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Über dieses Buch

In diesem Buch werden allgemeine Grundlagen für die Beratung älterer Menschen zu altersgerechten Assistenzsystemen herausgearbeitet und dargestellt, warum eine sozialwissenschaftlich fundierte Konzeptionalisierung notwendig ist: Im ersten Teil werden ethische, soziale und rechtliche Aspekte sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen hinsichtlich der Einführung und Nutzung altersgerechter Assistenzsysteme analysiert und kritisch reflektiert. Ergänzt wird diese Darstellung um Ergebnisse einer empirischer Untersuchung, die der Frage nachgeht, welche spezifischen Herausforderung in der Beratung zu technsichen Assistenzsystemen bestehen und welche Lösungsansätze hilfreich sein können. Der zweite, praxisorientierte Teil soll Anleitung bieten, einen Beratungsprozess im Sinne einer lebensweltorientierten Grundhaltung zu konzipieren und zu strukturieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Wandel in der Altersstruktur der Bevölkerung wird von politischer Seite als relevantes gesellschaftliches Problem betrachtet, für dessen Bewältigung die Bundesregierung eine ressortübergreifende Demografiestrategie vorgelegt hat (vgl. BMI 2012; 2015). Vor diesem Hintergrund wird seit einigen Jahren der Einsatz technischer Assistenzsysteme zur Unterstützung älterer und hilfebedürftiger Menschen diskutiert, und es werden europaweit umfängliche Förderprogramme aufgelegt, um die Entwicklung und den Einsatz altersgerechter Assistenzsysteme voranzutreiben (vgl. Weiß et al. 2017:14f.; Meyer 2016:4ff.). Zweifellos haben technische Assistenzsysteme das Potenzial, ältere Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen und ihre Selbstbestimmung zu fördern (vgl. u. a. Künemund 2016:4; Mollenkopf 2011).
Michél Nitschke

Kapitel 2. Bestandsaufnahme und Problemanalyse

Zusammenfassung
Die Entwicklung und Verbreitung altersgerechter Assistenzsysteme wird seit einigen Jahren von politischer Seite im Rahmen verschiedener Fördermaßnahmen verstärkt vorangetrieben (vgl. Weiß et al. 2017:14f.). Erklärtermaßen definiert die Politik damit ein Handlungsfeld, um die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so zu „gestalten, dass sie den Erfordernissen Rechnung tragen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben“ (BMI 2012:6).
Michél Nitschke

Kapitel 3. Theoretische Verankerung

Zusammenfassung
Technische Geräte und neue Technologien tragen in vielerlei Hinsicht zu einer Entlastung im Alltag bei. Gerade für ältere Menschen, deren Handlungsmöglichkeiten aufgrund zunehmender gesundheitlicher Einschränkungen beeinträchtigt sind, kann der Einsatz von Technik einen Beitrag zu einer selbstbestimmten Lebensführung leisten. Technische Geräte erledigen oder vereinfachen mühsame Aufgaben der alltäglichen Lebensführung (Waschmaschine, Mikrowelle etc.), erweitern den Aktivitätsradius eines Menschen (Pkw etc.), unterstützen oder ermöglichen die Pflege sozialer Beziehungen (PC, Mobiltelefon etc.).
Michél Nitschke

Kapitel 4. Empirischer Teil

Zusammenfassung
Methodisch orientiert sich das Vorhaben dieser Arbeit an Ideen zur Konzeptentwicklung sozialpädagogischer und pflegerischer Berufe sowie beratungswissenschaftlicher Erkenntnisse (siehe Teil A, Kapitel 2). Darauf aufbauend wurden Grundlagen und notwendige Arbeitsschritte für die Entwicklung eines Beratungskonzepts im Kontext altersgerechter Assistenzsysteme entwickelt (siehe Teil A, Kapitel 3). Auf der Basis einer Analyse des Forschungsstands und aktueller Fachliteratur (siehe Teil B) sowie einer theoretischen Verankerung (siehe Teil C) haben sich grundlegende Fragestellungen ergeben (siehe Teil C, Kapitel 15).
Michél Nitschke

Kapitel 5. Lebensweltorientierte (Technik)Beratung

Zusammenfassung
Altersgerechte Assistenzsysteme können den Alltag älterer Menschen erleichtern und einen wichtigen Beitrag zur selbstbestimmten Lebensführung und zu gesellschaftlicher Teilhabe leisten. Die Gründe, warum viele solcher Technologien jedoch nicht in dem gewünschten Maße zur Anwendung kommen, sind vielfältig. Ein wesentlicher Grund wird zunehmend darin gesehen, dass Akzeptanz und Nutzung nicht nur eine Frage von Funktionalität und Bedienbarkeit ist. Vielmehr ist eine soziale Einbettung notwendig (vgl. Otto 2010:494), d. h. die Technologien müssen sich konsequenter an der jeweiligen Lebenswelt älterer Menschen ausrichten.
Michél Nitschke

Kapitel 6. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Auf der Basis einer Auseinandersetzung mit Konzeptionsentwicklungen in sozialen und pflegerischen Berufen im Kontext von Beratung wurden im Rahmen dieser Arbeit Kernelemente zur Entwicklung einer lebensweltorientierten Beratungskonzeption im Kontext altersgerechter Assistenzsysteme formuliert. Hinsichtlich der methodischen Aufbereitung eines Themenbereichs zur systematischen Entwicklung einer (Beratungs)Konzeption existieren bislang nur wenig Fachbeiträge (vgl. Riedel et al. 2013), die theoretische und/oder praktische Hilfestellungen anbieten könnten. Die hier erarbeiteten Kernelemente und methodischen Arbeitsschritte zur Erstellung einer Beratungskonzeption im Kontext altersgerechter Assistenzsysteme bilden daher den Ausgangspunkt einer solchen Arbeit.
Michél Nitschke

Backmatter

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