutert und wieder am Beispiel von WPC-Paneelen demonstriert. Das Kapitel schließt ebenfalls mit Wiederholungsfragen und Berechnungsaufgaben inklusive Musterlösungen ab.

Daniel Friedrich

Kapitel 2. Grundlagen zum baulichen Wärmeschutz in Verbindung mit WPCs

Kapitel 2 stellt zunächst die wesentlichen Auswahlkriterien für Baumaterialien und Produkte gemäß Bauproduktenverordnung 305:2011 vor. Demnach sollen Bauteile künftig auch vermehrt Sekundärrohstoffe beinhalten, um sie nachhaltiger zu gestalten. Dass WPC nicht nur diesen Aspekt erfüllt, sondern auch bauphysikalisch interessante Eigenschaften besitzt, zeigen die dann folgenden Abschnitte. Darin werden zunächst die Grundlagen des baulichen Wärmeschutzes erklärt und für ein WPC-Fassadenprofil die wesentlichen Kennwerte exemplarisch ermittelt und die Ergebnisse diskutiert. Zusätzlich wird für einen Außenwandaufbau mit innenliegender WPC-Wandverkleidung die Temperaturverlaufskurve nach dem Glaser-Verfahren rechnerisch demonstriert. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf WPC-Profile als Fensterrahmen und deren Wärmedämmpotential gerichtet. Aber auch neue Forschungsergebnisse zur Integration von Phasenwechselmaterialien in WPC-Hohlprofilen zur Reduktion der Klimalasten am Bauwerk werden vorgestellt. Schließlich wird das Thema Wärmespeicherung im WPC-Material am Beispiel der Fassade erörtert und die Vorzüge der darin enthaltenen Holzfasern herausgestellt. Letztlich rundet das Kapitel mit Wiederholungsfragen und Berechnungsaufgaben inklusive Musterlösungen ab.

Daniel Friedrich

Kapitel 3. Identifikation präferenzbildender Merkmale und Ausprägungen bei Conjointanalysen

Bei einer Conjointanalyse ist die geeignete Auswahl von Merkmalen und Ausprägungen von großer inhaltlicher Bedeutung. So hängt etwa die mögliche Ergebnisverwertung, also die Umsetzbarkeit der Studienergebnisse in konkrete Maßnahmen (z.B. Produktverbesserungen), unmittelbar von ihr ab. Aber auch aus methodischer Sicht ist diese Auswahl zentral. Alle nachfolgenden Ablaufschritte, wie die Wahl des Erhebungsdesigns, des Präferenzmodells und die Form der Datenerhebung, sind stark von ihr abhängig. Das vorliegende Kapitel trägt dieser inhaltlichen und methodischen Bedeutung Rechnung, indem es die zentralen Entscheidungstatbestände herausarbeitet und geeignete Methoden zur Identifikation diskutiert.

Rolf Weiber, Lorenz Gabriel

Kapitel 5. Die Allgemeinverbindlicherklärung in Deutschland

Dieses Kapitel zeigt die Entwicklung der Allgemeinverbindlicherklärung und des Tarifsystems in Deutschland auf. Es arbeitet anhand dreier Fallbeispiele aus dem Baugewerbe, dem Einzelhandel und dem Wach- und Sicherheitsgewerbe branchenspezifische, aber im Gesamtkontext erklärungskräftige Interessenlagen und Konfliktkonstellationen heraus. Das deutsche Modell stellt einen zentralen Fall des institutionellen Wandels koordinierter Marktwirtschaften dar (Hall/Thelen 2009; Thelen 2009), der auch und insbesondere in den Arbeitsbeziehungen und im Tarifsystem stattfindet (Hassel 1999b, 2014; Thelen 2014; Baccaro/Benassi 2017; Baccaro/Howell 2017a).

Wolfgang Günther

1. Struktur und Funktion der Zelle

Woher kommt „Leben“? Diese Frage beschäftigt die Menschen seit Jahrtausenden. Viele Religionen leiteten „Leben“ von einem göttlichen Schöpfungsakt ab. In einem ersten Versuch, „Leben“ auf rationale Weise zu erklären, schlug Aristoteles (384–322 v. Chr.) vor, dass „Leben“ von selbst aus Unbelebtem entstehe (Theorie der Urzeugung oder Abiogenese). Auch wenn manche seiner Aussagen, wie etwa jene, dass aus Exkrementen nach einiger Zeit durch Urzeugung Insekten entstehen, uns heute schmunzeln lassen, war die Idee der Urzeugung bis zu ihrer experimentellen Widerlegung durch Redi (1668) der einzige Versuch, die Entstehung von „Leben“ ohne Zuhilfenahme göttlicher Kräfte zu verstehen. „Leben“ war hier eher etwas wie ein physikalisches „Feld“, das sich unter geeigneten Bedingungen in „Lebensformen“ manifestierte, ähnlich wie ein Magnetfeld sichtbar wird, wenn man Eisenfeilspäne ausstreut.

Peter Nick

3. Chinas Weg von alter zu neuer Stärke – ein Abriss einer einzigartigen Transformation

Um das heutige Selbstverständnis und Selbstbewusstsein Chinas zu begreifen, soll ein Blick in die chinesische Geschichte erfolgen, der hier nur als knappe Exkursion stattfinden kann. Obwohl es in den letzten 150 Jahren auch in China zu massiven Umbrüchen im Staatsapparat kam, verweist die chinesische Regierung bis heute auf die traditionellen Wurzeln aus der frühen Geschichte. Die Idee einer konstanten Entwicklung vom antiken China bis zum heutigen „Global Player“ ist geschichtswissenschaftlich nicht unproblematisch, hat aber entscheidenden Einfluss auf die chinesische Sicht auf das eigene Land und den Rest der Welt.

Markus Hans-Peter Müller, Jonas Polfuß

Kapitel 3. Metallische Werkstoffe

Von den zurzeit 118 bekannten Elementen des Periodensystems sind etwa 85% Metalle oder Halbmetalle, wobei einige (z.B. Arsen, Antimon und Selen) sowohl in metallischen als auch in nichtmetallischen Modifikationen vorkommen.

Horst Briehl

1. Sechs Richtige – so gewinnen Sie immer!

Sicher haben Sie schon einmal Lotto gespielt und vergebens auf den Sechser mit Zusatzzahl gewartet. Wieder nichts! Oder doch? Zwei Richtige mit Zusatzzahl sind schon mal drin, drei Richtige, vier Richtige. Das ist ja mal was! Den Einsatz wieder rausgeholt. Der Reiz bleibt. Na ja, das nächste Mal. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So funktioniert kein Immobilienverkauf. Sondern nur durch planmäßiges Handeln. Wie, zeigt das erste Kapitel.

Raimund Wurzel

5. Exposé und Präsentation: Schnittpunkt auf dem Weg zum Käufer

Bis jetzt haben Sie alles richtig gemacht. Sie haben Ihre Immobilie analysiert, bewertet und einen marktfähigen Preis bestimmt. Sie haben sie in Ordnung gebracht, haben sich auf dem Markt umgesehen und sind jetzt bereit, an den Markt zu gehen. Jetzt kommt es darauf an, ein richtig gutes, ansprechendes Exposé zu erstellen, das emotionalisieren und informieren soll. Es soll darüber hinaus anregen, sich bei Ihnen zu melden. Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen in diesem Kapitel.

Raimund Wurzel

7. Abrechnung und Zahlung

Gegenstand dieses Kapitels sind alle Fragen um die Vergütung des AN einschließlich der Abrechnung und Zahlung.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

1. Einführung in das private Baurecht

In dieser Einführung wird erläutert, was im deutschen Recht unter dem Begriff „Baurecht“ zu verstehen ist. Dabei wird zwischen dem Privaten und Öffentlichen Baurecht unterschieden. Innerhalb des Öffentlichen Baurechts wird weiter zwischen der Raumordnung, der Bauleitplanung und dem Bauordnungsrecht unterschieden. Im Privaten Baurecht werden das Werkvertragsrecht des BGB und die Regelungen der VOB, insbesondere Teil B behandelt.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

8. Der Baumangel

Ausgehend von der Frage, was ein Mangel ist, werden die hiermit verbundenen Folgen aufgezeigt. Dabei ist zwischen Mängelrechten im BGB- und im VOB/B-Vertrag zu unterscheiden. Dargestellt werden die verschiedenen Mängelansprüche und die Verjährung derselben.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

3. Ingenieure und ihre Verantwortung

Der Ingenieur und seine Produkte werden niemals perfekt sein. Sie werden in der Regel und im besten Fall den an sie gestellten Ansprüchen genügen.

Moritz Menge

Kapitel 3. Allokationsverfahren für einen betriebswirtschaftlichen Vergleich

Carsten Sommer, Assadollah Saighani, Daniel Leonhäuser

Kapitel 3. Modelle Zeichnen

The history of mathematical models is deeply intertwined with the cultural techniques of drawing. As this chapter shows, it was the techniques of constructive drawings and the evolution of descriptive geometry in early 19th century France that laid the foundations for different modelling techniques. One of the driving forces of this development was Gaspard Monge (1746–1818), who was among the founders of the École Polytechnique in Paris. He strengthended the role of technical education within French secondary education and professionalized the technical drawing within the study of architecture and engineering. One of his students, Théodore Olivier, introduced the first geometrical models into mathematical teaching. Today they are housed in the Conservatoire des Arts et Métiers in Paris.

Anja Sattelmacher

41. Spezielle labortechnische Reaktoren: Lab-on-a-Chip

Mikroreaktorsysteme ermöglichen es, auf kleinstem Raum verschiedene Prozessschritte kombiniert ablaufen zu lassen. In diesem Kapitel werden die einzelnen funktionellen Einheiten solcher mikrofluidischen Systeme und deren Herstellungsverfahren – insbesondere die moderne, hochauflösende 3D-Drucktechnik – vorgestellt. Zudem werden Möglichkeiten und Restriktionen des Flüssigkeitstransports, der Durchmischung oder Auftrennung, der Etablierung von definierten Verweilzeit- und Reaktionsstrecken sowie der Integration von Sensoren in Lab-on-a-Chip- Systeme aufgezeigt. Abschließend zeigen Beispiele aus der aktuellen Forschung, wie sich mikrofluidische Systeme für analytische Fragestellungen oder in der Bioprozesstechnik einsetzen lassen.

Janina Bahnemann, Frank Stahl, Thomas Scheper

Kapitel 1. Die Führungskraft als Performance Manager

Wieso sind einige Bauunternehmen erfolgreicher als andere? Entscheidend für den Unternehmenserfolg sind u. a. die Managementleistungen. Erfolgreiches Management ist als Performance Management leistungs- und ergebnisorientiert. In diesem Kapitel wird der Ansatz des Performance Managements als Leistungsmanagement und Möglichkeiten seiner Umsetzung beschrieben. Zur Umsetzung werden das strategische Managementinstrument Balanced Scorecard (BSC) und das Management- und Organisationskonzept Lean Management vorgestellt und je anhand von Praxisbeispielen aus dem Bauwesen erläutert.

Dr. Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 3. Anlagenplanung

Eine gute Planung ist die, die man selbst verstanden oder ausgeführt hat. Es ist Ziel, die für eine gute Planung erforderlichen Einflussgrößen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Welche Bedeutung Hygiene und ballastfreie Luft haben, erfahren wir aktuell in Coronazeiten. Zitat von Virologe Drosten: „Im Alltag sollte man sich eher vielleicht auf’s Lüften konzentrieren und weniger aus das ständige Wischen und Desinfizieren“.

Peter Müller

Kapitel 1. Wohnkomfort-Gesundheit-Klimaschutz

Kultur und Wohlstand erfordern eine Raumkonditionierung, die auf die Qualität der Raumluft achtet und intelligent Verantwortung für die Umwelt trägt. Komfortabel, gesund und energieeffizient Wohnen heißt Wohnen mit kontrollierter Wohnraumlüftung.

Peter Müller

Nachhaltigkeitsmanagement in Genossenschaften – ein Praxisbericht

Das Geschäftsmodell einer Genossenschaft beinhaltet viele nachhaltige Aspekte. Soziale und wirtschaftliche Verantwortung sind fester Bestandteil ihrer Strukturen. Nichtsdestotrotz sollten auch Genossenschaften sich mit Themen einer nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen. Die Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements bietet Genossenschaften die Chance über ihre traditionellen Grundsätze hinaus, Nachhaltigkeitsthemen systematisch und authentisch zu bearbeiten. Die Durchführung von verschiedenen Analysen, zum Beispiel die Wesentlichkeitsanalyse, sind sinnvolle erste Schritte für die Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements. Darüber hinaus bieten Umweltmanagementsysteme eine gute Übersicht, mit der man niedrigschwellig ein Controllingsystem aufbauen kann, um Nachhaltigkeitskennzahlen kontinuierlich zu erheben und zu beobachten. Um authentische Nachhaltigkeitsarbeit leisten zu können, sind Partizipation und Mitbestimmung aller Stakeholder unablässig. Für die Einbeziehung aller Beteiligten gib es im Nachhaltigkeitsmanagement unterschiedliche Instrumente. Eine sehr effektive und langfristige Methode ist die Gründung von Gremien. Die Vereinbarkeit vom Leben traditioneller Werte und dem Anspruch modern und zukunftsweisend zu arbeiten, ist eine große Aufgabe für Genossenschaften. Durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in allen Arbeitsprozessen und der Bündelung von Zukunftsthemen, kann dieser Herausforderung begegnet werden.

Klara Marquardt

Kapitel 5. Analyse von Umweltwirkungen

Als Folgen des Verkehrs auf die menschliche Umwelt werden diejenigen Beeinträchtigungen bezeichnet, die von der Anlage und dem Betrieb des Verkehrssystems auf den Menschen ausgehen. Diese Beeinträchtigungen ergeben sich im Wesentlichen durch die Gefährdung von Leben und Gesundheit durch Verkehrsunfälle (Verkehrssicherheit), die Beeinträchtigung und Belastung durch Lärm und Schadstoffimmissionen sowie die Folgen durch den Ablauf und Betrieb des Verkehrs. Anhand von Indikatoren können die Wirkungen des Verkehrs in den drei Bereichen mithilfe geeigneter Methoden quantitativ beschrieben werden. Die Gefährdung von Leben und Gesundheit durch Unfälle stellt eine der augenfälligsten Folgen des Verkehrs auf den Menschen dar. Die Beschreibung der Verkehrssicherheit über Anzahl und Schwere von Unfällen erfolgt durch Unfallkosten, die die volkswirtschaftlichen Verluste durch die (polizeilich erfassten) Straßenverkehrsunfälle zusammenfassen. Die Monetarisierung von Personenschäden von Verkehrsunfällen gilt als eines der umstrittensten Kapitel der ökonomischen Bewertung der Verkehrsfolgen. Verkehrslärm stellt unerwünschten, unangenehmen oder schädlichen Schall dar, der auf das Verkehrsgeschehen zurückzuführen ist. Als subjektiv wahrgenommenes Phänomen ist eine Beurteilung von Verkehrslärm nur auf der Basis des mit ihm verbundenen Schalls und dessen Schwankungen über einen definierten Zeitraum möglich. Die in Deutschland zur Anwendung kommenden Verfahren zur Beurteilung des Verkehrslärms werden erläutert und verschiedene Grenzwerte für Verkehrslärm dargestellt. Bewertungsverfahren mit Aussagen über die gesamtgesellschaftliche Vorteilhaftigkeit geplanter Infrastrukturausbauten müssen Auswirkungen der Ausbauvorhaben auf den Verkehrslärm und dessen Folgewirkungen enthalten. Die dafür notwendige Methodik wird in ihren Grundzügen mit Bezug zum innerörtlichen Verkehrslärm erläutert. Ausführungen über einige (nicht auf Kfz selbst bezogene) Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms zeigen in Wirkungsbandbreiten das mögliche Ausmaß zur Verbesserung verkehrsbedingter Lärmimmissionen auf. Trotz signifikanter Reduzierung einiger Luftschadstoffemissionen im Straßenverkehr stellt der Kfz-Verkehr neben Kraftwerken, Industrie und Hausbrand einen der bedeutendsten Verursacher der anthropogenen Umweltbelastungen dar. Der Teil „Luftschadstoffe“ behandelt in diesem Zusammenhang die Wirkungen der Luftschadstoffe auf den Menschen, die geltenden Immissionsgrenzwerte für die unterschiedlichen Luftschadstoffe (bezogen auf alle Quellen), die Abgasgrenzwerte für Pkw und Lkw und weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen. Mit den dargestellten Verfahren zur Berechnung der Emissionen und Immissionen lassen sich quantifizierte Aussagen zur Luftverunreinigung gewinnen und in einer Weise evaluieren, wie sie in gängigen Bewertungsverfahren im Verkehrsbereich eingesetzt werden. Die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Verkehrssystems wird vor allem durch den Zeitbedarf charakterisiert, den die Verkehrsteilnehmer zum Erreichen der Ziele ihrer täglichen Wege benötigen. Die im Rahmen von Wirkungsanalysen verwendeten Ansätze zur Ermittlung der Indikatoren Zeit- und Betriebskosten werden vorgestellt. Zu den Folgen von Ablauf und Betrieb des Verkehrs zählt ferner die Trennwirkung für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer, vor allem Fußgänger, ohne deren Berücksichtigung eine Gesamtbewertung geplanter Verkehrsinfrastrukturvorhaben unvollständig bleibt.

Ulrich Brannolte, Raimo Harder, Christoph Walther, Tanja Schäfer, Alexander Dahl

Betriebswirtschaftliche Herausforderungen digitaler Plattformen in der Gründungsphase am Beispiel der Transportlogistik-Plattform Transporeon

Plattformbetreiber werden in der Gründungsphase mit einigen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Die Grundprobleme beim Aufbau und der Steuerung digitaler Plattformen sind zwar generell bekannt, deren Ausprägungen sind jedoch individuell. Das Ziel dieses Beitrags ist es, anhand der Fallstudie der Transportlogistik-Plattform Transporeon betriebswirtschaftliche Fragestellungen, mit denen Betreiber von Plattformen im Business-to-Business-Kontext nach der Gründung konfrontiert werden, sowie jeweils mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Herausforderungen stellten die Nutzerakquisition, das Preismodell, die Weiterentwicklung der Plattform sowie der bestehende Wettbewerb dar. Jedoch konnten nicht alle aus dem Business-to-Customer-Kontext bekannten Steuerungsmechanismen innerhalb einer Business-to-Business-Plattform angewendet werden.

