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2020 | Buch

Beim Lahmen lernt man Hinken

Wie Sprichwörter Ihr Unternehmen voranbringen – wenn Sie diese beachten

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Über dieses Buch

Entdecken Sie in diesem Buch passende Sprichwörter und Redensarten für die Unternehmensführung

In seinem Buch „Beim Lahmen lernt man Hinken“ führt Holm Landrock mit einem Augenzwinkern und einer ganzen Menge bekannter Redensarten durch die Welt der Wirtschaft im Zeitalter der Digitalisierung. Über viele Jahrhunderte hat der Volksmund eine Unmenge von Sprichwörtern geschaffen, welche die Weisheiten der verschiedenen Epochen widerspiegeln. Wer die in diesen Sprichwörtern vermittelten Grundsätze ignoriert, wird privat wie geschäftlich scheitern. Das macht „Beim Lahmen lernt man Hinken“ zu einem amüsanten Sachbuch für alle, die Bildungsfutter und Lesespaß in einem haben möchten.

Der Inhalt des Buchs über Redensarten für die Unternehmensführung im Überblick

Das Buch „Beim Lahmen lernt man Hinken“ gibt Tipps zur Unternehmensführung am Beispiel zahlreicher Sprichwörter wie:

• Schuster, bleib bei Deinem Leisten

• Der Krug geht solange zum Wasser, bis er bricht

• Hochmut kommt vor dem Fall

• Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

• Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen

• Beim Lahmen lernt man Hinken

• Und viele weitere bekannte Sprichwörter

Es richtet sich nicht nur an Manager und Führungskräfte aus allen Branchen, sondern auch an interessierte Laien sowie sprachlich Interessierte aller Berufsgruppen. Darüber hinaus können sich vielleicht sogar Studierende sowie Start-ups praktische Anregungen, Ideen und Tipps für ihre Arbeit einholen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung

Über viele Jahrhunderte hat der Volksmund eine Unmenge von Sprichwörtern geschaffen, die die Weisheit dieser Jahrhunderte widerspiegeln. Auch Gesetzgeber waren zu den Zeiten, in der die wenigsten des Lesens kundig waren, bemüht, Regeln und Verhaltensweisen in kurze, leicht zu merkende Sprüche zu packen. Wer die in diesen Sprichwörtern vermittelten Grundsätze ignoriert, wird privat wie geschäftlich scheitern.

Holm Landrock
Kapitel 2. Schuster, bleib bei Deinem Leisten

So, wie die industrielle Schuhfabrikation den Leisten der Maßfertigung aus dem Alltagsleben verdrängt hat, ist auch dieses Sprichwort in Vergessenheit geraten. Dabei verdeutlicht es, wie wichtig es ist, auf die wesentlichen Fähigkeiten und Kenntnisse des eigenen Unternehmens zu vertrauen und daran festzuhalten.

Holm Landrock
Kapitel 3. Der Krug geht solange zum Wasser, bis er bricht

Mit anderen Worten: Nichts hält ewig. Heute wird dieses Sprichwort hin und wieder im Sinne von „Hochmut kommt vor dem Fall“ verwendet. Hin und wieder sollten Investitionen in die technische Ausrüstung des Unternehmens fließen, auch wenn die vorhandene Technik vielleicht noch funktioniert. Kaputte Stühle, klapprige Tastaturen und fehleranfällige Maschinen sind oft der Grund für eine sinkende Produktivität.

Holm Landrock
Kapitel 4. Es ist nichts so fein gesponnen, dass es nicht kommt ans Licht der Sonnen

Am großen Turm des ehemaligen Dresdner Landgerichts am Münchner Platz sowie an einer Wand eines Innenhofs des Kriminalgerichts Moabit kann man Varianten der Spruchweisheit wie: „Nichts ist so fein gesponnen, dass es nicht kommt zur Sonnen“ lesen. Für Unternehmer und Unternehmerinnen bedeutet es in erster Linie, Verlockungen wie der Ausnutzung von Steuerschlupflöchern, versteckten Privatentnahmen und anderen kleinen und großen Schurkereien zu widerstehen.

