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24.11.2017 | Bauwirtschaft | Infografik | Onlineartikel

Europas Baubranche wächst weiter

Autor:
Christoph Berger

Ein Wachstum in der europäischen Baubranche wie in 2017 gab es zuletzt 2006. Zugleich teilt Euroconstruct mit, dass obendrein die Baunachfrage erstmals überhaupt in allen 19 Mitgliedsländern gleichzeitig zunimmt. Dafür gibt es einen wesentlichen Treiber.

Demnach kommen die stärksten Impulse aktuell vom Wohnungsbau. Und ein nahes Ende des Wachstums scheint nicht in Sicht. Denn Euroconstruct geht davon aus, dass bis zum Jahre 2020 mit einem weiteren Anstieg von insgesamt sechs Prozent beim Bauvolumen in Europa zu rechnen ist.

"Im Wohnungsbau sowie im übrigen Hochbau werden sich die Zuwachsraten zukünftig deutlich abschwächen, während der Tiefbau mittelfristig die Rolle des Markttreibers übernehmen dürfte", sagte ifo-Experte Ludwig Dorffmeister bei der Präsentation der Zahlen. So werde der Tiefbau 2018 und 2019 um jeweils mehr als vier Prozent zulegen – auch dies ein Novum. Der Neubausektor werde in den kommenden Jahren allerdings spürbar an Schwung einbüßen. Im Jahr 2020 dürfte der Bestandssektor dann erstmals seit 2014 wieder stärker zunehmen als der Neubau.

In Deutschland wird die Bautätigkeit im Jahre 2017 sogar noch etwas kräftiger zunehmen als 2016, angetrieben vom großen Wohnungsbedarf, der gestiegenen Investitionsneigung der Unternehmen und der Tiefbau-Offensive des Bundes. Mittelfristig wird das Wachstum zwar deutlich an Schwung verlieren, Gleichwohl dürften im Wohnungs- und im Infrastrukturbau auch langfristig umfangreiche Investitionen erfolgen.

In Ungarn wird die Baunachfrage 2017 mit einem Plus von rund einem Viertel am stärksten wachsen. Dahinter folgen Irland (15 %), Schweden (10 %) und Polen (9 %). Ungarn werde laut den Prognosen auch in den nächsten drei Jahren bis 2020 den größten Zuwachs aufweisen (33 %). Auf dem zweiten Platz findet sich wiederum Irland (28 %), gefolgt von Polen (25 %), Tschechien und Portugal (jeweils 15 %).

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