Monika Stahl, Andreas Steur, Raphael Triemer

3. Selektive staatliche Begünstigung

Liegt eine staatliche Leistung vor, ohne dass dieser eine angemessene Gegenleistung des Begünstigten gegenübersteht, ist zwar der Beihilfebegriff erfüllt, indes nicht notwendigerweise der Beihilfetatbestand des Beihilfenverbots gem. Art. 107 Abs. 1 AEUV gegeben. Dieser erfasst nämlich nur solche Beihilfen, die staatlich oder aus staatlichen Mitteln gewährt sind und bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige begünstigen. Staatlichkeit und Selektivität sind also gefordert.

Walter Frenz

4. Einsatzfelder von Corporate Architecture

Nicht immer sind einzelne Einsatzfelder von realisierter Unternehmensarchitektur systematisch, klar und trennscharf darzustellen, da häufig funktions- oder konzeptbedingt die Corporate Architecture in der Praxis mehrere Gebäudearten oder Raumkonzepte miteinander verbindet und unter einem Dach oder an einem Standort vereint. Aus der Perspektive von Marketingkommunikation, die Corporate Architecture strategisch für gezielte wirtschaftlich orientierte Management- und Marketingaktivitäten einsetzt, werden im Folgenden die Beispiele entsprechend ihrer unternehmerischen Funktionen als Managementzentrale, Verkaufsstores und Showrooms, Produktions- und Lagerstätten, Museen, Markenerlebnisparks oder Hotels und Gastronomiebetriebe dargestellt.

Michael Kleinjohann

Kapellbrücke

Durch die gegebene Topografie weist die Schweiz eine hohe Dichte an imposanten Brücken auf. Es gibt eine grosse Vielfalt von Brücken. Sie reicht von alten Holz- und Steinbrücken bis zu modernen Stahl- und Betonbrücken. Dieser Bericht beschäftig sich mit der weltbekannten Kapellbrücke in Luzern, welche nicht umsonst ein beliebtes Fotosujet bei Touristen und auch Einheimischen ist. Speziell an dieser Holzbrücke ist, dass sie bereits im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Die Brücke und der darin integrierte Bilderzyklus weisen einen spannenden geschichtlichen Hintergrund auf. In dem Bericht wird, erläutert wie die Statik der Jochbrücke funktioniert und welche Baustoffe verwendet wurden. Auch über den Brand, welcher sich im Jahr 1993 ereignete, wird in diesem Bericht informiert.

Marco Stäheli

Neumattbrücke

Eine Infrastruktur ohne Brücken ist nicht vorstellbar, denn durch diese Bauten werden rascher Transport und effiziente Zusammenarbeit erst ermöglicht. Heute konstruieren und gestalten Ingenieure weltweit riesige Autobahn- und Eisenbahnbrücken. Diese massiven Bauten schaffen nicht nur Verbindungen, sondern sie können auch Teil einzigartiger Lebensräume werden. Im Juni 2013 wurde die Neumattbrücke zwischen Burgdorf und Kirchberg eröffnet, welche eine Überquerung der Emme für Fußgänger und Velofahrer ermöglicht. Die Neumattbrücke ist die längste freigespannte Holzbrücke der Schweiz, die ohne Stahl trägt. Sie fügt sich perfekt in die naturbelassene Umgebung ein. Sie wurde rechtzeitig für das Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2013 fertiggestellt und verkürzte für die Zuschauer die Strecke zur Arena enorm.

Gérôme Koehn

Kornhausbrücke

Die Kornhausbrücke in Bern wurde am 18. Juni 1898 eröffnet. Sie ist eine Strassenbrücke mit Fachwerkbögen auf Pfeilern aus Mauerwerk und einer Betonfahrbahnplatte. Zudem wird sie von der Tram befahren und kann von Fussgängern überquert werden. Die Gesamtlänge misst 355 Meter. Die Gesamtbreite beträgt 12,5 Meter, wobei 7,5 Meter für den Fahrverkehr verfügbar sind. Die Hauptbrücke selber überspannt die Aare mit 115 Metern. Sie wird durch fünf kleinere Nebenbrücken erschlossen.

Lukas Hofmann

Brücke Val Tgiplat

Die Schweiz verfügt auf Grund ihrer Topografie über eine außerordentlich hohe Brückendichte. Das Ziel dieses Beitrages ist eine Dokumentation über eine dieser Brücken.

Gian Salzgeber

Sunnibergbrücke

Das Prättigau, ein Tal im Kanton Graubünden und eine wichtige, bündnerische Verkehrsverbindung zwischen dem Chur Rheintal, Davos und dem Engadin sowie sogar international zwischen der Schweiz und deren Nachbarländern Italien und Österreich, litt lange Zeit unter einem enormen Durchgangsverkehr. Der Grund war die Hauptstraße 28, die sich durch die Herzen der kleinen Walser Dörfer schlängelte und diese mit einer mächtigen „Blechlawine“ belastete. Der Kanton Graubünden entschied sich 1994 zur Lösung dieses Problem und begann mit dem Bau des 950 Millionen teuren Projektes „Neue Prättigauer Nationalstrasse 28“ [1]. Prunkstück und Hingucker des Projektes ist eine gekrümmte Schrägseilbrücke, welche hoch über dem Flussbett der Landquart das gesamte Tal quert und weltweit seines gleichen sucht – die Sunnibergbrücke (Abb. 1).

Ciril Stadler

Salginatobelbrücke

Auf dem Weg nach Davos liegt im vorderen Prättigau das kleine Dorf Schiers. Versteckt im Salginatobel befindet sich ein Meisterwerk der Brückenbaukunst: die Salginatobelbrücke.

Remo Trümpy

Ponte dei Salti

Das Ferienparadies Tessin ist mit einer Vielzahl von historischen Denkmälern ausgestattet. So auch die Valle Verzasca. Heute international bekannt durch die Staumauer, liegt tiefer im Tal ein touristischer Geheimtipp. Das kleine, steinerne Dorf Lavertezzo besitzt nebst einer Kirche eine kleine Bogenbrücke. Der Ponte dei Salti besitzt eine lange Geschichte und ist durch sein romantisches Erscheinungsbild ein wichtiges Kulturgut der Gemeinde.

David Jakob

Landwasserviadukt

Das 1902 erbaute Landwasserviadukt in der Nähe von Filisur gilt als technisch besonders ehrgeizige architektonische Meisterleistung. „Aus technischer Sicht ist der zur Herstellung der Pfeiler und Bogen angewendete Bauvorgang beachtenswert.“ wird [4] festgestellt. Gelungen ist das Ergebnis aus Linienführung und Topografie. Ein Zug aus Richtung Chur fährt aus einem kurzen Tunnel auf die 65 m hohe Brücke und passiert anschliessend das Portal des Landwassertunnels, das in einer beinahe senkrechten Felswand konstruiert wurde.

Samuel Lutz

Sitterviadukt

Die Schweiz ist, als ein Land mit vielen Tälern und Schluchten, auch ein Eisenbahnland. Es umfasst viele kleine und grosse Kunstbauten und etliche Tunnel. Nahe St. Gallen steht ein ausserordentliches Bauwerk. Mit seiner enormen Höhe und der großen Spannweite ist den Ingenieuren ein Meisterwerk gelungen.

Daniel Stettler

Valtschielbrücke

Die älteste erhaltene versteifte Stabbogenbrücke ist die Valtschielbrücke bei Donat (GR). Robert Maillart entwarf sie 1925 als dritte ihrer Art nach der Schrähbachbrücke und der Flienglibachbrücke. Diese beiden Brücken sind leider nicht mehr erhalten.

Mattias Stoll

Soliser-Viadukt

Graubünden mit seiner kulturellen und landschaftlichen Vielfalt hat nebst der Ferienattraktionen auch sehr viele bewundernswerte Brücken und Viadukte zu bieten. Den meisten begegnet man auf der Albula- und der Berninalinie. Beide Linien zählen seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe an. Dieser Beitrag befasst sich mit dem Soliser-Viadukt, Teil der Albulabahn.

Janciga Peethamparam

Lorraineviadukt in Bern

Die Schweiz ist mit ihren viele Schluchten, Flüssen, Pässen, Hügeln und Bergen ein Brückenland. Wo eine Umfahrung oder ein Tunnel unmöglich sind, dienen Brücken dem öffentlichen wie dem Individualverkehr.

Joël Nussli

2. Brandschutz

Dieser Satz eines Weihegebets aus dem 3. Jh. lässt sich wohl auch auf die Pflicht der Kirchengemeinden und Klostergemeinschaften, insbesondere der Pfarrer und Klostervorsteher, auf die Sicherheit der Kirchen gegen Feuer beziehen. Das bedeutet nach dem heutigen Sprachgebrauch – für den Brandschutz zu sorgen.

Sylwester Kabat

4. Klöster

In der Bibel ist an keiner Stelle die Rede von Klöstern. Ab dem 4. Jh. zogen sich einige Christen in Ägypten, Palästina, Syrien und Kleinasien in die Wüste zurück, um zu beten und Askese zu üben. Sie wollten so besser der Nachfolgeforderung Jesu entsprechen und in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam leben. Sie lebten zunächst allein und einsam als Eremiten. Als Vater dieser Eremitenbewegung gilt Antonius (um 250–356). Bald bildeten sich Gemeinschaften der Eremiten, die unter einheitlicher Leitung klösterliche Siedlungen bauten. Als Begründer des ägyptischen Mönchtums gilt Pachomius (um 290–346), der um 320 das erste Kloster gründete. In der zweiten Hälfte des 4. Jhs. war Basilius der Große von Caesarea (330–379) tätig, von dem auch Mönchregeln stammen, denen heute noch das östliche christlich-orthodoxe bzw. orientalische Mönchtum folgt. Ende des 4. Jhs. verfasste die erste abendländische Mönchregel Augustinus (354–430). Bis heute gilt die Augustinerregel in mehreren Orden und Gemeinschaften. Ende des 4. Jhs. entstanden auch die ersten Klöster im heutigen Europa.

Sylwester Kabat

3. Kirchen

Das was wir heute unter Kirche als Kirchenbau verstehen ist ein kunst- und planvoll gestaltetes Gebäude zur Feier des christlichen Gottesdienstes. Die religiösen Handlungen, die in einem Kirchenbau stattfinden, werden nach einer bestimmten Ordnung, Liturgie genannt, vorgenommen. Die Liturgie bestimmt auch die Gestaltung des Kirchenraumes. Das Christentum hat den Namen Kirche aus dem antiken Griechenland für die Versammlung ekklesia auch für den Versammlungsort gebraucht, so dass wir auch heute mit dem Wort Kirche beides meinen, die Institution und das Haus.

Sylwester Kabat

Chapter 5. Städtische Atmosphäre und Stadtklima

Städte haben ein eigenartiges Mikroklima und führen durch die zunehmende Besiedlung, anthropogene Wärmeproduktion und Technisierung der Lebensräume zur Erwärmung der Erdatmosphäre. Die natürlichen Energie- und Stoffströme werden in Städten von anthropogen erzeugten Strömen überlagert. Daher stehen Städte vor großen Herausforderungen, um nachhaltig eine bessere Lebensqualität, Ressourceneffizienz und den Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Obwohl die anthropogene Energiezufuhr in Städten im Vergleich zu der natürlichen Zustrahlung relativ gering ist, wirken sich die städtischen Emissionen schwerwiegend auf das Klima aus. Aufgrund der durch die Bebauung verursachten Komplexität der städtischen Struktur erleidet auch die bodennahe Atmosphäre Veränderungen. Obwohl die Stadt in ihrer Gesamtheit eine geschlossene Struktur darstellt, ist sie in eine Vielzahl von kleineren räumlichen Strukturen unterteilt. Gekennzeichnet sind sie durch ständigen stetigen und auch abrupten Wechsel in ihrer Oberflächenrauigkeit. Städtische Versiegelungsflächen beeinträchtigen das Stadtklima erheblich. Durch geeignete Anordnung und Gestaltung dieser Flächen und Anordnung von Grün- und Wasserflächen sowie Luftbahnen kann der Aufheizung der Städte entgegengewirkt werden.

Schew-Ram Mehra

Chapter 7. Städtische Emissionen

Die zunehmende Technisierung hat insbesondere in den industriegeprägten Gesellschaften zu einem hohen Lebensstandard geführt. Dadurch sind gleichzeitig sowohl die Menschen als auch die Umwelt erheblichen Emissionen und Immissionen ausgesetzt. Die Belastung der Luft durch unterschiedliche Fremdstoffe und Erhöhung der Konzentrationen der Luftbestandteile, steigende Lärmbelastung, zunehmende künstliche Beleuchtung urbaner Räume sowie rasant wachsende elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder sind die wesentlichen städtischen Emissionen, die das Umfeld des Menschen, der Tiere und Pflanzen beeinträchtigen. Die zunehmenden anthropogenen Emissionen verändern die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre. Zusätzlich beeinträchtigen die abgegebenen Luftbeimengungen die klimatischen Prozesse sowie die Luftqualität und damit die Lebensbedingungen der Lebewesen.

Schew-Ram Mehra

Chapter 6. Urbane Bebauung

Die besonderen Merkmale der Städte sind neben dem modifizierten Klima die ausgeprägte Versieglung, große Menschenmassen und die stetig zunehmenden anthropogenen Emissionen, die in Abhängigkeit der Verdichtung, Anordnung und des Höhen-Breiten-VerhältnissesHöhen-Breiten-Verhältnis der Bebauung unterschiedliche Immissionen verursachen. Die städtische Versiegelung verändert den Wärme- und Feuchtehaushalt in der atmosphärischen Grenzschicht und damit auch die dortigen Temperatur- und Feuchteverhältnisse. Die Bebauung bremst den Wind, verändert seine Richtung, speichert die Sonnenstrahlung, emittiert Wärme, beeinflusst die Konvektion, verändert das Verdunstungsvermögen in den bodennahen Luftschichten sowie die Wärmespeicherfähigkeit und die Wärmeleitung des Erdbodens. Wohnhöfe in der Stadt demonstrieren den Einfluß städtischer Bebauung auf eine besondre Art.

Schew-Ram Mehra

Kapitel 10. Rohstoffe

1972, vor knapp 50 Jahren, erschien ein Buch, das wie kein anderes die weltweite Diskussion um ökologische Fragestellungen geprägt, ja diese Diskussion in gewisser Weise überhaupt erst angestoßen hat: „Die Grenzen des Wachstums“ (engl. „The Limits to Growth“, Bericht an den Club of Rome) von Dennis Meadows und seinen Mitarbeitern.

Dr. Thomas Unnerstall

Chapter 12. Der Gebäudebestand als Rohstofflager: Der Beitrag der Digitalisierung für ein zukünftiges regionales Stoffstrommanagement im Baubereich

Der Gebäudebestand enthält das größte Lager von Rohstoffen und Materialien der Gesellschaft. Die Nachfrage des Baubereichs nach Rohstoffen und Materialien ist unverändert hoch, genauso wie der Anfall von Bau- und Abbruchabfällen. Um den Zielen der Ressourcenstrategie, des Klimaschutzes und der Kreislaufwirtschaft Rechnung zu tragen, sind weitergehende Ansätze zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs nötig. Hier setzt die Idee eines regionalen Stoffstrommanagements an, in dem die aus dem Rückbau von Gebäuden resultierenden Stoffströme möglichst weitgehend und im unmittelbaren Umfeld genutzt werden. Dazu ist es wesentlich, die Akteure im Lebenszyklus von Gebäuden – Planung, Nutzung, Entsorgung – deutlich besser als heute informatorisch zu vernetzen. Als Grundidee für ein digital gestütztes regionales Stoffstrommanagement beschreibt der vorliegende Beitrag das Modell eines digitalen Gebäudematerialkatasters mit unterschiedlichen Ausbaustufen. Vorgestellt wird eine exemplarische Umsetzung in Form eines „regionalen Rohstoffkatasters“ für ein Planungsgebiet in der Rhein-Main-Region. Als Anwendungsperspektiven eines solchen regionalen Materialkatasters wird die Wiederverwendung von Bauteilen aus dem Gebäuderückbau diskutiert. In laufenden Forschungsarbeiten wird die Entwicklung des digitalen Gebäudematerialkatasters im Hinblick auf die Verbesserung der Kreislaufwirtschaft im Baubereich, aber auch für die Abschätzungen der ökologischen Wirkungen von Umbau- und Neubaumaßnahmen von Gebäuden und Quartieren weiterverfolgt.

Liselotte Schebek, Hans-Joachim Linke

1. Aufbau und funktionelle Bemessung von Seedeichen – ein Überblick

Für den Sturmflutschutz mit technischen Bauwerken haben sich Seedeiche in Deutschland als wichtigstes Küstenschutzelement bewährt. Bei Seedeichen handelt es sich um küstenparallele Linienbauwerke in Erdbauweise, die durch die lokale Geländeerhöhung eine Barriere zwischen Meer und Hinterland darstellen und somit vor Überflutungen schützen. Seedeiche erfahren, bedingt durch schwankende Wasserspiegel und Seegang, verschiedenen hydraulischen Belastungen und Wellen-Bauwerks-Interaktionen. Der Aufbau eines Seedeichs ist an die hydraulischen Einwirkungen und örtlichen Gegebenheiten gekoppelt. Nationale und internationale Leitfäden und Empfehlungen stehen für die Planung und Ausführung zur Verfügung. In dem vorliegenden Beitrag werden die Belastungen und der Aufbau von Seedeichen sowie Leitfäden und Empfehlungen für die Bemessung zusammenfassend dargestellt. Der Fokus liegt dabei auf den hydraulischen Einwirkungen und der funktionellen Bemessung.

B. Scheres, H. Schüttrumpf

Aspekte der Zumutbarkeit, der Bauwerksprüfung und der Bauzeit

Projektabwicklungen der Architekten und Ingenieure im denkmalgeschützten Bereich unterliegen Besonderheiten, die erheblich von „normalen“ Projekten der Neu- und Umbaumaßnahmen abweichen. In diesem Beitrag sollen drei Aspekte betrachtet werden: Erstens die Frage der Zumutbarkeit, die den Bauherrn und Eigentümer betrifft, zweitens die Frage der Bauwerksprüfung, die den Architekten und Ingenieur betrifft und drittens die Frage der Planungs- und Bauzeit, die das Honorar betrifft. Bei der Zumutbarkeit soll die Erhaltungspflicht eines denkmalgeschützten Objektes näher betrachtet werden. Die Frage, ob und wieweit Eigentum verpflichtet, steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Manfred v. Bentheim

Denkmalsanierung authentisch und energieeffizient – Möglichkeiten und Chancen mit mundgeblasenem Glas als Isolierglas

Sanierungsmaßnahmen zur energetischen Ertüchtigung historischer Gebäude und Altbauten gehen oft einher mit Veränderungen an Fenstern und Verglasung. Der Einsatz von Isoliergläsern ist dabei gängige Praxis, hat aber häufig den Verlust der historischen Fenstergläser zugunsten industriell hergestellter Flachgläser zur Folge. Dass aber modernste technische Anforderungen an Energieeffizienz den Einsatz traditionell gefertigter Flachgläser nicht zwangsläufig ausschließen müssen, soll folgender Artikel zeigen.