Holm Landrock
Kapitel 5. Hochmut kommt vor dem Fall

Hochmut und Selbstüberschätzung sind neben Gier und Inkompetenz die häufigsten Gründe für Unternehmenspleiten. Ein Unternehmer glaubte an seine ewig dauernde Überlegenheit und die Abhängigkeit seiner Kunden von seinen Dienstleistungen – und scheiterte.

Holm Landrock
Kapitel 6. Ein Frosch, der mit Mühe kaum …

Wilhelm Busch dichtete einen der stärksten Merksätze für Unternehmensführer: „Ein Frosch, der mit Mühe kaum gekrochen ist auf einen Baum, schon glaubt, dass er ein Vogel wär, so irrt sich der.“ Bescheidenheit ist auch für Unternehmensführer eine Tugend. Das gilt auch für das Aufhübschen der eigenen Biografie.

Holm Landrock
Kapitel 7. Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen

Dieses Sprichwort, das warnen und anregen soll, wird im Zeitalter sich wandelnder Investionsprizipien wieder interessant. Wer zum Beispiel große Mengen Risikokapital eingeworben hat, bekommt wahrscheinlich auch weiteres. Unternehmer mit bescheidenen Mitteln, werden vermutlich lange Zeit klein bleiben.

Holm Landrock
Kapitel 8. Beim Lahmen lernt man Hinken

Es gibt Situationen, in denen es unangebracht ist, sich so zu verhalten wie alle anderen um einen herum. Es ist denkbar, dass sich die anderen gerade falsch verhalten. Ein Softwareunternehmen aus Süddeutschland hatte Mitte der Neunziger die Möglichkeit, als erstes Unternehmen ein neues Werbemedium zu nutzen. Es orientierte sich jedoch an den lahmenden Marktbegleitern und verlor seine gute Wettbewerbsposition.

Holm Landrock
Kapitel 9. Man treibt den Bock wohl aus dem Garten, doch der Gestank bleibt gemeiniglich drin

Noch aus Luthers Zeiten stammt dieses Sprichwort. Es ist wie so oft ein Gleichnis aus dem landwirtschaftlichen Umfeld. Den modernen Unternehmensführer soll es an die genaue Prüfung spontaner Entscheidungen in Krisensituationen erinnern, denn nicht immer ist die erste Eingebung die richtige.

Holm Landrock
Kapitel 10. Lehrers Kind und Pfarrers Vieh gedeihen selten oder nie

Klar und logisch präsentiert sich dieses Sprichwort: Da sich der Lehrer um anderer Leute Kinder und der Pfarrer um die Schäfchen seiner Gemeinde kümmern müssen, fehlt ihnen die Zeit, sich um ihre eigenen Belange zu kümmern. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter und ein organisches Wachstum des Unternehmens sind für den langfristigen Erfolg ebenso essentiell wie die Werbung für sich selbst.

Holm Landrock
Kapitel 11. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr

Wer mit sehr vielen Menschen in Kontakt kommt, kennt die unterschiedlichsten Charaktere. Mitunter beschleicht einen das Gefühl, einige Menschen sind mit dem Schnellzug durch die Kinderstube gefahren. Bei einem schlechten Umgangston gegenüber den Mitarbeitern, die dann oft als Untergebene betrachtet werden, und bei einem unpassenden Verhalten gegenüber den Kunden wirkt sich die mangelhafte Erziehung direkt auf den Unternehmenserfolg aus.

Holm Landrock
Kapitel 12. Wes Brot ich eß, des Lied ich sing

Die alte Redensart beschreibt die Abhängigkeit einer Person von ihrem Brotherrn. Was für Landsknechte überlebenswichtig war, kann für ein Unternehmen kritisch werden, weil unbedingter Opportunismus Lieferanten austauschbar macht.

Holm Landrock
Kapitel 13. Von zehn Geheimnissen soll man neun bei sich bewahren und das zehnte nicht ausplaudern

Es liegt auf der Hand: Geschäfte sind Vertrauenssache. Im Zeitalter von Industriespionage, Produktiraterie und Plagiaten ist der Schutz intellektuellen Eigentums wichtig. Allerdings führt eine Transparenz bei banaleren Informationen wie Geschäftszahlen zu einer besseren Sichtbarkeit im Markt. Kluge Unternehmensführer kennen den Unterschied zwischen Geheimhaltung und Vertuschung.

