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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

6. Behavioral Economics – Psychologie und Wirtschaft spannend kombiniert

verfasst von: Guido Wenski

Erschienen in: Das kleine Handbuch kognitiver Irrtümer

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird den umfassenden Grundlagenerkenntnissen, die letztlich die Verhaltensökonomik begründet haben, (begrenzter) Raum geboten. Basisartikel zu Heuristics and Bias und Prospect Theory von Kahneman und Tversky sowie zum Verbraucherverhalten von Thaler liefern erste Erkenntnisse zu Ähnlichkeits-, Verfügbarkeits- und Ankerheuristik, Verlustaversion und Subjektiver Risikowahrnehmung. Daraus ergibt sich eine klassische Einteilung der kognitiven Irrtümer, von der in diesem Buch zugunsten einer themenorientierten Zuordnung abgewichen wird. Über Versunkene Kosten, Besitztumseffekt und Mentale Buchführung führt der Weg zum Homo oeconomicus, des rationalen Agenten, den es in der Realität nicht gibt und der mit seinen theoretischen Eigenschaften charakterisiert wird. Hyperbolische Diskontierung als zeitinkonsistentes Modell einer verzögerten Abzinsung darf ebenso wenig fehlen wie praxisnahe Betrachtungen zu „weniger ist besser“ und „weniger ist mehr“, Repräsentations- und Prototypheuristik. Abschließend wagt der Autor eine systematische Analyse der verhaltensökonomischen Effekte, mit denen Verbraucher regelmäßig konfrontiert werden – etwa bei Produktauswahl und über die Nachträgliche Begründungstendenz.
Fußnoten
1
Man spricht dabei – in Abkehr von den früheren, teilweise radikaleren Konzepten – auch von Neuer Verhaltensökonomik. Nur davon ist in diesem Buch die Rede; zwecks einfacherer Lesbarkeit habe ich im Text auf die Zusätze „Neu“ und „Modern“ verzichtet.
 
2
Juristisch betrachtet müsste es in diesem Fall streng genommen „Eigentumseffekt“ heißen, aber das wäre wohl Haarspalterei. Den Unterschied können Sie daran erkennen, wie Bewohner ein Mietobjekt oder ihr Eigenheim behandeln oder Autofahrer einen Firmen- oder privaten Pkw.
 
Literatur
Zurück zum Zitat Ariely D (2008) Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen. Droemer Knaur, München Ariely D (2008) Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen. Droemer Knaur, München
Zurück zum Zitat Dobelli R (2014) Die Kunst des klaren Denkens. dtv, München Dobelli R (2014) Die Kunst des klaren Denkens. dtv, München
Zurück zum Zitat Gigerenzer G (2007) Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition. Bertelsmann, München Gigerenzer G (2007) Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition. Bertelsmann, München
Zurück zum Zitat Harari YN (2013) Eine kurze Geschichte der Menschheit. Pantheon, München Harari YN (2013) Eine kurze Geschichte der Menschheit. Pantheon, München
Zurück zum Zitat Harari YN (2017) Homo deus: eine Geschichte von Morgen. Beck, München CrossRef Harari YN (2017) Homo deus: eine Geschichte von Morgen. Beck, München CrossRef
Zurück zum Zitat Kahneman D (2012) Schnelles Denken, langsames Denken. Penguin, München Kahneman D (2012) Schnelles Denken, langsames Denken. Penguin, München
Zurück zum Zitat Schwartz B (2004) The paradox of choice – why more is less. Harper Perennial, New York Schwartz B (2004) The paradox of choice – why more is less. Harper Perennial, New York
Zurück zum Zitat Thaler R (2019) Misbehaving: Was uns die Verhaltensökonomik über unsere Entscheidungen verrät. Pantheon, München Thaler R (2019) Misbehaving: Was uns die Verhaltensökonomik über unsere Entscheidungen verrät. Pantheon, München
Metadaten
Titel
Behavioral Economics – Psychologie und Wirtschaft spannend kombiniert
verfasst von
Guido Wenski
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-64776-9_6

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