Michael Brückner

Sanierung und Umbau eines Wohnhauses der 1930er Jahre

Das Wohnhaus Wieckestraße Nr. 10 in Dresden ist fast 100 Jahre alt und eines der letzten original erhaltenen Gebäude in der Doppelhaus-Siedlung in Leubnitz-Neuostra. Es steht nicht unter Denkmalschutz. Anliegen ist es, möglichst viel originale Substanz zu erhalten und das Gebäude nachhaltig, ökologisch und der Substanz angemessen zu sanieren und umzubauen.

Katrin Schweiker, Stefan Dirlich

7. ServiceFlow – ein integraler Prozess der Planung, des Aufbaus und der Inbetriebnahme gewerkevernetzter Gebäudeautomation

Intelligente Endgeräte wie Smartphones gehören heutzutage zum Standardrepertoire des digitalisierten Lebens. Auch in Zweckbauten sind intelligente Automationssysteme heute kein ungewöhnlicher Bestandteil mehr. Intelligente Komponenten unterschiedlicher Hersteller sowie der Einsatz drahtloser Netzwerktechnologie eröffnen zudem neue Möglichkeiten in der Gebäudeautomation. Denn intelligente, vernetzte Gebäudeautomation verspricht einige Vorteile: sie lässt sich „remote“ steuern und regeln, sie umfasst alle Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung, sie bietet angepassten Komfort und sie ist dabei deutlich energieeffizienter.Mit steigenden Ansprüchen an die Gebäudetechnik steigt allerdings auch die Menge an Verknüpfungen, Geräten und Funktionen und damit letztlich auch die Komplexität des gesamten Automationssystems. Dies führt bereits heute zu einem deutlich erhöhten und manuell kaum mehr beherrschbaren Aufwand im Prozess des Engineerings, welches aus Anforderungsanalyse, Planung, Ausschreibung, Konzeption, Aufbau und Inbetriebnahme besteht. Aus diesem Grund wird das Potenzial vernetzter Gebäudeautomation kaum ausgeschöpft und bleibt oft weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück.Zur Überwindung dieser Herausforderungen entwickelte das Projekt ServiceFlow ein intelligentes Servicekonzept, in dem ein effizienteres Engineering vernetzter Gebäudeautomation Wirklichkeit werden kann.

Tuan Linh Mai, Jörg Andreas, Gerald Faschingbauer, Ralf Klimpel, Bastian Wollschlaeger, Stefan Mülhens, Matthias Lehmann, Klaus Kabitzsch, Sebastian Brühl, Frank von der Weth

Kapitel 7. Biosphärische-technosphärische Transformationen – Dreißig praktikable Vorsätze

In diesem Praxiskapitel werden dreißig geniale Naturlösungen als Ausgangspunkt für technosphärische Anwendungen herausgestellt. Sie orientieren sich weitgehend an den in den vorherigen Kapiteln beschriebenen genialen Beispielen aus der evolutionären Natur. Unstreitig nutzt die Natur auch Routineprozesse während ihrer Entwicklungsstadien, jedoch immer mit Bedacht, nie absolut und dauerhaft, sondern ändert die Routine dort, wo es erforderlich ist, z. B. unter Berücksichtigung von Systemgrenzen (z. B. bei Nahrungsknappheit) und im Sinne einer nachhaltigen Weiterentwicklung zur Stärkung der Überlebensfähigkeit. In der Technosphäre gilt dieser Automatismus eher selten bis gar nicht. Wird eine Gewohnheitsroutine angestoßen, dann wird sie nicht selten mehrfach durchlaufen, auch wenn die erwartete Belohnung nicht mehr so üppig ausfällt oder sogar zur Belastung wird und somit über den Zeitpunkt einer notwendigen Routineänderung hinaus bestehen bleibt. Die Tendenz einer Teufelskreisspirale wird erkennbar mit allen schädlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben können. Das gilt im Privatbereich (Sucht nach zuckerhaltigen Süßigkeiten) genauso, wie im beruflichen/sozioökonomischen, politischen/gesellschaftlichen Bereich (Sucht nach Anerkennung, Sucht nach Bestätigung, Sucht nach Macht etc.).

E. W. Udo Küppers

Kapitel 5. Das genügsame Haus

Die Behauptung: „Ein großer Teil unserer Primärenergie wird für das Heizen von Gebäuden aufgewendet. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, muss der Gebäudesektor schnell dekarbonisiert werden. Hierzu müssen wir Energieeffizienzstandards von Gebäuden verschärfen und die Sanierungsrate von Häusern anheben. Energiesuffizienz – die freiwillige Begrenzung des Energiebedarfs – sollte neben Effizienzmaßnahmen als zusätzliches Klimaschutzinstrument von der Politik gezielt gefördert werden.“

Prof. Dr. André D. Thess

8. Stahlverbundbauweise im Hochbau

Der Stahlverbundbau ist ca. 60 Jahre alt und hat sich in den letzten drei Jahrzehnten neben den vier klassischen Bauweisen in Holz, Mauerwerk/Steine, Beton/Stahlbeton und in Stahl als jüngster Bauweise im Hochbau fest etabliert. Fast noch stärker gilt dies auch für den Brückenbau, auf den in diesem Kapitel aber nicht näher eingegangen wird. Im Hochbau findet der Verbundbau vorzugsweise Anwendung im Skelettbau (Geschoss- und Industriebau, Parkhausbau), d. h. bei Träger- und Stützenkonstruktionen bzw. Decken. Dabei vereinigt die Bauweise die Vorteile der beiden eingesetzten Materialien Stahl und Beton durch Ausnutzung ihrer spezifischen Werkstoffeigenschaften:Stahl ist ein homogener, ideal-elastisch/plastischer Werkstoff mit zeit- und alterungsunabhängigen Festigkeitseigenschaften, die allerdings bei Einwirkung hoher Temperaturen (z. B. im Brandfall) relativ rasch verloren gehen. Aufgrund der hohen Festigkeiten ist ein geringer Materialeinsatz möglich.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

Kapitel 7. Clusterinitiativen als Instrument der Regionalentwicklung in Niederösterreich

„Innovation durch Kooperation“ als kontinuierlicher Ansatz regionaler Wirtschaftspolitik

Dieser Beitrag zeichnet die Entwicklung der niederösterreichischen Clusterpolitik als regionales, wirtschaftspolitisches Instrument von 2000 bis heute nach. Daraus abgeleitete Erkenntnisse: Die Einbettung in eine regionale Wirtschaftsstrategie ist unerlässlich, diese bildet den notwendigen Rahmen. Erfolgskennzahlen für Cluster sind sinnvoll und schaffen Akzeptanz. Clusterinitiativen sind nachhaltige Instrumente und eignen sich nicht für Spontanmaßnahmen. Cluster sind soziale Netzwerke handelnder Personen und basieren auf gegenseitigem Vertrauen, das sich stetig entwickelt. Kooperationsprojekte (B2B, B2R&D) schaffen langfristige und nachhaltige Beziehungen und sind ein Alleinstellungsmerkmal der Cluster. Und Cluster müssen lokal akzeptiert und gefestigt sein, damit eine Zusammenarbeit zwischen Clustern und Regionen funktioniert.

Stefan Liebert, Simone Hagenauer

Kapitel 12. Gibt es eine ethische Stadtplanung?

Der Beitrag beleuchtet ethische Fragen in der Bautechnik und Architektur. Nach einem historischen Rückblick werden die aktuellen Ansprüche an Wohngebäude vorgestellt, insbesondere der zunehmende Raumbedarf. Vor diesem Hintergrund werden Zielstellungen und Entscheidungen zu Neu- und Umbaumaßnahmen diskutiert und problematisiert, insbesondere mit Blick auf die Dimensionen der Nachhaltigkeit und das Problem der Gentrifizierung. Darauf aufbauend werden sieben Kriterien des nachhaltigen Bauens postuliert. Nach einem Blick auf das autochthone Bauen und möglichen Lowtech-Strategien schließ der Beitrag mit der Forderung, ethische Ansprüche bereits in der Planung von Neu- und Umbaumaßnahmen zu berücksichtigen.

Christoph Breuer

Kapitel 4. Marktpreisbildung bei öffentlichen Aufträgen

„Die VO PR 30/53 beginnt mit einer Präambel, einem zeitweilig sehr beliebten, gelegentlich diskreditierten Mittel, den Normzweck zu beschreiben und damit eine Auslegungshilfe zu geben.“ Die Präambel formuliert das Ziel, „marktwirtschaftliche Grundsätze auf dem Gebiet des öffentlichen Auftragswesens verstärkt durchzusetzen“.

Jonas Mengis

Open Access

4. Beherbergung

Die Beherbergungsbetriebe sind ein zentraler Faktor des Tourismusangebots, weil – sieht man von Camping- und Zeltplätzen ab – ohne entsprechendes Bettenangebot ein Großteil des Tourismus praktisch nicht stattfinden kann. Mit dem Wachstum des internationalen Tourismus steigt auch die Zahl der Beherbergungsbetriebe und der verfügbaren Betten. Weltweit gab es im Jahr 2018 geschätzte 119 Mio. Betten in kommerziellen Beherbergungsbetrieben (extrapolierte Daten aus Gössling und Peeters 2015), d. h., Angebote in der neuen Plattformökonomie (z. B. durch Airbnb) kommen noch dazu. Die Beherbergung verursacht einen wesentlichen Teil der touristischen Treibhausgasemissionen. Eine Schätzung geht davon aus, dass pro Übernachtung im weltweiten Durchschnitt etwa 14 kg CO2 entstehen (direkte Emissionen der Beherbergung, ohne Gastronomie; Gössling und Peeters 2015). Die Emissionsbandbreite der in der Literatur dokumentierten Werte schwankt allerdings je nach Unterkunftsform zwischen 0,1 kg CO2 und 260 kg CO2 pro Nacht (Gössling 2010). Eine Berechnung von Lenzen et al. (2018) geht davon aus, dass pro Jahr Treibhausgasemissionen von 282 Mt CO2-Äquivalenten durch Beherbergungsbetriebe verursacht werden (Input-Output-Analyse, ohne Gastronomie).

Stefan Gössling, Dagmar Lund-Durlacher, Hannes Antonschmidt, Mike Peters, Egon Smeral, Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider, Markus Gratzer

Kapitel 5. Beschreibung und erwartete Positionierung der relevanten Gewerkschaften und Unternehmerverbände

Mit sechzehn Einzelgewerkschaften wurde die Dachorganisation im Jahr 1949 gegründet, wobei aktuell nur noch acht Gewerkschaften im DGB organisiert sind. Im Jahr 1978 trat die Gewerkschaft der Polizei als letzte Einzelgewerkschaft bei, und seither finden häufiger Fusionen von Einzelgewerkschaften statt

Benedikt Bender

Wasserbau

Die Kerndisziplinen des Wasserbaus sind die Stauanlagen, wie Wehre bzw. Flusssperren und Talsperren, aber auch Wasserkraftanlagen sowie der Flussbau. Dazu kommen der Hochwasserschutz, die Sanierung bestehender wasserbaulicher Anlagen und heute verstärkt auch Aspekte der Ökologie bei der Planung neuer Anlagen und bei der Renaturierung im Zuge der Modernisierung von Wasserbauten und bei der Neugestaltung flussbaulicher Anlagen.

Franz Zunic, Theodor Strobl

38. Klimatechnik

Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schädlich

22. Baumaschinen

Als Baumaschinen wird die Gesamtheit der Maschinen und Geräte bezeichnet, die im Bauwesen verwendet werden. Die übliche Einteilung in Baumaschinen und Baustoffmaschinen ist nicht in allen Fällen eindeutig möglich, ebensowenig die Abgrenzung von stationär zu mobil eingesetzten Maschinen. Viele Baumaschinen lassen sich der Fördertechnik zuordnen, andere gehören zur Verfahrens‐ oder zur Fahrzeugtechnik. Wegen universeller Einsatzmöglichkeiten sind zahlreiche Baumaschinen im Laufe ihrer Entwicklung zu Industriemaschinen geworden. Wegen dieser Vielfalt ist eine Definition des Begriffs Baumaschine nicht eindeutig möglich. Bewährt hat sich die Zuordnung zu bestimmten Bausparten: z. B. Betonbau; Erd-, Tief- und Tunnelbau; Straßen-, Kanal- und Gleisbau. Hier wird eine Auswahl besonders häufig verwendeter Baumaschinen behandelt, die der Fördertechnik zuzurechnen sind. Größenangaben beziehen sich auf das Gesamtangebot. Mit größeren Stückzahlen werden die Maschinen in der Regel in der unteren Hälfte der angegebenen Spannen hergestellt.Hochbaumaschinen sind alle für das Errichten von Gebäuden erforderlichen Hebezeuge und Fördermittel sowie die Maschinen für Aufbereitung, Transport, Förderung und Verarbeitung der Baustoffe, insbesondere Beton.Siehe Abschn. 15.3.2.

Prof. Dr.-Ing. Günter Kunze

20. Lager- und Systemtechnik

Die Transporteinheit (TE) ist das zu fördernde einzelne Stückgut.Häufig fasst man zum Zwecke der Mechanisierung und Automatisierung im Materialfluss mehrere Einzelstücke auf einem Transporthilfsmittel (THM), auch Ladehilfsmittel (LHM) oder Ladungsträger genannt, zu einer größeren Transporteinheit (Fördereinheit, Ladeeinheit) bzw. Lagereinheit zusammen. Diese Bildung uniformer logistischer Einheiten dient der Reduzierung der Transporte sowie des Handlingaufwands, der betriebsübergreifenden Standardisierung der Transport-, Förder- und Lagermittel und der optimalen Nutzung der Lager- und Transporträume. Ferner führt „Ladeeinheit $${ = }$$ = Transporteinheit $${ = }$$ = Lagereinheit“ zu einer Beschleunigung des Umschlags und einer Schonung des Gutes. Vermehrt übernehmen THM in Verbindung mit Identträgern, wie z. B. Barcode oder RFID-Transpondern, auch die Rolle eines Informationsträgers.

Willibald Günthner, Prof. Dr.-Ing. Michael ten Hompel, Jun.-Prof. Dr.-Ing. Andre Katterfeld, Prof. Dr.-Ing. Friedrich Krause

S

Florian Langenscheidt, Peter May

XYZ

Florian Langenscheidt, Peter May

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Florian Langenscheidt, Peter May

S

Florian Langenscheidt, Peter May

B

Florian Langenscheidt, Peter May

Open Access

Intelligente Systeme für das Bauwesen: überschätzt oder unterschätzt?

Der Einzug digitaler Technologien in die Baubranche verändert mit den Beziehungen zwischen Menschen und Maschinen auch die Handlungsfähigkeit der Beschäftigten. Neben Chancen auf Entlastung von schwerer Arbeit und eine verbesserte Repräsentation komplexer Bauwelten steht die Herausforderung, die hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen für langlebige Bauprojekte ohne oder mit nur wenigen menschlichen Eingriffen zu erfüllen. Dafür kommt es auf eine kluge Integration von menschlicher und künstlicher Intelligenz an, bei der ausreichend Handlungsfähigkeit und -kompetenz auf Seiten der menschlichen Maschinensteuerung verbleibt. In unserem Beitrag diskutieren wir drei (Ideal-)Typen von Mensch-Maschine-Beziehungen und ihre Implikationen für Handlungsfähigkeit und Resilienz in künftigen Bauwelten. Dabei wird die Bedeutung vertrauenswürdiger und lernförderlicher Konfigurationen der Mensch-Maschine-Kooperationen herausgestellt.

Cordula Kropp, Ann-Kathrin Wortmeier

3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

4. Vergabeverfahren – Stufe 1 (Ausschreibung bis Angebot)

Wenn Bauarbeiten beauftragt werden sollen, dann werden die Aufträge dafür nur in Ausnahmefällen, wie z. B. bei kleineren Reparaturarbeiten mündlich erteilt. In der Regel erwartet ein Auftraggeber von einem potenziellen Auftragnehmer (Bauunternehmen) ein Angebot, auf dessen Grundlage dann ein Auftrag erteilt wird.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

5. Grundlagen der Kalkulation

Mit Hilfe der Kalkulation werden alle durch die Erstellung einer Bauleistung entstehenden Kosten erfasst. Die systematische Zusammenstellung aller im Unternehmen anfallenden und zahlenmäßig erfassbaren Vorgänge erfolgt mit Hilfe des Rechnungswesens (siehe Abb. 5.1).

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

6. Durchführung der Kalkulation

Bei der Angebotsbearbeitung im Bauunternehmen (siehe Abb. 6.1) sind verschiedene Arbeitsschritte durchzuführen, deren Umfang und Intensität vom Volumen des Projektes, seinem Schwierigkeitsgrad, dem Standort und von der Vertragsgestaltung abhängen. Die nachstehende Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte bezieht sich vorrangig auf Inlandsprojekte. Bei Auslandsaufträgen gestaltet sich die Angebotsbearbeitung insbesondere im Hinblick auf:

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

3. Biologische Basisinformationen

Ein Kapitel „Biologische Grundlagen“, wie es vielleicht erwartet werden würde, kann es im Rahmen dieses Buches nicht geben. Die Biologie ist ein viel zu großes und zu weit verzweigtes Gebiet, als das alle biologischen Grundlagen hier zusammengefasst werden könnten. Hinzu kommt, dass für das Verständnis vieler biologischer und insbesondere mikrobiologischer Abläufe, Prozesse und Systeme häufig auch fundierte Chemiekenntnisse benötigt werden.

Welf Wawers

Kapitel 1. Beton

Beton und Mörtel sind bis heute die meist verwendeten Stoffe im Bauwesen und folglich für den Bauingenieur von besonderer Bedeutung.

Eduardus Koenders, Kira Weise, Oliver Vogt

Kapitel 2. Betonstahl und Korrosion

Eisenwerkstoffe sind aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften sowie der guten Form- und Bearbeitbarkeit im Bauwesen von besonderer Bedeutung. Durch die Beimischung weiterer Stoffe (Legieren) können die Eigenschaften des Werkstoffes an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Erz als Rohstoff der Eisenwerkstoffe bezeichnet ein aus der Erdkruste abgebautes Mineralgemenge, welches einer mechanischen sowie chemischen Weiterverarbeitung unterzogen werden kann.