Holm Landrock
Kapitel 14. Wer sich selbst kennt, spottet nicht über andere

Klatsch und Tratsch sind dem Menschen so eigen wie Essen, Trinken und Atmen. Wenngleich interessante Sachen berichtet werden, ist Klatsch der Unternehmenskultur abträglich, zumindest dann, wenn es Klatsch zu Mitarbeitern ist. Die Kaffeeküche hat ihren Stellenwert für den informellen Informationsfluss, kann aber auch die Keimzelle für eine sinkende Arbeitsmoral sein.

Holm Landrock
Kapitel 15. Man soll nicht mit der Wurst nach der Speckseite werfen

Die Redensart beschreibt den Vorgang, wenn etwas Billiges mit etwas Teurem erkauft wird. Mitunter leisten teure Mitarbeiter nicht, was von Ihnen erwartet wird. Das kann die Unternehmenführung jedoch nur feststellen, wenn sie mit den Prozessen in ihrer Firma im Detail vertraut sind. Sonst kann es passieren, dass auch für einfachste Vorgänge sehr viel Geld ausgegeben wird.

Holm Landrock
Kapitel 16. Viele Federn machen ein Bett

Wer ein Unternehmen leitet, füllt im übertragenen Sinne ein Federbett. Das ist aufwendig, hält aber sehr sehr lange. Das schont Ressourcen, und einmal geleistete Arbeit macht sich mehrfach bezahlt. Selbstverständlich lässt sich ein vordergründig ähnliches Produkt auch mit einem anderen Material und viel weniger Arbeit herstellen. Darüber, ob dies eine gute Idee ist, unterrichtet dieses Sprichwort.

Holm Landrock
Kapitel 17. Wenn der Wind in einen Haufen Federn stößt, so sind sie bald zerstreut

Viele Federn machen ein Bett, lautete das Sprichwort aus Kap. 16. Nun sind viele Dinge auf der Welt fragil. Das gilt für das Kartenhaus, für einen Haufen Federn und für so manches Unternehmenskonzept. Früher oder später wird für Unternehmen auch das Tricksen verlockend, ob zur Vermeidung von Steuern, ob zur Steigerung oder Verringerung des flüssigen Kapitals oder ob einfach nur beim Füllen der Auftragsbücher. Doch Obacht: Wie steht gerade der Wind?

Holm Landrock
Kapitel 18. Alle Schiffe sind gut, solange sie auf der Werft liegen

Schiffe werden nicht erst seit hundert Jahren gebaut. Solange das Schiff nicht im Wasser ist, zeigen sich auch kaum Probleme. Der Mensch neigt zu Übertreibungen. Kritisch wird es, wenn die Kunden einen beim Wort nehmen. Manch Unternehmen erlebte schwierige Zeiten, weil das Produkt vor dem Praxistest zu sehr gelobt wurde oder weil der Praxistest zu viele Kinderkrankheiten zeigte.

Holm Landrock
Kapitel 19. Man soll das Pferd nicht beim Schwanze aufzäumen

Es sind nicht nur Betriebswirtschaftler, die von Spruchweisheiten profitieren können. Auch Volkswirtschaftler finden hier wichtige Hinweise für richtiges Handeln. Für Unternehmenskonzepte, Werbung und oder eben auch Geldpolitik ist das folgende Sprichwort hilfreich. Gerade die „Macher“ sollten immer noch einmal nachdenken, wo vorn sein könnte.

Holm Landrock
Kapitel 20. In jedem Zug sitzt ein Dummer

Nicht immer ist der, der ein Sprichwort nicht kennt oder dessen Spruchweisheit ignoriert, ein Täter. Leicht kann man zum Opfer werden. Oft werden Produkte minderer Qualität über den Preis an den Mann bzw. die Frau gebracht. In diesem Sprichwort steckt auch das Wissen, dass sich immer alles verkaufen lässt. Es gibt keinen ungeeigneten Markt, es gibt keine schlechten Zeiten, es gibt keine Ausrede, wenn sich etwas nicht verkaufen lässt.