Eduardus Koenders, Kira Weise, Oliver Vogt

Kapitel 4. Kunststoffe

Kunststoffe bieten gegenüber dem Naturwerkstoff Holz den entscheidenden Vorteil, dass sich ihre physikalischen und chemischen Materialeigenschaften beim Produktionsprozess sehr präzise steuern lassen. Dadurch entstehen hochwertige Materialien gleichbleibender Qualität, die darüber hinaus ein sehr breites Anwendungsspektrum ermöglichen. Zudem existiert eine Vielzahl von Verfahren, um Kunststoffkörpern nahezu beliebige Geometrien zu verleihen.

Eduardus Koenders, Kira Weise, Oliver Vogt

Kapitel 3. Eigenschaften von Kunststoffen in Bauteilen

Kap. 3 Band 1 ist, neben Kap. 1 Band 2, das umfangreichste Kapitel dieser 3 Bände. Es beginnt mit dem chemischen, gefolgt vom physikalischen Aufbau der Kunststoffe. Die Bindungsarten leiten das Kapitel ein. Der Zusammenhang zwischen Bindekräften und der mechanischen Festigkeit von Polyethylen schließt die Einführung ab. Die chemische Struktur von Kunststoffen wird ingenieurmäßig erläutert bis hin zum Einbau von Fremdatomen (Copolymerisation) und innere/äußere Weichmachung. Die physikalischen Ordnungszustände (amorph, teilkristallin) sowie die anwendungstechnischen Auswirkungen (Schwindung, Dichte) werden beschrieben. Vernetzte Zustände schließen an.Abschn. 3.2 befasst sich mit der Charakterisierung von Zustandsbereichen in Kunststoffen. Es folgen die Abschn. 3.3 „Mechanische Eigenschaften“, 3.4 „Weitere physikalische Eigenschaften“ und 3.5 „Chemische Eigenschaften“. Abschn. 3.6 dürfte für den Leser wertvoll sein, weil hier Kurzcharakterisierungen von 33 Polymeren abgedruckt sind. Abschn. 3.7 behandelt Zusatzstoffe für Kunststoffe. Abschn. 3.9 behandelt die thermoplastischen Elastomere TPE), gefolgt von den Elastomeren in Abschn. 3.10. Abschn. 3.11 widmet sich den Polysiloxanen. Polymere und Faserverbunde aus natürlichen und synthetischen Rohstoffen (Abschn. 3.15) sowie Duroplaste (Abschn. 3.13) schließen Kap. 3 ab. Kap. 3 wurde umfangreich überarbeitet.

Peter Eyerer

7. Stromerzeugung aus Wasserkraft

Lauf- und Speicherwasserkraftanlagen werden eingesetzt, um die ursprünglich aus der Sonnenenergie kommende und mithilfe des globalen Wasserkreislaufs (Kapitel 2) im Wasser gespeicherte potenzielle und kinetische Energie zur Bereitstellung mechanischer und/oder elektrischer Energie nutzbar zu machen. Dazu werden nachfolgend zunächst die grundlegenden physikalischen Zusammenhänge, wie sie an einem Wasserkraftanlagenstandort gegeben sind, diskutiert. Im Anschluss daran wird auf wesentliche auftretende Verlustmechanismen eingegangen.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Aufleger, Prof. Dr.-Ing. Franz Joos, Dr.-Ing. Klaus Jorde, Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Dr. Anne Rödl, Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter, M.Sc. Lucas Sens

3. Passive Sonnenenergienutzung

Die Bezeichnung „Passive Solarenergienutzung“ hat sich in den 1970er Jahren eingebürgert. Mit Hilfe des Kriteriums „zugeführte Hilfsenergie“ sollte eine klare Abgrenzung zu den anlagentechnischen (aktiven) Systemen zur Nutzung der Sonnenenergie zur Wärmebereistellung erreicht werden. Beim Einsatz von Hilfsaggregaten (z.B. Ventilatoren) wurden die Systeme als Hybridsysteme bezeichnet. Der Übergang zwischen passiven und aktiven Systemen wurde dadurch jedoch unscharf, denn beispielsweise ist ein Fenster mit automatisch betriebener Verschattung gleichfalls passiv wie hybrid.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Dipl.-Ing. Marina Stegelmeier, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Streicher

8. Technisches Risikomanagement

Die besondere Relevanz von Lieferantenaudits in Bezug auf Lieferantenausfälle und Betriebsunterbrechungen

Im Vergleich zum finanziellen Risikomanagement wird das technische Risikomanagement in vielen Unternehmen weniger beachtet. Dabei stellt dieses einen essenziellen Part des Risikomanagements dar. Insbesondere größere Unternehmen, die hohe Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten aufweisen, führen Lieferantenaudits durch, in denen die technischen Risiken der Lieferanten identifiziert, analysiert, bewertet und schließlich mittels geeigneter Maßnahmen behandelt werden. Hierdurch sinkt das für Unternehmen mitunter existenzielle Risiko von Lieferantenausfällen. Der Ausfall eines single source bzw. single quality suppliers kann dazu führen, dass die eigene Wertschöpfungskette und damit die gesamte Leistungserstellung unterbrochen wird.

Thomas Bär, Yannick Berkemeier

2. Grundlagen

Die Geschichte des Betons ist mit der Entwicklung des Schalungsbaus eng verwoben.

Sascha Hickert

3. Bauwerksgeometrie und deren Schalungsmethoden

Das folgende Kapitel, Geometriestudie angewandter Radien auf dem Bausektor‘, ist eine überarbeitete Fassung der Artikel „Freigeformte Betonkonstruktionen − Formen, Schalungssysteme und technische Potenziale“ erschienen in „Leicht Bauen mit Beton – Forschung im Schwerpunktprogramm 1542“ [1] sowie dem Artikel „Evaluation of molding systems and heir technical Potenzials for freeform architecture“ erschienen in „Journal of Façade Design and Engineering“ [2].

Sascha Hickert

5. Parameteridentifikation

Es soll abgeschätzt werden, wie groß das Potenzial der textilen Schalung ist, auf dem Bausektor konkurrenzfähig aufzutreten, bzw.

Sascha Hickert

2. Männer und Schnupfen

Männerschnupfen ist anders. Ich denke, das können wir zu Beginn gleich einmal so festhalten. Ein Mann, der Schnupfen hat, ist anders als ein Mann ohne Schnupfen, und anders als eine Frau, die Schnupfen hat. Denn – mal Hand aufs Herz – Männer trifft ein Schnupfen meist um ein Vielfaches härter als Frauen. Während Frauen ihn in der Regel als Lappalie abtun, scheint für Männer oft eine ganze Welt zusammenzubrechen, sobald es beim Männerschnupfen in der Nase kitzelt.

Peter Buchenau, Ina Lackerbauer, Urs Peter Janetz, Marina Tinz

Kapitel 3. Synthese von Makromolekülen, Polyreaktionen

In diesem Kapitel werden die prinzipiellen Synthesemöglichkeiten für Makromoleküle vorgestellt. Unter Polyreaktionen zur Bildung von Makromolekülen versteht man chemische Reaktionen, bei denen Monomere und auch oligomere Verbindungen zu linearen, verzweigten oder vernetzten Makromolekülen reagieren. Die strukturellen, thermodynamischen und kinetischen Voraussetzungen für diese Reaktionen werden hier erklärt. Die Synthesemöglichkeiten für wichtige Polymergruppen durch Ketten- und Stufenwachstumsreaktionen werden erläutert. Die wichtigsten chemischen Reaktionen an bereits vorhandenen Makromolekülen, die zur Optimierung von Polymereigenschaften durchgeführt werden, und auch solche, die bei Alterungsprozessen ablaufen können, sind Gegenstand eines weiteren Abschnittes. Neben der Darstellung der Synthese von Polymeren aus petrochemischen Rohstoffen widmet sich ein Abschnitt des Kapitels den wichtigen Biopolymeren und Biokunststoffen. Polymere mit anorganischen Gruppen und technische Verfahren für Polyreaktionen werden in weiteren Abschnitten behandelt.

C. Kummerlöwe, H.-J. Endres, M. Susoff

Kapitel 24. Erdbebenanalyse von Tragwerken

Erdbeben sind in vielen Teilen der Welt der entscheidende Bemessungslastfall für Bauwerke. Als Erdbeben werden im Bauwesen Schwingungen des Baugrundes bezeichnet. Die Ursachen von Erdbeben sind vielfältig.

Dieter Dinkler

Kapitel 28. Menschen–induzierte Schwingungen von Brücken

Zusätzlich zu den planmäßigen zeitkonstanten Einwirkungen aus der Nutzung eines Bauwerks sowie aus Wind und Erdbeben werden Bauwerke auch durch Menschen zum Schwingen angeregt. In der Vergangenheit haben von Menschen induzierte Schwingungen verschiedener Fußgängerbrücken besondere Aufmerksamkeit erhalten, da einzelne Brücken für den Verkehr gesperrt werden mussten und erhebliche Sanierungsarbeiten erforderlich waren. Bekannte Beispiele hierfür sind die Millennium Bridge in London, siehe Dallard et al. [15], sowie die Passarelle Solferino in Paris.

Dieter Dinkler

Kapitel 4. Organisation und Werkzeuge

Um ein Bau-Projekt zu koordinieren und zu steuern, benötigen Sie die richtigen Werkzeuge und ein solides Grundwissen über Rechtsvorschriften und Normen. In diesem Kapitel zeige ich Ihnen die wichtigsten davon auf und gebe Ratschläge zur Anwendung. Anhand von Beispielen, Musterprotokolle und Textbausteinen, erleichtere ich Ihnen den Einstieg.

Dipl.-Ing. Sven Schirmer

Kapitel 8. Vertragsformen/Vergaben

Die Vergabe entscheidet über die Kostenentwicklung des Bauvorhabens. Um eine gute Ausschreibung zur erstellen ist viel Wissen über die Bauausführung, die Baukonstruktion und über Baumaterialien sowie eine Portion Erfahrung bezüglich der Preisgestaltung notwendig. In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Formen der Vergabe sowie Hinweise zur Ausschreibung und den nachfolgenden Vergabe- und Vertragsgesprächen gegeben.

Sven Schirmer

Kapitel 10. Baustellenkoordination

Ein Bauvorhaben gliedert sich in die drei Hauptphasen: Die Planung, die Ausschreibung/Vergabe und die Bauausführung. Bauabläufe sind vielschichtig und zeitlich zu koordinieren und vorauszuplanen. Meist ist zum Zeitpunkt des Baubeginns die Ausführungs- und Detailplanung noch nicht abgeschlossen, so haben Sie neben der Baustelle auch noch die Planung und ggfs. die Behörden zu koordinieren. Hier gilt, das unvorhergesehene gehört zum Baustellenalltag. Es werden Tipps zum Bauablauf, Terminplanung, Bauüberwachung, Mängeln bis zur Abnahme und vieles mehr gegeben.

Sven Schirmer

Kapitel 8. Lagertechnik

Lagern (oder auch Speichern) ist der Vorgang des Aufbewahrens von Lagergut, oder allgemeiner „jedes geplante Liegen des Arbeitsgegenstandes im Materialfluss“. Dieser Vorgang findet in einem Lager statt, das definiert ist alsLagertechnikEinleitung|( ein „Raum bzw. eine Fläche zum Aufbewahren von Stück- und/oder Schüttgut, das mengen- und/oder wertmäßig erfasst wird“.

Karl-Heinz Wehking

Kapitel 1. Fragen und Aufgaben

Wovon hängt die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes ab?

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker, Alexandra Wagner

Kapitel 2. Antworten und Lösungen

Die Wärmeleitung in einem Baustoff resultiert aus der Wärmeleitung über den Feststoffanteil sowie aus Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch im Porenraum. Die primäre Einflussgröße ist somit die Rohdichte bzw. der Porenanteil. Folglich dämmen Baustoffe mit geringer Rohdichte besser als Baustoffe mit hoher Rohdichte.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker, Alexandra Wagner

Kapitel 5. Erläuterung der Wohlbefindlichkeitsfaktoren

Um die Anwendung der Matrix zu erleichtern, wird die Soll-Matrix nachfolgend umfassend beschrieben und erklärt. Dies ermöglicht es den Anwendern, die Faktoren besser zu verstehen und nachvollziehbare und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. An dieser Stelle sei jedoch auch erwähnt, dass die Anwendung eines Faktors weitgehend Auslegungssache ist, beispielsweise kann in der Hotellerie statt Hintergrundmusik auch eine andere akustische Beschallung wie Vogelgezwitscher angewendet werden.

Werner Seiferlein

Kapitel 5. Bauakustik

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

Kapitel 3. Feuchteschutz

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

Kapitel 2. Wärmeschutz

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

Kapitel 6. Raumakustik

Im Gegensatz zur Schallausbreitung im Freien, bei denen eine Beziehung zwischen Schalldruckpegel am Immissionsort und Entfernung zum Emissionsort (Schallquelle) besteht, entsteht in geschlossenen Räumen ein diffuses Schallfeld aus direktem Schall und reflektiertem Schall.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

Kapitel 7. Brandschutz

Die Musterbauordnung MBO [55] formuliert die Anforderungen an den Brandschutz wie folgt: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löschmaßnahmen möglich sind.“

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

6. Controlling in der Immobilienprojektentwicklung

Der Projektentwicklungsprozess ist eine arbeitsteilige und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Ziel, eine individuelle Immobilie zu planen, zu realisieren und zu vermarkten. Die sich hieraus ergebende Heterogenität und das große Spektrum von Einflussfaktoren bringt eine Vielzahl von Risiken mit sich. Die Aufgabe des Controllings innerhalb des Projektentwicklungsprozesses ist die Sicherung der Projektziele: Kosten, Termine und Qualitäten. Unerlässlich für das Controlling ist ein aktives Risikomanagement.„Immobiliencontrolling ist ein ganzheitliches Instrument zur Durchsetzung von Eigentümerzielen, das selbstständig und kontinuierlich bei Immobilien entsprechende Informations-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben definiert und wahrnimmt.“ (Metzner 2002, S. 50)Das Controlling bei einer Immobilienprojektentwicklung hat die Besonderheit, dass es nur wenige sich wiederholende Prozesse gibt und damit der klassische Controlling-Regelkreis nur bedingt anwendbar ist. Das Controlling bei einer Immobilienprojektentwicklung ist vielmehr linienförmig und beginnt mit der Definition der Projektidee und endet mit der Fertigstellung bzw. der Inbetriebnahme der Immobilie.Betrachtet man die Ebene des Projektentwicklers mit einem Portfolio von mehreren Immobilienprojektentwicklungen, so können Erfahrungen aus vergangenen Projektentwicklungen in den Steuerungsprozess von neuen Projektentwicklungen einfließen.Im Folgenden wird das Controlling auf Ebene der Immobilienprojektentwicklung behandelt und die enge Verzahnung zwischen Controlling und Risikomanagement dargestellt.

Florian Spitra

2. Immissionsschutzrecht

Zweck dieses Gesetzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen. Soweit es sich um genehmigungsbedürftige Anlagen handelt, dient dieses Gesetz auch

Gabi Förtsch, Heinz Meinholz

Kapitel 6. Wertstoffrückgewinnung aus Abwässern

Für die Rückgewinnung von WertstoffenWertstoff aus Abwässern stellen sich zunächst drei Fragen.

Rolf Stiefel

Digitales Planen und Bauen

Mit zunehmender Verfügbarkeit von digitalen Bauwerksdaten kann auch das digitale Abbild eines Bauwerks immer umfassender dargestellt werden. Ziel ist dabei eine erhebliche Effizienzverbesserung des gesamten Prozesses von der Projektinitiierung bis zur Betriebsphase von Bauwerken. Hierzu werden Projekt- und Bauwerksinformationen kontinuierlich entlang des gesamten Lebenszykluses digital generiert, aufbereitet und weiterverarbeitet. Die Koordination und Nutzung der Bauwerksdaten erfolgt anhand von Methoden des digitalen Planens, Bauens und Betreibens. Damit kann die Digitalisierung der gesamten Bauwertschöpfungskette erreicht werden.

Alexander Malkwitz, Dirk Schlüter

Unternehmensführung

Unternehmensführung umfasst den Planungs-, Entscheidungs-, Kontroll- und Steuerungsprozess zur Ausrichtung des lang-, mittel- und kurzfristigen Handelns der Mitarbeiter im Unternehmen sowie auch der mit dem Unternehmen kommunizierenden Personen und Institutionen außerhalb des Unternehmens, stets verbunden mit einem spezifischen Führungsverhalten. Damit handelt es sich um einen multipersonalen, mehrstufigen und z. T. nach dem Regelkreisprinzip ablaufenden Prozess der Informations-verarbeitung, Willensbildung und -durchsetzung von Führungskräften gegenüber anderen Personen sowie der Übernahme der hiermit verbundenen Verantwortung.Inhalte des Kapitels Unternehmensführung sind daher die Beschreibung der Vision, Mission und Unternehmensziele, der Shareholder-Value-Ansatz, die Produkt-Markt-Segmentierung mit Betrachtung der Marktattraktivität und Ressourcenposition, die strategischen Optionen unter Beachtung der Wettbewerbsposition, die operative Unternehmensführung mit den Handlungsfeldern Personalmanagement und Organisationsentwicklung, die Beschaffung von Baustoffen, Gerät und Material sowie Verbrauchsstoffen, Managementsysteme für Qualität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz, das Controlling und Risikomanagement. Das Kapitel wird abgerundet durch die Verfahren der Unternehmensbewertung.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Dirk Schlüter

Bauwirtschaftslehre – Grundlagen

Die Bauwirtschaftslehre als spezielle Betriebswirtschaftslehre ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns der am Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen Beteiligten. Lange sehr stark auf die Technik fokussiert, werden heute professionell ausgerichtete bauwirtschaftliche Funktionen und Prozesse als entscheidende Erfolgsfaktoren in den Unternehmen akzeptiert und angenommen. Zunächst werden die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre erläutert. Dazu zählen Begriffe wie Markt, Angebot und Nachfrage, Kosten, Rentabilität, Konjunktur und Tarifrecht. In der Unternehmensrechnung sowie der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung werden die Grundlagen zur Erfassung, Darstellung, Auswertung und Überwachung aller Geld- und Güterströme in (Bau-)Unternehmen vermittelt. Im Kapitel Unternehmensfinanzierung werden schließlich die Ziele und Einflussfaktoren der Finanzierung eines Unternehmens sowie alternative Finanzierungsformen dargestellt.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Ayosha Aghazadeh

Nachtragsmanagement

Das Thema Nachtragsmanagement hat beim Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen stets wichtige Bedeutung, da es während der Vertragsabwicklung sehr häufig zu Leistungsänderungen und Leistungsstörungen kommt, über deren Auswirkungen sich die Vertragsparteien dann möglichst autonom, ggf. außergerichtlich mit Hilfe von qualifizierten Streitlösern und leider noch viel zu häufig gerichtlich in jahrelangen Gerichtsprozessen verständigen müssen. Dieses Kapitel soll dazu beitragen, dass die Parteien eine Handlungsanleitung für die autonome und außergerichtliche Verständigung erhalten. Daher wird zunächst vermittelt, wie Auftraggeber Nachträge vermeiden und wie sie bei der Prüfung von Nachträgen vorgehen können. Im Anschluss wird gezeigt, wie Auftragnehmer Nachträge vorbereiten und ihre Ansprüche auch durchsetzen wollen. In allen Fällen hat die Kommunikation und Dokumentation von Soll-Ist-Abweichungen entscheidende Bedeutung für die Nachweisführung. Da die VOB/B 2016 bis auf weiteres unverändert bleiben wird und für öffentliche Auftraggeber als Ganzes verpflichtend anzuwenden ist, wird zunächst das Vorgehen bei Ansprüchen auf Vergütungsänderungen aus Leistungsänderungen und Zusatzleistungen gemäß § 2 Abs. 3 bis Abs. 7 VOB/B und dann die Geltendmachung bzw. Prüfung von Schadensersatzansprüchen aus Behinderungen (§ 6 Abs. 6 VOB/B) und von Entschädigungen aus unterlassener Mitwirkung des Auftraggebers (§ 642 BGB) nach den Anforderungen des BGH erläutert. Den Abschluss des Kapitels bildet das Nachtragsmanagement nach dem seit dem 01.01.2018 geltenden Bauvertrags-, Architekten- und Ingenieurvertragsrecht der §§ 650b-c und p-q BGB, für das BGH-Entscheidungen frühestens ab dem Jahr 2023 zu erwarten sind.

Claus Jürgen Diederichs

Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik

Um die von der Unternehmensleitung gesteckten Ziele auf den Baustellen in die Tat umzusetzen, bedarf es einer entsprechenden Organisation dieser vorübergehenden Fertigungsstätten. Die Organisation setzt sich aus der Aufbauorganisation und der Ablauforganisation zusammen.

Christoph Motzko, Eberhard Petzschmann, Holger Kesting, Manfred Helmus, Peter Böttcher, Marco E. Einhaus, Hendrikje Rahming, Olaf Leitzbach, Dietrich Stein, Robert Stein, Jörg Fenner

Kapitel 10. Dach

Steildächer von Einfamilienwohnhäusern werden oft als Kehlbalkendach ausgeführt. Im vorliegenden Fall wurde der Dachraum nicht ausgebaut und ist nur über eine Einschubtreppe zugänglich. Die Wohnungsdecke, also die Kehlbalkendecke, wurde mit Mineralwolle gedämmt und erhielt raumseitig eine Dampfsperre.

Joachim Schulz

Kapitel 5. Tiefgaragen, Parkhäuser, Rampen

In der Tiefgarage eines mehrgeschossigen Bürogebäudes kam es immer wieder zu Pfützenbildung auf der Oberfläche des Fußbodens (Abb. 5.1a, b).

Joachim Schulz

Kapitel 4. Keller

Der Neubaukeller eines Einfamilienhauses sollte – wie es heutzutage üblich ist – „ausgebaut“ werden.

Joachim Schulz

Kapitel 7. Fenster

Gerade bei Vorhangfassaden der 70er und 80er Jahre habe ich wiederholt festgestellt, dass es zu starken Zugerscheinungen im Fensterbrüstungsbereich innerhalb der Räume kommt. Nach Demontage der Außenverkleidung eines Wohn- und Geschäftshauses wurden überdurchschnittlich breite „Fugen“ festgestellt, die nicht bzw. nur unzureichend abgedichtet waren.

Joachim Schulz

Kapitel 6. Fassade

An einem Gesimsputz kam es im Traufbereich des Daches zu Farb- und Putzabplatzungen. Nachdem die Fassade eingerüstet war, wurde festgestellt, dass es sich bei den Putzabplatzungen um Gipsputz handelte.

Joachim Schulz

Kapitel 8. Innenausbau

Konstruktionsarten bei Estrichen:

Joachim Schulz

Kapitel 3. Analyse der Rahmenbedingungen und Anforderungen an Hallen

Um anpassungs- und umnutzungsfähige Produktionshallen planen und realisieren zu können, ist es unabdingbar, die Rahmenbedingungen und Anforderungen in Hinblick auf die zu betrachtenden Hallenbauwerke einzugrenzen. Dabei ist es erforderlich, die wichtigen baulichen Parameter zu spezifizieren und umzusetzen. Nur dann kann die langfristige Marktgängigkeit sowie Minimierung des Leerstands- und Vermarktungsrisikos sichergestellt werden.

Anne Harzdorf

Kapitel 4. Domed Cities: Kuppeldispositive in der Science-Fiction des 20. Jahrhunderts

Kuppelstädte gehören seit jeher zum Motivrepertoire der Science-Fiction. Von den Nachkriegsjahren bis in die späten 1980er-Jahre erleben sie in Literatur, visueller Kultur und Film eine außerordentliche Konjunktur. In den Science Fiction Studies erhielten sie bislang jedoch überraschend wenig Aufmerksamkeit. Der vorliegende Aufsatz unternimmt einen ersten Schritt, diese Lücke zu füllen. Er fragt nach der komplexen Genealogie und den ideologischen Implikationen dieses urbanen Bildes, das auch in unkonventionellen Projekten der Stadtplanung auftaucht. Obwohl gläserne Kuppeln vielfach als griffige Lösungen für schwerwiegende zivilisatorische und ökologische Probleme präsentiert werden, ist ihre Ausgestaltung, Metaphorik und Wertung von starken Ambivalenzen geprägt. Nachdem sie mit dem Ende des Kalten Krieges und des Weltraumzeitalters fast vollständig von der Bildfläche verschwunden sind, erleben Kuppelvisionen und -architekturen seit der Jahrtausendwende ein erstaunliches Comeback. Angesichts dieser Tendenz erscheint es umso wichtiger, den Topos zu überdenken, denn bereits die historischen Vorläufer zeigen vielfältige Mechanismen sozialer Ein- und Ausschlüsse.

Szilvia Gellai

3. Struktur und Bestandteile der Dokumentation verfahrenstechnischer Anlagen

Die Ordnung einer Dokumentation äußert sich in ihrer Struktur und Gliederung sowie in ihrer Klarheit und Eindeutigkeit.

Klaus H. Weber, Frank Mattukat, Manfred Schüßler

10. Die Interdependenz von Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Chance der unternehmerischen Transformation

Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden die zwei großen Veränderungsbeschleuniger der kommenden Jahre sein. In Anbetracht des Umfangs und der Geschwindigkeit, in der sich die Rahmenbedingungen für Unternehmen ändern, müssen sich Unternehmen fragen, wie sie ihre digitale Transformation gestalten müssen, damit sie in einer digitalen Nachhaltigkeitsgesellschaft zukunftsfähig bleiben. Erfolgreiche digitale Transformation bedeutet, dass Unternehmen ihre Unternehmensstrategie und Denkweise hinterfragen und neu ausrichten müssen. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, wie die aktive Gestaltung der digitalen Transformation als offener Such- und Lernprozess Unternehmen dabei unterstützt, digitale Technologien und nachhaltigkeitsorientierte Praktiken in innovative Geschäftsmodelle zusammenzuführen. An zwei erfolgreichen Beispielen wird aufgezeigt, wie der Wille und Mut zur Zusammenarbeit mit verschiedensten Akteuren sowie die Bereitschaft, mit Unsicherheit zu experimentieren, die Entstehung von zukunftsfähigen Geschäftsmodellen ermöglicht.

Michael von Kutzschenbach

19. Innovate like Start-ups – Das Innovationsformat Makeathon als Basis für die Entwicklung disruptiver Innovationen

Viele traditionelle Unternehmen stehen vor der Herausforderung, in einer globalisierten und immer volatileren Welt mit zwar jungen, aber teils bereits großen digitalen Playern in Konkurrenz zu treten. Aber auch kleine Start-ups werden oft übersehen und können, aus einer Nische heraus, etablierten Unternehmen Marktanteile streitig machen. Dabei fällt es den bisher erfolgreichen Unternehmen schwer, Werkzeuge und Methoden zu finden, um ihre Transformationsfähigkeit und ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern. Häufig mangelt es an einem umfassenden Verständnis für dynamische Innovationsprozesse, die notwendige Arbeitskultur und passende Innovationsformate. Die Paradigmen in der digitalen Welt unterscheiden sich dabei grundlegend von dem, was diese Unternehmen bisher erfolgreich gemacht hat. Im Rahmen dieses Beitrags werden Herangehensweisen und Ideen vorgestellt, wie disruptive Innovationen vorangetrieben werden können. Dabei wird insbesondere das Open-Innovation-Modell, das den Austausch von Impulsen und Informationen mit internen und externen Know-how-Trägern beschreibt, vorgestellt. Anschließend wird auf die Voraussetzungen für Open Innovation eingegangen. Dabei muss sich eine Arbeitskultur etablieren, die dazu beiträgt, dass Mitarbeiter schnell, eigenverantwortlich und effizient Entwicklungen vorantreiben können. Darauf aufbauend wird das Konzept des Makeathons vorgestellt. Hierbei werden Mitarbeiter für begrenzte Zeit gezielt aus der Linienstruktur herausgelöst und erhalten die Möglichkeit, eine Innovation frei von den formalen Zwängen des Alltagsgeschäfts voranzutreiben.

Manuel Guttenberger, Peter Vatter

Kapitel 10. Stahlbeton-Bauteile

Die Bezeichnung „Stahlbeton“ besagt, dass dieser Baustoff aus Stahl und Beton besteht. Beton ist bekanntlich ein Gemenge aus Gesteinskörnern verschiedener Größe, die unter Zugabe von Wasser durch Zement miteinander verkittet sind. Bei sorgfältiger Herstellung wird Beton sehr druckfest, und zwar umso mehr, je weniger Hohlräume er enthält.

Horst Herrmann, Wolfgang Krings

Kapitel 2. Kräfte am Bauwerk

Bewundernd stehen wir heute noch vor alten Bauten, die die Jahrhunderte überdauert haben. Die Treppe in Bild 1.1 scheint sich fast schwerelos empor zu winden. Schön sind ihre Formen, und harmonisch ausgeglichen erweckt sie den Eindruck, dass sie allen Belastungen gewachsen ist.

Horst Herrmann, Wolfgang Krings

Kapitel 3. Sicherheitskonzept

Die Aufgabe bei der Tragwerksplanung besteht darin, das Tragwerk so zu planen, dass es während der vorgesehenen Nutzungsdauer, im Normalfall statistisch betrachtet ca. 50 Jahre, mit einer ausreichend großen Zuverlässigkeit, unter Beachtung wirtschaftlicher Gesichtspunkte bei der Herstellung und Unterhaltung, den möglichen Einflüssen und Einwirkungen standhält sowie die geforderten Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit erfüllt.

Horst Herrmann, Wolfgang Krings

Kapitel 12. Statische Berechnung eines einfachen Wochenendhauses

Für das in den Grundrissen und Schnitten in den Bildern 11.1 bis 11.4 dargestellte Haus mit seinen wichtigsten tragenden Konstruktionsteilen wollen wir nun mit den uns bekannten Rechenmethoden die statische Berechnung erstellen. Wir führen hier keine Schallschutz- und keine Wärmeschutznachweise. In den Plänen ist keine Treppe dargestellt und auch fehlen bestimmt noch einige Fenster- und Türöffnungen.

Horst Herrmann, Wolfgang Krings

Kapitel 5. FB-Verarbeitung

Wie bei jedem Verbundbaustoff sind beim Faserbeton einige Grundregeln zu beachten, um eine gute Verarbeitung zu erreichen. Das Endergebnis sollte ein gleichmäßiger Baustoff sein, der in allen seinen Komponenten den Erwartungen des planenden Ingenieurs entspricht.

Bernhard Wietek

Kapitel 6. Beobachtungen in der Gemeinschaft

In den folgenden vier Kapiteln wird die Situation während der Feldforschung beschrieben und analysiert. Es handelt sich dabei um Konflikte und Ereignisse während der Forschungszeit. Sie versuchen Rückschlüsse und Verbindungen zu theoretischen Richtungen zu ziehen.

Anne-Kathrin Schwab

Kapitel 4. Fasern

Es werden hier nur Fasern aufgezeigt, die mit Verarbeitung von Beton angewendet werden. Ausgehend von künstlichen Fasern wie Kunststoff-, Stahl und Glasfasern werden auch die heute jedoch seltener angewendeten Naturfasern wie Pflanzen- und Tierfasern aufgezeigt.

Bernhard Wietek

Kapitel 2. Definitionen

Die hier aufgelisteten Begriffe werden beschrieben, um so eine eindeutige Definition zu erhalten, die in diesem Buch verwendet wird.

Bernhard Wietek

Kapitel 7. FB-Bemessung

Mit Hilfe der statischen Berechnung werden die Kräfte und Momente in einem System (Bauwerk oder Bauteil) ermittelt, das in die Natur umgesetzt werden soll. Es ist also die Anforderung der Belastung aus der Statik bekannt, es muss jetzt nur noch der richtige Werkstoff und dessen Dimension gefunden werden, der diesen Anforderungen entspricht. Diese Umsetzung der Kräfte und Momente in Materialien und deren Abmessungen nennt man Bemessung.

Bernhard Wietek

Kapitel 7. Redoxreaktionen – Grundlagen der Elektrochemie

Sehr viele Prozesse der Baupraxis wie die metallische Korrosion, das Ausbleichen von Fassaden oder die Alterung von Kunststoffen sind auf Oxidations- bzw. Reduktionsreaktionen zurückzuführen. Die Begriffe Oxidation und Reduktion sind im Laufe der historischen Entwicklung der Chemie mehrfach erweitert und auf einer höheren Erkenntnisebene neu definiert worden. Ursprünglich wurde unter einer Oxidation die Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff (Oxygenium), also eine Sauerstoffaufnahme verstanden.

Roland Benedix

Kapitel 9. Chemie nichtmetallisch-anorganischer Baustoffe

Die äußerste Schicht unserer Erde ist aus einer Vielzahl unterschiedlicher Gesteine aufgebaut, die sich über lange geologische Zeiträume hinweg gebildet haben. Von der Art der bei der Bildung der Gesteine ablaufenden physikalischen oder chemischen Vorgänge hängen Struktur und Aufbau und damit die Gebrauchseigenschaften eines Gesteins wie Härte, Druckfestigkeit, Porosität und Wasseraufnahmevermögen ab.

Roland Benedix

Kapitel 2. Atombau und Periodensystem der Elemente

Die Frage nach der Struktur der Materie ist ein besonders instruktives Beispiel dafür, wie in enger Wechselbeziehung zwischen Experiment, Theorienbildung und Modellvorstellung die schrittweise Aufklärung der atomaren Substruktur zu immer detaillierteren Kenntnissen hinsichtlich des Aufbaus des Atomkerns und der Elektronenhülle führte.

Roland Benedix

Kapitel 10. Chemie organischer Stoffe im Bauwesen

Im Bauwesen spielen Kohlenstoffverbindungen sowohl als Hilfsstoffe (Lösungs- und Verdünnungsmittel, Füllstoffe, Zusatzmittel) als auch direkt als Baustoffe (Bitumenhaltige Bindemittel, Kunststoffe, Holz) eine wichtige Rolle. Für ein besseres Verständnis ihres chemischen Aufbaus, ihres Verhaltens und ihrer Eigenschaften sollen in diesem Kapitel zunächst einige grundlegende organische Stoffklassen besprochen werden.

Roland Benedix

Kapitel 8. Chemie der Baumetalle

Neben der großen Gruppe nichtmetallischer Baustoffe (Kap. 9) gehören vor allem die Metalle und ihre Legierungen mit ihren ganz spezifischen chemischen und technologischen Eigenschaften zu den wichtigsten Bau- und Werkstoffen. Inhalt des vorliegenden Kapitels sollen die physikalisch-chemischen Besonderheiten metallischer Werkstoffe, ihr Verhalten gegenüber atmosphärischen Einflüssen (Korrosion) sowie gegenüber anorganisch-nichtmetallischen Baustoffen wie Gips, Kalk und Beton sein.

Roland Benedix

Kapitel 5. Luft und Luftinhaltsstoffe

Bauwerke sind den ständigen Einflüssen der Atmosphäre mit den in ihr natürlich enthaltenen Gasen Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid, den Edelgasen, wechselnden Mengen an Wasserdampf, aber auch mit den in ihr enthaltenen Luftschadstoffen wie Schwefeldioxid, Stickoxiden, Ozon sowie Staubpartikeln unterschiedlichster Herkunft ausgesetzt. Schlagworte wie Saurer Regen, Sommersmog, Treibhausgase und Neuartige Waldschäden gehören dank der Berichterstattung durch die Medien zu unserem Alltag. Häufig besteht jedoch gerade bei Begriffen, mit denen wir ununterbrochen konfrontiert werden, der größte Erklärungsbedarf.

Roland Benedix

Kapitel 13. Hightech im Bauwesen: Anwendung der Nanotechnologie in Architektur und Bauwesen

Die Nanotechnologie gilt weltweit als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Für zahlreiche Industriebranchen wie den Automobilbau, die chemische und pharmazeutische Industrie, die Informationstechnik sowie die optische Industrie hängt die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte sehr wesentlich von der Erschließung moderner Technologien zur kontrollierten Erzeugung und Nutzung nanoskaliger Strukturen ab. Doch Nanotechnologien bieten nicht nur den Hightech-Branchen, sondern auch den konventionellen Industriezweigen wie dem Bausektor erhebliche Entwicklungs- und Geschäftspotentiale.