Holm Landrock
Kapitel 21. Wer zuviel schmeichelt, hat betrogen oder will betrügen

Nichts gegen ein gute Kompliment. Aber bei allzu heftigen Schmeicheleien sollte man skeptisch werden. Das nicht unbedingt für das „junge Frau“ oder „junger Mann“, das einem viellecht eine Verkäuferin entgegenflötet. Das gilt eher bei einem gar zu freundlichen Vorgesetzten.

Holm Landrock
Kapitel 22. Die Spreu ist stolz, weil sie beim Weizen liegt

Wer sich im Privaten vielleicht einmal im Glanz eines gut gestellten Freundes sonnt, begeht keine Sünde. Im Geschäftsleben kann das jedoch von Nachteil sein. Menschen mit Personalverantwortung achten auf die Befindlichkeiten ihrer Mitarbeiter und deren Bedarf nach Anerkennung. Dabei achten sie aber auch auf die Vermeidung der allfällig drohenden Günstlingswirtschaft.

Holm Landrock
Kapitel 23. Ein schlechter Corporal, der nicht denkt, General zu werden

Das Streben nach Höherem gehört spätestens seit der Aufklärung zum Kern der menschlichen Natur. Es sollte selbstverständlich auch das Interesse von Vorständen und Geschäftsführern sein. Im Rahmen moralischer Grenzen ist das Streben nach Höherem gut und sinnvoll. Fortschritt und Weiterentwicklung sind Ergebnisse dieses Strebens. Doch es scheint, dass das ist nicht in allen Führungsetagen angekommen ist.

Holm Landrock
Kapitel 24. Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte

Personalverantwortliche suchen für ihr Unternehmen gerne junge Bewerber für freie Stellen. Am besten frische Absolventen eines Hochschulstudiums. Diese sind jung, belastbar und formbar. Sie arbeiten mitunter für einen Pappenstiel und nehmen für die ersten Schritte im Berufsleben gerne auch ein besonders niedrig entlohntes Praktikum im Kauf. Die Geschäftsleitung sollte aber darauf achten, dass nicht alle Tätigkeiten von Menschen mit solch einem prekären Beschäftigungsverhältnis erledigt werden.

Holm Landrock
Kapitel 25. Wer mit Ochsen spricht, dem geben Ochsen Antwort

Das Beste ist der Feind des Guten. Das sollte stets das Motto eines Geschäftsführers sein. Allzu oft verfällt man jedoch der Verlockung, sich an einem niedrigeren Maßstab zu orientieren. Sogar eine Kultur des Scheiterns etabliert sich, mit der Folge, dass immer weniger Geschäfte Kontinuität oder gar den klassischen Unternehmergeist zeigen, der auf einen langjährigen Erfolg ausgelegt ist.

Holm Landrock
Kapitel 26. Leere Köpfe lieben lange Titel

Die Visitenkarte hinterließen Besucher früher, falls der oder die Besuchte nicht angetroffen wurde. Üblich war es durchaus, nur den Namen auf die Visitenkarte zu drucken. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Informationen auf die Visitenkarte. Für lange Jahre hielt sich die Adresse. Inzwischen finden sich auf dem kleinen Stück Papier außerdem der Firmenname, oft mit dem Werbespruch der Firma, Daten für den digitalen Abruf derselben Informationen und selbstverständlich die Beschreibung der Position einer Person im Unternehmen. Doch was steht wirklich auf all diesen Zeilen?

Holm Landrock
Kapitel 27. Wenn der Fürst einen Apfel braucht, nehmen die Diener einen ganzen Baum

Es ist denkbar, dass zum Beispiel eine Konzernleiterin ein ganz bodenständiger Mensch ist. Doch manchmal hat sie in ihrer Position einen Mitarbeiterstab, dessen Auffassungen so gar nicht bodenständig sind. Worauf der Mensch in einer Führungsposition achten sollte, damit die Mitarbeiter nicht über die Stränge schlagen, weiß dieses Sprichwort.

Holm Landrock
Kapitel 28. Wer bloß Paradepferde im Stall hat, des Acker trägt keine Feigen

Ob nun in einem neu gegründeten Unternehmen oder in einem alteingesessen Betrieb: Stets herrscht die Gefahr, zu sehr auf die repräsentativen Momente im Unternehmensalltag zu setzen. Da werden sehr schicke, aber auch sehr teure Gebäude bezogen und man schmückt sich mit sehr schicken, sehr teuren Vortänzern. Diese erzählen auf Messen, Kongressen und anderen propagandistischen Veranstaltungen begeistert von den Visionen des Unternehmens und den unendlichen "Möglichkeiten", die die Branche bietet. Ob es richtig ist, so sehr auf den schönen Schein zu setzen?