Roland Benedix

Kapitel 12. Luftschadstoffe in Innenräumen

In den letzten Jahrzehnten haben gesundheitliche Beschwerden zugenommen, die in engem Zusammenhang mit dem Aufenthalt in Innenräumen bzw. Gebäuden stehen. Ausgasungen chemischer Substanzen aus Möbeln, Farben, Anstrichen und Baustoffen, Schimmelpilzbefall in Wohnungen, das Sick-Building-Syndrom und das Phänomen der „Schwarzen Wohnungen“ sind Anlass genug, das Problem der Innenraumbelastung mehr in den Focus des Gesundheitsschutzes zu rücken. Man geht heute davon aus, dass die Menschen ca. 90% ihrer Lebenszeit in Innenräumen verbringen. Davon entfallen etwa 2/3 auf die Wohnräume und wiederum davon der größte Teil auf das Schlafzimmer.

Roland Benedix

Kapitel 6. Wasser und wässrige Lösungen

Das Wasser der Erde besitzt ein Gesamtvolumen von ca. 1,4 Milliarden km3. Der überwiegende Teil (97,23%!) davon ist Salzwasser. Die restlichen 2,77% Süßwasser liegen zu etwa drei Viertel in Form von Polar- und Gletschereis vor [UC 2].

Roland Benedix

Kapitel 20. Qualitätsprüfung

In den 40er Jahren wurde Straßenbau zumeist nach handwerklicher Erfahrung betrieben. Ende der 40er Jahre wurde begonnenQualität, die regionalen Erfahrungen in einem Rahmenregelwerk zu erfassen. In der Folge wurden Richtlinien und Vorschriften entwickelt, die bereits erste Anforderungen an Baustoffe enthielten. Bestehende Normen und Lieferbedingungen wurden in den 50er Jahren dem Stand der Technik angepasst und ständig präzisiert. In den 60er Jahren erschien eine zweite Generation an Vorschriften für den Straßenbau. Es wurden Anforderungen an die Abnahme und Gewährleistung formuliert und bestehende Prüfverfahren auf Grundlage der damaligen DIN 1996 in einem Vorschriftenwerk zusammengefasst.

Marc Kappel

Kapitel 2. Konstruktive Grundlagen des Straßenbaus

Der Bau von Asphaltstraßen ist heute trotz zunehmender Automatisierung ein aufwendiges Vorhaben. Moderne Straßen werden in mehreren Schichten (Lagen) aufgebaut, die sich in die Schichten des Unterbaus sowie in Schichten des bitumengebundenen Oberbaus aufteilen. Dabei teilt sich der Oberbau in der Regel in weitere Asphaltschichten unterschiedlicher Qualität auf.

Marc Kappel

Kapitel 25. Standortbestimmung des Systems Bioökonomie in Deutschland

Die systemische Sicht auf die Bioökonomie ist in Deutschland in den vergangenen Jahren auf verschiedenen Ebenen gereift: Die Teilsysteme der Bioökonomie haben sich formiert, die Akteure investieren in regionale und intersektorale Vernetzung, um neue Innovationen zu ermöglichen und die unterstützenden Systeme haben die Gestaltung der Bioökonomie auf die Agenda gesetzt. Das Versprechen von Innovation zur Effizienzerhöhung und Produktverbesserung ist konkret. Spezifische Ressourcen- und Klimagaseinsparungen können in allen Teilbereichen der Bioökonomie erwartet werden, wenn gleichzeitig eine nachhaltige Energiebereitstellung gelingt. Der aktuelle Markt unterstützt diese Ideen bisher jedoch nur unzureichend. Jenseits der Teilsysteme ist die Aussicht auf den Erhalt der natürlichen Ressourcen allerdings programmatisch: Die Beiträge zum Klimaschutz und Artenschutz werden als zentral beschrieben, sollen jedoch vor allem durch „mehr aus derselben Basis“ erreicht werden. Die Entscheidung darüber, wie viele dieser Ressourcen für die Bioökonomie eingesetzt werden sollen, muss gesellschaftlich ausgehandelt werden – in Deutschland, aber auch in allen anderen Regionen der Welt.

Daniela Thrän, Urs Moesenfechtel

Kapitel 5. Planet — Ökologie und Natürliche Lebensgrundlagen

Wie schützen wir die natürlichen Lebensgrundlagen?

Der Kernpunkt der Nachhaltigen Entwicklung ist die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen. Damit ist mehr gemeint als ein reiner Naturschutz oder die für den Aufbau von Gesellschaft und Wirtschaft notwendigen Ressourcen. Die Bewaldung der natürlichen Lebensgrundlagen ist Voraussetzung für das Überleben von Mensch und Kultur. Wichtige Aspekte sind ökologisch vernünftiges Verhalten, sowie der Schutz der Ressourcen und der Umwelt.

Prof. Dr. Ulrich Holzbaur

Bauordnungsrecht

Das Bauordnungsrecht dient dem Schutz von Leben und Gesundheit bei Errichtung und Nutzung baulicher Anlagen. Es werden Anforderungen gestellt u. a. an die Erreichbarkeit baulicher Anlagen durch Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge, an die Belichtung und Belüftung der Gebäude durch das Abstandsflächenrecht, an den Brandschutz, z. B. durch die Verwendung feuerwiderstandsfähiger Baustoffe und an die Standsicherheit. Das Bauordnungsrecht wurde um soziale Anliegen ergänzt, etwa um die Barrierefreiheit. Im Baugenehmigungsverfahren wird die Einhaltung dieser Anforderungen geprüft. Bei Verstößen können die Behörden Maßnahmen anordnen, um diese abzustellen.

Christian-W. Otto

3. Kein „Eigentum zweiter Klasse“ – liberale Erbbaurechtsverträge

Erbbaurechte basieren auf langfristigen und unvollständigen Verträgen. Speziell kommunale Erbbaurechte für bezahlbares Wohnen haben dabei große Ähnlichkeit mit bestimmten Formen von Öffentlich-Privaten Partnerschaften. Es gilt, die erhöhten Transaktionskosten und Beschränkungen der Verfügungsrechte zu begrenzen, um die Wertabschläge gegenüber Volleigentum so gering wie möglich zu halten. Orientierung an Volleigentum bedeutet, dass Erbbaurechte nicht als Eigentum zweiter Klasse empfunden werden dürfen. Oftmals werden jedoch Standardverträge verwendet, die vollkommen unnötig komplex sind und damit die Marktgängigkeit über Gebühr einschränken. Dem kommunalen Erbbaurechtgeber ist dringend anzuraten, die betreffenden Verträge mit rechtskundigem Beistand zu überprüfen. Die ökonomische Charakterisierung von Erbbaurechten zeigt allerdings auch, dass insbesondere bei der Verfolgung von Sozialzwecken Einschränkungen der Verfügungsrechte des Erbbaurechtnehmers bis zu einem bestimmten Grad unvermeidbar sind. Diese Beschränkungen müssen dann allerdings ökonomisch kompensiert werden, wenn das Erbbaurecht nicht über Gebühr an „Marktkonformität“ einbüßen soll.

Dirk Löhr

Kapitel 11. Die Gebäudehülle

Sehr beliebte Themen der Bauherren sind die Gebäudeform und die geografische Ausrichtung des Gebäudes. Während ästhetische Aspekte sofort offensichtlich sind und für stundenlagen Diskussionsstoff sorgen können, bleibt der enorme Einfluss dieser beiden Parameter auf die Gebäudeeffizienz manchmal im Verborgenen.

Nicolei Beckmann

Kapitel 7. Bewertungsverfahren

Wir wollen die ökonomischen und ökologischen Eigenschaften des geplanten Bauobjekts für eine nachhaltige Entscheidung analysieren und Optimierungspotenziale aufdecken. Dafür werden wir in einem ersten Schritt die Ökonomie betrachten und Gleichungssysteme für eine individuelle Bewertung entwickeln. Anschließend erfolgt eine ökologische Bewertung.

Nicolei Beckmann

Kapitel 7. Transportwesen im Außenhandel

Das Transportwesen spielt im Außenhandel aufgrund der größeren Entfernungen und der grenzüberschreitenden Warenbewegungen eine zentrale Rolle. In diesem Kapitel werden die grundlegenden Abwicklungsphasen, die Vertragsarten sowie Möglichkeiten der Transportdokumentation und Sendungsverfolgung bei Auslandstransporten dargestellt. Darüber hinaus werden die Besonderheiten internationaler Gütertransporte zu Land, zu Luft und zu Wasser sowie die Merkmale des multimodalen Transports behandelt.

Clemens Büter

Kapitel 4. Datenerhebung anhand der Fallbeispiele „Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar“ und „Gesamthochschule Kassel“

Für das Fallbeispiel der Gründung des Stadtplanungsstudiengangs an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar sind wie an der Gesamthochschule Kassel vier Schlüsselgespräche identifiziert worden. Bei den Schlüsselgesprächen zu Kassel sind alle Antworten in mündlicher Form gegeben, bei einem zu Weimar ist schriftlich geantwortet worden. Darauf bezieht sich diese Anmerkung: „Den Notizen liegen keine Archivstudien zugrunde. Sie beruhen auf eigenen Mitschriften der zahlreichen Beratungen in der Führungsgruppe, im Fakultätsrat, in den Dienstbesprechungen des Rektors usw. sowie auf der angegebenen Literatur und eigenen Erinnerungen“ (W4:5).

Ilona Hadasch

Cross-Selling überwindet Distanz

Cross-Selling bringt die gesamte Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu attraktiven Kunden. Dazu gilt es, Grenzen im eigenen Unternehmen und auch bei Kunden zu überwinden. Das Potenzial für Wachstum ist besonders bei komplexeren und größeren Anbietern enorm.

Christian Belz, You-Cheong Lee

Kapitel 6. Nächste Ausfahrt Bioökonomie? Facetten einer Good Governance

Das Konzept der Bioökonomie zielt auf eine langfristige Transformation, die tiefgreifende Restrukturierungen von Wertschöpfungsketten und intensive gesellschaftliche Debatten voraussetzt. Technische Machbarkeit und ökonomische Effizienz sind dabei ebenso in den Blick zu nehmen wie soziale, politische und ökologische Dimensionen. Angesichts der Komplexität eines Strukturwandels zur Bioökonomie hat sich die Frage einer Governance der Bioökonomie zu einem wichtigen Forschungsthema herausgebildet. Daran schließt dieser Beitrag an und setzt dabei den Fokus auf die Analyse von Governance-Themen und Governance-Maßnahmen im Kontext bioökonomischer Innovationen im Ressourcen- sowie stofflichen und energetischen Bereich. Auf der Basis einer qualitativen Auswertung von Experteninterviews werden zunächst Themen und Maßnahmen in den fünf Governance-Bereichen Wissenschaft und Technik, Politik und Recht, Markt und Ökonomie, Ökologie sowie Gesellschaft spezifiziert. Auf dieser Grundlage wird mit Blick auf die Differenzierung von Ermöglichungs- und Beschränkungsfunktionen die Rahmensetzung für eine „Good Governance Bioökonomie“ ausgearbeitet.

Wilfried Konrad, Dirk Scheer

13. Dienstleistungsexport

Der Export von Dienstleistungen weist im Vergleich zum klassischen Sachgüter-Export einige wesentliche zu beachtende Besonderheiten auf. So wirken sich manche Charakteristika von Dienstleistungen, wie zum Beispiel ihre Immaterialität und Nichtlagerfähigkeit, auch auf die grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit aus. Da das Angebot und die Erbringung von Dienstleistungen auf Auslandsmärkten meist sehr personalintensiv ist, werden in diesem Kapitel auch relevante Aspekte der internationalen Personalpolitik näher behandelt (z. B. Mitarbeiterentsendungen). Ein weiterer Abschnitt dieses Kapitels beschäftigt sich mit der Organisation der internationalen Leistungserstellung, und zwar sowohl im Hinblick auf die Anpassung von internen Strukturen als auch bezüglich der operativen Abwicklung des täglichen Geschäfts. Abschließend werden rechtliche Rahmenbedingungen erörtert, die von international tätigen Dienstleistungsunternehmen beachtet werden sollten.

Melanie Krenn, Petra Gollner, Dietmar Sternad

Kapitel 8. Wie neue Technologien BIM beeinflussen können

Die weitere Technologien drängen sich immer weiter in den Fokus, wenn es um den Begriff Digitalisierung geht. Kap. 8 berichtet kurz über die Frage, wie diese Technologien wie die Blockchain-Technologie, Robotik, Künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge (IoT) in der Zukunft in der Bau- und Immobilienwirtschaft eingesetzt werden können.

Arnim J. Spengler, Jacqueline Peter

Kapitel 1. Prüfung von Kunststoffen und Bauteilen

Im Kap. 1 „Prüfung von Kunststoffen und Bauteilen“ gab es einige Veränderungen gegenüber der ersten Auflage: Neben neuerer Literatur und einigen Anwendungsbeispielen wurde vor allem das Kapitel Rheologische Prüfverfahren aufgenommen. Ausgewählte Vertiefungen, bevorzugt an zerstörenden Prüfverfahren und deren Anwendungen werden an Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren erläutert. Das neue Teilkapitel 1.4 befasst sich mit der Produktqualifikation (Umweltsimulation) an Bauteilen und Komponenten.

Peter Eyerer

Kapitel 6. Aussteigen oder die Sicherheit verbessern?

Der Entscheidung, welche Energiequellen ein Land nutzen will, liegt meist ein Regierung- oder Parlamentsbeschluss oder ein Volksentscheid zugrunde. Dieser politische Prozess basiert auf technischen Kriterien, sollte aber auch volkswirtschaftliche, sozio-kulturelle, ökologische und gesundheitspolitische Aspekte berücksichtigen. Auch die Wirtschaft spielt bei diesem Vorgang eine entscheidende Rolle. Relevante Kriterien sind technische Sicherheit, Versorgungssicherheit, zeitliche Verfügbarkeit der Anlagen sowie die Notwendigkeit von Redundanz und Diversität bei der Energieversorgung. Zusätzlich gilt es, das Bestreben eines Landes nach möglichst großer Autarkie und einer optimalen Nutzung eigener Ressourcen zur berücksichtigen. Leider spielen immer auch emotionale Kriterien mit, die sich rationalen Überlegungen meist entziehen und die Objektivität von Entscheidungen beeinträchten können, die aber beim Entscheidungsprozess auch angemessen zu berücksichtigen sind.

Hansruedi Völkle

Kapitel 2. Kunststoffe und Bauteile – Umwelt und Recycling

Das Kap. 2 beginnt mit dem Thema Kreislaufwirtschaft und Recycling (Abschn. 2.1). Ein Teilaspekt der ökologischen Nachhaltigkeit ist die Kreislaufschließung von Stoffen und Produkten. Die Kreislauffähigkeit von Werkstoffen lässt sich dabei nicht abstrakt definieren, sondern muss die jeweiligen Rahmenbedingunge mit einbeziehen. Hierzu zählt u. a. der Einsatzzweck, die möglichen Werkstoffalternativen, aber auch das Nutzverhalten und die vorhandenen Strukturen zur Kreislaufführung oder Entsorgung der Altprodukte. Am Beispiel der Kreislaufführung von Faserverbundbaustoffen mit duroplastischer Matrix (Rotorblätter von Windkraftanlagen, Abschn. 2.2) wird die Sichtweise erweitert. Abschn. 2.3 schließt mit „PET – eine Herausforderung für die internationale Kreislaufwirtschaft“ an, Abschn. 2.4 „Umweltbewertung und -bilanzierung von Kunststoffen“ wurde von M.A. Wolf neu gestaltet und erweitert.

Jörg Woidasky, Elisa Seiler, Frank Henning, Marc-Andree Wolf, Matthias Harsch

Kapitel 3. Physikalische Grundlagen

Allgemein versteht man unter dem Begriff des Schalls die mechanische Schwingung eines elastischen Mediums, das sich in einem beliebigen Aggregatzustand (fest, flüssig, gasförmig) befinden kann, wobei sich die Frequenz der Schwingungen in einer für den Menschen wahrnehmbaren Größenordnung bewegt. Eine mechanische Schwingung wiederum ist definiert als eine zeitlich periodische Zustandsänderung, die auftritt, wenn bei der Störung des mechanischen Gleichgewichtes Kräfte wirksam werden, die dieses Gleichgewicht wiederherzustellen versuchen.

Wolfgang M. Willems, Alexandra Wagner, Diana Stricker

Kapitel 1. Anwendungsbereich und Anwendungsbedingungen

Kapitel 1 klärt die Anwendungsbereiche und Anwendungsbedingungen für den Entwurf und die Bemessungen tragender Konstruktionen des Hoch-und Ingenieurbaus.

Bau-Überwachungsvereins (BÜV e. V.)

Kapitel 10. Ausführung und Überwachung

Voraussetzung zur Zertifizierung ist die Feststellung der Übereinstimmung definierter Merkmale eines Bauproduktes. Für den gesamten Überwachungs- und Zertifizierungsprozess existiert ein Dreiecks-Vertragsverhältnis zwischen Zertifizierer, neutraler Prüfstelle und Hersteller.

Bau-Überwachungsvereins (BÜV e. V.)

Kapitel 2. Nachhaltigkeit

Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden

Die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden rückt angesichts des zunehmenden Klimawandels immer stärker in den Fokus der Planung. Neben der Begrenzung umweltschädlicher Stoffe und der grauen Energie wird eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs und Abfall aufkommens angestrebt. Im vorliegenden Kapitel wer den die europäischen Ziele zur Begrenzung des Treib hausgasausstoßes, Ressourcenverbrauches und Abfall aufkommens behandelt.

Richard Stroetmann, Lukas Hüttig

Kapitel 4. Konstruktion

Konstruktion und Ökobilanzierung multifunktionaler Gebäude

Die Tragstrukturen multifunktional genutzter Geschossbauten sind mit Blick auf die relevanten Nutzungen und die daraus resultierenden Anforderungen zu entwerfen und zu bemessen. Damit wird zunächst die Funktionalität sichergestellt. Darüber hinaus sind die Tragstrukturen, aber auch die Fassadensysteme und der Ausbau nach den Kriterien der Nachhaltigkeit, der Ökologie, Ökonomie und Ressourceneffi zienz zu optimieren.

Richard Stroetmann, Lukas Hüttig

Kapitel 3. Objektplanung

Relevante Gebäudeparamter zur Steigerung der Anpassungs fähigkeit

Die Planung von Büro- und Geschäftshäusern ist ein langwieriger, iterativer Entwurfsprozess, in den verschiedenste Akteure und Fachplaner eingebunden sind. Als Planer ist auf die Vorgaben von Investoren und Nutzer gleichermaßen einzugehen, die im Einklang mit dem Baurecht und der Funktionalität bei gleichzeitiger Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens zu erfüllen sind.

Benjamin Trautmann, Johann Eisele

Preiskommunikation im Bereich Baustoffe am Beispiel Beton

B2B Preiskommunikation fokussiert sich in diesem Fallbeispiel auf die Preisauskunft bzw. die Kommunikation bei Preisänderungen. Beeinflusst wird diese von der Preislogik sowie den verschiedenen Anforderungen der Kunden oder Vertriebskanäle. Hinzu kommen die technischen Rahmenbedingungen, die die zur Auswahl stehenden Medien und deren Flexibilität stark beeinflussen – sowohl für die Mitarbeiter im Preismanagement als auch im Vertrieb. Die dargestellten Zusammenhänge sollen die Chancen aufzeigen, die sich mit einer Digitalisierung des Preismanagements und vor allem der Kommunikation von Preisen erreichen lassen, gleichzeitig aber auch die speziellen Herausforderungen bei der Implementierung veränderter Kommunikationsprozesse. Weiterhin wird im konkreten Beispiel deutlich, dass Preiskommunikation nur erfolgreich sein kann, wenn die neuen Verfahren im Unternehmen intern akzeptiert und in Folge auch genutzt werden.

Bettina Marchl

Kapitel 2. Quartiersentwicklung

Für eine erfolgreiche „360-Grad-Quartiersentwicklung“ gilt es v. a. diejenigen zu fragen und zu beteiligen, die Quartiersnutzer sind oder es sein werden. Genauso wichtig ist es, diesen Nutzern zudem die Ernsthaftigkeit des Vorhabens zu signalisieren. Kinder sind eine bislang kaum involvierte Nutzergruppe, deren Potenzial als Identitätsstifter und -erhalter aktuell noch wenig Beachtung findet.

Ilke Heller, Stefanie von Andrian, David Stahmann, Verena Gehrmann-Linnerth

Kapitel 8. Bremen: Das Haus der Bürgerschaft als zeitlos-moderner Ort der Demokratie

Das Haus der bremischen Bürgerschaft diente bereits vor seiner Fertigstellung 1966 als Kristallisationspunkt kultureller und staatsbürgerlicher Selbstverständigungsdiskurse der Bremer Gesellschaft. Die über mehrere Jahre leidenschaftlich geführte und die bremische Politik prägende öffentliche Auseinandersetzung Anfang der 1960er Jahre zeugt bis heute davon und trägt ihren Anteil daran, dass ein zeitlos-moderner Ort der bremischen Demokratie entstehen konnte. Aus der Gestaltung des Hauses lassen sich wichtige Merkmale des bremischen Demokratieverständnisses identifizieren: Erstens erfasst das Haus eine ungewöhnlich niederschwellige Spannung zwischen symbolisierter Macht und der Nähe zu den Bürgern. Insbesondere die Anatomie des Gebäudes vermittelt dabei eine ausgewogene Balance zwischen der bremischen Gesellschaft und Politik. Dieses Merkmal ist zweitens eng verbunden mit der exponierten Lage am Bremer Markt, die das Haus mit einem konzentrierten Abbild der bremischen Gesellschaft, wie es in dieser Art im Vergleich der deutschen Parlamentsstandorte einzigartig sein dürfte, alltäglich konfrontiert. Drittens schafft die schlichte und konzentrierte klassisch-moderne Gestaltung des Gebäudes erst die Grundlage dafür, den Plenarsaal als zentralen Raum der repräsentativen Demokratie in den Mittelpunkt zu rücken. Dieser Beitrag fokussiert insgesamt auf die bestimmenden Merkmale des bremischen Demokratieverständnisses, welche sich im Haus der bremischen Bürgerschaft manifestiert haben.

Stefan Fuchs

Kapitel 23. Architektonische Modi politischer Existenz: Parlamentsarchitekturen und andere Formen politischer Architektur

Der Beitrag nimmt einerseits eine architektursoziologische Perspektive ein: Er interessiert sich für die soziale Positivität der architektonischen Artefakte, für ihren aktiven Beitrag zur Konstitution des Sozialen. Andererseits wird im Blick auf das Politische und die parlamentarische Demokratie eine Perspektive eingenommen, der zufolge das Besondere der modernen Demokratie in einer mehrfach paradoxen Institution der Einheit der Gesellschaft besteht: In dieser Form des Politischen wird diese Einheit ebenso behauptet wie latent gehalten; die moderne demokratische Gesellschaft beruht auf konträren imaginären Gründen; und sie institutionalisiert den Konflikt. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag im dritten Teil auf die Parlamentsbauten ein, deren Vielfalt und unterschiedliche architektonischen Stile verstehbar werden. Schließlich werden weitere Merkmale einer demokratischen Architektur angesprochen, und zwar, indem (mit den Tuareg und Achuar) gerade ganz andere, konträre Formen des Politischen und der politischen Architektur sichtbar werden.

Heike Delitz

Kapitel 7. Umweltvorschriften

Das „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge“, kurz Bundes-ImmissionsschutzgesetzBundesimmissionsschutzgesetz genannt, abgekürzt BImschGBImschG [1], hat in Deutschland eine über 45-jährige Tradition. Die ursprüngliche Fassung stammt aus dem Jahre 1974 und wurde seitdem mehrfach novelliert und ergänzt.

Herbert F. Bender

Kapitel 4. Baustoffliche und baukonstruktive Randbedingungen

Mit den Ausführungen in den nachfolgenden Abschnitten soll die Bandbreite zur Verfügung stehender Materialien für Textilbetonbauteile aufgezeigt werden. Dazu gehören die textile Bewehrung und die umschließende Betonmatrix. Im Zuge der Darstellung werden potenzielle Einflüsse der Materialkomponenten auf die geplanten Versuche zur Recyclingfähigkeit diskutiert.

Jan Kortmann

Kapitel 3. Vorbetrachtungen zur Recyclingfähigkeit

Im vorhergehenden zweiten Kapitel wurden für den neuartigen Baustoff Carbonbeton Markteintrittsbarrieren mit dem Fokus auf die beiden potenziellen Gefährdungspfade Mensch und Umwelt erläutert. Das Gesundheitsgefährdungspotenzial wurde in Abschnitt 2.4 betrachtet, sodass im weiteren Verlauf der Arbeit die Recyclingfähigkeit des Baustoffes Carbonbeton mit der Trennbarkeit der Komponenten und der ressourceneffizienten Verwertung der Fraktionen untersucht werden soll. Mit dem Fokus auf die Recyclingfähigkeit soll allgemein auch die Bedeutung einer umweltschonenden Bauweise mit recyclingfähigen Baustoffen herausgestellt werden.

Jan Kortmann

Kapitel 5. Experimentelle Versuche zum Abbruch und Recycling

Abbruchmassen sind oft komplexe Gemische verschiedener Einzelstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Diese Stoffe können auch stoffliche Gemeinsamkeiten besitzen, die eine effiziente Separation erschweren und anspruchsvolle Verwertungsverfahren verlangen. Ohne ausführliche Kenntnisse zur Materialzusammensetzung und der Materialcharakteristik der Ausgangsstoffe ist die optimale Festlegung und Dimensionierung der Aufbereitungstechnik zum Erreichen der geforderten Qualität der Recyclingstoffe unter ökologischen und ökonomischen Randbedingungen nicht möglich.

Jan Kortmann

Kapitel 6. Verwertungsoptionen der aufbereiteten Fraktionen

Mit der Anwendung des Aufbereitungsprozesses für das Recycling von Carbonbeton aus Abschnitt 5.8 können aus den Abbruchmassen, die bei den Abbrucharbeiten an Carbonbetonbauteilen anfallen, die sortenreinen Fraktionen Betonrezyklat und Carbonbewehrungsfragmente separiert werden. Bevor die Stoffe aus einem Abbruch- und Recyclingprozess nicht mehr als Abfälle gelten und das Rezyklat als Sekundärrohstoff verwertet werden kann, müssen die Anforderungen nach KrWG (07/2017), § 5 Absatz 1 erfüllt werden: Die Abfalleigenschaft eines Stoffes endet dann, wenn dieser ein Verwertungsverfahren [Aufbereitungsverfahren – Anm. d. Verf.] durchlaufen hat und die Beschaffenheit in der Art vorliegt, dass der Stoff üblicherweise für bestimmte Zwecke verwendet werden kann, für den Stoff ein Absatzmarkt oder eine Nachfrage existieren, für die anvisierte Zweckbestimmung geltende technische Anforderungen und Rechtsvorschriften erfüllt sind und bei der Verwertung keine schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen auftreten. Diese Bedingungen gelten im vorliegenden Fall als erfüllt.

Jan Kortmann

Kapitel 2. Carbonbeton und spezifische Markteintrittsbarrieren

Unter der Baustoffbezeichnung Carbonbeton wird ein Verbundwerkstoff aus Beton verstanden, der mit einem technischen Textil aus Carbonfasern bewehrt ist. Die Carbonfasern werden dabei nicht wie bei kurzfaserbewehrten Betonbauteilen ungeordnet als loses Haufwerk in die Frischbetonmischung gegeben, sondern als feste gitterförmige und stabförmige Bewehrungsstrukturen in die Schalung eingelegt. Es handelt sich daher bei den neuartigen Carbonbetonen nicht um konventionelle Faserbetone.

Jan Kortmann

Kapitel 1. Einleitung

Im Bauwesen ist das ressourceneffiziente Bauen unter dem ökologischen Aspekt einer Ressourceneinsparung eines der großen Schwerpunktthemen. Ein Vertreter einer Vielzahl an Forschungsprojekten mit dieser Zielsetzung ist das interdisziplinäre Forschungsprojekt Carbon Concrete Composite (kurz C3), gefördert vom BMBF im Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ der Initiative „Unternehmen der Region“, zu nennen. Gegenstand des Projektes ist der Einsatz von textilen Kohlenstofffasern (Carbonfasern) als Bewehrungsmaterial. Die Betonstahlbewehrung soll durch die Carbonbewehrung sinnvoll ergänzt und stellenweise substituiert werden.

Jan Kortmann

13. Lufttechnische Anlagen in Industrie und Gewerbe

Die Lufttechnik wird von zahlreichen Unternehmen in Industrie und Gewerbe für die unterschiedlichsten Aufgaben eingesetzt; dabei sind die verwirklichten technischen Lösungen auf die jeweiligen Erfordernisse zugeschnitten (Abb. 13.1). Lufttechnische Anlagen haben eine Reihe von versorgungstechnischen Grundkonzepten sowie technische Bausteine gemeinsam. Im folgenden Abschnitt werden die Grundlagen hierzu dargelegt und die Prozesse daraufhin untersucht, welche Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz dabei erschlossen werden können. Bei zahlreichen umgesetzten Konzepten konnten erhebliche Erfolge bei der Energieeinsparung erzielt werden, wobei bei den meisten Effizienzmaßnahmen sehr geringe Amortisationszeiten von unter drei Jahren und hohe Kapitalrenditen erreicht wurden. Eine Bestandsaufnahme zeigt, dass in vielen Betrieben durch geeignete Verbesserungsmaßnahmen bei der Energieoptimierung von lufttechnischen Systemen auch in Zukunft ähnliche Erfolge möglich sind [1].

Martin Dehli

18. Energieeffiziente Gebäudetechnik – Gebäudeautomation – Monitoringkonzepte beim Betrieb von Großgebäuden

Die Errichtung und der Betrieb von industriellen und gewerblichen Großgebäuden haben besonderen Anforderungen zu genügen: Um den vielfältigen Nutzungsanforderungen zu entsprechen, sind sie mit zahlreichen unterschiedlichen Techniken ausgestattet. Sie müssen den Gesichtspunkten einer zügigen und kostengünstigen Planung und Errichtung, einer möglichst flexiblen und dabei langfristigen und dauerhaften Nutzung sowie einem energieeffizienten und kostengünstigen Betrieb bei Beachtung von Kriterien der Sozialverträglichkeit, Ästhetik und Nachhaltigkeit gerecht werden.

Martin Dehli

1. Einführung in die Thematik

Das vorliegende Handbuch enthält Hinweise und Informationen zur Entstehung und zu den Auswirkungen von Hochwasser und zum Schutz vor Hochwasserschäden. Die einzelnen Kapitel behandeln Themengebiete, die in vielen Fällen bei der praktischen Planung des Hochwasserschutzes von Bedeutung sind. Das schließt nicht aus, dass einiges nur kurz behandelt werden konnte und daher vielleicht im Einzelfall nicht zur Lösung spezieller Fragen beitragen kann.

Heinz Patt, Robert Jüpner

9. Ökologische Aspekte beim Hochwasserschutz

Unter Landschaftspflege versteht man die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Sicherung, Verbesserung und Wiederherstellung der nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft. Zu den wichtigsten Naturgüter in unserer Landschaft zählen zweifelsfrei die Fließgewässer mit ihren Auen. Diese Lebensadern unserer Landschaften wurden insbesondere in urbanen Gebieten oft sicherheits- und nutzungsorientiert zu naturfernen Gerinnen umgestaltet, die ihre ureigensten Funktionen nicht mehr oder nur noch ungenügend erfüllen können.Bei allen wasserbaulichen Maßnahmen zum Hochwasserschutz darf daher die Erhaltung bzw. Verbesserung des ökologischen Zustands der Fließgewässer und Auen nicht vergessen werden. Dies gilt nicht nur für Maßnahmen in der freien Landschaft, sondern auch in städtischen Bereichen. Besondere Bedeutung haben dabei der Wasserrückhalt im Einzugsgebiet und die Abflussleistung naturnaher Gerinnestrecken. Um die Vorteile naturnaher Gestaltungen bei der Planung des Hochwasserschutzes bewerten und umsetzen zu können, ist das Wissen und das Verständnis um die ökologischen Funktionen natürlicher Fließgewässer und Auen unerlässlich.

Peter Jürging†, Walter Binder, Heinz Patt

8. Technischer Hochwasserschutz

Ein wesentliches Element des Hochwasserschutzes ist der Technische Hochwasserschutz. Damit sind alle technischen und strategischen Maßnahmen gemeint, die Hochwasserschäden vermeiden oder zumindest minimieren. Dies sind u. a. Maßnahmen zur Reduzierung der Abflussspitzen und der daraus resultierenden hohen Wasserstände, die Planung und der Bau von Deichen, Hochwasserschutzwänden und anderen Schutzanlagen. Hierbei werden oberflächlich abfließendes Wasser (Oberflächenwasser), unterirdisches Wasser (u. a. Grundwasser) und das Wasser im Abwasserkanalnetz berücksichtigt.

Robert Jüpner, Kerstin Lesny, Heinz Patt, Gebhard Weiß

Kapitel 5. Das Plattformzeitalter: Marktplatz-Alternativen zu Amazon

Im deutschen E-Commerce und speziell im Marktplatzsektor nimmt Amazon zweifelsfrei eine dominante Position ein. Will man seine Produkte über Marktplätze vertreiben, so scheint – zumindest in Deutschland – kein Weg an Amazon vorbeizuführen. Oft wird dabei übersehen, dass Amazon in vielen Ländern (noch) nicht präsent und auch in diversen Warengruppen nicht marktführend ist. Es ist durchaus zu erwarten, das Amazon sowohl geographisch als auch kategoriebezogen weiter expandiert. Stand heute gibt es jedoch viele sinnvolle oder zwingende Alternativen, wenn man sich mit den Potenzialen und Risiken des Marktplatz-Business auseinandersetzen will. So bieten alternative Marktplätze Eintrittsportale in viele Länder, die auf herkömmlichen Vertriebswegen schwer zu erschließen sind und wo zugleich Amazon keine Option ist, wie beispielsweise in Skandinavien oder den meisten Ländern Osteuropas oder Asiens. Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass gewisse Zielgruppen verstärkt auf anderen Marktplätzen zuhause sind. Dies gilt insbesondere für den B2B-Bereich, aber auch für viele B2C-Segmente wie z. B. Fashion, Uhren, Möbel, DIY oder Beauty- und Drogeriebedarfe. Aus Managementsicht spricht ein weiteres, eher taktisches Argument für die Auseinandersetzung mit alternativen Marktplätzen: Die Entwicklungen des Amazon Marktplatzes sowie der eigene Erfolg auf demselben kann erst dann fundiert bewertet werden, wenn man auch andere Marktplätze bespielt und entsprechende Vergleichswerte zu Rate zieht. Der nachfolgende Beitrag zeigt auf, welche Marktplatzmodelle es zu unterscheiden gibt, welche Vor- und Nachteile jeweils zu beachten sind und wie man bei der Erschließung von Marktplätzen vorgehen sollte.

Ralph Hübner

2. Methodik

Im Kapitel Methodik werden die Grundlagen bezogen auf den Stand der Technik vermittelt, relevante Regeln und Normen erwähnt sowie auf das Vorgehen und die Durchführung der anschließenden Messungen eingegangen.

Alexander Lawrenz

Kapitel 5. Stand der BIM-Forschung

In den folgenden Kapiteln wird zunächst ein allgemeiner Überblick über die wichtigsten internationalen BIM-Forschungsarbeiten gegeben, die für diese Forschungsarbeit und angrenzende Forschungsgebiete von wesentlicher Bedeutung sind. Dabei wird der Zeitraum zwischen 2004 und 2019 betrachtet.

Matthias Stange

9. Grundlagen der Warendistribution

Der Distributionsbegriff wird in den Wirtschaftswissenschaften nicht einheitlich gebraucht. Auf der volkswirtschaftlichen Ebene ergänzt er im Sinne der Verteilung der erzeugten Realgüter das grundlegende Begriffspaar Produktion und Konsum. Als wesentlicher Träger der Distributionsaufgabe erscheint hier der Handel, der selbst wiederum mit dem Begriff Distributionspolitik einen Teil des Marketing Mix und dort besonders die Gestaltung von Absatzkanälen anspricht.

Wolf-Rüdiger Bretzke

3. Ablaufsimulation von Karosseriebauanlagen

Dieser Artikel befasst sich mit der Ablaufsimulation eines typischen Bereichs im Karosseriebau mit der starren Verkettung von einzelnen Roboterzellen und -stationen. Im Gegensatz zur Robotersimulation ist es nicht das Ziel, die Programme der Roboter zu erstellen oder die geometrische Erreichbarkeit der Teile abzusichern, sondern die grundlegende Funktion der Karosseriebauanlage im Hinblick auf Ausbringung, Taktzeiten und Bauteilreihenfolge sicherzustellen. Die Vorgehensweise selbst ist nicht auf Roboteranlagen beschränkt, sie ist auf beliebige, hochautomatisierte Anlagen übertragbar.