Holm Landrock
Kapitel 29. Wenn ich Zeit habe, sagen die, die nicht wollen

Der Tag hat 24 Stunden. Was nach einer Binsenweisheit klingt, wird für manch Mitglied einer Geschäftsführung zu einer Herausforderung. Bizarr wird es, wenn in absehbarer Zeit, keine Zeit mehr für Ungeplantes vorhanden ist.

Holm Landrock
Kapitel 30. Auf fremden Arsch ist gut schlagen

Das Betriebsklima ist ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Klemmt es im Umgang zwischen den Menschen, die zum Unternehmenserfolg beitragen, wird es nicht erst mittelfristig riskant für die Firma. Dabei gibt es zwei Anzeichen, bei denen die Geschäftsführung aufmerksam werden sollte: Bei (falschen) Schuldzuweisungen und wenn Neckereien unter Kollegen nicht mehr lustig sind.

Holm Landrock
Kapitel 31. Man soll dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden

Wertschätzung der Leistung des Mitmenschen ist ein wichtiger Beitrag für den Unternehmenserfolg. Geiz gegenüber Mitarbeitern ist der erste Schritt in Richtung Pleite. Bemerkenswert ist, dass diese einfache Erkenntnis, die schon in der Bibel steht, auch heute noch darauf wartet, im Denkbild von Geschäftsführern und Entscheidern anzukommen.

Holm Landrock
Kapitel 32. Es ist kein besser Jagd als auf dem Markt nach Wild zu gehen

Viele Unternehmen erfreuen sich aufgrund langjähriger Beziehungen zu den Kunden einer guten Auftragslage. Im Maschinen- und Anlagenbau wird die Konjunkturlage nicht nur nach dem Gwinnen der Unternehmen berechnet, sondern schon nach dem Füllstand der Auftragsbücher. In anderen Branchen verlassen sich die Unternehmen darauf, dass zum Beispiel Aufträge aus Behörden in regelmäßigen Ausschreibungszyklen wieder an die gleichen Lieferanten vergeben werden. Das ist so bequem, wie auf dem Markt zur Jagd zu gehen.

Holm Landrock
Kapitel 33. Aus einem verdrießlich Arsch fährt kein fröhlicher Furz

In der Wirtschaft wird, nicht nur in Deutschland, oft schlechtgeredet, was eigentlich Anlass für Optimismus sein sollte. Im Gegensatz zu einer realistischen Einschätzung der Lage neigt man dazu, die Situation zu dramatisieren. Mitunter ist das eine Reaktion auf die allzu blumigen Formulierungen in manchen Berichten. Wie ein altes Sprichwort zeigt, ist dies nicht neu.

Holm Landrock
Kapitel 34. Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort

Von der Bedeutung her ähnelt dieses Sprichwort dem von den früher oder später aufgedeckten Sünden. Jedoch ist dieses Sprichwort vor allem als geflügeltes Wort bekannt. Angewendet wird es, wenn große Missgeschicke unmittelbar auf eine kleine Verfehlung folgen.

Holm Landrock
Kapitel 35. Wohin ein Hund pisst, dahin pissen alle

Der Kampf um Alleinstellungsmerkmale sollte nicht davon abhängig gemacht werden, was die Wettbewerber tun. Ein Unternehmen in einem bestehenden Markt zu führen oder einzuführen, ist einfacher als der Betrieb eines Unternehmens in einem neuen Marktumfeld. Doch was wird von Dauer sein?

Holm Landrock
Kapitel 36. Mancher Fuhrmann hat nur blinde Pferde

Wie führt man eine zwei- oder vierspännige Kutsche? Wie führt man ein Unternehmen mit vielen Mitarbeitern? Man kann die Zügel straff halten oder locker lassen. Der Führungsstil ist ebenso wichtig wie die Qualität der Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens.