Claudia Wick, Karina Schäfer, Volker Habicht, Gottfried Mayer

Kapitel 5. Modell zur Lebenszykluskostenkalkulation aus Auftragnehmersicht

Aus den bisherigen Überlegungen können im nachfolgenden Kapitel Ansätze zur Standardisierung der Lebenszykluskostenkalkulation und damit zur Entwicklung ein Kalkulationsmodell für die annäherungsweise Bestimmung der Lebenszykluskosten von Bundes-, Kreis- und Landesstraßen hergeleitet werden. Aus der Befragung der Unternehmensvertreter ergaben sich insbesondere bei der Abbildung der Finanzierungskosten sowie bei der Berücksichtigung und der Quantifizierung der projektspezifischen Risiken Standardisierungspotentiale. Zunächst erfolgen Handlungsempfehlungen zur Strukturierung der von den Auftraggebern zur Verfügung gestellten Eingangsdaten.

Clemens Müller

Kapitel 2. Technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen

Zum Verständnis der vorliegenden Thematik werden im folgenden Kapitel relevante technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen erläutert. Weiterhin erfolgt die Darstellung der für die Arbeit wichtigen Vertragsformen. Die Grundlagen dienen als Basis für eine Optimierung der Lebenszykluskosten bei Straßenbauprojekten.

Clemens Müller

Kapitel 3. WERKSTOFFE

Es gilt als allgemein anerkannt, dass eine gute Kenntnis der Baumaterialien eine wesentliche Grundlage für qualifiziertes und zielführendes Konstruieren ist. Verschiedene Werkstoffe haben untereinander weit streuende mechanische und bauphysikalische Eigenschaften, die bereits im Vorfeld des Konstruierens sehr unterschiedliche Vorgaben für den konstruktiven Entwurf machen. Wenngleich diese Aussage kaum zu widerlegen ist, so gilt doch auch, dass der Einfluss des Materials auf den Entwurf eine weitaus vielschichtigere und komplexere Frage ist, als gemeinhin angenommen.

José Luis Moro

Kapitel 10. Eröffnungstermin

Prüfung und Wertung der Angebote

Dieses Kapitel befasst sich unter anderem mit den formalen, rechnerischen, technischen und wirtschaftlichen Prüfungen des Eröffnungstermins, also der Prüfung und Wertung der Angebote. Dieses Vorgehen wird vom Autor genau erläutert. Der Schutz der Bieter ist ebenso Thema wie das Protokoll und der Prüfungsvorgang. Der Ablauf des Prüfungstermins und das weitere Vorgehen (auch Submissionstermin) werden in verschiedenen Paragrafen der VOB/A geregelt. Deshalb stellt dieses Kapitel sie dezidiert vor. Weitere Themen sind die Klärung des Angebotsinhaltes, Stufen der Angebotswertung, Aufhebung der Ausschreibung sowie die Information unterlegener Bieter.

Stefan Scholz

Kapitel 17. Honorarermittlung nach HOAI

Dieses Kapitel befasst sich mit den Grundlagen der Honorarermittlung. Es gibt eine Einführung in die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) und erläutert deren Sinn und Zweck. Die Gebühren- bzw. Honorarordnung wird aus dem historischen Kontext hergeleitet und textliche Vorlagen der Größen Vitruv und Alberti werden erläutert. Die Grundlagen der HOAI durch Dr. Pfarr der TU Berlin finden ebenso Erwähnung wie die Überleitung zu Leistungsbildern sowie der Entwurfsplanung. Der Autor erläutert weiterhin den Geltungsbereich der HOAI. Die Honorarermittlung, Honorarzone und Honorartafel werden erklärt. Der Architektenvertrag wird eingehend erläutert und der Zusammenhang zum BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) wird hergestellt. Leser erhalten Kenntnisse über Besondere Leistungen, die DIN 276, Kostengruppen, den Honorarsatz und Aufwandswerte.

Clemens Schramm

Kapitel 21. Versicherung

Das Kapitel zum Thema Versicherung wird mit der Nennung der Risiken aus der beruflichen Tätigkeit eingeleitet, denen insbesondere Architekten und Ingenieure ausgesetzt sind. Zunächst wird die Berufshaftpflicht mit ihrem Leistungsumfang thematisiert. Wie steht es um mitversicherte Personen und Versicherungssummen? Das Kapitel zeigt verschiedene Versicherungsmöglichkeiten wie Einzelobjektversicherung oder Jahresversicherung auf. Weiterhin wird eine Exzedentenversicherung empfohlen, um den erheblichen Haftungsgefahren bei größeren Bauprojekten Rechnung zu tragen. Weitere Themen sind die Bauträgerversicherung und die erweiterte Bauträgerversicherung. Überdies werden die Themen Rechtsnachfolger, PartG mbB, Generalplaner und Arbeitsgemeinschaften thematisiert.

Ulrich Langen

Kapitel 20. Haftung

Der zivilrechtlichen Haftung kommt im Berufsleben der Architekten und Ingenieure eine besondere Bedeutung zu. Dieses Kapitel will dazu beitragen, Zusammenhänge und die daraus resultierenden Gefahren zu erkennen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Fehler vermieden werden können. Hierzu erläutert der Autor zunächst die diesbezüglichen Aufgaben und Pflichten des Architekten/Ingenieurs. Zu diesen zählen die Planung, Bodengutachten, Bauleitung und Ausschreibung sowie die Beratungs- und Aufklärungspflichten. Im weiteren Verlauf erhält der Leser Informationen zu den Rechtsgrundlagen der Haftung wie gesetzliches Werkvertragsrecht, Sachmängel, Rechtsmängel, vertragliche Haftung und Haftungsbeschränkungen. Im nächsten Schritt erläutert das Kapitel die Rechtsfolgen der Haftung, die Nebenpflichtverletzungen, unerlaubte Handlungen sowie die Baustellenverordnung. Auch die Vollmachtüberschreitung, gesamtschuldnerische Haftung, Verjährung und Beweislast/-führung werden erläutert. Streitverkündung, Schadenschwerpunkte sowie Nichtbeachtung von Vorschriften/Bauherrenwünschen sind weitere Themen. Die Qualität der Bauleistung wird ebenso erörtert wie Maß- und Berechnungsfehler. Die Darstellung von häufigen Schadensursachen schließt das Kapitel ab.

Ulrich Langen

Kapitel 9. Kalkulation der Bauleistungen

Verfahren und Kostenarten

Im Zuge der Realisierung von Bauobjekten muss der Bauherr einen vorgegebenen Kostenrahmen einhalten. Der Architekt ist daher verantwortlich für Ermittlung, Kontrolle und Steuerung der Kosten im Zusammenhang mit der Abwicklung der Grundleistungen der neun Leistungsphasen gemäß HOAI. Das vorliegende Kapitel gibt dem Leser das notwendige Handwerkszeug zur Durchführung dieser Aufgaben an die Hand. Inhalte sind die Berechnungsart der Zuschläge, die Einzelkosten der Teilleistung sowie die Gemeinkosten der Baustelle. Themen sind überdies die Allgemeinen Geschäftskosten für Gewinn und Wagnis und Kalkulationsverfahren nach fixen und variablen Kosten sowie Schadensersatz. So stellt der Autor im Detail Durchführung und Ablauf der Kalkulation und die Mittellohnberechnung vor. Der Leser erfährt überdies, wie die Ermittlung der Angebotsendsumme durchgeführt wird.

Stefan Scholz

Kapitel 4. Supply Chain Design: Standortplanung und Nachhaltigkeit

Beabsichtigte Lernergebnisse: Darlegen von Gestaltungsmöglichkeiten für Produktions-, Versand-, Service- und Transportnetzwerke. Standortauswahl und Standortkonfiguration für ein Produktionsnetzwerk mit qualitativen und quantitativen Verfahren beschreiben. Das Konzept der Nachhaltigkeit in Bezug auf die „triple bottom line“ erklären. Wirtschaftliche Chancen für gesellschaftliches und für Umweltengagement sowie Energiemanagement-Konzepte aufzeigen. Die Standortplanung ist eine strategische Aufgabe. Standortentscheide muss man periodisch überdenken. Gerade im Zeichen der Globalisierung entschliessen sich Unternehmen, ihre Standortstrategie neu auszurichten. Für Hersteller von Investitionsgütern sind die Gründe dafür von vielfältiger Natur. Sie verändern sich zudem laufend aufgrund der Veränderung gerade des globalen Umfelds. Die Standortplanung ist jedoch eine langfristige Aufgabe. Fehler können erstens i. Allg. nicht schnell korrigiert werden und zweitens teuer zu stehen kommen.Das Kapitel behandelt zuerst die strategischen Entscheidungen bei unternehmensinterner Wertschöpfung. Hier geht es vor allem um die Anlagenstandortplanung in Produktions-, Versand- und Servicenetzwerken. Das schliesst auch die geeigneten Transportnetzwerke ein. Sodann präsentiert das Kapitel mögliche Gestaltungen, Standortfaktoren und Kriterien zur Standortauswahl, sodann die Standortkonfiguration, d.h. die Zuteilung von Produkten und Dienstleistungen zu einem Standort. Die Lösungsverfahren sind qualitativer oder quantitativer Natur. Schliesslich zeigt das Kapitel die aktuelle Herausforderung der nachhaltigen Gestaltung einer Supply Chain mit Sicht auf die sog. „triple bottom line“ auf.

Paul Schönsleben

Kapitel 12. Bestandsmanagement und stochastisches Materialmanagement

Beabsichtigte Lernergebnisse: Verbrauchsstatistiken, Analysen und Klassifikationen beschreiben. Das Bestellbestandverfahren detailliert erklären. Aufzeigen, wie der Sicherheitsbestand berechnet werden kann. Verschiedene Techniken zur Losgrössenbildung unterscheiden. Bestände dienen als Puffer, um die zeitliche Synchronisation zwischen Gebrauch einerseits und Herstellung andererseits zu erreichen. Das Bestandsmanagement ist somit ein weiteres wichtiges Instrument der Planung & Steuerung und wird in diesem Kapitel behandelt. Zu- und Abgangstransaktionen sind Grundlage für Verbrauchsstatistiken. Solche Statistiken bilden zusammen mit ABC-Analysen, XYZ-Analysen und weiteren Auswertungen die Grundlage für Verfahren zum stochastischen Materialmanagement – insbesondere auch für die Bedarfsvorhersage. Dieses Kapitel behandelt die Umsetzung von vorhergesagten Bedarfen in Produktions- oder Beschaffungsvorschläge, durch die Aufgabe Materialmanagement im stochastischen Fall. Hierzu wird das Bestellbestandverfahren vorgestellt, das wegen seiner Einfachheit weit verbreitet ist.Infolge der Ungenauigkeit der Bedarfsvorhersage und der Durchlaufzeit wird ein Sicherheitsbestand geführt, der die Differenz zwischen Vorhersage und aktuellem Verbrauch sowie Schwankungen in der Durchlaufzeit berücksichtigt. Die Höhe des Sicherheitsbestands beeinflusst die Lieferausfallwahrscheinlichkeit, die Bestandshaltungskosten und schliesslich auch den Lieferbereitschaftsgrad. Die stochastische Methode zur Losgrössenrechnung, die in diesem Kapitel vorgestellt wird, ist wenigstens gegenüber Vorhersagefehlern und lediglich halbwegs bekannten Ausgangsgrössen robust.

Paul Schönsleben

CSR ist CSR — oder? Was ist anders bei Hevert-Arzneimittel

CSR ist nie gleich CSR, denn es hat neben allen strategischen Komponenten und theoretischen Modellen vor allem auch eine persönliche Ausrichtung: die durch die Inhaber und Geschäftsführung. Bei Hevert bedeutet das, dass ein Familienunternehmen mit langer Tradition und Verwurzelung in der Region Rheinland-Pfalz CSR-Aktivitäten unterstützt, die zum Unternehmen passen. Besonders bei Hevert ist, dass viele Aktionen unterstützt werden, große und kleine, nationale und internationale und dass alle mit demselben großen Elan betreut werden. Es ist besonders für ein Unternehmen des Mittelstandes, so viele Aktivitäten im Bereich CSR tatsächlich zu unterstützen und umzusetzen und das mit relativ wenig Manpower. CSR stellt aber eben das Fundament des Hevert-Hauses dar und auf dieses gründet die Unternehmensstrategie.

Mathias Hevert, Ivonne Atzler, Marianne Sallinger

Kapitel 4. Beschreibung der Preisquellen und Kostenindizes

Preisquellen sind veröffentlichte oder nicht veröffentlichte Preislisten von Herstellern der Apparate und Maschinen, oder von Institutionen, die Kostendaten von Projekten analysiert und ausgewertet haben. Weiter können es auch Preislisten oder Preisdatenbanken sein, die durch betriebseigene Erfahrung gesammelt worden sind. Sie dienen der Ermittlung von Richtpreisen für Hauptausrüstungsgegenständen bei der Kostenschätzung von verfahrenstechnischen Anlagen.

David Oliver Kunysz

Kapitel 2. Technische Grundlagen

Der Begriff allgemein anerkannte Regeln der Technik stammt aus dem Sprachgebrauch der Juristen und ist ausdrücklich erwähnt im Tatbestand der Baugefährdung des Strafgesetzbuches. Während es früher „die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst“ hieß, hat sich später die Bezeichnung „die allgemein anerkannten Regeln der Technik“ durchgesetzt. Sie findet sich als Hinweis auch in der VOB/B.

Wolfgang Rösel, Antonius Busch, Bernd Rode

Kapitel 7. Aufmaß, Abrechnung, Zahlung

Nicht erst nach Beendigung aller Arbeiten, sondern im Zuge des Baufortschritts sind die Aufmaße der ausgeführten Leistungen festzustellen, dies gilt besonders dann, wenn Bauteile von den Zeichnungen abweichen, auf diesen nicht dargestellt oder nach ihrer Fertigstellung nicht mehr zugänglich sind (Fundamente). Die Aufmaße sind aus den Zeichnungen zu entnehmen, und falls solche Maßangaben nicht vorhanden sind, in die Zeichnungen zusätzlich einzutragen. In den Abrechnungszeichnungen, welche die Grundlage für die Abrechnung darstellen, müssen exakt die Maße stehen bzw. gegebenenfalls neu angegeben werden, die in die Aufmaßurkunden einzutragen sind (also das Ergebnis einer ausgerechneten Maßkette bzw. ein Differenzmaß).

Wolfgang Rösel, Antonius Busch, Bernd Rode

Kapitel 9. Versicherungen

Versicherungen sollen den Versicherten vor den Schadensfolgen von Risiken schützen, die er während des Planens und/oder des Ausführens eines Bauwerks zu tragen hat. Man unterscheidet allgemein zwischen sog. Sachversicherungen und Haftpflichtversicherungen. Die sog. Sachversicherungen schützen vor Risiken, die auf die versicherte Sache einwirken (Gefahrendeckung).

Wolfgang Rösel, Antonius Busch, Bernd Rode

Kapitel 8. Informationen für den Einstieg

Dieses Kapitel enthält Hinweise auf einführende Literatur (Abschn. 8.2), Ökobilanzdiskussionsforen und -drehscheiben (Abschn. 8.3), Ökobilanzfachzeitschriften (Abschn. 8.4), Ökobilanzdatenbanken (Abschn. 8.5) und Ökobilanzsoftware (Abschn. 8.6). Am Schluss dieses Kapitels (Abschn. 8.7) werden zehn Ratschläge gegeben, mit denen eine handwerklich bessere Ökobilanz erstellt werden kann.

Rolf Frischknecht

Kapitel 3. Sachbilanz

In diesem Kapitel wird das Vorgehen in der Sachbilanz, der zweiten Phase der Ökobilanz, beschrieben. Zu diesem Zweck werden zunächst die in einem technischen Prozess auftretenden Energie- und Stoffflüsse charakterisiert und klassifiziert (Abschn. 3.2). In Abschn. 3.3 werden die mathematischen Grundlagen der Ökobilanzmodellierung beschrieben und in Abschn. 3.4 deren Verknüpfungen zu Produktsystemen erläutert.

Rolf Frischknecht

Einordnung, Aufgaben und Rahmenbedingungen der Preiskommunikation

Die Verbindung zwischen Preis und Kommunikation wird in der wissenschaftlichen Literatur in den Bereichen Kommunikationspolitik und Preispolitik kaum übergreifend zusammenhängend behandelt. Vor dem Hintergrund veränderter Marktbedingungen und Herausforderungen in Bezug auf die Kommunikation und das Preismanagement erfüllt diese tiefmütterliche Behandlung nicht die Erfordernisse aus der Praxis. Die Preiskommunikation ist als integrativer Bestandteil des Pricing-Prozesses in der Phase der Preisumsetzung einzuordnen und ist im hohen Maße abhängig von den einzelnen Komponenten des Pricing-Prozesses. Auslöser für die Notwendigkeit der Kommunikation von Preisen können Produktinnovationen, Produktmodifikationen-/differenzierungen sowie Preisveränderungen und neue Preismodelle/Tarife sein, die unterschiedliche Herausforderungen nach sich ziehen. Die Zielgruppen der Preiskommunikation nach innen und außen erfordern weiterhin eine differenzierte kommunikative Ansprache. Diese ganze Komplexität und die verschiedenen Einflüsse der Thematik Preiskommunikation spiegeln sich in der Grundstruktur dieses Buches wider.

Regine Kalka, Andreas Krämer

Kapitel 2. Das Bauwerk als Botschaft

Das Bewusstsein für die kommunikative Kraft der Architektur prägt das Bauen seit Jahrhunderten. In nahezu allen Kulturkreisen – wie isoliert sie auch sein mögen – ist sie Mittel der Repräsentation, religiöses Symbol oder Ausdruck von Identität. Für den Betrachter eines Gebäudes ist dabei nicht entscheidend, ob dieses mit der Absicht errichtet wurde, eine Botschaft zu übermitteln.

Moritz Hollmann

Kapitel 11. Oberbau

Wesentliche Bestandteile des Oberbaus der Schienenbahnen sind Schienen, Schwellen und Bettung. Auch werden Schutzschichten zum Oberbau zugeordnet. Schienen und Schwellen werden mittels Kleineisen zu Gleisrosten, Weichen, Kreuzungen oder Kreuzungsweichen verbunden. Bei der Festen Fahrbahn können die Schwellen durch Betonteile ersetzt sein, in denen die Schienenbefestigungspunkte verankert werden. In diesem Kapitel werden die grundsätzlichen Anforderungen an den Oberbau, teils anhand von Beispielen, behandelt.

Reinhard Menius, Volker Matthews
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