Holm Landrock
Kapitel 37. An guten Schulen und guten Wegen erkennt man den guten Staat

Selbstverständlich war früher nicht alles besser. Doch Infrastrukturprojekte scheinen vor hundert und mehr Jahren deutlich einfacher abgelaufen zu sein. Das lag in den meisten Fällen auch daran, dass das Staatswesen autoritär und Arbeitskraft billig war. Zustände, die sich heute niemand ernsthaft zurück wünschen kann. Der Zustand der Infrastruktur eines Staates ist dennoch ein Indikator für den Zustand des gesamten Staatswesens, wie dieses Sprichwort weiß.

Holm Landrock
Kapitel 38. Dumme Menschen kann man nur mit dummen Gründen überzeugen

Tüftler und Erfinder haben es in manchen Unternehmen schwer. Sie scheitern mit ihren Ideen an den festgefahrenen Sitten und Bräuchen in ihrer Firma. Oft heißt es dann: Das haben wir noch nie so gemacht. Wie kann man also Veränderungen am besten durchsetzen? Ein Sprichwort weiß Rat.

Holm Landrock
Kapitel 39. Wie man sich auch dreht – der Arsch bleibt hinten oder: Der Leopard kann seine Flecken nicht verlieren

Es gibt in der Wirtschaft unterschiedliche Charaktere, wie zum Beispiel Ingenieure und Kaufleute. Jeder Charakter hat eigene Auffassungen über die Gestaltung eines Unternehmens und über die Umsetzung von Veränderungen. Dabei geraten die Charaktere oft aneinander, denn sie kommen nicht aus ihrer Haut heraus. Die Sprichwörter, die diesen Umstand beschreiben, sollen dazu anregen, sich doch stärker aufeinander einzulassen.

Holm Landrock
Kapitel 40. Ist kein Block im Weg, fällt man über einen Span

Es gibt Unternehmen, in denen läuft alles gut. Dennoch ist manch Chef geneigt, seine Mitarbeiter erziehen zu wollen. Die allzu pingelige Überwachung von Anordnungen und ein sehr kleinteiliger Führungsstil können allerdings demotivierend auf die Mitarbeiter wirken.

Holm Landrock
Kapitel 41. Man setzt keinen neuen Fleck auf einen alten Lumpen

Wer kennt nicht einen Fall, in dem die Unternehmensführung zu spät erkannt hat, dass das Unternehmen in einer Schieflage steckt. Die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen, ist kein Ansatz. Wird die Schieflage schließlich zugegeben, werden die notwendigen Maßnahmen oft übergangen. Stattdessen gibt es Rettungsversuche aller Art, teils mit großer Phantasie, teils auf Kosten der Steuerzahler. Damit dies nicht zu oft passiert, wurde ein Sprichwort für den Unternehmensführer geprägt.

Holm Landrock
Kapitel 42. Mit alten Hunden ist die sicherste Jagd

Erfahrung ist ein ganz essenzieller Bestandteil nicht nur menschlicher Existenz. Täglich gewinnen Jagdhunde ebenso wie Menschen an Erfahrung. Erfahrene, alte Hunde sind für eine Organisation enorm wichtig.

Holm Landrock
Kapitel 43. Die Elle muss sich nicht nach dem Tuch, sondern das Tuch nach der Elle messen lassen oder: Richtig zählen, ehrlich messen, darf der Kaufmann nicht vergessen

Eine große Zahl an Sprichwörtern und Redensarten beschäftigen sich mit dem genauen Arbeiten, mit der Notwendigkeit von häufigem Messen und mit der Notwendigkeit vom richtigen Maß in Handel und Gewerbe. Auch die Redensart „Dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz“ beschäftigt sich mit dem guten und richtigen Messen.

Holm Landrock
Kapitel 44. Ein Erfahrener ist über einen Studierten

Das vorliegende Sprichwort soll den Wert praktischen Wissens veranschaulichen. Der moderne Unternehmensführer muss allerdings darauf achten, dass die Personalabteilung die Bewerber bei Neueinstellungen nicht schematisch nach Abschlüssen, Diplomen und Veröffentlichungen einstellt.

Holm Landrock
Metadaten
Titel
Beim Lahmen lernt man Hinken
verfasst von
Holm Landrock
Copyright-Jahr
2020
Electronic ISBN
978-3-658-24001-1
Print ISBN
978-3-658-24000-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-24001-1

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